Engagierte Kolleg/innen, die sich weiterbilden, einen ordentlichen Unterricht abliefern bekommen eben die besseren Klassen und das ist weiß Gott nicht nur bei uns so. Bei Leitungstreffen (weit überregional) höre ich das von so ziemlich jedem Planer. Das man dauerkrank('feiernde'), streitlustige, problemverursachende Kollegen dann entsprechen das gibt, was übrig bleibt auch.
Das mag an deiner Schule so üblich sein, zum Glück aber nicht überall, denn damit werden am Ende ungeklärte Konflikte zwischen Erwachsenen auf dem Rücken von SuS ausgetragen, die egal ob sie als 2bessere" Klasse gelten oder als arbeitsintensivere Gruppe passende, engagierte Lehrkräfte verdient haben.
Bei uns werden insofern gerade auch schwierigere Klassen ganz bewusst zielgerichtet an dafür passend fortgebildete KuK gegeben, die vielleicht nicht unbedingt begeistert davon sind im Hauptschulzug unterwegs sein zu müssen, die das aber so gut machen, dass sie dort besonders wertvoll sind (und dafür auch entsprechende Anerkennung erfahren seitens der SL und des Kollegiums). Umgekehrt werden die besonders leistungsstarken Klassen mit entsprechenden Sonderprofilen an KuK vergeben, die diese Profile halt unterrichten können, sprich dafür ausgebildet sind. Auch der Kollege der jahrelang sein Mobbing im Kollegium betrieben hat, bis er endlich die Schule wechseln musste hat unabhängig von diesem ekelhaften Verhalten natürlich Klassen bekommen, für die er besonders getaugt hat.
Natürlich kann man die Vergabe von Deputaten qua Belohnungsprinzip/Bestrafungsprinzip gestalten. Ich erwarte aber ehrlich gesagt von einer Schulleitung, dass diese erwachsen, reflektiert, fürsorglich und wertschätzend genug sowohl ihrem Kollegium als auch ihren SuS gegenüber agiert, um andere Kriterien für die Deputatsvergabe zu wählen.
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Warum sollte ich allerdings bspw. den dauerkranken Kollegen (um beim Thema zu bleiben) mit irgendwelchen "guten" Klassen belohnen?
Verrückte Idee, aber vielleicht würde eine andere Art der Klassenvergabe die Belastung für gesundheitlich hoch belastete KuK senken, das Burnoutrisiko auch im restlichen Kollegium womöglich senken, weil man keine kindischen Bestrafungsaktionen seitens der SL befürchten muss, die schließlich eine Fürsorgepflicht hat.
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Konsequenzen müssen diese dienstrechtlich ohnehin nicht fürchten und bevor solches Verhalten die Runde macht bekommen entsprechende Kollegen dann unter Umständen die Resterampe.
Diese Wortwahl zeigt wes Geistes Kind du letztlich bist, denn das ist schlichtweg menschenverachtend. Ganz unabhängig von ihrem Verhalten und/oder Leistungspotential sind Menschen- hier SuS- niemals eine "Resterampe". Es passt zu dieser Formulierung, dass du eine ebenso verächtliche Umgangsweise einer SL mit ihrem Kollegium befürwortest, statt die Fürsorgepflicht nicht nur für einen Teil der Lehrkräfte zu bejahen, sondern beispielsweise auch für die SuS oder erkrankte KuK.