In Baden-Württemberg gibt es dazu keine Prozentzahlen. Jeder Lehrer entscheidet anders.
Was ich auch schon geschrieben hatte.
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Tatsächlich habe ich für mich persönlich zwar gewisse Grundvorstellungen zur Bewertung in meinen Fächern (im Regelfall in Ethik, GK, WBS mdl.50%, in Frz. 40% im Hinblick auf die Wertung im Prüfungsbereich und eine dementsprechende Absprache, die wir in der Fachschaft getroffen haben), weiche aber in außergewöhnlich großen Lerngruppen und bei lediglich einstündigem Unterricht durchaus davon ab in einem Schuljahr. Bei teilweise über 30 SuS kann ich meines Erachtens in 45min pro Woche die mündlichen Leistungen meiner SuS nicht mehr ausreichend ausreichend differenziert wahrnehmen, um einen so hohen Anteil rechtfertigen zu können.
Danke! Weißt Du, wie das "in der Regel" in den Fächern gehandhabt wird?
Aus der Schweiz habe ich mal gelesen, dass mündliche Benotung dort zwar zulässig, aber nicht verpflichtend sei (also offenbar so wie in BW), die Lehrer dann die Mitarbeitsnote aber so gut belegen müssten, dass sie in der Regel darauf verzichten. Mithin zähle in der Regel nur die schriftliche Note...
Es gibt keine offizielle Regel in BW, wie viel der mündliche Anteil ausmachen muss. Das kann man schlichtweg nicht derart verallgemeinern. Klar ist aber in BW auch, dass man die mdl.Mitarbeit nicht gar nicht gewichten darf. Diese muss angemessen berücksichtigt werden- anders als die schriftlichen Leistungen in Nebenfächern (SEK.I), wo es es lediglich Höchstzahlen für schriftliche Leistungen gibt, genau wie in den Hauptfächern, wo es aber auch eine Mindestanzahl gibt.
Ich kenne zwar niemanden persönlich, der/ die in BW in den Nebenfächern den mündlichen Anteil höher als 50% gewichtet, das bedeutet aber nicht, dass es das nicht gibt, an manchen Schulen vielleicht sogar als Regelfall. In meinem aktuellen, wie auch meinem letzten Kollegium bin ich mit 50/50 als Regelfall in den Nebenfächern bereits eher eine Randerscheinung. Viele setzen auch weiterhin ihren Schwerpunkt bei den schriftlichen Leistungen, weil diese natürlich leichter zu belegen sind. Aber das ist nun einmal lediglich anekdotische Evidenz und nichts, was repräsentativ wäre für meine Fächer, meine Schulform oder gar mein Bundesland. Das sollte dir eigentlich klar sein, wenn du selbst Lehrer bist.