Beiträge von s3g4

    Zum Thema: Dass einige inzwischen krankgeschrieben weiterarbeiten, bzw. dies erwartet wird, ist eine böse Falle in Richtung Work-Life Balance und Burnout.

    Das wäre ein Thema, dem sich dein Personalrat unbedingt annehmen müsste. Es wird in der Schule soviel unnötige Arbeit gemacht und das dann noch aus dem Krankenstand heraus zu erwarten ist einfach eine Frechheit.

    Sind Lehrer im Vergleich zu anderen Berufen schlechter dran?

    Was willst du dann hier hören? Ja, vielleicht, nein. Kommt drauf an. Vielleicht für dich und den Peter, aber ich und die Erika empfinden das anders. Ist dein Leben besser als Bundeskanzler, Reinigungskraft oder Kampftaucher? Keine Ahnung.

    Wie immer im Leben ist es eine Optimierungsaufgabe.

    Ich halte mit da an Pareto, denn 100% sind nicht zielführend.

    W/L Balance ist für mich soweit also in Ordnung.

    Und noch eins, es wird nicht wenige KollegInnen geben, die Dich schräg ansehen, wenn Du nicht für die totale Selbstausbeutung bist; damit muss Du ggf. umgehen können.

    Du hast einfach die falsche Schulform gewählt ;) Aber hier sieht man mal wieder, dass viele die Begriffe Arbeit, Leistung und Wirkungsgrad nicht verstanden haben.

    Weit entfernt, von Deinem wissenschaftlichen Niveau.

    Die meisten, in Unternehmen, angestellten Ingenieure habe mit Wissenschaft auch nur noch am Rand zutun. Da soll hier nicht das Problem sein, ich denke das liegt wo anders. Kann aber sich aber auch noch zum Besseren ändern.

    Ich hatte auch eine ganz andere Vorstellung von dem Beruf und den Aufgaben einer Lehrkraft.

    @TE schon dir unbedingt vorher unterschiedliche Schule an und überlege ob das wirklich was für dich ist.

    Grundsätzlich galt bei uns 2005 der Dipl.-Ing. einiges mehr als der Bachelor.

    Das kann ich dir direkt sagen. Dipl.-Ing. (FH) = Bachelor, da gibt es keine Diskussion. Gleiches trifft mich selbst auch.

    Sissymaus:

    Ich glaube nicht das du eine verantwortliche Position in der freien Wirtschaft mit dem Arbeitsprofil eines Lehrers vergleichen kannst. Mit allem was dazu gehört. Nicht umsonst verdiene ich hier deutlich mehr Geld, aber Geld ist nicht alles.

    Ich glaube du kennst das Arbeitsprofil (was auch immer das sein soll) einer Lehrkraft noch gar nicht. Deswegen würde ich mich mit solchen Einschätzungen zurückhalten.

    Da inzwischen auch Leute mit FH-Master Maschinenbau zu OBAS zugelassen werden, kann es schon sein, dass auch das FH Diplom anerkannt wird. Sicher ist es allerdings nicht.

    Kann natürlich sein, aber dann müssen ja auch alle Bachelor dafür zugelassen werden. Bin mir nicht sicher ob das so schnell kommen wird.

    Du wirst um den Master nicht drum herum kommen. Ich musste auch einen machen (zwar nicht in NRW, aber da sind sich alle nichts).

    In NRW gibt sogenannte kleine Fächer (oder so ähnlich). Bedeutet, die Quereinsteiger wie du bekommen die Fachrichtung Maschinenbau und Fahrzeugtechnik als Beispiel. Ein normales Unterrichtsfach wird hier normalerweise nicht abgeleitet.

    Schau dir mal folgendes an:

    https://www.schulministerium.nrw/system/files/m…obas_220216.pdf

    Grundlegend muss man hier in BW Berufsschulen und berufliche Gymnasien getrennt betrachten, da sie nicht unter einem Dach firmieren im Regelfall.

    Komisch, die Schulen die ich gefunden habe, sind wie unsere beruflichen Schulen. Da sind die verschiedenen Schulformen jeweils in einer Schule vereint.

    http://gws-loerrach.de/

    https://cbs-mannheim.de/

    https://www.mes-stuttgart.de/

    Vielleicht meinst du auch was anderes.

    Definiere mal "vernünftige Bezahlung". Und dann setze das auch in Bezug zu anderen Variablen wie Fahrtweg, Möglichkeiten des Homeoffices, etc. Und da kommt es sicher nicht nur auf die Bezahlung an - und ich behaupte mal, dass ab einem bestimmten Punkt die Bezahlung eher unwichtig ist. Ich hätte den jetzigen Job als Lehrerin auch gemacht, wenn er so vergütet gewesen wäre wie der Job vorher im Marketing. Einfach weil mir der jetzige Job viel mehr Spaß macht und viel sinnvoller ist. Oder noch krasser: Ich hätte ihn auch für weniger Geld geamcht. Ich halte es vielmehr sogar für gefährlich, den Job nach dem Verdienst auszuwählen. Siehe die megagut bezahlten Jobs in Unternehmensberatungen. Oder die richtig gut bezahlten Jobs im Vertrieb: Was nutzt dir so ein Job, wenn er dir überhaupt keinen Spaß macht?

    Vernünftig heißt, dass ich entsprechend meiner Qualifikation nicht sehr weit hinter meinen Peers bin und nicht jeden cent umdrehen muss. Mir macht der Beruf auch meistens Spaß, deswegen habe ich es ja in Kauf genommen dass ich weniger als zuvor verdiene (ok mit Nebentätigkeit ist es nun sogar ein wenig mehr).

    Nur Spaß und zu wenig Verdienst geht genauso schlecht, wie kein Spaß und (zu) viel Verdienst. Wie überall im Leben und der Natur kommt es auf das Gleichgewicht an.

    Ich kenne aber nun genug BWLer - also KEINE Geisteswissenschaftler.

    Das sind Geisteswissenschaftler im weiteren Sinne ;)

    Davon gibt es halt auch wirklich viele, deswegen ist der Wettbewerb sehr hoch und es gibt halt deswegen auch recht viele "schlechte" Jobs.

    Was ich aber übrigens festgestellt habe - weiß nicht, wie wichtig das bei Jobwahl, bzw. Jobwechsel ist: Der Lehrerberuf hat kein besonders gutes, bzw. hohes Image. Ich bin - nachdem ich in einem Karrierenetzwerk meinen Jobstatus aktualisiert habe, von einigen ehemaligen Kommulitionen angeschrieben worden, ob das eine gute Idee gewesen sei. Die freie Wirtschaft mit "all ihren Optionen und Herausforderungen" für "nervige Schüler einer Berufsschule" zu verlassen. Hatte mich echt irritiert, wenn ich ehrlich bin. Vor allem, dass da nicht eine wirkliche Neugier, warum ich den Schritt gegangen bin, überwogen hat, sondern stattdessen "einfach mal Ablehnung".

    sehr komisch. Also ich würde von einigen danach gefragt und keiner hat mir etwas ähnliches wie du beschreibst gesagt. Das liegt aber wohl auch an der Mentalität der BWL-Menschen.

    So jetzt ist aber Schluss mit OT

    Muss man ja auch mal sagen, weil die Verdienstmöglichkeiten in der Wirtschaft auch oft überschätzt werden.

    Nein das muss man nicht sagen, weils es bei mir überhaupt nicht zutrifft und bei vielen meiner KuK auch nicht.

    Das mag aber in einige Bereichen, besonders den Geisteswissenschaften, zutreffen.

    Ja, mit den Jahren. Aber als Einsteiger doch auch nicht unbedingt, auch nicht in der Unternehmensberatung (weil das hier als Beispiel kam). Allerdings sind in diesen entsprechenden Industrie-Branchen die Gehaltssteigerungen (oder zumindest die Möglichkeiten dazu) besonders in den späteren Jahren wesentlich höher. Also auch PRO Jahr, und da kommt dann auch keine Erfahrungsstufe im ÖD mehr mit.

    Doch ich habe auch als Berufseinsteiger mehr verdient, als mit A13. Ohne eigenes zu tun ändert sich das Gehalt aber auch nicht wirklich. Daher wenn man da über 100k€/a kommen will, dann geht das nur über Leistung/Glück/Beziehungen.

    War an meinem Provinzgymnasium auch in By auch so, fand ich damals wie heute nicht befremdlich. Da fehlt mir offenbar die Empfindlichkeit. Unsre Lehrer hatten auch kein Problem, mich mit dem Nachnamen anzusprechen, obwohl mein Vater an der gleichen Schule stellv. Direktor war. Vielleicht haben sie es sogar deswegen genossen ;)

    Das mache ich tatsächlich auch bei ein paar Freunden so. Da würde sich die Schule, wie die lokale Kneipe anfühlen <3

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