Beiträge von CDL

    Angesichts des Lehrkräftemangels bekommst du Vertretungsstellen zumindest dann recht einfach, wenn du bei der Schulform völlig flexibel bist und nicht nur eine gut versorgte Unistadt abzudecken bereit wärst. Das abgeschlossene Ref hilft dir aber natürlich weiter, schon alleine, weil du schneller bist bei der Unterrichtsplanung, als noch als komplette Anfängerin und besser besoldet wirst als ohne Ref. Wenn es finanziell also nur so geht, dann mach erst das Ref und hol dann berufsbegleitend, während du in TZ als Vertretungslehrerin arbeitest das Studium eines (!) Ergänzungsfachs nach. Das beinhaltet zugleich die Chance, dass dir die Zeit deiner Vertretungstätigkeit für die Probezeit angerechnet werden kann (bundeslandabhängig) oder für die Erfahrungsstufen berücksichtigt wird bei Antritt einer Festanstellung.

    bzgl der drei Stellen würde ich als Verantwortlicher einfach eine Mailadresse einrichten und diese entsprechend an die drei weiterleiten.

    Oder man schreibt halt selbst drei Mailadressen in die Empfängerzeile, das ist nun wirklich kein Hexenwerk, schließlich reicht es, wenn die alle einmal dieselbe Mail erhalten. Für das Stundenplanungsteam im Hinblick auf deren Planung, für SL und Verwaltung cc als reine Info.

    Ich fände es gut, von einem Rollenspiel auszugehen. Genau die Situation: Eine Person ist abhanden gekommen und die Gruppe überlegt, was man tun soll (ohne digitale Medien).

    Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber was hat das für dich mit Gleichnissen zu tun, bzw. den vom TE genannten Zielen der Stunde? Gibt es in bestimmtes Gleichnis, zu dem du bei diesem Szenario einen besonderen Bezug siehst?

    Genau 🙂 sind hier echt keine relilehrer unterwegs die helfen könnten? 🙁

    Hast du denn schon sämtliche dir zur Verfügung stehenden Materialien (Schulbücher verschiedener Verlage, Lehrerbibliothek, Unibibliotheken oder Seminarbib) durchforstet nach Umsetzungsbeispielen? Hast du bereits im Internet gesucht danach? Was ist mit dem Einsatz von KI? Schon einmal versucht einer KI klare Fragen zu einer Unterrichtsplanung zum Thema Gleichnisse zu stellen, um die Erstplanung der KI durch weitere Hinweise, wie dass du Schafe als Gleichnis einbauen möchtest zu schärfen? Nicht, um eine funktionsfähige Endplanung zu erhalten, aber um einfach mal out oder the box zu denken und Ideen und Anstöße zu bekommen, die dir selbst nicht eingefallen wären. Ich stelle bei meinen Planungen fest, dass KI ein spannender Planungspartner sein kann, solange man sich dessen bewusst ist, wo deren Grenzen verlaufen, aber eben auch die Chancen sieht.

    Wie sieht es an deinem Seminar aus, gibt es dort nicht Mitanwärter:innen, mit denen dudeln du dich austauschen könntest? KuK an deiner Schule? Ach so, und: Was waren jetzt eigentlich noch einmal deine genauen Ideen, um deine Ziele umzusetzen? Fang an, eine Planung zu erstellen, damit du etwas hast, was du dann um kreativere Bausteine ergänzen kannst. Erst einmal muss aber dein Gerüst stehen, damit man dir sinnvolle Hinweise geben könnte und damit du deinen Teil der Arbeit auch wahrnimmst.

    Die AU durfte beispielsweise auch am nächsten Tag eingereicht werden bzw. wenn man wieder in der Schule ist. Jetzt muss die noch am gleichen Tag erscheinen, was bedeutet, dass die postalische Zustellung nicht mehr ausreicht (es sei denn, die Arzthelferin ist so nett und schickt mir auch ein Foto via Mail) und ich u.U. mit einem übelst kranken Kind (am ersten Tag Magen-Darm will das wirklich niemand) zum Arzt muss und mit Pech (Partner/-in kann ja auch nicht alles stehen und liegen lasse, absagen, Job hinschmeißen etc.) das Kind mitnehmen muss. In unserem Fall bedeutet das einen Trip von rund 2 Stunden (inkl. Wartezeit im vollen Wartezimmer, die anderen Eltern werden begeistert sein) zu schaffen.

    Das liest sich wirklich nach einer Zumutung. Passt allerdings leider zu dem, was du sonst schon beschrieben hast von deiner Schule und ihrem Umgang mit Eltern.

    Kommt in der Realität nicht so häufig vor. Bei uns ist das bei 80 Kollegen vielleicht 1x im Jahr so, dass ein Kollege länger schläft und dann krank ist. Ist jetzt kein Weltuntergang.

    Kommt auf die Schule an, den Lehrkräftemangel generell oder gerade akut, etc. Bei uns an der Schule gibt es die klare Regel, dass man sich bis kurz nach 7 Uhr krankmelden muss auch an Tagen, an denen man später Schule hat. Die unplanbaren Dingen kommen schließlich noch obendrauf, wenn Kinder erkranken, man im Stau steckt, jemand stürzt, etc. Gerade bei einem großen Kollegium darf man finde ich schon erwarten, dass erwachsene Menschen, die in der Nacht bereits merken, dass sie krank werden, sich direkt früh melden mit einer Krankmeldung. Völlig unerwartet gesund einzuschlafen und mit einem so schweren Infekt aufzuwachen, dass man gar nicht mehr arbeitsfähig ist, passiert vermutlich auch in einem großen Kollegium am Ende seltener als einmal im Jahr, insofern kann man den Teil als Teil der vielen kleinen unplanbaren Dinge betrachten und für den Rest eine Regel festlegen, die dem Stundenplanungsteam, aber auch allen Vertretungen einen etwas stressärmeren Arbeitstag ermöglichen.

    Der Winterdienst von Straßen NRW streikt halt, weil es sich dort ja um Angestellte des Landes handelt. Die Angestellten der Kommunen arbeiten, die sind ja TV-öD und nicht TV-L.

    Unter die Aufgaben von Straßen NRW fällt auch das Streuen der Autobahnen. Außerdem sind noch zwei Tunnel gesperrt (in Oerlinghausen und ???), weil die Tunnelaufsicht (Brandwache ?) streikt.

    Da werden aber längst nicht alle streiken, die im Winterdienst tätig sind 100% beteiligen sich wohl nur in den seltensten Fällen, zumindest hierzulande-, insofern wird der eben zumindest eingeschränkt auf Hauptverkehrswege weiter stattfinden können.

    Auch wenn man am entsprechenden Tag erst um 10 Uhr Unterricht hätte?

    Als ich das erste Mal von so einer Regelung gehört habe, habe ich damit auch gehadert, deshalb früh aufstehen zu müssen, egal wann ich Schule habe, aber das hat sich gelegt, sobald ich mal über mein persönliches Wohlempfinden hinaus gedacht habe.

    Also ja, auch wenn man erst später Schule hat ist es zumutbar als Lehrkraft, sich bis 7 Uhr krankmelden zu müssen. In den meisten Fällen wissen wir schließlich schon am Vorabend oder im Laufe der Nacht, dass es eng werden könnte am nächsten Morgen oder man zumindest nicht ganz auf der Höhe ist. Das kann man also einplanen, früh zu prüfen, wie der Stand ist. Auch sonst finde ich nicht, dass es unzumutbar ist, mal um 6:50 Uhr kurz einen inneren Check der Arbeitsfähigkeit durchzuführen. Fällt der, wie bei mir heute früh (allerdings schon um 5 Uhr, weil ich da völlig verschleimt und hustend aufgewacht bin), negativ aus, schreibt man kurz eine Krankmeldung per Mail (wofür man meist nicht einmal aufstehen muss heutzutage), dreht sich um und erholt sich (oder stellt noch schnell Aufgaben über das digitale Klassenbuch ein für den Tag, falls das geht). Fällt er positiv aus dreht man sich im Zweifelsfall ebenfalls noch einmal um und schläft noch einmal etwas, bis man aufstehen muss.

    Siehst du das anders Plattenspieler? Wie wird das bei euch denn gehandhabt mit Krankmeldungen?

    das ganze Jahr?

    Sicher, wieso nicht. Passt gut zu den ganzen großen Grünpflanzen farblich. Irgendwie hat sich das über die Pandemiezeit eingeschlichen, dass der Baum bleibt. :zahnluecke: (Ist ein hochwertiger Kunstbaum, der täuschend echt aussieht. Die echte Tanne im Topf kommt immer wieder raus nach Weihnachten, um zu überleben.)

    Ich sage es mal so: wenn du krank bist, weißt du es nicht erst um 9 Uhr, sondern meistens auch schon früher.

    Auf der anderen Seite müsste das "es ist nicht schön, wenn sich der Plan im, Laufe des Vormittags noch einmal ändert" ganz in deinem Sinne sein. Denn wenn ein bestehender Plan noch einmal angepasst werden muss, ist es für alle Beteiligten (nicht nur für den Vertretungsplaner) Stress.


    Daher macht es schon Sinn, dass die Regel ist "bis 7 Uhr melden" ... Ausnahmen, die den Plan durcheinander bringen und Stress machen, gibt es noch genug.

    Für Lehrkräfte /Erwachsene ist das meines Erachtens völlig OK und nachvollziehbar im Hinblick auf die Vertretungsplanung, dass, bzw. warum man sich bis 7 Uhr krankmelden muss, bei kleinen Kindern sehe ich das anders, diese haben nämlich keine Dienstpflichten. Wenn es also nicht schon in der Nacht absehbar ist, dass das Kind krank sein könnte, so dass man den Gesundheitszustand eh prüfen muss, halte ich es für unzumutbar, Kinder früher zu wecken als nötig. Das fällt meines Erachtens unter die Dinge, die eben nicht perfekt planbar sind.

    Zur gegenseitigen Rücksichtnahme gehört dann aber eben auch, wenn man schon vermutet, dass ein Kindkranktag anfallen könnte am nächsten Tag, man den Gesundheitszustand direkt früh abklärt, um sicher planen zu können. Damit bleiben immer noch genügend Infekte, die sich tatsächlich erst am Morgen zeigen übrig.

    Alternativ bleibt da noch die Möglichkeit zunächst eine PE zu machen. Erörterung: PE ist die pädagogische Einführung. Diese wird mittlerweile nur in einem Fach gemacht mit 5 Unterrichtsbesuchen, die auch nicht benotet werden. Ansonsten stofflich sehr ähnlich der OBAS. Wir haben früher das Gleiche Seminar mitgemacht wie die Refis, nur eben kürzer. Mittlerweile stellt man aber extra Seiteneinsteigerseminare zusammen. Nach der PE bist Du auf einer festen Stelle und sammelst die zwei Jahre Berufserfahrung. Danach kannst Du immer noch berufsbegleitend die OBAS absolvieren. (Soweit die sonstigen Voraussetzungen stimmen). Diese Variante hat den Charme, dass Du Dir selbst im Falle des nicht Bestehens keine Gedanken machen muss, dann fällst Du einfach auf Deine PE Stelle zurück.

    PE wird in der Sek 1 mit Eg 10 vergütet und in der Sek 2 mit Eg11 oder Eg12 je nach Qualifikation. Wenn Du aber OBAS Voraussetzungen erfüllst, also Diplom oder Master eines 8 semestrigen Studiums sollte es EG 12 sein. Und ab 2026 ist es dann sowieso auch für Sek 1 Eg12 )Bei Dipolom oder Master)

    Was lässt dich vermuten, es gehe um NRW, denn nur dort gibt es die PE?

    Gegen den Vorwurf verwehre ich mich. Ein erkranktes (Klein-)Kind bedeutet zumeist wenig bis keinen Schlaf für die Eltern aufgrund von: Weinen, dauerndem Aufwachen, Husten wie ein Maschinengewehr, Übergeben ins Bett, Durchfall, im Schlaf weinen, etc. Plus dem damit verbundenen Stress. Da ist sicher nicht jeder am nächsten Tag in der Lage x Stunden zu unterrichten.

    Du hast gelesen, dass es hier gar nicht um ein erkranktes Kleinkind geht, sondern um ein erkranktes Elternteil?

    Du bist da die einzige in diesem Forum.

    Quatsch, das haben ein paar der KuK aus NRW mit Kindern bereits geäußert. Nur um die geht es hier, denn in anderen Bundesländern gibt es derart eklatante Zuschläge zur Vermeidung einer Erhöhung der Grundbesoldung für alle Lehrkräfte bislang meiner Kenntnis nach nicht, lediglich die üblichen Zuschläge für Familien mit Kindern, die ich für normal erachte angesichts der Vorgaben des Beamtenrechts, mir aber auch für Angestellte KuK wünschen würde im Sinne einer Gleichbehandlung.

    Darf ich fragen, ob ihr nach einer negativen Situation mit einem Schüler sofort damit abschließen könnt oder es für euch selbst irgendwie anders löst?

    Ich suche da noch nach einer Strategie für mich.

    Das kommt auf die Art der negativen Situation an. Es gibt viele Alltäglichkeiten, die ich problemlos sofort abhaken kann, weil sie direkt gelöst wurden. Gelöst bedeutet dabei nicht unbedingt, dass die SuS begeistert rauslaufen und sich freuen, aber dass wir besprechen und klären konnten, was zu besprechen und zu klären war.

    Natürlich gibt es immer wieder auch Situationen, die mir nachgehen aus den verschiedensten Gründen. Ich versuche dann für mich innerlich zu klären, warum ich noch einmal darüber nachdenke, was mich daran umtreibt, spreche ggf. mit jemandem (KuK oder Familie), überlege mir unter Umständen, wie ich mit einer Art Situation künftig umgehen möchte, damit mir das weniger nachgeht bzw. ich das besser lösen kann, erlaube mir dann aber auch einen Haken dran zu machen. Das gelingt nicht immer gleich gut, aber immer besser, je länger ich im Schuldienst bin.

    Oft reicht es mir einfach noch einmal den Schulvormittag kurz zu rekapitulieren, während ich mittags mit meinem Hund spazieren gehe. Die Bewegung und die frische Luft helfen mir, nicht zu lange festzuhalten an bestimmten Überlegungen, sondern diese auch in mir loslassen und abhaken zu können. Das war schon zu meinen eigenen Schulzeiten als Schülerin mein Weg mit den zahlreichen Eindrücken eines Schulvormittags umzugehen: Bewegung und frische Luft und ist bist heute eine meiner wesentlichen Strategien.

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