Ich halte deinen verallgemeinernden Kommentar für Unsinn. Muss ich leider sagen. Du kennst die Stadt nicht und kannst dir offenbar nicht vorstellen, wie sehr ein kaputtes Auto ins Budget einschlägt. Auch kannst du dir vermutlich nicht vorstellen, was an Anschaffungskosten für Möbel, Haushalt, Ref und Co nötig ist, wenn man sich komplett neu einrichtet.
Ja, wenn du schon 10 Jahre in deiner Wohnung lebst und die Mitpreise nicht erhöht werden reicht es vielleicht.
Aber nicht wenn das von den 1500 Euro nur der Bruttobetrag ist und noch etliches abgeht.
Ich hatte bevor ich mit meinem Freund zusammengezogen bin bei meiner allerersten Wohnung Anschaffungskosten für Möbel, Kaution und Genossenschaftsanteile von insgesamt 5000 Euro. Und das war 2010. Und nein, ich habe mich nur mit Ikea eingerichtet und das alles lief noch vor der Inflation.
Dann hast du jetzt ja Möbel, auf die du zurückgreifen kannst und musst dich nicht direkt neu einrichten. Super, ein Posten weniger auf der Liste der potentiellen Ausgaben. Und wenn doch noch etwas fehlen sollte: IKEA ist mitnichten die günstigste Einrichtungsvariante, das ist ein Second Hand- Kaufhaus oder auch eine Haushaltsauflösung aus den Kleinanzeigen. Ansprüche runterschrauben passend zum Budget, dann passt das und bis dahin überbrücken, mit dem, was du hast.
Erwähnte ich nicht übrigens schon, dass auch aktuelle Refis an allen Schulen in Deutschland es schaffen mit ihrem Budget Mieten, Transportkosten, Essen, Bekleidung, Gesundheitskosten zu zahlen, auch ohne finanzielle Hilfen der Familien oder nennenswerte Ersparnisse? Ging wohl unter, also nochmal der Hinweis an dich: Auch aktuell schaffen es Anwärter: innen bundesweit ihren Lebensunterhalt von ihrer Besoldung zu bestreiten. Wenn du das also willst, dann kannst du das auch schaffen.
Leider begreifen viele nicht, dass man, wenn man nicht mit dem Mercedes um die Ecke fährt, sondern einen klapprigen Corsa hat, auch etliche Ausgaben mit in Kauf nimmt. Über 10 Jahre, geht dir mit der Zeit eine Sache nach der anderen kaputt. So erlebt dieses Jahr. Mein Freund hat dieses Jahr allein über 2000 Euro für meinen alten Corsa blechen müssen. Zuerst ging das Getriebe flöten, dann die Buchsen, dann die Servolenkung. Benzin ist auch nicht umsonst.
Das läppert sich. Sicher kann man jetzt den ÖPNV erwähnen. Haut aber nicht hin, wenn man in der Vorstadt lebt und nur einmal pro Stunde der Zug fährt.
Ohne Auto= aufgeschmissen. Leider geht auch das ins Geld.
Du musst doch eh umziehen fürs Ref hast du geschrieben, ergo kannst du dann direkt eine Bewerbung losschicken für ein Seminar in einer Ecke wo es entweder so guten ÖPNV gibt, dass du definitiv ohne Auto auskommen kannst (das spart eine Menge Kosten) oder alternativ, wo du zwar ein Auto benötigst, aber dafür so niedrige Mieten hast, dass du dir gut etwas wegsparen kannst im Ref für erforderliche Reparaturen. Oder womöglich, wenn du uns einfach mal schreibst, um welches Bundesland und welche Schulform ergeht, kann man dir sogar als ultimativen Tipp die Fusion nennen aus günstigen Mieten UND gutem ÖPNV, denn das Auto als Kostenfaktor auszumerzen scheint bei dem was du schilderst sinnvoll zu sein.
Ich finde es ehrlich gesagt verwunderlich, wie viel Mühe du reinsteckst festzustellen, was deines Erachtens alles niemals nicht möglich sein kann, statt lösungsorientiert an die Sache heranzugehen und vor diesem Hintergrund diesen Thread auch anders zu lesen und die zahlreichen Hinweise einfach aufzunehmen. Viele hier wissen sehr genau, was es bedeutet mit sehr wenig Geld auszukommen.
5000€ in eine neue Wohnung zu stecken konnte ich mir exakt für meine erste Wohnung nach dem Ref leisten, in die ich Mitte 2020 gezogen bin, davor war das für mein Budget ein undenkbarer Betrag bei einem Umzug obwohl ich ab dem 12. Lebensjahr immer neben der Schule gearbeitet habe (angefangen mit Zeitungen austragen, Babysitten, Nachhilfe und ab 15 dann Ferienjobs im Lager, beim Bäcker, in der Fertigung, im Büro bis zum Studium, wo ich u.a. im Callcenter gearbeitet habe oder als HiWi). Mein Eindruck ist insofern, dass du, auch wenn du dir dessen offenkundig nicht bewusst bist, immer noch einen Lebensstandard im Hinterkopf hast, der einfach nicht passt zu dem Budget, dass du bislang im Studium hattest- sonst hättest du vielleicht einfach im Studium nicht in der Vorstadt gelebt, kein Auto gehabt, dessen Reparaturkosten ein Freund zahlen musste mangels Budget oder dich einfach mit dem Zug einmal die Stunde gelernt zu arrangieren- und auch im Ref haben wirst müssen. Der Lebensstandard, den dir wohl vorstellst, den kannst du dir dann problemlos finanzieren, wenn du deine Ausbildung abgeschlossen hast und dann einfach eine unbefristete Stelle antreten kannst.