Mein erstes Kind war drei und ich gerade schwanger, als ich ins Ref ging. Ich war dann nach drei Monaten gesundheitsbedingt raus und nach der Geburt 9 Monate in Elternzeit. Danach wieder ins Ref, mein Mann komplett zu Hause.
Ich habe damals 12 Stunden eigenverantwortlich unterrichtet, einer meiner Mentoren war dann langfristig krank, sodass ich zwei seiner Grundkurse komplett übernommen habe.
Habe neben dem Ref noch recht viel Sport gemacht und würde sagen, dass ich einiges weniger gearbeitet habe als 40 Stunden. Ich habe bei der Vorbereitung eben eher als meine Mitreferandar:innen den Griffel fallen gelassen, weil ich auch mit meinen Kindern genug Zeit verbringen wollte. Und es ging gut.
Man kann es immer noch besser machen und mehr Zeit investieren, was m. E. auch später im Beruf eine Riesengefahr ist. Also wäre mein Rat:
- Der Tag war bei mir besser durchstrukturiert, ich habe deutlich klarer meine sämtlichen Aktivitäten geplant und vor allem den Sport durchgezogen (auch an fast jedem Wochenende mit Ligaspiel).
- Drucker wird sowieso gebraucht.
- Eher 30 Std.
- Stets die Woche vor den Unterrichtsbesuchen wegen der Vorbereitungen und schriftlichen Ausarbeitungen und bei Krankheiten der Kinder.
Ich würde nicht viel anders machen, aber immer dazu raten, genug Ausgleich neben dem Ref (und später dem Job) zu haben, egal ob Beschäftigung mit den Kindern oder/und Freund:innen und vor allem Sport. Auf jeden Fall: andere Dinge tun, die einem wirklich wichtig sind, sodass man den Refkram auch emotional beiseite schieben kann.
Auch wichtig: Sich von bescheuerten Fachleiter:innen nicht fertig machen lassen. Wer nur hinten sitzt, weiß eh immer alles besser. Orientiere dich an denen, die es dir gut vormachen.