Beiträge von Conni

    Meine Schüler und deren Eltern empfinden es vielleicht so. Zum einen - wie Lehrerin2007 schrieb - durch die Pause. Zum anderen sind nun auch alle ein Jahr älter und es müssen höhere Anforderungen bewältigt werden. Gerade von Klasse 3 zur 4 und von der 4 zur 5 steigen die Anforderungen und auch die Zahl der Tests (zumindest hier, da ab Klasse 3 erst Zensuren vergeben werden und man da vorsichtig startet).

    Das ist an sich normal, könnte aber als "coronabedingt" angesehen werden.

    Allerdings plane ich in diesem Jahr akribischer, um genügend Zensuren in den Deutsch-Teilbereichen zu bekommen. Das sind nämlich 5 und da muss man einiges für tun, um alles gut vorzubereiten und zu festigen.

    Übrigens nochmal zum Thema Ärzte, die nicht testen wollen und Leute mit Symptomen nicht in der Praxis haben wollen:

    Das Problem ist nicht, dass das Kind in der Praxis war. Das Problem war, dass es mit untypischen Symptomen als Nicht-Verdachtsfall dort war.

    Jede Kinderarztpraxis (also zumindest hier) hat eine Vorgehensweise bei Verdacht auf ansteckende Erkrankungen, die über grippale Infekte hinausgehen. Manche haben einen zweiten Eingang ("Infektionseingang"), manche eine extra Sprechstunde etc. pp.

    Wenn die Praxis weiß, dass jemand infiziert sein könnte, kann sie Vorkehrungen treffen (extra Zimmer / extra Sprechstunde, persönliche Schutzausrüstung, Desinfektion) und muss dann auch bei positivem Test nicht schließen.

    Das Problem sind asymptomatische oder präsymptomatische Patienten und Patienten mit untypischen Symptomen. Das stellt bei Kindern natürlich eine besondere Herausforderung dar - wobei Kinder ja nicht ansteckend sind, wie die KMK beschlossen hat.

    Nur als Fernstudium? Oder gibt es Präsenztage? Wie sieht die Prüfungsordnung aus?

    Ich schlage vor, dass man im Praxisteil zeigen muss, dass man mindestens 5 verschiedene Arten von Fenstern geschmeidig auf den 1. Versuch öffnen kann, als besonderer Erschwernisfaktor sollte eines davon abgeschlossen sein (den einzigen Schlüssel gibts beim Hausmeister, den man erstmal finden muss) und eines im Orginalzustand eines typischen deutschen Schulhauses (verzogen, zugig, Rahmen splittert).

    Im Theorieteil sollte man die Lüftungsrichtlinien aller 16 Bundesländer wortgetreu wiedergeben können.

    Also ich würde vorschlagen, online über den Lernraum Berlin - Webex. Wegen der Kontaktbeschränkungen. Die erste Aufgabe wird es sein, dass man seine Hardware dazu bringt, in spätestens 5 min das digitale Fenster zu öffnen. Das sind harte Zugangsvoraussetzungen bei der Software.

    5 Fenster: Super Idee. Aber sag mal: Hausmeister kann man finden? Echt? Bei uns taucht er nur auf, wenn man nicht damit rechnet.

    Theorieteil klingt gut.

    Ich finde, dass man auch über Kleidungsmöglichkeiten Bescheid wissen sollte. Fleecedecken und Wolldecken, deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Volumenberechnungen für beide nebst einer praktischen Prüfung zum Brandschutz, falls ein Kind in der Pause heimlich raucht und die Zigarette in der Decke versteckt.

    Eins der Fenster muss oben sein, sodass man auf einen Stuhl krabbeln und sich strecken muss, um es zu erreichen. Dabei darf einem keineswegs die Decke von den Hüften fallen. Alternativ darf auch ein Nierenwärmer getragen werden, dieser muss aber selbstgestrickt, -gehäkelt oder gefilzt sein.

    Und dann noch Hindernislauf. Stell dir vor, 3 Schüler versuchen, sich gegenseitig hochzuheben und aus dem Fenster zu werfen, während am Nachbarfenster einer freiwillig über dem Fensterbrett hängt. Du musst zwischen den eng stehenden Tischen hindurch, über Schultaschen springend und dabei niemand anderen, der in der Klasse stehenden Schüler verletzend, alle gleichzeitig retten.

    Zum Master bekommt man dann so ein hübsches Kostüm geschenkt.

    ...und mir fällt noch was anderes auf: wie unterschiedlich stressig Arbeitsplätze so sein können:zahnluecke:

    Aber sie sind schon digitalisiert und haben Drucker. Sie müssen nicht mehr alles faxen, wie manche Gesundheitsämter.

    Wollen wir eine Übungsgruppe für die Zwischenprüfung zum Lüftungsmaster gründen? Aufbaustudium?

    Stimmt. 27. Letzte Woche pro Tag 27 bis 82. Ab nächster Woche maximal 54 täglich, da Risikogruppe.

    Haushaltsmitglieder sind gemeint. In Corona-Zeiten zählt ein Haushalt ja fast als eine Person.

    Nope. Die arbeiten beide an einer Förderschule, da sind weniger Schüler in den Klassen.

    Roswitha111

    Danke, dass du auch an die Nicht-Förderschullehrkräfte denkst!

    Ich auch nicht. Trotzdem danke für die Links, den Musterhigieneplan mit den Stufenzuordnungen kannte ich noch gar nicht. Jetzt weiß ich immerhin, dass ich gerade keine Exkursionen machen darf (obwohl ich mich schon frage, was dagegen spräche in dem Wald zu laufen....)

    Oh, ihr seid schon orange? Und: Bei euch gibt es Wald? Wir müssten erstmal mit den Öffis fahren. Wir dürften, aber ich will nicht mehr.

    Orange geht nun eigentlich nahtlos in rot über, darf wohl beides dann gemacht werden, mal gucken.

    Echt? Davon haben wir nichts erfahren und auf der Website der Senatsverwaltung ist noch der alte.

    Das fände ich gut.

    Ich habe ja die Möglichkeit, mich da rausziehen zu lassen, sobald mindestens 2 Corona-Ampeln dauerhaft auf Rot sind. Die Inzidenzampel ist eh dauerhaft Rot, ich rechne damit, dass das bis zum späten Frühjahr so bleibt. In ca. 2 bis 3 Wochen dürfte die Intensivstations-Auslastungs-Ampel auf Rot springen und die wird dort - so weit ich das als medizinisch-epidemiologischer Laie einschätzen kann - über Monate bleiben.

    Dann muss ich entscheiden, was ich mache. Ich möchte eigentlich nicht monatelang zu Hause sitzen.

    Bei geteilten Klassen, mit Abstand und wenn dann auch das Lüften tatsächlich den CO2-Wert nachhaltig senkt, weil nicht so viele im kleinen Raum atmen, könnte ich mir eher vorstellen, in Präsenz zu arbeiten als bei voll besetzten Klassen im bisherigen orangen Szenario.

    Ich mache jetzt gerade auch nicht mehr auf.

    Hier waren schon 3 Gruppen. Laute Jugendliche. Dann Kinder, die gerufen haben, ohne MNS - und da der eine sich den Rest der Lollis (so 15) aus der Tüte gegrabscht hat und nicht verstanden hat, was ich mit "gierig" meinte. Jetzt standen die nächsten da ohne MNS. Nein, ich habe keine Lust drauf. Das finde ich ebenfalls befremdlich.

    Und es ist den Kindern auch einfach nicht logisch zu vermitteln, dass sie am Nachmittag im Hort ungehindert mitneinander spielen dürfen, aber am Vormitttag Abstand wahren sollen. Was mich in dem Zusammenhang beunruhigt ist, dass trotzdem davon ausgegangen wird, dass bei einer evtl. Infektion nur die Sitznachbarn betroffen sind.

    Bei uns haben Banknachbarn 40 cm Abstand voneinander, die am nächsten Tisch sitzen 90 cm seitlich entfernt und nach vorne und hinten etwas weniger.

    Nachmittags sind meist 1,5 bis 3 Klassen zusammen, weil es so hohen Ausfall in der eFöB gibt.

    Berührungen unterbinden (4. Klasse): aussichtslos.

    Ich kämpfe darum, dass einige nicht hinter meinen Schreibtisch hinter mir her kommen, damit ihre üblichen 20 bis 50 cm Abstand, mit dem sie Erwachsenen frontal ins Gesicht sprechen, für sie aufrecht erhalten werden. Mit viel Krafteinsatz sind es jetzt 30 bis 80 cm.

    Ansonsten sind sie teilweise sehr laut in der Pause, ich kämpfe täglich.

    Das Neueste: Klatschspiele mit Singen. Also wieder verbieten. Hat nichts geholfen, ging sofort wieder los, also saß jeder an seinem Platz in der Pause.

    Es ist keine Absicht, es sind Kinder, es ist doof, das zu verbieten, aber ich muss das - auch - aus Eigenschutz tun.

    Auf dem Sitzplan, den wir für Quarantänezwecke im Klassenbuch haben müssen, habe ich die Abstände vermerkt und zusätzlich aufgeschrieben, dass die Kinder sich in den Pausen mischen und dort Face-to-Face Kontakte mit über 15 min Dauer haben, die nicht dem Sitzplan entsprechen. Falls mal irgendwas sein sollte, habe ich zumindest drauf hingewiesen.

    Ja, es gab Donnerstag einen neuen Plan.

    Die Senatsverwaltung schreibt nichts von Teilung in der orangen Stufe: "Der Regelbetrieb umfasst den Unterricht nach der Wochenstundentafel. Sämtlicher Förder- und Teilungs- unterricht sowie alle weiteren verbindlichen schulischen Angebote und Veranstaltungen finden soweit möglich statt."

    Ich kenne 3 Menschen mit MS. Eine ist Krankenschwester, muss sich alle paar Tage ein Medikament selbst spritzen, was es auf Reisen etwas schwierig macht (kühlpflichtig), hat aber seit Jahren keine Verschlechterungen mehr.

    Eine ist Lehrerin, die ebenfalls keine Verschlechterung mehr hatte und kein Medikament mehr braucht.

    Eine dritte ist ebenfalls Lehrerin, hat leichte Einschränkungen und einen GdB, durch den sie im Beruf Nachteilsausgleiche erhält.

    Es ist wohl - bei relativ jungem Alter - mit den heutigen Medikamenten oft so, dass die Krankheit deutlich verlangsamt werden kann.

    Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir viel Kraft und starke Nerven.

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