Mit der Aussage wäre ich vorsichtig. Bei der nächstgelegenen Müllverbrennungsanlage sieht es aktuell so aus, dass sie Plastikmüll und Heizöl zukaufen müssen. Zum einen fehlt dem Restmüll heute der Plastikanteil, der gut brennt und so für die notwendigen hohen Temperaturen bei der Verbrennung sorgt. Zum anderen fehlt es schlicht an ausreichend Müll. Aber den Müllofen einfach mal für ein paar Tage runterfahren und warten bis wieder ausreichend Brennstoff auf dem Hof liegt geht auch nicht, weil man sich ja verpflichtet hat 24/7 Fernwärme zu liefern.
Schon richtig, aber die Wärme zum Heizen verwenden macht durchaus Sinn. Müllheizkraftwerke haben typischerweise auch noch zusätzliche Heizkessel um eben den vertraglichen Verpflichtungen nach zu kommen. Sprich, wenn kein Müll da ist, dann wird eben mit Gas und/oder Wärmepumpen die Nahwärme zur Verfügung gestellt. Oder um Lastspitzen auszugleichen.
Dass hier zusätzlich Öl und Plastik gekauft werden muss, ändert ja nicht die Notwendigkeit den Müll zu verbrennen. Die Abwärme sollte nicht ungenutzt bleiben.