Beiträge von s3g4

    Richtiger Ansatz:
    Mein Neffe hatte erzählt, dass sein Professor im FH-Ing-Studium, 1.Semester Maschinenbau, mit der Wiederholung der Grundrechenarten begonnen hatte. Manche fanden das öde und unnötig - der Dozent hatte jedoch die mathematichen Grundlagen gefestigt, auf denen er nach drei "Wiederholungsvorlesungen" aufbauen konnte - und das Tempo vorgelegt. Wer diese Vorlesungen als "nutzlos" geschwänzt hatte, kam ab der 4. Vorlesung nicht mehr mit. Da ging es bereits "zur Sache".

    Das menschliche Gehirn räumt gerne Bereiche mit "nutzlosem Wissen" frei, um diese neu zu verwenden. Da ist es wichtig "nützliches Wissen" regelmäßig zu wiederholen, um der "Vergesslichkeit" entgegen zu wirken. Dass meine Schüler ihre Abschlussprüfungen immer bestanden haben, führe ich nicht zuletzt auf diese regelmäßigen "Auffrischungsimpfungen" zu Beginn des Schuljahres zurück. Das war sinnvoll investierte Zeit.

    So ähnlich war es bei mir auch. Ist auch ganz gut als Einstieg, um sich an das Tempo zu gewöhnen. Das ist nämlich ein ganz anderes, als in der Schule. Wenn man dann zu Beginn etwas bekanntes im entsprechenden Tempo macht, wird man nicht so erschlagen.

    Außerdem sind Wiederholungen an den meisten Stellen eh keine schlechte Idee.

    Kenne ich genauso. Es wurde sogar in der Lehrerkonferenz beschlossen, dass jede/r einen bestimmten Messenger installieren muss und sein Smartphone während es Unterrichts auf laut stellen muss und eingehende Nachrichten checken muss. Wie steht ihr dazu? Was sagen die Lehrratsmitglieder dazu?

    Wie klappt das mit dem installieren ohne Geräte?

    Die Aussage hat nichts mit der Inflation zu tun, sondern mit den Staatseinnahmen. Die sind in den letzten 2-3 Jahren nur sehr wenig gestiegen, trotz höherer Inflation.

    Mag sein. Was soll das mit der Alimentierung der Beamten zutun haben? Es ist natürlich blöd, wenn die Einnahmen geringer steigen als die Inflation, aber das ist Problem des Dienstherren und Begründet ansich nicht, die Alimentation daran auszurichten.

    Das Prinzip ist ausschließlich dafür da, die Beamten entsprechend angemessen zu bezahlen. Und das richtet sich logischerweise (wenn auch indirekt) an der Inflation aus. Selbst wenn der Staat gar nichts einnehmen würde, ist Alimentationsverpflichtung unberührt.

    Also das Stück vom (größeren) Kuchen wurde (absolut gesehen) größer, aber anteilig doch etwas kleiner. So sollte es stimmen.

    Wir sind aber keine Spielgemeinschaft, die sich die Staatseinnahmen aufteilt. Die Größe des Kuchens ist in dieser Frage nebensächlich.

    In den Jahren 2022 bis 2024 gab es einmalig (?) Gesetze, die die Inflation ausgleichen sollten: In manchen Bundesländern realistischer als Inflationsabmilderung genannt. Generell aus dem Alimentationsprinzip kann man aber die Inflationsausgleiche nicht ableiten, so verstehe ich.

    Norminal nicht, aber grundsätzlich.

    Der Dienstherr ist schon verpflichtet, deine Alimentation zu bezahlen, klar. Ein Anspruch auf Inflationsausgleich kann ich aber nach kurzer Recherche nicht finden. Weißt du mehr dazu?

    Wörtlich nicht, nein. Aus dem Prinzip heraus ergibt sich das aber.

    Wir sind Staats- bzw. Landesdiener. In den letzten Jahren hatten der Staat bzw. die meisten Länder einen geringen Zuwachs an Einnahmen, der kleiner war als die Lohn-/Alimentationszuwächse. Wenn man die Einnahmen anteilig verteilt, erhalten die Landesangestellten und Beamten einen größeren Teil des Kuchens. Irgendwo muss also gespart werden. So schlecht geht es uns mit Sicherheit nicht...

    Das spielt keine Rolle und dein coping ändert daran auch nichts, dass wir entsprechend bezahlt werden müssen. Die Einnahmen sind nicht mein Problem. Meine Alimentation aber schon und dazu ist der Dienstherr verpflichtet. Egal welche Einnahmen er hat.

    Das ist blöd. Bei uns waren wir ungefähr 10 (haben aber auch viele angestellte Kollegen). Und vor allem: die beamteten Kollegen haben nicht vertreten.

    Die Beamten können sich das auch nicht aussuchen. Im beruflichen Bereich wird generell wenig bis gar nicht vertreten. Das kostet am Ende zu viel.

    Ich verstehe zwar, dass man niemals wegen des Mehrgelds (alleine) in die Schulleitung geht, aber bitte "4 Euro mehr pro Stunde" ist wirklich sehr viel.

    4€(netto?) pro Stunden mehr sind nicht mal 200€ im Monat. Das würde ich nicht als sehr viel bezeichnen. Da verdiene ich meinem Nebenjob an einem Vormittag deutlich mehr dazu.

    Du zählst bei der Abgabe?

    Ich merke es frühestens bei der Korrektur, bisher merkte es der Schüler oder Schülerin immer früher.

    Ich sortiere auch direkt nach dem Nachnamen, damit ich das daheim nicht machen muss.

    Wenn die Klausuren länger als 90 min sind, wechselt in der Regel die Aufsicht nach einer Doppelstunde. Zusätzlich schreiben mehrere Kurse in einem Raum, so dass sich Stapel nach Fächern sortiert auf dem Pult sammeln. Wer in welchem Kurs ist, weiß die Aufsicht nicht.

    Ich beaufsichtige meine Klausuren immer selbst. Was verstehst du denn unter Klausuren? Abiklausuren?

    Klausuren schreiben nur meine Klasse, und das meistens im Klassenraum, wenn dieser groß genug ist. Bei Abschlussprüfungen beachsichtige ich die auch und sammle die bei mir.

    Jemand kommt nach vorne, nimmt auf dem Weg die Klausur von jemand anderem mit, gibt beide ab, geht zurück, um seine Sachen einzupacken, ... ein großes Kommen und Gehen. Alltag bei Klausuren in der gymnasialen Oberstufe.

    Das ist aber euer Organisationsproblem. Dann soll jeder selbst abgeben oder ihr lebt eben damit.

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