Beiträge von s3g4

    Magst Du lächerlich finden. Aber unser Bildungsauftrag lautet die Schüler fitzumachen für eine Duale Ausbildung und da geht eigenmächtiges Fehlen in dem Umfang einfach nicht. So überstehen sie die vier Monate Probezeit im Ausbildungsbetrieb nie.

    3 vereinzelte Tage gehen in einer Ausbildung nicht? Je nach Betrieb kann man sich bis zu 3 Tage ohne Attest krank melde. Wenn das 3 Mal im Jahr vorkommt, dann verschwendet da keiner auch nur einen Gedanken dran.

    Mal abgesehen davon dass ihr das verfahren aufgrund von Unterstellungen eingeleitet habt. Weiß nicht was das mit Erziehung zu tun hat. Hört sich eher nach Machttripp an.

    An meiner Schule meint eine Fraktion aus jungen Kollegen ernsthaft, Kenntnisse hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik & Co. seien völlig überbewertet. Wo müsse man später denn noch längere Texte schreiben? Und außerdem gebe es doch die Rechtschreibkorrektur. "Folgerichtig" werden sprachliche Fehler abseits des Faches Deutsch kaum noch angestrichen. Der Fehlerquotient ab Jg. 11 existiert für viele nur noch auf dem Papier.

    Meine Position: Wo Menschen nur noch mithilfe KI funktionieren, braucht es bald keine Menschen mehr.

    Das verwenden von Rechtschreibkorrekturen ist mit dem Taschenrechner in Mathematik vergleichbar. Daher mache ich da auch kein großes Ding draus. Ich streiche Fehler an, wenn ich sie sehe, habe aber noch nie die Bewertung deswegen angepasst.

    Es sind also nicht zusammenhängende Tage sondern wirklich drei einzelne Tage. Seine Mutter ist Grundschullehrerin und versteht nicht, daß er jetzt Attestpflicht hat und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren läuft, weil die Schulferien eigenmächtig verlängert wurden

    Finde ich auch ziemlich lächerlich von euch und eine freche Unterstellung noch dazu. Aber hey, wenn ihr sonst keine Probleme habt schön für euch.

    Spannend: Das bedeutet, meine Praxis, am Ende möglichst jeder Stunde für möglichst jede:n Schüler:in einen Leistungsvermerk zu notieren und bei den fehlenden Schüler:innen mir einen "nicht anwesend"-Marker zu setzen, erlaubt mir für die so beurteilten Stunden tatsächlich 6en zu vergeben für unentschuldigt fehlende Menschen? Ich bin gerade ein bisschen froh über meinen Mehraufwand.

    Und mir tust du leid, für diese unnötige Mehrarbeit

    .Sondern sie wollen lediglich nachträglich dem Kind dann den Arsch retten um keine unentschuldigten Fehltage zu haben und nein, das ist natürlich überhaupt nicht egal. Nicht jede Entschuldigung muss übrigens akzeptiert werden ;)

    und wo genau sind Fehltage in der 5. Klasse wichtig? Außer mir und meinem Eltern hat dieses Zeugnis niemand gesehen.

    Siehste mal, genau sowas dachte ich mir doch. Ich kenne solche Spässe vor allem von Verhältnisrechnungen, bei denen eben auch gerne so umständlich "im Kreis" gerechnet wird, bis das Ergebnis zuverlässig falsch ist. Hin und wieder kommen mir auch seltsame... ich nenne es mal "iterative Verfahren" unter wo eigentlich eine Gleichung mit einer Unbekannten gelöst werden sollte. Da habe ich aber bis heute nicht raus, was dahinter steckt, vielleicht weiss das hier jemand?

    Vielleicht werden in sek1 in der Schweiz auch implizite Gleichungen behandelt und das brennt sich sehr stark ein. 🤷

    Sorry, aber jetzt wird's wirklich lustig. Wir diskutieren hier nicht, dass ein bisschen mehr Fahrradfahren die Welt rettet. Akzeptiere einfach, dass es der Mehrheit deiner Mitmenschen schlichtweg am Arsch vorbei geht, dass unser Leben, so wie wir es jetzt kennen, in 20 Jahren nicht mehr sein wird. Das hat nichts mit Unwissenheit zu tun, sondern mit Desinteresse. Wirklich.

    Deswegen soll es ja die Regierung mit irgendwelche schwachsinnigen Maßnahmen regeln. Und zack sind wir wieder beim Ausgangsthema.

    Vor allem von Leuten, die sich sonst sehr auf die Wissenschaft berufen. Aber Didaktik (und Pädagogik) gilt da dann oft nicht als "richtige Wissenschaft". Kein Wunder, dass dann in der Gesellschaft der Eindruck entsteht, Lehrer könne ja jeder, ein Bachelor reicht, wenn überhaupt ...

    Weil es keine Wissenschaft ist. Fertig aus. Ich halte mich auch nicht mehr an die didaktiker, weil es bei mir anders besser funktioniert. Am Ende zeigen die nur Möglichkeiten auf um ans Ziel zu kommen.

    Was mich auch interessiert:

    Muss es das eine Verfahren sein oder könnt ihr damit leben, dass das Verfahren anders aussieht, wenn das Ergebnis stimmt?

    Müssen Ukrainer:innen umlernen oder schreiben sie ihren Weg auf andere nachvollziehbare Weise auf?

    Ab wann ist der Rechenweg bei einfacheren Aufgaben nicht mehr im Fokus?

    Mir ist es völlig Wurst wie jemand eine Aufgabe löst. Ich freue mich über alternative Lösungswege

    Als ich im Praxissemester war, hat mir mein Ausbildungslehrer erzählt, dass er zu Beginn seiner Dienstzeit in knapp das Doppelte (brutto) verdient hat wie seine Frau (Sekretärin mit IGM-Manteltarif). Nach zwanzig Jahren verdiene er nur noch 60% mehr als sie.

    Und dann wundert man sich, dass immer weniger Menschen in den öD gehen wollen.

    Was hier im Forum leider sehr oft dementiert wird und sich das Gehalt schön geredet wird.

    Warum wäre das ein Desaster? Man muss nicht wissen, dass 32 durch 8 teilbar ist. Es reicht, ein Gefühl für Zahlen zu haben, zu Vermuten, dass 32 durch 8 teilbar ist, das kurz zu prüfen und dann weiter zu machen. Das schult auch das Kopfrechnen.

    Mir scheint als ob die Kompetenzorientierung die Grundschulen noch nicht erreicht haben.

    Das Prinzip der Multiplikation als "wiederholte Addition" hat der Junge drauf. Es hilft ihm nur nicht weiter.)

    Und wieso hilft es ihm nicht weiter? Ich kann das 1x1 auch nicht auswendig, kann mir aber mit anderen Operationen helfen. Ich erlebe öfters von Schülern andere Vorgehensweisen, die zum Ziel führen. Wieso sollte ich das unterbinden? Ich fördere das gerne und lasse das auch in der Klasse teilen. Vielleicht versteht ein anderen dadurch die Thematik ja auch besser.

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