Beiträge von CDL

    In jedem Betrieb der freien Wirtschaft und auch im öffentlichen Dienst, den ich bisher kennenlernen durfte, gab es Putzkräfte, die regelmäßig die Räume geputzt, Schreibtische inklusive Tastaturen gereinigt und den Müll entsorgt haben.

    Und der Teil funktioniert bei euch an der Schule nicht oder warum führst du gerade diese Beispiele an?

    Nein. Mein Bett hat eine klassische Sitzhöhe, wie ein durchschnittlicher Stuhl, so dass man auch problemlos aufstehen kann, wenn man mal irgendwo Schmerzen hat. Finde ich sehr angenehm, auch wenn das vor 25 Jahren kein Kriterium für den Kauf war. (Da habe ich einfach das billigste Kieferngestell bei IKEA gekauft für 99 DM. Hält bis heute einwandfrei.)

    DUUM ist aber dafür begeisterter Tiefbettschläfer.

    Das ist IMHO der Punkt. Für die LE-Kinder braucht man bei den Texten eine entsprechende Differenzierung / Vereinfachung.

    Ich würde mich da Karl-Dieter anschließen: ob das wirklich einfacher ist, weiß ich nicht.

    Ich hatte im Ausgangsbeitrag den Teil überlesen gehabt und das erst durch Karl- Dieters Antwort bewusst gelesen. Die inhaltliche Tiefe mag sich unterscheiden im Förderschulbereich, betrachtet man die Anforderungen die die Vorbereitung und erforderliche Differenzierung auch im laufenden Unterricht mit sich bringt wird es letztlich nur anders anspruchsvoll, aber nicht einfacher. Andernfalls würde es ja auch problemlos rund laufen bei der TE, wenn es so einfach wäre.

    Überleg dir vielleicht auch, ob du Texte kürzen / ändern (Satzbau, Satzlänge) oder vorentlasten musst, damit deine SuS diese besser erschließen können oder ob es manchmal auch ein gutes Explainity gibt anstelle der Lektüre. Wenn deine SuS prinzipiell dreimal so lange für Texte benötigen, wie von dir geplant, dann musst du einfach passend für deine SuS planen lernen. Förderunterricht zu leisten ohne das gelernt zu haben ist verdammt anspruchsvoll, vergiss und unterschätz das nicht.

    Du solltest deine Antwort modifizieren:

    Meine erste Reaktion: Sprechen Sie bitte den Kollegen direkt an - und lassen Sie mich mit derartigem Mist und unkollegialer Anschwärzerei gefälligst in Ruhe.
    Falls es um etwas Wichtiges geht, dürfen Sie mich gerne ansprechen.

    Ziemlich unprofessionell als erste Reaktion. Das kann man auch bedeutend ruhiger und souveräner ansprechen, ohne den KuK direkt den verbalen Mittelfinger zu zeigen, was man gerade als Mitglied der Schulleitung tunlichst unterlassen sollte im Sinne der weiteren, konstruktiven Zusammenarbeit.

    Ich unterrichte an einer Realschule, nicht an einer Förderschule, aber eben auch diverse Geselschaftswissenschaften. Leider ist die Stofffülle in Gemeinschaftskunde und Wirtschaft enorm im Vergleich zu der in den meisten Jahrgangsstufen lediglich einen vorgesehenen Unterrichtsstunde pro Woche. Themen einfach wegzulassen ist problematisch, weil der Bildungsplan schließlich verpflichtend ist und Themen der Folgejahre darauf aufbauen. Man kann aber ja selbst einerseits gewichten, wie tief man in manche Themenbereiche einsteigt und andererseits oftmals gemeinsam mit anderen Fächern (Geo, Geschichte, Reli/ Ethik, Deutsch v.a.) bestimmte Kompetenzen oder eben auch Wissensbereiche vertiefen.

    Ja, mir hat auch schon mal die Zeit z.B. in GK gefehlt für bestimmte Themen (krankheitsbedingt oder in der Coronazeit auch einfach aufgrund der Gesamtumstände während der Schulschließungen), die ich aber dann beispielsweise in Ethik bearbeiten lassen konnte, wo dasselbe Thema Teil des Bildungsplans war. Ein Blick auf Nachbarfächer und deren Bildungspläne hilft also enorm, um planen zu können mit den wenigen Stunden und den vielen Themen, damit man dennoch ausreichend vertiefen kann.

    Du bist aber empfindlich.... Er ist Schulleiter an einer Werkrealschule (vergaß ich zu schreiben) und beklagt, dass seine 5. Klassen im Laufe des Schuljahres immer voller werden.

    Ich weiß, dass er SL an einer Werkrealschule ist. Schon das letze Mal als du das Bedürfnis hattest mir erklären zu wollen, wie es an Realschulen in BW zugeht, bezogen deine Beispiel sich nämlich letztlich auf das, was du von diesem Freund/ Bekannten weißt, was eben einerseits nicht immer 1:1 stimmt für Realschulen und damit andererseits mit ein Grund ist, warum ich da nicht “empfindlich“ reagiere, sondern einfach genervt bin von deinem Bedürfnis, mir immer wieder aufs Neue die Schulart erklären zu wollen, an der ich tätig bin. Würde ich dir umgekehrt immer wieder aufs Neue erklären wollen wie es bei euch an der GS läuft, fändest du das wohl auch nervig.

    Such dir doch bitte einfach jemand anderen aus, dem du erklären kannst, wie es an Realschulen in BW läuft, der dort nicht tätig ist und es insofern im Zweifelsfall auch besser weiß als du.
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    plattyplus : Ich drücke euch die Daumen für den Anruf bei der Gesamtschule morgen.

    Ich bin seit über 10 Jahren Abteilungsleiter. In meiner Abteilung arbeiten ca. 50 Lehrer und ca. 500 Schüler.

    Und dieses zur Schulleitung (Schulleiter, Stellvertreter, 4 Abteilungsleiter) rennen hat extrem zugenommen. Das berichten auch die anderen Abteilungsleiter, die erst ein paar Jahre dabei sind. Manche Kollegen rennen direkt zum Schulleiter. Wegen einer ungenutzten Tafel! Bei einem neuen Kollegen! Definitiv ohne zuerst diesen selbst anzusprechen.

    Das hat in diesem Schuljahr bei uns auch zugenommen leider. Vor einigen Wochen sah die Schulleitung sich unter anderem bemüßigt auf einer GLK daran zu erinnern, dass die Schulleitung zwar natürlich unterstützen würde bei Konflikten mit SuS, die die Lehrkräfte nicht alleine lösen könnten, aber umgekehrt natürlich klar sein müsste, dass zuerst einmal die unterrichten Lehrkräfte selbst eine Konfliktlösung anstreben sollten, statt SuS einfach direkt ins Rektorat zu schicken. Darüber hinaus möge man doch bitte bei Konflikten mit KuK zunächst mit diesen direkt sprechen und eine Lösung suchen.

    Manchmal fragt man sich da schon, ob man tatsächlich mit mündigen Erwachsenen zusammenarbeitet, die tagtäglich Erziehungsarbeit leisten oder einfach nur Teil des Kindergartens namens Lehrerzimmer ist. Letztlich sind das aber ja meist dieselben Leute, die das derart betreiben, mit denen man dann auch einfach zusätzlich zu einem Hinweis in einer GLK auch noch persönlich sprechen kann.

    Nach Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung gingen viele Kinder mit Hauptschulempfehlung auf die Realschulen. Diese wollen nicht abgewertet werden und helfen sich damit, dass sie nach Klasse 6 intern sortieren nach Hauptschulzweig und Realschulzweig, d.h. sie vergeben den Hauptschulabschluss UND den Realschulabschluss. Wer Ende Klasse 6 zu schlechte Noten hat, verlässt nicht die Schule, sondern wird auf Hauptschulniveau unterrichtet und geprüft (meist sogar in der Ursprungsklasse) und verlässt nach der 9 die Realschule, aber ohne mittleren Bildungsabschluss.

    Mit Elternwille ist Abschulung aber auch möglich, zumindest erzählt mir immer ein befreundeter Schulleiter immer, dass er mit kleinen 5. Klassen startet, die dann im Laufe des Schuljahres immer voller werden.

    Ich bin Realschullehrerin in BW, zumindest mir musst du also nicht erläutern, wie es bei uns zugeht in Klasse 5/6 oder welche Abschlüsse wir machen am Ende vergeben.

    Wir „helfen“ uns auch nicht damit, dass wir ab Klasse 7 in den meisten Fällen keine Binnendifferenzierung betreiben sondern Haupt- und Realschulzug getrennt unterrichten, sondern helfen zuallererst unseren SuS damit, die nicht immer, aber häufig dadurch im Hauptschulzug etwas kleinere Lerngruppen bekommen, die sie dringend benötigen. Nachdem wir aber für diese Trennung Poolstunden investieren müssen, damit die Hauptschulzugklassen angesichts unserer Schülerzahlen nicht am Ende mindestens 30 SuS haben, können wir nicht in jeder Jahrgangsstufe diese Trennung durchführen, sondern haben eben teilweise Klassen mit 30 SuS und mehr, in denen wir Binnendifferenzierung betreiben müssen.

    Natürlich ist mit Elternwillen eine Abschulung möglich, nichts anderes habe ich ja geschrieben gehabt. De fakto stimmen die wenigsten Eltern dem aber zu, egal wie sinnvoll es für die Förderung ihres Kindes wäre, wenn dieses beispielsweise tatsächlich an eine Werkrealschule gehen würde, wie empfohlen von der GS, weil diese anders als wir städtischen Realschulen noch vernünftige Klassengrößen haben, in denen eine intensivere Förderung möglich ist.

    Anders als der mit dir befreundete Schulleiter fangen wir hier auch nicht mit kleinen 5 Klassen an, sondern sind in Klassenstufe 5 generell mindestens 5- zügig, teilweise auch 6- zügig, haben randvolle 5. Klassen, lehnen trotzdem noch jedes Jahr sowohl mindestens 30-40 5. Klässler ab mangels Platz, als auch allein jetzt zum Halbjahr wieder eine gesamte Klassenstärke (30 SuS) an abgeschulten Gymnasiasten, für die wir ebenfalls keinen ausreichenden Platz mehr haben in den höheren Jahrgangsstufen.

    Im städtischen Raum ist der Druck auf die Realschulen einfach von Beginn an erheblich höher und der Zustrom ebbt dann auch in den Folgejahren durch Abschulungen, Zuzüge oder auch SuS, die von den Gemeinschaftsschulen wechseln wollen würden nicht ab.

    Durchaus verständlich, da die Realschulen dann auch einfach alle aufnehmen würden um im Abschluss dann nach Jg. 6 fleißig abzuschulen.

    Dürfen Realschulen in NRW denn abschulen und wenn ja, würde das nicht bedeuten, dass SuS an die (geschlossenen) Hauptschulen gehen müssten, da die Gesamtschule als gleichwertige Schulart gelten sollte?

    (Hier in BW dürfen nur die Gymnasien abschulen, d.h. der Weg weg von uns als Realschule ist gegen den Elternwillen nicht durchsetzbar, egal wie katastrophal 5/6 verlaufen von den Leistungen her. )

    Überqualifiziert ist aber anders als nicht ausreichend qualifiziert kein Ausschlussgrund, insofern versuch es einfach und bewirb dich. Mehr wird dir von uns keiner gesichert sagen können, weil wir nicht für die Anerkennung zuständig sind.

    Ich kenne derartige Formulierungen aus meinem Bundesland nicht aus Stellenausschreibung en. Vielleicht gibst du also das Bundesland an, um das es bei dir geht, damit dir jemand aus diesem antworten kann. Alternativ könntest du die entsprechende Schule einfach anrufen/anschreiben und nachfragen, was genau mit dieser Formulierung gemeint ist und welche formale Qualifikation als Erwartung dahinter steht mit Hinweis auf deine bisherige Qualifikation aus Polen, die Bescheinigung darüber, sowie dein ergänzendes Germanistik-Studium mit Abschluss im Herbst.

    Ich habe immer alles außer Religion und Englisch (und Musik nur selten) unterrichtet, da ist man schon sehr flexibel. Es kommt natürlich darauf an, wie hoch dein Stundendeputat ist. Wenn mal eine zweite Kollegin mit in der Klasse ist, ist man wegen der nötigen Absprachen mehr an den Stundenplan gebunden, sonst habe ich den hauptsächlich für mich zur Orientierung benutzt. Die Kinder erhalten einen Plan mit den Unterrichtszeiten, in dem nur die Fachlehrerstunden und Sportstunden benannt sind. Meine Stunden sind mit einem Symbol gekennzeichnet.

    Der Stundenplan meiner Neffen sieht ähnlich aus. Fachlehrerstunden und Sport sind benannt, sowie die Förderstunden (die bekommen bei denen an der Grundschule alle in Mathe, aber auf verschiedenen Niveaustufen, die zu verschiedenen Zeiten stattfinden), ansonsten steht lediglich der Name der Klassenlehrkraft im Plan ohne genaue Angabe, welches Fach unterrichtet wird.

    Keinesfalls. Eigenes Asthma, sowie Erfahrungen mit einem drogenabhängigen, älteren Geschwister, das es normal fand mir mit 14 Haschisch anzubieten haben mich von jeher Abstand halten lassen vom Kiffen und Kiffern.

    Aber DUUM liebäugelt vielleicht ja mit so einer Mitgliedschaft oder kennt jemanden, der das tut.


    Könnt Ihr für die Zeit bis September irgendwelche Literatur/Quellen empfehlen damit sich (Quer)Einsteiger schon etwas vorbereiten können? Ich meine damit so Dinge wie Ratgeber die ein realistisches und verwertbares Wissen vermitteln? Ich lese und höre regelmäßig dass das Lehramtsstudium im besten Fall bedingt die tatsächlichen Bedürfnisse an den Schulen abdeckt.

    Welche Fächer wirst du denn unterrichten? Wenn du diese nennst kann man dir ein gutes fachdidaktisches Standardwerk empfehlen dafür, welches dir tatsächlich weiterhelfen kann. Zusätzlich zur Fachdidaktik könnte es auch sinnvoll sein, wenn du dich einliest in Klassenführung/ Classroom management, um dir deinen künftigen Berufsalltag etwas zu erleichtern.

    Werdet ihr im Rahmen des Quereinstiegs auch Seminarveranstaltungen haben und beispielsweise in Schulrecht ausgebildet werden? Wenn nicht, könnte es eine wichtige Entlastung sein, wenn du über deine Gewerkschaft schauen würdest, ob diese dazu eine Fortbildung für angehende Refis anbietet oder versuchen dir über ein Seminar einen relativ aktuellen Reader zu Schulrecht zu besorgen, um dich zuallererst einzulesen in die Vorgaben zur Notengebung und Leistungsmessung, sowie zu versuchen das mit der Aufsichtspflicht zu durchdringen.

    Zumindest gegen Kopfschmerzen dürfte das eher die Ausnahme sein, dass das geholfen hat, aber gut für dich. Für mich persönlich wäre es insofern völliger Quatsch, weil Einrichtung es nicht funktionieren, sondern die Kopfschmerzen verschlimmern würde.

    Joker13 : Mir helfen manchmal Coffeintabletten ganz gut. Die bekommt man frei verkäuflich in der Apotheke und sind magenfreundlicher als die vielen Espressi, die ich trinken müsste, um bestimmte Kopfschmerzen einhegen zu können. Vielleicht probierst du das einfach mal aus für dich, falls du häufiger Kopfschmerzen hast (wie ich). Ich weiß inzwischen recht gut anhand der Art der Kopfschmerzen, ob Coffeintabletten helfen werden oder nicht und ob schon eine halbe Tablette reicht oder ich mehr benötige.


    DUUM hat noch einen guten Tipp, was man bei und gegen Kopfschmerzen machen kann, was noch nicht genannt wurde.

    Ich kenne keine einzige Schule, in der bei uns noch ein Pastor Religionsunterricht erteilt, das muss aber nicht heißten, dass es hier keine mehr gibt. Wenn, dann vermutlich eher im Primarbereich.

    Meine eigentliche Frage war aber: kann ein Quereinsteiger, der dann als verbeamteter Lehrer in der Schule arbeitet, die kirchliche Lehrerlaubnis für Religion bekommen, oder ist dafür ein Lehramtsstudium Voraussetzung? (Lassen wir den Pastor als Ausnahme mal außen vor, dass der sich selber eine Lehrerlaubnis erteilen kann, ist vermutlich nicht das Problem.)

    Ich hätte schon im Ref eine Vocatio machen können ohne Theologiestudium und könnte das bei Interesse auch immer noch machen, insofern würde ich schon davon ausgehen, dass das auch Quereinsteiger: innen offenstehen kann.

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