Beiträge von s3g4

    1.) Klassenarbeitshefte oder lose Blätter
    2.) Korrektur ganzer Arbeiten.
    3.) 20-Punkte-System.

    Lose Blätter und Korrektur ganzer Klausuren mache ich schon immer. Was ein 20-Punkte-System ist weiß ich nicht. Meine Klausuren haben immer 21 Punkte.

    Klappt super, aber scheinbar ist es völlig falsch.

    c) Im Informatik-Zeitalter sind 20-Punkte-Notenlisten obsolet. Über eine Excel-Datei, die auch mit 137 Punkten die Endnote zuverlässig berechnet, muss man sich über die Vergabe von Teilpunkten nicht den Kopf zerbrechen. Die Tabelle spuckt die Gesamtpunktzahl samt Note aus.
    Anmerkung zu Teilpunkten: Falls ein Schüler eine Aufgabe mit einer falschen Zahl aus dem Zwischenergebnis - jedoch mit dem richtigen Lösungsweg löst, hat er eine bessere Note verdient, als der Schüler, der die Aufgabe gar nicht in Angriff nimmt.

    Scheinbar ist Korrektur mit dem 20pkt-system, die Art, die gar nicht richtig bewertet. Naja dann sollte man diese auch nicht verwenden.

    Aber den Unterschied zwischen Klassenarbeiten und Klausuren sollte auch ein Nebenfachlehrer kennen.

    Sollte bekannt sein. Das sind keine offiziellen Bezeichnungen, also kannst du sie beliebig verwenden oder auch einen anderen Namen. Könnt ihr schulintern machen wie ihr wollt.

    Das sind schriftliche Leistungsnachweise, es besteht rechtlich überhaupt kein Unterschied.

    Ich gehe aber mit Bolzbold mit, dass sich mit einer AZ-Erfassung eher etwas zum Schlechten bewegen wird. Nach 16 Jahren im Schuldienst bin ich da ernüchtert.

    Genau deswegen verstehe ich die Verfechtung der Zeiterfassung nicht wirklich. Du wirst für alles Zeitvorgaben bekommen, es wird sich schön gerechnet, dass das alles in die AZ rein passt und wieso dieses und jenes dann auch noch eben gemacht werden kann. Es wird zu einer zusätzlichen Aufgabe werden, die AZ zu erfassen. Das eingeführte System wird maximal unkomfortabel sein. Vielleicht geht die Zeiterfassung aus Datenschutzgründen auch nur in der Dienststelle vor Ort. Ich habe viel Fantasie, wie es damit nur nerviger werden kann.

    Ja, nehme ich auch so wahr. Ich würde allerdings für mich nicht sehen, dass ich die Belastungen in anderen Berufen beurteilen kann. Und man muss auch bedenken, dass es High-Performer gibt, die Belastung anders empfinden. Genauso wie Leute, die nicht so viel aushalten können und eher an ihrer Belastungsgrenze angelangt sind. Die gibts in jedem Beruf, aber es kann ja nicht sein, dass ich dann mehr arbeiten muss, nur weil ich mich nicht so schnell belastet fühle.

    Da ich bisher nicht in jedem Job gearbeitet habe, kann ich das für viele nicht einschätzen. Bei den Berufen in denen ich gearbeitet habe, kann ich das sehr wohl sagen. Der Lehrerberuf ist nichts besonderes, jeder Beruf hat seine schwierigen Punkte. Damit muss man umgehen.


    Ich bin sicherlich kein High-Performer, im Schulsystem komme ich aber bisher ganz gut zurecht. Das kam ich aber sonst wo auch. Pragmatismus hilft in jeder Lebenslage.

    Es ist halt einfach so, dass diese Vergleiche und das Gegenrechnen immer auf (empfundene) Ungerechtigkeiten herauslaufen wird. Ich persönlich empfinde es als ungerecht, dass ich in Bayern mit meiner Regelbeförderung auf A14 ohne konkrete Aufgabe gleich besoldet werde wie in anderen Bundelsändern Schulleiter von (kleinen) Grundschulen.

    Ich finde es auch ungerecht, dass ich nicht reichgeboren oder verheiratet bin und arbeiten gehen muss. Das ist aber ein me-problem.

    Hast du denn mal in anderen Jobs gearbeitet? ZB in einer Kita, im Pflegeheim, Krankenhaus?

    Meistens nichts was über Jobs im Studium hinaus geht. Haben wir schon sehr oft gelesen. Es scheint eine verbreitete Lehrkräftekrankheit zu sein, den eigenen Beruf als etwas ganz besonders und außergewöhnliches wahrzunehmen.

    Ich finde das mit der Zeiterfassung schwierig. Wenn ich vormittags 3-4 Stunden 25 Kinder "entertaine", frisst das deutlich mehr Energie als wenn ich im Büro Akten bearbeiten würde. Diese Zeit müsste 1,5 fach gewertet werden.

    3-4 Stunden sind 3-4 Stunden. Was soll an der Zeiterfassung schwierig sein? Die Uhren gehen für alle gleich.

    Ich glaube, du hast nicht so ganz verstanden, worauf ich hinaus wollte. Zeit ist nicht gleich Zeit.

    Doch Zeit lässt sich sehr einfach messen. jaja ich weiß der Lehrerberuf ist was besonders, wir brauchen dann einen spezielle Lehrkräftezeiteinheit und -messung. :D Ist schon klar.

    Das tun die Kinder aber auch bei Menschen, die keine Beamte sind. Dann müssten man doch eher das Kindergeld für alle erhöhen?
    Und heutzutage arbeiten doch die meisten Ehepartner. Warum müssen wir sie noch alimentieren? Und bei den Kindern muss dann nicht auch das Einkommen des Partners berücksichtigt werden?

    Was genau helfen diese Fragen bei dem Problem?

    Warum muss ich diese und jene Steuer zahlen? Wieso muss es überhaupt Schulen geben?

    Können wir alles in Frage stellen, kann auch alles geändert werden. Nur nicht von uns.

    Vielleicht wird die Besoldung auch so geändert, dass alle Beamten mit Kindern nur noch Kindergeld bekommen und die DINKs dann sich dann wieder besser fühlen, weil die anderen weniger bekommen.

    Interessante Einzelfälle. Meine Vermutung wäre, dass sich die Pension tatsächlich in beiden Fällen aus A12 berechnet, ja.

    Das sind unglückliche Einzelfälle. Vermuten muss man da nichts. Für Pension ist erstmal die letzte Besoldungsgruppe maßgeblich. Wenn man aber lange genug in der höhere Gruppe war (hier A14), dann bekäme man einen entsprechenden ausgleich, wenn in dieser Zeit fiktiv höhere Pensionsansprüche bestanden hätten. Aber nur bezogen auf die Verweildauer in der höheren Gruppe. Heißt 38 Jahr A14 und dann 2 Jahre A12 bis zum Ruhestand hat eine sehr große Wirkung. 4-5 Jahre A14 mitten drin = pech gehabt.

    Erstens nein, man spart sich in der Stadt nicht zwingend das Auto. Zweitens, vergleiche mal Münchner Mieten oder Immobilienpreise mit denen von irgendwo am Land. Dann mach weiter und vergleiche die Preise in Cafés, Kinos, Restaurants etc. Selbst wenn man in der Stadt aufs Auto verzichtet (ÖPNV ist übrigens auch nicht kostenlos!) hat man Mehrkosten.

    Nicht pauschal und nicht jede Stadt ist München.

    Aber wenn das Leistungsprinzip völlig, und in Zukunft sogar noch stärker, hinter dem Sozialprinzip zurücksteht, lohnen sich Beförderungen für Kinderlose nicht mehr und bei denen, die sich engagieren, führt es zu Frust. Um als Kinderloser auf die Besoldung eines A13er mit 3 Kindern in Düsseldorf oder Köln zu kommen, müsste er eine B2 Stelle haben. Das ist krank.

    Wenn du das daraus für dich ableitest, hast du keine Ahnung. Die Kinder sind nicht ewig Kinder und dich zwingt auch niemand eine Beförderung anzustreben. Dann mach doch einfach 10 Kinder und freue dich über deine üppige Einkünfte.

    Außerdem verursachen 3 Kinder auch deutlich mehr Kosten als 0 Kinder. Da sind locker 1500 - 2000 € (das ist aber auch unteres Ende) im Monat für die Kinder weg. Ziehen wir 777 € Kindergeld ab bleiben 700 - 1300 € übrig. In der Stadt wird es alleine durch die höheren Mieten noch mehr sein.

    Bei diesen Alimentierungsbestandteilen geht es nicht um Leistung. Das ist fürs Grundgehalt und andere pensionswirksame Bestandteile.

    Nirgendwo sonst bemisst sich ein erheblicher Anteil der Besoldung an der rein privaten Entscheidung, ob man Kinder möchte oder nicht. Man wird nicht für die Besoldungsgruppe bzw. seine Tätigkeit bezahlt, wie das in allen anderen Arbeitsverhältnissen außer dem Beamtentum normal ist, sondern nach seinem Privatvergnügen, ob man Kinder hat oder nicht. Das ist doch völlig absurd!

    Der Beamte wird auch nicht entlohnt, sondern alimentiert. Haben wir schon oft besprochen, verstanden wird's aber scheinbar immer noch nicht.

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