mmmm... deine Bewerbung ist 6 Monate her (und Interesse und Wissen länger, aber das lasse ich bei Seite) und du fängst jetzt erst an, dir Gedanken zu machen?
Es ist nicht nur eine Prüfung an sich, die du mal so mal so bestehen sollst, sondern du wirst später viele solcher Gespräche führen. Sich Gedanken zu machen, nach welchem Konzept du vorgehen möchtest (ob systemisch, lösungsorientiert, blablub..), ist doch wichtig! Und wenn du jetzt antworten möchtest "ist doch egal, ich weiß doch, wie man Gespräche führt": dann nutze die Literatur, die du bisher hattest, um es sauber strukturiert auf Papier zu bringen.
Ich möchte den Hintergrund meiner Situation kurz erläutern.
Im letzten Jahr ist bei mir privat viel passiert – unter anderem bin ich zum ersten Mal Vater geworden. Als ich ursprünglich gefragt wurde, ob ich mir eine Bewerbung auf diese Stelle vorstellen könne, spielte das noch keine Rolle. Entsprechend hat sich mein persönlicher Fokus im vergangenen Jahr teilweise verschoben, was aus meiner Sicht auch ein realistischer und nachvollziehbarer Prozess ist.
Unabhängig davon habe ich die Aufgaben, um die es hier geht, weiterhin vollumfänglich wahrgenommen. In den vergangenen zwei Jahren habe ich intensiv für diesen Bereich gearbeitet und viel Zeit und Energie investiert. Nun steht relativ plötzlich die Revision an.
Der einzige Punkt, der mir dabei tatsächlich Sorgen bereitet, ist das geforderte Beratungsgespräch. Beratung im weiteren Sinne gehört zwar zu meiner Tätigkeit, allerdings habe ich bislang keine Erfahrung in einem klar abgegrenzten, formalen Beratungssetting sammeln können. Das lag weniger an mangelnder Bereitschaft, sondern vielmehr an den Rahmenbedingungen meiner bisherigen Aufgaben.
Ich frage mich daher, ob es sinnvoll ist, meine Bewerbung allein aufgrund dieses Aspekts zurückzuziehen – obwohl ich die übrigen Anforderungen erfülle und mir den Aufgabenbereich über einen längeren Zeitraum erarbeitet habe.