Und es ist den Kindern auch einfach nicht logisch zu vermitteln, dass sie am Nachmittag im Hort ungehindert mitneinander spielen dürfen, aber am Vormitttag Abstand wahren sollen. Was mich in dem Zusammenhang beunruhigt ist, dass trotzdem davon ausgegangen wird, dass bei einer evtl. Infektion nur die Sitznachbarn betroffen sind.
Bei uns haben Banknachbarn 40 cm Abstand voneinander, die am nächsten Tisch sitzen 90 cm seitlich entfernt und nach vorne und hinten etwas weniger.
Nachmittags sind meist 1,5 bis 3 Klassen zusammen, weil es so hohen Ausfall in der eFöB gibt.
Berührungen unterbinden (4. Klasse): aussichtslos.
Ich kämpfe darum, dass einige nicht hinter meinen Schreibtisch hinter mir her kommen, damit ihre üblichen 20 bis 50 cm Abstand, mit dem sie Erwachsenen frontal ins Gesicht sprechen, für sie aufrecht erhalten werden. Mit viel Krafteinsatz sind es jetzt 30 bis 80 cm.
Ansonsten sind sie teilweise sehr laut in der Pause, ich kämpfe täglich.
Das Neueste: Klatschspiele mit Singen. Also wieder verbieten. Hat nichts geholfen, ging sofort wieder los, also saß jeder an seinem Platz in der Pause.
Es ist keine Absicht, es sind Kinder, es ist doof, das zu verbieten, aber ich muss das - auch - aus Eigenschutz tun.
Auf dem Sitzplan, den wir für Quarantänezwecke im Klassenbuch haben müssen, habe ich die Abstände vermerkt und zusätzlich aufgeschrieben, dass die Kinder sich in den Pausen mischen und dort Face-to-Face Kontakte mit über 15 min Dauer haben, die nicht dem Sitzplan entsprechen. Falls mal irgendwas sein sollte, habe ich zumindest drauf hingewiesen.