Beiträge von Schmidt

    Naja, ein Schutzraum für Mädchen, das halte ich tatsächlich für sinnvoll. Ich stelle mir so aufgeblasene Jungs vor, deren Schwester nix darf. Die kann dann in so einem Schutzraum aufblühen.

    Oder?

    Mädchen brauchen keinen Schutzraum vor Jungen, sondern Kinder brauchen Schutzräume vor Bullies. Warum soll einem etwas sensiblerer Junge so ein Schutzraum verwehrt bleiben?

    In der hiesigen Kirchgemeinde gibt es auch Angebote für Kinder, dabei unter anderem "Nähen für Mädchen" und "Schminken für Mädchen" - gerade das Nähen für Mädchen ist super anachronistisch, mit diesem Titel schließt es zudem aktiv aus.

    Sehe ich auch so. Nähen ist ein sinnvoller Skill für alle. Schminken spricht auch ohne die Ergänzung "für Mädchen" wahrscheinlich eher Mädchen an, warum da aber Jungen oder Kinder, die sich nicht sicher sind, welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen, gleich von vorne herein ausgeschlossen werden, erschließt sich mir nicht.

    Da treffen sich „Mädchen“, knüpfen Freundinnenbänder, trinken aromatisierten Tee und basteln.

    Sowas gibt es in unserer örtlichen Kirchengemeinde auch (wir sind da nicht aktiv, haben aber Freunde, die da mitmachen, weshalb wir auch bei den regelmäßigen Festen dabei sind und ungefähr wissen, was da los ist), allerdings ist die für alle offen und es sind auch tatsächlich zwei, manchmal drei Jungs dabei. Die Bänder heißen übrigens Freundschaftsbänder.

    Echtes Krafttraining mit schweren Gewichten kennt aber deutliche Grenzen zuhause, solange man nicht für viele Tausende einen ganzen Keller anlegt.

    Das stimmt nicht. Wir haben eine Langhantelbank und diverse Kurzhanteln. Das reicht für 90% der typischen Fitnesstudiobesucher aus.

    Dass ausgerechnet der Lehramtsstudent das liket finde ich allerdings lustig. Er hat vor einem halben Jahr noch darüber geklagt, dass er ein untergewichtiger "Lauch" sei. Für ihn reichen ganz sicher auch Eigengewichtsübungen daheim aus, um einen deutlichen Fortschritt zu erreichen.

    Ich habe es nicht als Gejammer empfunden, sondern es wird berichtet, wie man z. B. den geplanten 80. Geburtstag nicht groß feiern kann, ihn später nachholen will, und es jetzt leider nicht mehr kann, weil die Mutter verstorben ist.

    Das ist die einzige Geschichte, die Aufmerksamkeit verdient hat.

    Zitat

    Du meinst also, man darf nie was sagen solange es Menschen gibt, denen es schlechter geht?

    Nein. Das steht da nicht.

    Zitat

    Gestern wurde dem RKI über 1100 an Corona Verstorbene gemeldet, also bist du gegen Klagen (bzw. ich zitiere dich privilegiertes Gejammer) über Coronamaßnahmen wie Masken, Restaurants- und Fitnessstudien-, Schulschließungen (das ist wohl weniger schlimm als sterben). Seltsam, dass ausgerechnet Lehramtstudent dich geliked hat.

    Ich verstehe nicht, was du zu sagen versuchst. Natürlich ist es Gejammer, sich über die Maskenpflicht ernsthaft zu beklagen. Dass sie manchmal nervt, geschenkt. Man beklagt sich dann mal halb ernst bei seinen Freunden und gut ist. Aber kein Grund in der Zeit über das harte Los zu klagen. Was hat das mit den Corona Toten zu tun?

    Zitat

    Aber wenn dir die anderen, die nicht privilegiert sind, wichtig sind -

    Was machst du konkret, um die Dinge zu verbessern? (Nur reden und über das privilegierte Gejammer anderer aufzuregen bringt nichts.)

    Also wo hilfst du weniger Privilegierten?

    Ich helfe bei der Tafel, im Tierschutzverein, nehme an einem Buddy Programm teil (ja, auch jetzt noch als Lehrer) in dem Kinder aus problematischen Familien einen (jungen) Erwachsenen als Ansprechpartner bekommen (wenns Probleme gibt, mal ins Kino gehen und ähnliches).

    Das sind die aktiven Dinge die ich tue. Alles nicht besonders aufwändig, mehr wäre sicher drin, aber es ist nicht meine Aufgabe mich selbst aufzuopfern.

    Was genau hat das jetzt damit zu tun, dass man als Erwachsener durchaus dazu in der Lage sein sollte, seine Privilegien zu checken und nicht jedes Gequengel direkt mit der Öffentlichkeit teilen muss?

    Dass dein impliziertes Argument Nonsens ist, weist du sicher selber.

    Sind Beschwerden über eine Krankheit wie dass man beatmet werden musste, Atemnot hat oder nichts mehr schmecken und riechen kann deiner Meinung nach schlimmer, wenn ein Mensch in einem Entwicklungsland darunter leidet? Wird einem Menschen der in Deutschland lebt das Recht aberkannt zu leiden, nur weil er in Deutschland lebt?

    Und darf ein Europäer nicht über Vereinsamung sprechen und darunter leiden seine Freunde nicht mehr umarmen zu können? Ist es schlimmer wenn in einem Entwicklungsland das private Leben lahm gelegt wird als bei uns?

    Haben Angehörige bei uns weniger das Recht um ihre Angehörigen zu trauern als Leute aus ärmeren Verhältnissen? Ist Corona bei uns weniger schlimm??

    Du hast offensichtlich den verlinkten Artikel nicht gelesen.

    Zur Erinnerung: Wir leben nicht in Mumbai im Slum. Das ist kein "privilegiertes Gejammere" sondern eine reale Verschlechterung der Lebensbedingungen *unserer* Gesellschaft.

    Es ist schon ein harter Einschnitt in das Lebensglück der armen Kinder, wenn sie keinen Abiball haben oder ihre Konfirmandenfeier/-fahrt um ein Jahr verschoben wird. Ja, das ist schon furchtbar hart. Wenn man sonst keine Probleme hat, ist das natürlich schön. Privilegiertes Gejammer bleibt es dennoch.

    Eine reale Verschlechterung ist es, wenn Eltern und damit auch die Kinder ihr Haus verlieren, die Eltern wegen Corona arbeitslos werden, man an die Kinder nicht mehr rankommt, weil man sie lange nicht persönlich sieht oder man sich nicht sicher ist, ob ein Schüler den Lockdown daheim überlebt, weil ihn sein Vater regelmäßig verprügelt. Das Maximilian seine Einschulungsfeier oder eine andere Form der Schulfeier erst später bekommt und Julia einfach nach dem zweiten Semester ihres Studiums auf Kosten ihrer Eltern in Südamerika "hilft" ist schade und anders als geplant, aber die Kirche darf ruhig im Dorf gelassen werden.

    Bei vielen in Klasse 2,

    etliches davon macht sich erst erheblich später bemerkbar.

    Bei anderen fehlt das, was state_of_Trance beschreibt: Anstrengungsbereitschaft und Lernstrategien, weil die Inhalte über längere Zeit zu einfach sind. Irgendwann reicht es bei manchen dann doch nicht aus, aber es ist schwierig, dann daran zu arbeiten.

    Bei mir hat das zu einem Einbruch nach der Schule geführt. Ich habe in der Schule nie für irgendein Fach nenneswert etwas getan, bis zur 9. Klasse und dann später in der 12. und 13. Klasse viel geschwänzt, und es hat für ein 2.0er Abi gereicht. Ich war konstant unterfordert, aber das hat nie jemanden interessiert. Mein Klassenlehrer meinte ernsthaft zu mir, dass ich mir das mit dem Abi gut überlegen solle, weil meine Mutter auch kein Abi habe und man das ja nicht unbedingt brauche (mit einem 1er Schnitt in der 10. Klasse).

    An der Uni hat es dann erst mal ein paar Semester gedauert, bis ich das mit dem Lernen richtig hinbekommen habe. Dann liefs aber.

    Dass begabte(re) Schüler unterfordert sind ist ein deutlich gröseres Problem, als gerne behauptet wird.

    Es hat niemand etwas von mehrfach pro Jahr behauptet. Wenn man an einer Schule über 1000 SuS hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass einige der Datensätze nicht aktuell sind. Nicht alle Familien denken bei Umzug, neuer Telefonnummer o.ä. sofort daran, die Schule zu benachrichtigen. Und das gilt mit Sicherheit nicht nur für Brennpunkte.

    Es passiert auch in Unternehmen häufiger als man denkt, dass Arbeitnehmer mit Hochschulabschluss vergessen, ihre neue Adresse mitzuteilen, was erst auffällt, wenn die Personalabteilung versucht irgendwas zuzuschicken.

    Also nein, das gilt ganz sicher nicht nur für Brennpunktschulen.

    Nee. Aufnahmegeräte sind in JVAen auch für Besucher nicht zugelassen.

    Musst du mir einfach glauben. Ist schon ein paar Jährchen her, aber waren halt so braune Säcke mit roter Schrift bedruckt, "Kartoffeln - für Schweine und Gefangene".

    Was wäre schlimm daran, sowohl Schweine als auch Gefangene mit Kartoffeln zu verpflegen? Dass es so beschriftete Säcke gibt bezweifle ich allerdings auch.

    Vorbereiten und korrigieren werde ich sowieso extra zählen, ich will ja nicht nur das deputat, sondern die echte Arbeitszeit dokumentieren. Heißt, die Tage dann als Null zählen?

    Würde ich machen, ja.

    Zitat

    Problem bei der Variante: Wenn ich bspw. für eine Messe freigestellt wäre, auf der sich die Schule vorstellt, und ich nicht dienstverpflichtet, sondern freiwillig dabeinqäre, wäre das m.E. vergleichbar. Auch nicht mitrechnen?

    Ist wirklich schwierig.

    Das würde ich aufschreiben, weil es in direktem Zusammenhang mit deiner Tätigkeit an der Schule steht und das mit deinem Sold/Gehalt abgegolten ist.

    Ebenso gab hinterher während des Studiums umfangreiche Repetitorien in einigen Studiengängen (Maschinenbau, Jura).

    Da ist also schon länger etwas im Argen.

    Für Jura hat das nichts mit den Studenten ansich zu tun, sondern mit der Struktur des Studiums, die nicht direkt auf das 1.Examen vorbereitet.

    Den Nexus hast du hier in Anspruch genommen:

    Wenn das aber kein wesentlicher Aspekt ist, müssen wir uns damit ja nicht weiter beschäftigen. Danke für die Klarstellung.

    Dass eine Impfpflicht eine Einschränkung der Entscheidungsfreiheit der Einzelnen darstellt, ist ebenso offensichtlich wie die Risiken, die eine Impfung für die Einzelne darstellt. Beides reicht nicht, um eine Impfpflicht kategorisch ("definitiv") auszuschließen. Es sind Aspekte, die in eine Abwägung von Vor- und Nachteilen zwingend einfließen müssen. Mehr nicht.

    Ich habe eine Impfpflicht nicht kategorisch ausgeschlossen, weil bereits Eingriffsrechte bestehen. Ich habe eine Impfpflicht kategorische ausgeschlossen, weil ich Eingriffsrechte in den Körper durch den Staat kategorisch ablehne und dabei auch in Kauf nehme, dass das indirekt anderen Menschen schaden kann (aber nicht muss). Ich habe keinen Begründungszusammenhang aufgemacht, den hast du dir ausgedacht. Das steht da nirgends und kann eigentlich nur absichtlich falsch verstanden werden.

    Wie kommst du darauf, dass ich keine Abwägung vorgenommen haben soll? Und wer oder was verpflichtet mich als Privatperson überhaupt dazu, eine Abwägung vorzunehmen? Und inwiefern sind Abwägungsvorgänge von Lehrern in irgendeiner Form realitätsrelevant? Verwechselst du dich vielleicht mit einen Verfassungsrichter? Oder mit einem Bundes-/Landespolitiker? Fragen über Fragen. Gut gemeinter Hinweis: nicht gleich dem ersten Schreibreflex nachgeben, sondern darüber nachdenken, was in Beiträgen steht und was dort nicht steht.

    Und bevor jetzt wieder irgendwelche ausgedachten Vorwürfe kommen: ich selbst bin durchgeimpft, empfehle jedem, sich impfen zu lassen und werde mich auch gegen Covid-19 impfen lassen (bis wir dran sind, gibt es sicher so oder so Erkenntnisse über mögliche Probleme, die in Zusammenhang stehen können).

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