Beiträge von Schmidt

    Vergewaltigung passiert fast immer zu Hause. Es ging um Sicherheit auf den Straßen.

    Meine Mutter (Baujahr 1944) hatte kaum eine Freundin oder Bekannte, die nicht mindestens ein Mal vergewaltigt wurde oder zumindest mehrfach von ihrem Ehemann zum Geschlechtsverkehr genötigt wurde obwohl sie nicht wollte. Angezeigt wurde keiner der Übergriffe. Weder die durch Fremde/Bekannte, noch die durch den Ehemann. Vergewaltigung in der Ehe gabe es schlicht und ergreifend nicht.

    Die Zeiten haben sich zum Glück geändert. Dass das Sicherheitsgefühl abnimmt, hängt nicht mit der realen Gefahr zusammen (die eher abgenommen hat), sonder damit, dass viel mehr darüber geredet und berichtet wird. Was ja ansich auch gut ist.

    Ich finde die Kommentare hier auch etwas befremdlich.

    Aus meiner Erfahrung heraus empfinden Frauen in meinem Umfeld die Sicherheit auf der Straße abends oder/alleine als geringer als es bei Männern der Fall ist. Ich kann nur von meiner Umgebung sprechen und kann nicht abschließend beurteilen, ob dieses persönliche eingeschränkte Sicherheitsempfinden besagter Frauen gerechtfertigt oder nicht gerechtfertigt ist. Ich habe keine Bedenken, mich im öffentlichen Raum zu bewegen.

    Menschen auf dem Dorf im Vogelsberg haben viel mehr Angst, als Menschen in Großstädten. Das kenne ich auch von meiner Verwandtschaft. Schon witzig irgendwie.

    War klar, dass das kommt. Deswegen hab ich ja Beispiele gebracht, für die vielen unbewussten Verhaltensweisen, die deine Eltern dir in der Kindheit beigebracht haben und du sie deswegen immer noch so handhabst.

    Bei deinen Beispielen war keins dabei, das ich so handhabe, weil mir meine Mutter das so beigebracht hat und ich in all meinen Lebensjahren noch nicht darüber nachgedacht habe, ob das sinnvoll ist.

    Daheim ist beim Klogang sogar mal die Tür offen.

    Distanzzonen sind kulturell geprägt. Die Lautstärke der Stimme... Es gibt doch so viel Zeug, was man für normal hält, ohne darüber nachzudenken und es einem negativ auffällt, wenn es jemand anders macht.

    Es fällt auf, wenn die persönliche Komfortzone "missachtet" wird (die andere Menschen nicht kennen können). Die ist beim einen so, beim anderen so. Die eine Kollegin spricht laut und tatscht ständig an anderen herum, die andere spricht leise und zurückhaltend. Das ist individuell.

    Dass es kein einheitliches richtig oder falsch gibt, sieht man täglich im Leben und auch hier im Forum (bezogen auf allgemeinen Umgang, nicht nur auf Abstände).

    Zitat

    Der unfreundliche Ton zum Beispiel, den du beim Siezen an den Tag legen könntest: pure Konvention oder nicht?

    Erfahrung, nicht Konvention

    Und vor allem nicht allgemeingültig. Was der eine als beleidigenden Ton empfindet, ist für den anderen ganz normal.

    Individuell ist es nur begrenzt, wenn man Bescheid weiß, empfindet man es als weniger übergriffig bzw. distanziert.

    Der "richtige" Abstand ist offensichtlich individuell. Sonst wären die älteren Kolleginnen nicht so aufdringlich, während andere Kollegen eher weiter weg stehen. Von Statistik auf Individuen zu schließen, ist ein beliebter Fehler.

    Schon, aber "du Arsch" und "Sie Arsch" macht einen Unterschied:aufgepasst:

    Realistischeres Beispiel: wenn eine Mutter morgens vor der Schule grußlos sagt, "macht ihr heute Hitzefrei?" Dann fühle ich mich nicht recht angesprochen, eher angepöbelt. Hingegen grußlos (wäre genauso unhöflich) zu sagen "Machen Sie heute Hitzefrei"? Klingt anders, oder?

    Bei uns sagen Eltern häufiger sowas wie "Macht ihr heute hitzefrei?". Warum auch nicht? Ob es gepöbelt ist oder nicht, hängt vom Tonfall ab, nicht davon, ob "ihr" oder "Sie" gesagt wird.

    Pupsen, während man sich mit jemandem unterhält/ Bitte und Danke sagen/ Klotür zumachen/ Die intime Zone von 60 cm im Gespräch nicht unterschreiten/ Füße nicht auf den Esstisch legen?

    Gibt doch bestimmt Konventionen, die du unbewusst einhältst, weil "man das halt so macht".

    Diese Umgangsregeln haben überwiegend Hygiene und Vermeidung von Geruchsbelästigung als Gründe.

    Bitte/danke erkennt an, dass andere Menschen etwas für mich tun, drückt also eine Wertschätzung aus.

    Dass 60cm Abstand im Gespräch nicht eingehalten werden, passiert ständig. Wir haben ältere Kolleginnen, die ständig anfassen und zu nah auf die Pelle rücken. Das ist eben individuelle, was Menschen als zu nah empfinden. Dass es da eine "feste" Regel gibt, war mir nicht bewusst.


    "Macht man halt so" ist eine ganz schlechte Begründung. "Ich möchte das (nicht)" kann eine gültige Begründung für den Einzelfall sein, daraus lässt sich aber keine allgemeine Begründung ableiten.

    Duzen ist doch fast überall alltäglich. Ob im Elektronikfachmarkt, an der Kasse der Drogerie, in Restaurants (auch in den höherpreisigen), an der Bäckertheke..., nur in der Arztpraxis habe ich es noch nicht erlebt. Aber man gewöhnt sich doch daran, ich sehe da kein großes Problem. Mit dem Zurückduzen habe ich nur noch selten Schwierigkeiten.

    Prinzipiell sehe ich das auch so, aber zusammen mit so übergriffigen Sprüchen werde ich dann schon sehr korrekt.

    Dir:

    "Den Zusammenhang zwischen Soldaten die im Unterricht vorbeischauen und einer Manipulation von Schülern sehe ich nicht. Als ich Anfang der 2000er noch zur Schule ging, waren auch mal Offiziere und Unteroffiziere im Unterricht und haben über die Bundeswehr als Arbeitgeber gesprochen. Die Bundeswehr ist auch auf Berufsmessen vertreten. Wo ist das Problem?"

    Hm? Du hast die Frage nicht beantwortet. Dass es diesbezüglich eine Diskussion gibt, ist mir klar. Um die Diskussion hier aber führen zu können, müssten die Beteiligten ihre Ansichten äußern. Ich habe das getan, du hingegen bisher nicht.

    Ich frage dich persönlich, wo du das Problem siehst, warum du das so siehst und implizit auch, was die Alternativen sind. Dass irgendwelche anderden Menschen dazu Ansichten haben, ist offensichtlich, beantwortet aber meine Frage nicht und ist für die Diskussion im Forum bedeutungslos.

    Du behauptest, dass sich D auf ein autoritäres Regime zu bewege. Das ist eine Ansicht, die der Begründung bedarf, wenn sie nicht nur polemisches Geschwätz sein soll.

    Ich verstehe, dass man zu diesem Thema unterschiedlicher Meinung sein kann. Was mich allerdings überrascht ist, dass manchen Lehrern die Kontroversität dieser Themen in der Öffentlichkeit nicht bewusst ist.

    Wem sind die Diskussionen denn nicht bewusst? Irritierend ist, dass du eine beginnende Entwicklung zum autoritären Staat in Deutschland siehst. Warum du das so siehst, hast du bisher nicht begründet.

    Was kann ich mit dem, was ich bisher erreicht habe, beruflich anfangen?

    Nichts

    Du hast kein Studium abgeschlossen und auch viel zu wenige Leistungen, um damit irgendetwas Sinnvolles anfangen zu können.

    Zitat

    Gibt es Wege, doch noch Mathematik irgendwie erfolgreich abzuschließen

    An was lags denn in den mündlichen Prüfungen? Ich habe auch in Frankfurt studiert (unter anderem Informatik) und kenne niemanden, der durch die mündliche Mathe Prüfung (L3) gefallen ist.

    Zitat

    oder alternative Qualifikationen zu erwerben?

    Mit L2 schwierig

    Für die fachwissenschaftlichen Abschlüsse ist beim L2 wenig dabei, das anerkannt werden kann. Was interessiert dich denn?

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