Beiträge von CDL

    Nein, aber Menschen, die von SAD (aka Winterdepression) betroffen sind, fühlen sich mit mehr Licht, Sport im Freien usw. deutlich besser. Gegen eine echte klinische Depression hilft das natürlich nicht, genauso wenig, wenn man einfach mehr soziale Termine hat, als es für die Persönlichkeit und den Terminkalender gut sind.

    Sport und Bewegung im Freien helfen auch bei klinischen Depressionen (insbesondere bei exogenen Depressionen), genauso wie man bei Depressionen auch einiges durch Ernährung unterstützen kann, durch die gezielte Aufnahme von Lebensmitteln, die einen hohen Tryptophangehalt (Serotoninvorstoff, z. B. in Nüssen und Hartkäse in relevanter Menge enthalten) haben oder sogar direkt Serotonin enthalten (wie z. B. Tomaten). Deshalb gehören Sport, Bewegung und Ernährung auch zur Behandlung klinischer Depressionen genauso dazu, wie Gesprächstherapie, sowie ggf. medikamentöse Unterstützung.

    Nochmal zum Thema Sonnenlicht: Damit ist gar nicht gemeint, dass die Sonne bei blauem Himmel scheint und man sich explizit "sonnen" müsste. Wenn es ums Vitamin D geht ist das in Deutschland im Winter ohnehin "sinnlos". Aber generell rausgehen, tagsüber, unabhängig vom konkreten Wetter, das ist wirklich hilfreich für das Wohlbefinden.

    Definitiv. Das ist einer der großen Vorteile daran einen Hund zu haben, dass man mehrmals täglich, bei Wind und Wetter einfach raus und sich bewegen muss. Das tut Körper und Seele gut- von Hund und Mensch. Außerdem lassen Spaziergänge sich so gesellig oder eben auch "einsam" gestalten, wie man das gerade für die eigene Erholung von der Arbeit benötigt.

    Es geht hier nicht um Menschen mit Migrationshintergrund der 3. Generation, sondern um seit 2015 unter dem Deckmantel des Asyls einwandernde Menschen. Dass jemand mit russischem Migrationshintergrund in dritter Generation hier Arbeitet, perfekt Deutsch spricht und vollintegriert ist, schließt niemand aus.

    Aber das ist auch nur wieder ein Strohmann, um vom eigentlichen Thema und meiner eigentlichen Kritik abzulenken. Durchschaubar.

    Wie sieht das denn aus bei deiner Schülerschaft? Wie viele SuS ausländischer Herkunft unterrichtest du so im Schnitt pro Schuljahr? Wie viele davon mussten zu Beginn irgendeine Art von Sprachkurs/ Willkommmensklasse durchlaufen, weil sie frisch eingewandert waren? Wie viele verlassen deine Schule und starten direkt in eine Ausbildung? Wie viele verlassen gemäß eurer Abgangsstatistik eure Schule ohne irgendeine schulische/ berufliche Perspektive.

    Weit über die Hälfte meiner Schülerschaft hat jedes Schuljahr einen Migrationshintergrund oder ist ausländischer Herkunft. In jedem Jahrgang haben wir dabei rund 30 SuS, die erst im Laufe ihres Schullebens nach Deutschland eingewandert sind und auch erst hier im Land Deutsch gelernt haben.

    Etwas über die Hälfte unserer SuS besuchen im Anschluss noch eine weiterführende Schule. Der Rest macht bis auf wenige Ausnahmen, die zum Abschlusszeitpunkt noch nicht wissen, was sie machen werden, eine Ausbildung. Unter denjenigen, die zum Abschlusszeitpunkt noch nich wissen, was sie machen werden sind dabei im Schnitt immer etwa ebenso viele SuS mit, wie ohne Migrationshintergrund oder ausländischer Herkunft.

    Viele unserer ehemaligen SuS halten weiterhin Kontakt zu unserer Schule oder wohnen weiterhin im Stadtteilund schicken später ihre eigenen Kinder an unsere Schule, so dass wir von vielen SuS mitbekommen, ob sie es danach im Berufsleben packen. Wir haben inzwischen bereits zwei Ehemalige im Kollegium sitzen. Auch sonst gelingt es unseren SuS mehrheitlich erfolgreich im Berufsleben Fuß zu fassen und zwar ganz ungeachtet ihrer Nationalität.

    Was schließlich das „perfekte Deutsch“ anbelangt: Das sprechen de facto auch die wenigsten Deutschen biodeutscher Abstammung. Umgekehrt erlebe ich es aber jedes Schuljahr aufs Neue, dass SuS, die neu einwandern und bei uns im VKL landen oder die erst am Ende ihrer Grundschulzeit eingewandert sind innerhalb kürzester Zeit nicht einfach nur fließend Deutsch schreiben und sprechen, sondern genau wie in ihrer Herkunftssprache dabei vielfältige Register erlernen und höchst erfolgreich einsetzen, so dass sie schnell zu den Klassenbesten gehören.

    In ausnahmslos jeder meiner Klassen habe ich so in diesem Jahr einen oder auch mehrere SuS sitzen, die nach 2015 erst nach Deutschland eingewandert sind und die aufgrund ihres Fleißes im Erlernen der Sprache und im Erlangen von Bildung zu den Besten ihrer Klassen gehören- vereinzelt sogar mit deutlichem Abstand gegenüber jedwedem biodeutschen Kund in der Klasse.

    Gerade unsere Beruf ist doch dafür prädestiniert einen Unterschied zu machen in der Integration von Menschen ausländischer Herkunft, so dass diese leichter ihren Weg auch in die Arbeitswelt finden können. Eine erfolgreiche Integration ist dabei aber niemals eine einseitige Angelegenheit, die lediglich den Zugewanderten einen Einsatz abverlangen würde, sondern erfordert IMMER auch ein Engagement derjenigen, die bereits in dem Land leben, inklusive der inneren Offenheit in der Begegnung mit den Menschen, die zu uns kommen, damit diese ihr Potential verwirklichen können. Das sollte dir als Lehrkraft aber eigentlich klar und bewusst sein.

    Ja, da hast Du recht. Für mich stellt sich immer die Frage, ob ich Geld annehmen soll, das mir zwar rechtlich zusteht, das ich aber womöglich gar nicht brauche, weil ich, wie oben dargestellt, "finanziell nach oben" geheiratet habe.
    Falls meine Frau und ich uns eines Tages trennen sollten (davon ist aber nicht auszugehen), wäre es für mich nicht nur eine Frage des Rechts, dass sie einen Versorgungsausgleich erhält, weil sie jahrelang wegen der Kinder keinen ausreichend hohen Pensionsanspruch erarbeiten konnte.
    Falls sie in diesem Szenario dann aber "finanziell nach oben" heiraten sollte, wäre ich schon etwas verschnupft, weil sie dann ja nicht mehr auf den Versorgungsausgleich angewiesen wäre.

    Wobei sie egal wie sie dann rein hypothetisch erneut heiraten würde ja dennoch wegen der Fürsorge für eure gemeinsamen Kinder einen geringeren Pensionsanspruch erwerben konnte, als wenn z.B. du diesen Teil übernommen hättest. Egal wie sich also das spätere Leben entwickelt, wäre es schlichtweg fair und angemessen, wenn sie den Versorgungsausgleich bekäme. Einen Grund für hypothetische Verschnupftheit vermag ich insofern nicht zwangsläufig zu erkennen.

    Ich habe hier schon eine Weile quergelesen und es drängt sich mir der Eindruck auf, dass Deutsch und Philo komplett überlaufene Fächer sind. An Quer- oder Seiteneinstieg ist daher vermutlich nicht zu denken. Wie es mit einem "herkömmlichen" Studium aussähe, kann ich noch nicht einschätzen ...

    Wie dieser Thread gut zeigt, sind inzwischen auf Deutsch und Ethik (Philo) an vielen Schularten gesuchte Fächer oder es werden auch ganz schlichtweg in vielen Schularten einfach nur Lehrkräfte aller Fächer gesucht, um überhaupt die Stundentafel mit Lehrerstunden ( und viel fachfremden Unterricht) irgendwie abdecken zu können.

    Ethik ist offenbar ja sogar in deinem Bundesland SH ein Mangelfach im Grundschulbereich. Vielleicht könntest du dort also sogar schon irgendwie reinrutschen ohne langes Nachstudium oder müsstest zumindest nicht sehr viel nachholen.

    Mach ein paar Praktika in verschiedenen Schularten, um zu schauen, was da zu dir passen könnte. Nachdem du aber selbst wenn du nachstudieren müsstest sehr schnell in ein Ref einsteigen könntest, wirst du voll vom aktuellen Lehrkräftemangel profitieren und solltest, wenn du dich am Ende nicht gerade für eine Schulart entscheidest, in der deine Fächer ein SH kaum gesucht sind, auch problemlos eine Stelle finden. Vor allem im Bereich der Grundschulen, Sek.I oder auch Beruflichen Schulen könnte ich mir vorstellen hast du ganz gute Karten mit deinem bisherigen Studienabschluss, sowie ggf. einem aufstockenden Studium.

    und verglichen mit den Ländern ohne Pfingstferien und ohne Fastnacht/Skiferien... die Weihnachten - Ostern mit 1 oder 2 (wowow...) zum Halbjahr und Rosenmontag durchgehend haben und dann von Ostern bis Ende des Schuljahres...

    Wobei ihr dann natürlich an anderen Stellen einfach längere Ferien habt im Vergleich, z.B. zwei Wochen Herbstferien statt einer. Fasnacht (Winterferien) sind bei uns auch keine regulären Ferien, sondern das entsteht wirklich nur durch bewegliche Ferientage, die es glaube ich mal als Ausgleich gab für Deputatserhöhungen oder so. Kris24 weiß das aber genau meine ich.

    Was soll daran bescheuert sein? Es ist dein Leben, das mit 40 auch längst nicht vorbei ist und du musst doch letztlich nicht nur die Kohle verdienen, die du/ ihr zum Leben benötigt, sondern auch ganz banal zufrieden bis im besten Fall erfüllt sein mit und von deiner Arbeit.

    Wenn du die zeitlichen und finanziellen Ressourcen hast nachzustudieren: Go vor it! Angesichts der Vielzahl an Quer- und Seiteneinstiegsoptionen in den Bundesländern, kann es aber sicherlich nicht schaden, dich schlau zu machen, welche Möglichkeiten dir vielleicht sogar schon mit deinem aktuellen Studienabschluss plus deiner Berufserfahrung offenstehen könnten in SH.

    Ich bin mit 38 in den Schuldienst gewechselt nach berufsbegleitendem Zweitstudium und bereue das eindeutig nicht, genauso wenig, wie die zusätzliche Arbeit bis zum Studienabschluss.

    Vor allem im Bereich der SEK.I und den Beruflichen Schulen gibt es eine Vielzahl von Lehrkräften, die nicht auf dem ganz direkten und geraden Schule- Uni-Schule- Weg in den Schuldienst gefunden haben. Dort wärst du mit deinem Hintergrund und Weg in den Schuldienst also noch nicht einmal unbedingt ungewöhnlich, sondern je nach Kollegium einfach normaler Durchschnitt.

    "immer" stimmt nicht. Gerade heuer sind 7 Wochen und 3 Tage Unterricht zwischen Pfingst- und Sommerferien (ohne Feiertag), während es zwischen den Sommer- und Herbstferien 7 Wochen und 0 Tage waren (worin noch ein Feiertag lag).

    Ok ok, um drei Tage vertan. Ist verschmerzbar angesichts der Dauer der Pfingstferien einerseits und dem Umstand, dass die letzten 1,5 Schulwochen bei uns immer ein so tolles Programm umfassen, dass das trotz der damit einhergehenden Arbeit für uns Lehrkräfte trotzdem immer schon deutliches Ferienfeeling hat.

    Wir machen bei uns an der Schule auch Gottseidank die Pfingstwoche frei und verballern die Tage nicht bei so schlechtem Wetter für diesen „Karneval“.

    Nachdem in BW Pfingsten immer Ferien sind, können wir glücklicherweise die beweglichen Ferientage in die Fasnachtswoche schieben jedes Jahr. Auch wenn ich aktuell in keiner Stadt mit Fasnachtstradition lebe, ist es sehr angenehm, keine so lange Zeitspanne zwischen dem Ende der Weihnachtsferien bis zur nächsten Erholungspause zu haben. Die längste Spanne am Stück ist bei uns insofern immer die Zeit zwischen den Sommer- und Herbstferien (meist 7 Wochen), ab dann folgen die Ferien schneller aufeinander.

    Bei uns muss, um die Information der Eltern zu gewährleisten, zwischen Ankündigung und Nacharbeit mindestens so viel Zeit vergehen, dass die Schulpost mit der Mitteilung rausgehen und die Eltern diese zur Kenntniss nehmen und unterschreiben konnten. Sollte die Unterschrift nicht zurückkommen, gibt es allerdings keine lange Ursachenforschung (Post verschlampt? Kind hat den Brief abgefangen? Eltern wollen nicht unterschreiben?...), sondern dann werden die Eltern einfach auf dem kurzen Weg per Telefon oder Mail über Datum und Uhrzeit der Nacharbeit informiert. Das reicht dann auch als "Absicherung".

    Ernsthaft, ihr macht das tatsächlich noch hauptsächlich postalisch? Warum nicht direkt per Mail?

    Könnten die gesetzlich Versicherten bitte einmal genau mitteilen, wie hoch ihr monatlicher Beitrag bei einer vollen Stelle (verbeamtet) ist? Ich habe von horrenden Summen gehört, angeblich über 700€...?!

    Aktuell 0€ bei mir, da das Versorgungsamt die KV übernimmt. Dank pauschaler Beihilfe in BW wäre es sonst aber auch nur noch der Arbeitnehmeranteil (bei voller Stelle allerdings wäre das dann der Höchstsatz).

    Meine Spezialität, was das Kollegium angeht: Billige OHP-Folien, die nur fürs Beschriften per Filzstift konzipiert und eben nicht hitzefest waren, in den Kopierer gesteckt und damit den Kopierer Schach-Matt gesetzt, weil die Folie im Druckwerk geschmolzen war und alles verklebt hatte. Das war dann ein Totalschaden im fünfstelligen €-Bereich. 🙄

    Welcher Dödel hat denn da bitte Folien angeschafft, die man nicht einmal in den Kopierer stecken konnte? Das war doch nun wirklich ein völlig vorhersehbarer und damit problemlos vermeidbarer Lapsus.

    Zweites Standbein, nebenbei gibt es auch Psychologie als Unterrichtsfach in der Sek II. Auf jeden Fall richtig, dass du dich angesprochen fühlst.

    Nachdem ich- anders offenbar als du- Psychologie tatsächlich als Nebenfach ebenfalls studiert habe, ist mir dann auch bekannt, dass Psychiater anders als Psychologinnen und Psychologen studierte Mediziner: innen sind. Aber hey, war ein super- cleverer Kommentar natürlich von dir. Gereicht deiner Partei eindeutig zur Ehre.

    Na, ganz einfach: Wenn man lieber die gewohnte "Meisterröstung" (2,99 das Pfund bei Netto) möchte als diese komischen italienischen Bohnen, dann muss der Stoff ja irgendwo rein.

    Auf die Idee, dass jemand tatsächlich den frischen, bereits gemahlenen Kaffee in den Bohnenbehälter füllen könnte bin ich gar nicht erst gekommen. Das war aber schon ein Kollegium voller besonderer Meisterinnen und Meister der Allltagstechnik, in dem du im Ref warst.:lach:

    Das nicht bzw. kenne die bayrische Regelung nicht. Ich bezog mich auf den Kommentar von CDL, es reicht jedenfalls definitiv nicht, dass man den Schüler in der Pause bei den Eltern Bescheid sagen lässt.

    Das kommt doch sowohl auf das Bundesland und die dort gültigen Vorgaben an, als auch auf die Altersgruppe, mit der man arbeitet. In der SEK.I schreibe ich eine E- Mail an die Eltern, um diese in Kenntnis zu setzen über Grund und Zeitpunkt der Nacharbeit, mit der Bitte um kurze Bestätigung, gebe den SuS aber zusätzlich auch noch einen Zettel mit, den die Eltern unterschreiben sollen und der zum Nacharbeitstermin mitgebracht werden muss. So versuche ich sicherzustellen, dass die Eltern auch tatsächlich wissen, wo ihre Kinder sind und warum. Wo dann Eltern auf die Mail nicht reagieren und die Kinder den Zettel nicht mitbringen, aber auftauchen, muss ich mich halt selbst ans Telefon hängen, um am Tag selbst mit den Eltern zu sprechen, damit diese sich keine Sorgen machen, wo ihr Kind abgeblieben ist.

    Das würde ich aber anders handhaben an der Berufsschule oder in der gymnasialen Oberstufe.

    Darüber hinaus wissen wir halt schlichtweg nicht, was die Lehrerin tatsächlich selbst gemacht/ versucht hat an Kontaktaufnahme, denn diese hat hier nicht geschrieben, nur ein Elternteil eines betroffenen Kindes. Insofern hat die abwesende Kollegin bei mir erst einmal- so lange sie selbst das nicht klarstellen kann und ich nicht begründet besser weiß- das Vertrauen, dass diese ungeachtet der Darstellung hier im Forum alles gemacht haben könnte, was erforderlich war, um die Eltern rechtzeitig zu informieren. So viel Vertrauensvorschuss darf schon sein, auch wenn du das offenbar anders sehen möchtest.

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