Beiträge von MarieJ

    Mein erstes Kind war drei und ich gerade schwanger, als ich ins Ref ging. Ich war dann nach drei Monaten gesundheitsbedingt raus und nach der Geburt 9 Monate in Elternzeit. Danach wieder ins Ref, mein Mann komplett zu Hause.

    Ich habe damals 12 Stunden eigenverantwortlich unterrichtet, einer meiner Mentoren war dann langfristig krank, sodass ich zwei seiner Grundkurse komplett übernommen habe.

    Habe neben dem Ref noch recht viel Sport gemacht und würde sagen, dass ich einiges weniger gearbeitet habe als 40 Stunden. Ich habe bei der Vorbereitung eben eher als meine Mitreferandar:innen den Griffel fallen gelassen, weil ich auch mit meinen Kindern genug Zeit verbringen wollte. Und es ging gut.

    Man kann es immer noch besser machen und mehr Zeit investieren, was m. E. auch später im Beruf eine Riesengefahr ist. Also wäre mein Rat:

    1. Der Tag war bei mir besser durchstrukturiert, ich habe deutlich klarer meine sämtlichen Aktivitäten geplant und vor allem den Sport durchgezogen (auch an fast jedem Wochenende mit Ligaspiel).
    2. Drucker wird sowieso gebraucht.
    3. Eher 30 Std.
    4. Stets die Woche vor den Unterrichtsbesuchen wegen der Vorbereitungen und schriftlichen Ausarbeitungen und bei Krankheiten der Kinder.
    5. Ich würde nicht viel anders machen, aber immer dazu raten, genug Ausgleich neben dem Ref (und später dem Job) zu haben, egal ob Beschäftigung mit den Kindern oder/und Freund:innen und vor allem Sport. Auf jeden Fall: andere Dinge tun, die einem wirklich wichtig sind, sodass man den Refkram auch emotional beiseite schieben kann.

      Auch wichtig: Sich von bescheuerten Fachleiter:innen nicht fertig machen lassen. Wer nur hinten sitzt, weiß eh immer alles besser. Orientiere dich an denen, die es dir gut vormachen.

    On Topic : Mir fiel in diesem Zusammenhang ein, dass in meiner Schulzeit (kath. Mädchengymnasium 70er) ein Film über die Befreiung der KZs durch die Amis angesehen werden musste.
    War bei mir in der 10. Klasse und ich fand es echt heftig, hat mich nachhaltig beeindruckt und auch meine ethische und politische Haltung mitgeprägt.
    Es gab bei uns keine, die das wegen eines Traumas getriggert hätte, aber wir waren auch ganz gut vorbereitet. Gleichwohl war es doch sehr verstörend, viele haben geweint und manche mussten den Raum verlassen.

    Obwohl ich schon so alt bin: Auch ich habe in der Schule nie Goethe, Schiller, Lessing gelesen. Im Englisch LK allerdings etwas Shakespeare. Wenn man erwachsen ist, kann man doch vermeintliche Bildungsdefizite selbstständig nachholen.
    Man kann sowieso trefflich darüber streiten, was unbedingt gelesen werden muss. Meine Deutschlehrerin war da eher bei Brecht, Frisch, Dürenmatt u. ä. Fand ich gut und man kann in der Schule nun wirklich nicht alles machen!
    Die Zeiten ändern sich auch in dieser Hinsicht - und das ist auch gut so.


    Sry chilipaprika für das Off Topic

    Ich habe meinen Pflegschaftsvorsitzenden nie etwas geschenkt, die mir aber schon, nicht zum Schuljahresende, sondern zum Geburtstag und dann wieder nach dem Abschluss.

    Es war mir bisweilen unangenehm und nicht unbedingt Wertschätzung, weil es eher so Tradition war. Wertschätzung drückte sich meist zwischendurch aus, durch nette Gespräche und liebe Worte.
    Von den SuS kam die Wertschätzung oftmals sehr indirekt, Ältere outen sich da nicht vor der Klasse. Von einigen SuS kamen manchmal ausgesprochen wertschätzende Worte bei irgendwelchen Treffen nach der Schulzeit. Das hat mich immer am meisten gefreut.

    KI:
    Ja, Menschen in sozialen und helfenden Berufen (wie Erzieher, Pflegekräfte oder Sozialarbeiter) sind nachweislich mental anfälliger für psychische Belastungen wie Burnout oder emotionale Erschöpfung. Studien zeigen, dass das Risiko für derartige Erkrankungen in diesen Berufen um bis zu 50% über dem Durchschnitt anderer Berufsfelder liegen kann.

    Dass diese Berufe häufiger zu mentalen Belastungen bzw. Überlastungen führen, ist doch etwas ganz anderes als die Aussage von dir, dass in diesen Berufen mehr mental Kranke arbeiten.

    Die Wortwahl der KI ist auch fehlerhaft: Es sind nicht die Menschen in diesen Berufen von vornherein mental anfälliger, sondern der Beruf führt häufiger zur mentalen Belastung. Das ist ein deutlicher Unterschied.

    … Ich würde behaupten auch unter Lehrern, Erziehern, Sozialpädagogen und was es noch alles gibt sind nicht alle mental gesund.

    Ja nee, is klar. Nirgendwo sind alle mental gesund. Und falls du meinst, dass in dieser Berufsgruppe mehr mental Kranke sind als woanders, wäre eine ernstzunehmende Quelle dafür hilfreich.

    Aber auch da sind doch die Prozentwerte unsinnig. Ein Risikowert von mehr als 100 % - was soll das sein? Eine weitere Aussage in dem Blog ist sinnvoller „mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt “.
    Es handelt sich offenbar um einen Faktor. Damit wäre 110% - also 1,1- ziemlich nah am Durchschnitt, m. a. W. „Normal“.

    Vielleicht ist’s auch, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % irgendjemand bei der entsprechenden Arbeitsstelle gemobbt wird?

    Ich verstehe es auch nicht! Willst du andeuten, dass im sozialen Bereich wirklich ausnahmslos jede/r irgendwann gemobbt wird? Oder sind die "110 %" einfach nur eine übertrieben hoch gesetzte Zahl, die für "extrem hoch" stehen soll?

    Und vor allem: Werden alle gemobbt oder mobben alle? (Die 10 % en plus lasse ich mal weg, damit ist’s bestimmt so, wie Humblebee vermutet.)

    Wie kann es denn zu einer Nachprüfung für eine mündliche Abiturprüfung kommen? Ich kenne die Bestimmungen aus BW nicht, aber in NRW gibt es entweder eine mündliche Abweichungsprüfung nach einer Abiturklausur im 1. bi 3. Abiturfach oder eine mündliche Prüfung im 4. Abiturfach. Zu keiner dieser mündlichen Prüfungen gibt es noch eine Nachprüfung.
    Wie ist das in den anderen Bundesländern?
    Außerdem: Bei uns wird gerade bei Prüfung, die eher schlecht laufen, besonders akribisch Protokoll geführt, auch mit kurzen Notizen dazu, was nicht beantwortet wurde.

    Für einen Punkt müssen auch in einer mündlichen Prüfung 20 % der erwarteten Leistung erbracht werden, dennoch hält sich das Gerücht, man könne eigentlich nicht mit einer sechs aus einer Mündlichen gehen.

    Ich habe seit ein paar Jahren ne Software von Aldi, die - soweit ich weiß - der von WISO empfohlenen Buhl Software entspricht. Es gibt diese immer im Dezember/Januar für wenig Geld. Ich finde die Prima - EÜR ist wie vieles andere integriert.
    Man kann die dem Finanzamt vorliegenden Bescheinigungen (auch Rente u. ä.) über das Programm abrufen (im Zusammenhang mit Elster), die Daten werden dann direkt eingetragen.

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