Ohne sonderpädagogischen Förderbedarf haben Kinder auch keinen individuellen Förderplan.
Und wie soll 'die Schule' Kleingruppenförderung anbieten?
Bei uns gibt es individuelle Förderpläne auch für Kinder mit Teilleistungsstörungen und ggf. mit erheblichen Verhaltensproblemen.
In meiner Klasse sind 7 Kinder mit Nachteilsausgleich (davon eins mit ADHS und 3, bei denen eine z.T. fachärztlich empfohlene ADHS-Diagnostik nicht durchgeführt werden mit Teilleistungsstörungen), 2 mit diagnostizierter ADHS ohne Nachteilsausgleich (da keine Teilleistungsstörung) und 4 mit Symptomen, die möglicherweise denen des vorwiegend unaufmerksamen Typs stark ähneln ohne Diagnose und ohne Teilleistungsstörung.
Insgesamt haben 8 Kinder so erhebliche Lernschwierigkeiten, dass sie gefördert werden müssten.
Die meisten dieser 8 Kinder können nicht zusammen in einer Gruppe arbeiten, auch nicht 2 davon, Förderung in vielen Konstellationen unmöglich. Bisher konnten wir alle 8 in Kleinstgruppen eine Stunde wöchentlich fördern, jetzt fallen 2 Kollegen aus und das wars mit Förderung.
Darüber hinaus noch eine ADHS-Förderung? Unmöglich.
Wir sind eine Schule in einer Gegend mit vielen bildungsaffinen Eltern und einer Ausstattung von über 100%. Privilegiert quasi.