Beiträge von Schmidt

    Individuell ist es nur begrenzt, wenn man Bescheid weiß, empfindet man es als weniger übergriffig bzw. distanziert.

    Der "richtige" Abstand ist offensichtlich individuell. Sonst wären die älteren Kolleginnen nicht so aufdringlich, während andere Kollegen eher weiter weg stehen. Von Statistik auf Individuen zu schließen, ist ein beliebter Fehler.

    Schon, aber "du Arsch" und "Sie Arsch" macht einen Unterschied:aufgepasst:

    Realistischeres Beispiel: wenn eine Mutter morgens vor der Schule grußlos sagt, "macht ihr heute Hitzefrei?" Dann fühle ich mich nicht recht angesprochen, eher angepöbelt. Hingegen grußlos (wäre genauso unhöflich) zu sagen "Machen Sie heute Hitzefrei"? Klingt anders, oder?

    Bei uns sagen Eltern häufiger sowas wie "Macht ihr heute hitzefrei?". Warum auch nicht? Ob es gepöbelt ist oder nicht, hängt vom Tonfall ab, nicht davon, ob "ihr" oder "Sie" gesagt wird.

    Pupsen, während man sich mit jemandem unterhält/ Bitte und Danke sagen/ Klotür zumachen/ Die intime Zone von 60 cm im Gespräch nicht unterschreiten/ Füße nicht auf den Esstisch legen?

    Gibt doch bestimmt Konventionen, die du unbewusst einhältst, weil "man das halt so macht".

    Diese Umgangsregeln haben überwiegend Hygiene und Vermeidung von Geruchsbelästigung als Gründe.

    Bitte/danke erkennt an, dass andere Menschen etwas für mich tun, drückt also eine Wertschätzung aus.

    Dass 60cm Abstand im Gespräch nicht eingehalten werden, passiert ständig. Wir haben ältere Kolleginnen, die ständig anfassen und zu nah auf die Pelle rücken. Das ist eben individuelle, was Menschen als zu nah empfinden. Dass es da eine "feste" Regel gibt, war mir nicht bewusst.


    "Macht man halt so" ist eine ganz schlechte Begründung. "Ich möchte das (nicht)" kann eine gültige Begründung für den Einzelfall sein, daraus lässt sich aber keine allgemeine Begründung ableiten.

    Duzen ist doch fast überall alltäglich. Ob im Elektronikfachmarkt, an der Kasse der Drogerie, in Restaurants (auch in den höherpreisigen), an der Bäckertheke..., nur in der Arztpraxis habe ich es noch nicht erlebt. Aber man gewöhnt sich doch daran, ich sehe da kein großes Problem. Mit dem Zurückduzen habe ich nur noch selten Schwierigkeiten.

    Prinzipiell sehe ich das auch so, aber zusammen mit so übergriffigen Sprüchen werde ich dann schon sehr korrekt.

    Dir:

    "Den Zusammenhang zwischen Soldaten die im Unterricht vorbeischauen und einer Manipulation von Schülern sehe ich nicht. Als ich Anfang der 2000er noch zur Schule ging, waren auch mal Offiziere und Unteroffiziere im Unterricht und haben über die Bundeswehr als Arbeitgeber gesprochen. Die Bundeswehr ist auch auf Berufsmessen vertreten. Wo ist das Problem?"

    Hm? Du hast die Frage nicht beantwortet. Dass es diesbezüglich eine Diskussion gibt, ist mir klar. Um die Diskussion hier aber führen zu können, müssten die Beteiligten ihre Ansichten äußern. Ich habe das getan, du hingegen bisher nicht.

    Ich frage dich persönlich, wo du das Problem siehst, warum du das so siehst und implizit auch, was die Alternativen sind. Dass irgendwelche anderden Menschen dazu Ansichten haben, ist offensichtlich, beantwortet aber meine Frage nicht und ist für die Diskussion im Forum bedeutungslos.

    Du behauptest, dass sich D auf ein autoritäres Regime zu bewege. Das ist eine Ansicht, die der Begründung bedarf, wenn sie nicht nur polemisches Geschwätz sein soll.

    Ich verstehe, dass man zu diesem Thema unterschiedlicher Meinung sein kann. Was mich allerdings überrascht ist, dass manchen Lehrern die Kontroversität dieser Themen in der Öffentlichkeit nicht bewusst ist.

    Wem sind die Diskussionen denn nicht bewusst? Irritierend ist, dass du eine beginnende Entwicklung zum autoritären Staat in Deutschland siehst. Warum du das so siehst, hast du bisher nicht begründet.

    Was kann ich mit dem, was ich bisher erreicht habe, beruflich anfangen?

    Nichts

    Du hast kein Studium abgeschlossen und auch viel zu wenige Leistungen, um damit irgendetwas Sinnvolles anfangen zu können.

    Zitat

    Gibt es Wege, doch noch Mathematik irgendwie erfolgreich abzuschließen

    An was lags denn in den mündlichen Prüfungen? Ich habe auch in Frankfurt studiert (unter anderem Informatik) und kenne niemanden, der durch die mündliche Mathe Prüfung (L3) gefallen ist.

    Zitat

    oder alternative Qualifikationen zu erwerben?

    Mit L2 schwierig

    Für die fachwissenschaftlichen Abschlüsse ist beim L2 wenig dabei, das anerkannt werden kann. Was interessiert dich denn?

    naja, grundsätzlich ist ja klar dass Wechsel, neue Jobs, neue Arbeitgeber außerhalb des Beamtentums wesentlich flexibler möglich sind als innerhalb.

    Du musst kein Beamter sein. Lehrer kann man auch mit allen Vor- und Nachteilen im Angestelltenverhältnis sein.

    verstehe aber auch nicht weshalb meine Frage scheinbar sauer aufstößt...

    Die stößt nicht sauer auf sie irritiert nur etwas. Kennst du niemanden, der arbeitet?

    Die Äußerungen von Stark-Watzinger - dass Schüler auf den Kriegsfall vorbereitet werden sollen, an Schulen ein "unverkrampftes Verhältnis zur Bundeswehr" nötig sei, Soldaten in den Unterricht kommen sollen usw. -

    Was ist an einem unverkrampften Verhältnis zur Bundeswehr problematisch? Die Bundeswehr ist notwendig, ob du das gut findest oder nicht. Wohlstand und Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit.

    Zitat

    […]

    Wo ist dann das autoritäre System, wenn Politikeraussagen kontrovers diskutiert werden?

    Im Kontext des expliziten Ziels der Bundesregierung bis 2019 kriegstüchtig zu werden, beurteile ich dies nicht als bloße Kriegsrhetorik, sondern als Ansatz einer drohenden Manipulation von Schülern im Sinne dieser Kriegstüchtigkeit.

    Hm? Den Zusammenhang zwischen Soldaten die im Unterricht vorbeischauen und einer Manipulation von Schülern sehe ich nicht. Als ich Anfang der 2000er noch zur Schule ging, waren auch mal Offiziere und Unteroffiziere im Unterricht und haben über die Bundeswehr als Arbeitgeber gesprochen. Die Bundeswehr ist auch auf Berufsmessen vertreten. Wo ist das Problem?

    Was genau verstehst du unter dem Begriff "Kriegstüchtigkeit"? Dass Deutschland dazu fähig sein muss, sich und die NATO Partner zu verteidigen steht außer Frage.

    Wenn die Politik bestimmt, das und wie ich Multikulti zu leben habe, empfinde ich das als aufgedrückt.

    Wo tut sie das denn?

    Mich hat noch nie jemand gezwungen, zum CSD zu gehen, mit einer Regenbogenflagge rumzulaufen, halal zu essen, persische Musik zu hören oder sonst irgendetwas zu tun, das mit irgendeiner Kultur zu tun hat.

    Wenn ich wollte, könnte ich morgens in die christliche Kirche gehen, den ganzen Tag im Garten Schweine Bratwurst grillen und Helene Fischer hören, danach dann mit meinem VW SUV zum Schützenverein fahren, dort mit den örtlichen Dackelzüchtern bei einer zünftigen Brotzeit über die Moslems klagen.

    Was genau wird wem wo "aufgedrückt"? Oder ist für dich bloßes Dasein schon ein Aufdrücken?

    Konsequenterweise müsste und sollte das so sein. Gilt auch für andere grundlegende Prinzipien unserer Gesellschaft, wie beispielsweise der Geschlechtergleichheit. Wer hier beispielsweise bei TikTok das Selbstbestimmungsrecht seiner weiblichen Verwandtschaft in Frage stellt, müsste meines Erachtens sofort die Staatsbürgerschaft verlieren. Genau an der falschen Toleranz, die man hier walten lässt, scheitert imo funktionale Multikulturalität.

    Dann müsste man den ein oder anderen Bio Deutschen aber auch direkt ausbürgern. Ein paar menschliche Ausfälle gibt es überall.

    Richtig. Und genau das ist z.B. ein Beispiel für falsch verstandene kulturelle Toleranz.

    Nein, das ist eine logische Fortführung des gesellschaftlichen Umgangs mit Tieren. Das Tierschutzgesetz wird in der Massentierhaltung so weit ausgelegt und teilweise ignoriert, dass es fast wertlos geworden ist. Insofern fügt sich die halal Schlachtung gut in das bestehende System ein. Die Tierverarbeitungsindustrie hat eine riesige Lobby und in der Politik interessiert sich kaum jemand ernsthaft für Tierwohl. Was auch wieder nachvollziehbar ist, da sich der Großteil der Gesellschaft auch nicht dafür interessiert.

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