Beiträge von s3g4

    Welche Vorbilder meinst du? Ich kenne niemanden, der Maschinenbau studiert hat.

    Ich wollte Schreinerin werden und mir wurde von einem Schreiner abgeraten: Frauen seien in Tischlereien nicht erwünscht, für die müsse man extra Klos einrichten usw., das mache nur Ärger.

    Solche Aussagen sind das Problem. Das würde ich niemandem sagen.

    Wenn wir bei so BS sind: Im Kindergarten meiner Kinder gibt es einen männlichen Erzieher. Der hat/hatte es auch nicht leicht, weil einige Mütter sorgen hatten er könnte die Kinder unangebracht berühren. Das fand ich mindestens genauso traurig (vielleicht mehr, weil direkt Straftaten impliziert wurden).

    Die Ungleichheiten, die noch bestehen, rühren aber von Gesetzesentscheidungen und gesellschaftlichen Rollenbildern der letzten Jahrhunderte.

    Und zum privaten Bereich: 2010 hatten wir noch ein Transsexuellengesetz, da musste sich sterilisieren lassen, wer sein Geschlecht anders eintragen lassen wollte und Schwangerschaftsabbrüche sind weltweit ein riesen Streitpunkt. Natürlich greift der Staat auch in persönlichste Bereiche und derlei Entscheidungen wirken noch lange nach, auch wenn sich Betroffene wehren und ihre Rechte nach langen Kämpfen durchsetzen. Vielleicht ist das der Generation um die 30 nicht mehr so bewusst, dass da nix vom Himmel gefallen ist?

    Das ist mir bewusst, aber zum Glück sind all diese Gesetze mittlerweile nicht mehr existent.

    Mein Beitrag dazu ist, dass ich jeden leben lasse wie er es möchte.

    Ich weiß nicht, ob jedes Problem durch Gesetze regulierbar ist. Ich frage mich nur, warum es dir so wichtig ist, festzuhalten, dass Menschen prinzipiell selbst Schuld sind, wenn was schief läuft.

    Prinzipiell habe ich nicht gesagt. Ich finde das Zeigen mit dem Finger auf andere aber nicht sinnvoll. Im privaten Bereich ist man nun mal selbst für sich verantwortlich. Wenn es mir nicht passt, dann muss ich was ändern. Mangelnde Eigenverantwortung ist ein sehr großes Problem bei uns. Das löst man aber nicht mit Gesetzen und Vorschriften. Damit wird's nur noch schlimmer.

    Anschließend gehen beide auf TZ oder man arrangiert sich eben mit der Betreuung so, dass beide VZ arbeiten gehen können. Da kenne ich aber nur genau ein Ehepaar: Ich selbst und mein Mann.


    Warum zur Hölle ist das so??

    Und weil du das gut findest, müssen das mehr auch so machen?

    Keine Frage ihr könnt das natürlich so machen, aber wieso drängt du so drauf dass es mehr so machen sollen?

    Drum prüfe wer sich durch Kinder bindet, ob sich nicht noch was Bess'res findet. Bevor man sich mit einem Partner fortpflanzt, sollte man doch abklären, ob der Partner (m/w/d) ein mentales Kind ist oder ein gleichberechtigter Partner bzw. ob die Lebenseinstellungen zueinander passen (was auch beinhalten kann, dass die Frau es selbst für unmännlich hält, dass sich der Mann bei der Kindererziehung oder im Haushalt beteiligt). Ja, es gibt auch "Unfälle", aber der überwiegende Teil der Kinder dürfte in Beziehungen geboren werden, in denen die Partner entscheiden, Kinder zu bekommen.

    Aber es ist doch ein gesellschaftliches Problem, da kann das Individuum nichts dran ändern. Die Regierung sollte das Familienleben bessere regeln, das mit den ganzen Optionen führt ja zu diesen gesamtgesellschaftlichen Problemen.

    Männer nehmen im Normalfall nicht ein Jahr Elternzeit, Frauen schon. Dies schadet ihrer Karriere.

    Jetzt wirst du sagen, dass die Familien das so wollen und niemand sie zwingt und die Frauen weniger verdienen und das einfach mehr Sinn macht und total individuell ist und irgendein Bekannter von dir sehr wohl ein Jahr Elternzeit genommen hat, weil die Frau Ärztin ist und mehr verdient.

    Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass Männer sich statistisch gesehen immer noch nicht die Blöße geben, den Kinderwagen rumzuschieben, im Betrieb für ihre Verweichlichung ausgelacht zu werden und auf eine Beförderung zu verzichten.

    Es ist einfach unwahr, zu behaupten, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Und jeder, der das fortwährend behauptet, zementiert das Problem.

    Dann ist es ja völlig egal was ich dazu sage und muss dir zustimmen. So gefallen mir Diskussionen.

    Denk einfach mal an die Scheidungskinder, die heute noch zumeist bei der Mutter groß werden, selbst wenn der Vater sich eigentlich an der Erziehung beteiligen wollen würde, die Mutter dies aber ablehnt. Wann und wo sehen diese Kinder (insb. Jungen) mal eine männliche Vorbildfigur? In der Grundschule jedenfalls zumeist nicht und auch in der Sek 1 wird das problematisch.

    Ich verstehe nicht, wieso man die unbedingt sehen muss. Sie sehen Menschen, die ein Vorbild sein können. Es aber in den meisten Fälle gar nicht sind für das einzelne Kind. Und das ist doch auch in Ordnung.

    Außerhalb unserer BBS-Blase lesen sich aber im Forum durchaus auch mal nörgelnde Beiträge zum QE. Persönlich habe ich aber hier nix abbekommen

    Bei uns ist es stelleweise sogar umgekehrt, dass die grundständigen eher Probleme haben. Also nicht im Kollegium, aber man kann die nicht uneingeschränkt einsetzen, weil denen einiges an Fachwissen fehlt.

    Weil hier eine strukturelle, männerdomninierte Diskriminierung besteht. Als ein "kleines Besipiel": in der freien Wirtschaft werden Frauen im gebärfähigen Alter werden ungern eingestellt/befördert.

    Gibt es dafür Belege oder sagst du das nur so daher? Wenn du sagst strukturell, dann muss es ja festgeschriebene Mechanismen dafür geben. Die sind mir aber nicht bekannt.

    Ich finde es echt komisch, dass hier unterschiedliche Lebensentwürfe unterschiedlich gewertet werden. Klar kann jeder seine Meinung haben. Aber es gibt doch sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten wie man sein Leben kann.

    Könnte unter Umständen vielleicht auch daran liegen, dass sich mehr Männer im Durchschnitt bewerben? Genau, was ich oben meinte. Wenn Frauen die Jobs nicht wollen, dann ist das keine systematische Benachteiligung. Die Frauen, die in den 80ern und 90ern aufgewachsen sind, sind keine unmündige, unterdrückte Minderheit in der Schule, sondern eine völlig überrepräsentierte Mehrheit. Wenn von den 26 Realschullehrerinnen eine einzige sich auf die A14 Leitungsstelle bewirbt, aber von den 10 Realschullehrern sich 4 bewerben, dann liegt der Hase ganz woanders im Pfeffer.

    Die Mär der systematischen benachteiligung hält sich aber sehr hartnäckig, weil es sie vor Jahrzehnten gegeben hat.

    Vorgegebene Ausbildungen für einen speziellen Beruf gibt es in der Wirtschaft wenig und in der Regel nicht für Akademiker, denen man zutraut, vieles zu lernen. Neben dem Lehrerberuf fällt mir da eigentlich nur der Arzt und der Rechtsanwalt ein, die ebenfalls den Beruf nur nach einer sehr speziellen, staatlich vorgegebenen Ausbildung ausüben dürfen - aber das ist ja keine Wirtschaft...

    Es gibt einige spezielle Ausbildungen, die für einen bestimmten Beruf/Funktion vorgeschrieben sind. Hier ein paar Beispiele:

    • Führerschein für Personenbeförderung oder Lastverkehr
    • Kommerzielle Fluglizenzen
    • Ausbildungen Prüftätigkeiten beim TÜV
    • Ausbildungen für Schweißaufsichtspersonen (ich bin so eine)

    Die Inhalte sind zwar nicht inhaltlich vorgegeben, aber diese werden durch Gesetze oder Verordnungen gefordert. Es gibt sicherlich noch viele weitere Beispiele.

    Was ist am Beruf des Anwalts bzw. Arztes keine freie Wirtschaft? Man braucht eine staatliche Zulassung, der Job wird aber mit wenigen Ausnahmen (Arzt an Unikliniken, Staatsanwalt, Richter) privatwirtschaftlich ausgeübt.

    Vielleicht werden die Leute dazu gezwungen?

    Ich arbeite an einer Grundschule. Der Anteil der Frauen in Schulleitungspositionen macht hier 72 % aus. An meiner Schule sind Rektorin und Konkrektorin weiblich. Dass das an weiterführenden Schulen und in der freien Wirtschaft anders aussieht, ist mir klar, aber ich wäre ja nur der Gleichstellungsbeauftragte für mein Kollegium gewesen

    Haha ja, trotzdem herrscht nach der Definition dort Frauenmangel, weil die Quote nicht unter den Führungskräften berechnet wird sondern der Anteil der Frauen unter den Führungskräften mit dem Anteil der Frauen in der Schulform allgemein.


    Wenn als Beispiel an Grundschulen 90% Frauen sind und nur 70% Führungskräfte, dann ist ein Mangel.


    Das kam bei einer Schulung raus und es hat sich ausnahmslos jeder an den Kopf gefasst und die Frauenbeauftragte hat diesen Irrsinn verteidigt

    Es ist übrigens Augenwischerei, zu behaupten, die Gleichstellungsbeauftragte sei auch für Männer zuständig. Im Aufgabenkatalog (und übrigens auch in dem von dir zitierten Urteil) geht es stets darum, wie benachteiligt Frauen angeblich seien und dass nur Frauen sich um die Hausarbeit und Kinder kümmern und daher geschützt werden müssen

    sie ist nur Schwerbehinderte Männer auch zuständig. Ob es dann zu einem Interessenkonflikt kommt, wenn beide "Minderheiten" aufeinander treffen wäre interessant.

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