Die Kleidung, die ich wähle, sagt etwas darüber aus, welchen Wert ich der Aktivität, zu der ich mich kleide, und den Personen, mit denen ich zu tun habe, beimesse.
Deshalb wähle ich saubere Kleidung, die mindestens meine Körpermitte ungefähr von kurz über dem Knie bis zum Hals (kein zu großer Ausschnitt) und die Arme bis knapp vor dem Ellenbogen bedeckt.
Zitat
Die Kleidung sagt etwas darüber aus, wie ich mich wahrnehme und wie ich wahrgenommen werden möchte. Sie ist Teil meiner Identität, insbesondere im Beruf.
Und gerade deswegen ist es nicht für jeden notwendig oder angebracht, im Kostüm/Sakko vor der Klasse zu stehen. Ich trage sehr gerne Anzug. Ich fühle mich darin wohl und sehe wirklich gut aus. Deshalb trage ich in der Schule auch oft Anzug. Manchmal aber auch T-Shirt, Jeans und Hoodie. Ich habe tätowierte Kollegen mit Dreads/Manbun und Batikhosen. Keinem dieser Kollegen würde ich auf Grundlage der Kleidung die Professionalität absprechen.
Zitat
Ich möchte nicht von einem Banker mit Hoodie beraten werden oder von einem Arzt in kurzen Hosen.
Ich hätte damit kein Problem. Meine Allgemeinmedizinerin hat im Hochsommer manchmal tatsächlich eine kurze Hose an (mit Arztkittel drüber). Das hat doch nichts mit beruflicher Professionalität zu tun. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die Cum Ex Manager alle Anzug zur Arbeit getragen haben und jeder "Finanzberater", der seine Kunden über den Tisch zieht und/oder seine Produkte nicht richtig kennt auch Anzug trägt.
Zitat
Wie will man in Berufskompetenz erklären, dass man sich zum Bewerbungsgespräch angemessen kleiden sollte? Wo sind die Vorbilder, wenn es nicht die Lehrer sind?
Weil man in der Bewerbungssituation von der Beurteilung anderer in sehr kurzer Zeit abhängig ist und sich mangels Einschätzungsmöglichkeit, was im Unternehmen als angemessen gilt, sicherheitshalber erst mal an allgemeine Grundregeln hält. Als Lehrer ist es gerade wichtig, den SuS zu vermitteln, dass man niemanden an seinem Äußeren beurteilen darf.