Beiträge von Conni

    Ohne sonderpädagogischen Förderbedarf haben Kinder auch keinen individuellen Förderplan.

    Und wie soll 'die Schule' Kleingruppenförderung anbieten?

    Bei uns gibt es individuelle Förderpläne auch für Kinder mit Teilleistungsstörungen und ggf. mit erheblichen Verhaltensproblemen.

    In meiner Klasse sind 7 Kinder mit Nachteilsausgleich (davon eins mit ADHS und 3, bei denen eine z.T. fachärztlich empfohlene ADHS-Diagnostik nicht durchgeführt werden mit Teilleistungsstörungen), 2 mit diagnostizierter ADHS ohne Nachteilsausgleich (da keine Teilleistungsstörung) und 4 mit Symptomen, die möglicherweise denen des vorwiegend unaufmerksamen Typs stark ähneln ohne Diagnose und ohne Teilleistungsstörung.

    Insgesamt haben 8 Kinder so erhebliche Lernschwierigkeiten, dass sie gefördert werden müssten.

    Die meisten dieser 8 Kinder können nicht zusammen in einer Gruppe arbeiten, auch nicht 2 davon, Förderung in vielen Konstellationen unmöglich. Bisher konnten wir alle 8 in Kleinstgruppen eine Stunde wöchentlich fördern, jetzt fallen 2 Kollegen aus und das wars mit Förderung.

    Darüber hinaus noch eine ADHS-Förderung? Unmöglich.

    Wir sind eine Schule in einer Gegend mit vielen bildungsaffinen Eltern und einer Ausstattung von über 100%. Privilegiert quasi.

    Musstet ihr die nicht ans Gesundheitsamt melden? Wir mussten jedes Kind namentlich mit der genauen Dauer usw. im Sekretariat angeben und das hat es weiter gemeldet.

    Da gibt es also eine Excelliste für alle Schüler der Schule.

    Ja, die wurden gemeldet. Eine Liste wurde ab Januar 21 vom Sekretariat geführt. Mehr weiß ich nicht, es gab vorab keine einheitlichen Ansagen und ich war krank zu der Zeit. Das war der erste größere Ausbruch in der Schule.

    Mich würde Folgendes interessieren:

    Gibt es eigentlich Bundesländer, in denen ADHS einen Anspruch auf schulische Fördermaßnahmen zur Folge hat?

    Die Frage zum Mädchen-Jungen-Verhältnis fand ich unpräzise formuliert. Von der Diagnose her ist es klar, aber ob das stimmt, wird diskutiert, auf die Schnelle z.B. hier. Dort wird auch noch das Alter des Auftretens angesprochen - gerade dadurch, dass inzwischen Mädchen und Frauen mit ADHS mehr Aufmerksamkeit bekommen, wird die bisher starre Alternsgrenze des ersten Auftretens von Symptomen aufgeweicht.

    Ich musste heute zur Chefin. Meine Kollegin hat sich während des Deltaausbruchs vor etwa einem Jahr infiziert und das vor 361 Tagen der Unfallkasse gemeldet. Meine Klasse war damals besonders heftig betroffen und es ist zu vermuten, dass sie sich in meiner Klasse angesteckt hat. (Ich war bevor der Ausbruch losging mit was anderem krank zu Hause.) Die Unfallkasse verlangt nun Namen von Kontaktpersonen und wann die positiv waren. Es gab Klassen, in denen haben die Kolleginnen die positiv getesteten SuS mit "Corona" als Hinweis notiert. Ich nicht (Datenschutz) bzw. meine Vertretung nicht, ich war ja krank. Schulleitung hat bereits mit der Unfallkasse diskutiert, dass das zu lange her ist. Hilft nichts, wir müssen das aufschreiben. Nach einem Jahr. :autsch:

    (Wir haben genug SuS zusammenbekommen, damit ein Klassenausbruch belegt ist und der zweite infizierte Schüler saß lange mit Abstand < 1,5 m vor der Kollegin, damit sind beide möglichen Kriterien der UKB erfüllt. Aber trotzdem...) Also notiert immer schön alles.

    Hier wurde ja schon vieles gesagt. Mir fällt noch ein:

    Wenn es einen freien Raum gibt, gäbe es auch noch die Möglichkeit, die Klasse in 2 Gruppen zu teilen, sodass ihr quasi parallel unterrichten könntet. Dann würde ich versuchen, Übungsstunden in diese Zeit zu legen und diese differenziert zu gestalten, eine leistungsstärkere Gruppe, eine leistungsschwächere.

    Außerdem möchte ich das, was MrsPace schreibt, nochmal richtig fett unterstreichen: Es gibt keinen Grund für Rechtfertigungen. Nicht deiner Kollegin und nicht deiner Schulleitung gegenüber. Dein Referendariat, wo du jeden Pups erklären und rechtfertigen musstest, ist vorbei. Rechtfertigen gehört nicht zu deinen Arbeitspflichten /Dienstpflichten. Schon gar nicht täglich. Vielleicht einmal im Jahr oder zweimal, wenn es hoch kommt. (Schreibt die, die das Rechtfertigen schlecht seinlassen kann. :sterne: )

    Wenn meine Schulleitung in meinen Unterricht kommt, schaut sie v.a. nach den Klassen und den SuS und sagt hinterher, dass es eine schöne Stunde war, ihr das Singen gefallen hat, die Schüler sich toll entwickelt haben oder wenn sie eventuell etwas beobachtet hat in ihrer Nähe etc. An meiner alten Schule war das überwiegend ähnlich.

    Du bist eine vollwertige, fertig ausgebildete Lehrkraft und du wirst für's Rechtfertigen nicht bezahlt.

    So, das war jetzt das Wort zum Montag.

    Wir könnten sammeln:

    - Herr Lohse rollt eine Palette Senf über den Bürgersteig. Einige Chaoten springen auf, öffnen die Senfgläser und es gibt eine Senfschlacht. Die Mutter von Nathanael-Baldrian fordert die Erstattung der weißen Gucci-Hose. (Lösung: Es sind nur noch senffarbene Klamotten erlaubt.)

    - eine Gruppe Mönche läuft in sich versunken betend in die Chaotentruppe, Veromola-Maleficia stolpert dabei versehentlich über ihr Pentagramm und rammt es sich in den Handballen. Not-OP. (Lösung: Sobald die Kinder Mönche sehen, kreischen sie laut: Büßet, ihr Betenden! Heute ist Buß- und Bettag. Das irritiert die Mönche so sehr, dass sie erst einmal in den Kalender schauen müssen und dabei auf die Klasse aufmerksam werden.)

    Edit: Aber ist heute nicht Faschingsanfang oder sowas? Gab heute Pfannkuchen beim Schulessen. War dann büßen und beten nicht gestern? Oder kommt das erst nach den ersten fröhlichen Feiern?

    Völlig OT:

    Spoiler anzeigen

    Es gibt einen Zeichentrickfilm vom Nussknacker, darin kommt die Prinzessin PerlipatT vor, auf e betont. Ich lese diesen Threadtitel jedes Mal als "Dienstipatt" (auf ie betont).

    Ähm ich arbeite als Lehrerin.

    Ich arbeite als Lehrerin, Sozialarbeiterin, Mediatorin, Erziehungsberaterin, Therapeutin, Schulkrankenschwester, Dekorateurin, Sekretärin, IT-Kraft, Blitzableiterin, Flaschenöffnerin, Kopiererin, Materialdesignerin, Einkäuferin, Adventskalenderbefüllerin, Event-Managerin… Was vergessen?

    Sehe heute zufällig im Hausaufgabenheft eines Kindes einen Eintrag von vor 3 Wochen: Mutter kündigt an, mir eine Mail zu schreiben. Das Kind habe jetzt was raus mit Schwänzen, da soll ich drauf achten. Und er isst nichts, ich soll drauf achten, dass er was ist. Die Kinder sind 4. Klasse. Ich bin in genau einer Frühstückspause pro Woche die Aufsicht, in einer komme ich am Ende der Pause aus einer anderen Klasse reingerauscht.

    Das ist sicherlich erfreulich.

    Aber es verwirrt mich.

    Wieso (und wie???) rufen dich Kollegen im Unterricht an?

    Wieso: Um mir zu sagen, dass ihre äußerst wichtige Zuarbeit für das Elterngespräch jetzt (8 min vor Gesprächsbeginn) endlich fertig ist. Wo sie mir die übergeben und mich noch 10 min zuschwallen kann. Habe ihr heute gesagt, dass sie die gerne alle kürzer abfassen kann, ich habe 20 Minuten für alle Fächer zusammen, nicht nur für ihre beiden.

    Wie: Leider mal die Handynummer gegeben. Leider leitet das Handy zwar nicht das Wetter an die Smartwatch weiter, dafür aber ungebetene Anrufe und dann kribbelt das so am Handgelenk. :sauer:

    Wie arbeitest du dann denn mit dem OHP??? :staun:

    Wir haben gefährliche Bildschirme an den Wänden, von denen die Kinder rechteckige Augen bekommen. Diejenigen, die geblendet werden, setzen sich um und kuscheln einfach mit den anderen. (Meine Klasse ist die einzige, die im OGB keinen Filmenachmittag erleiden muss, weil Eltern sich wegen des Bildschirms beschwert haben.)

    Halloooooooooooo! Fenster gibt es bei uns schon IMMER, okeeeey, IMMER!

    (das sind doch die Dinger, die den Vorhang immer zerreißen, oder?)

    Unsere sind neu. Aus Kunststoff, der verfault nicht schon sofort nach 40 Jahren wie das Holz an den Fenstern der alten Schule. Und man kann sie aufmachen. Wir haben zum Glück keine Vorhänge, da kann nichts kaputtgehen.

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