Danke für diesen interessanten Hinweis Flupp . Diese Avatare kannte ich tatsächlich noch nicht.
Beiträge von CDL
-
-
Hat beides viel für sich. Nachdem ich aber noch nie Segeln war, würde ich das gerne einmal ausprobieren wollen.
Süßwasser oder Salzwasser?
-
Ich fahre tatsächlich gerne mit dem Auto in den Urlaub, der halbe Haushalt ist aber nur der Bonuseffekt (
). Tatsächlich ist das geschickter mit dem Hund auf längeren Strecken, weil wir viel flexibler Pause machen können als bei einer Bahnreise (eine Flugreise mit Hund kommt für mich nicht infrage), wann immer Hund oder auch Mensch das brauchen.DUUM fliegt aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht (mehr) mit dem Flugzeug.
-
Ob ich das persönlich schön finde oder nicht hat mit der dienstlichen Veranlassung und der Kostenerstattung nix zu tun.
Dienstfahrten werden von Dienstherren erstattet, zu 100%. Da gibt es keine Etats oder Töpfen oder was auch immer.
Einen Etat gibt es durchaus (jedenfalls hier in BW) für derartige Fahrten pro Kalenderjahr. Wenn der erschöpft ist, dann kann eben nichts mehr genehmigt werden, weil sonst die erforderliche Kostenerstattung nicht möglich wäre. Bei uns wird deshalb in der GLK klar abgesprochen, wie viel Geld vorhanden ist und wie hoch insofern die Lehrerkosten sein dürfen pro erforderlicher Fahrt, welche Klassen Fahrten machen dürfen, wie viel für Wandertage zur Verfügung steht an Fahrtkostenerstattung. Was dann noch übrig bleibt im Topf kann für zusätzliche Tagesausflüge z.B. ins Elsass genutzt werden. Eigenfinanzierung ist unzulässig (haben bei uns durchaus auch KuK letztes Schuljahr vorgeschlagen zu hohe Eigenanteile einfach selbst zu zahlen, das wurde aber von unserer SL komplett abgeschmettert als rechtlich unzulässig und unzumutbar).
-
Alles anzeigen
Hallo zusammen,
ich bin Peter, 28 Jahre alt und habe mich hier angemeldet, um euch mal ganz ungeniert direkt nach einem Rat zu meinem aktuellen Dilemma zu fragen;
Ich bin Anfang diesen Monats von meinem Studienort, einer Stadt mit rund 80 000 Einwohner, die mir aber immer absolut groß genug war und dank Uni und Hochschule auch ein junges Publikum bietet, umgezogen in eine etwa 20km (trotzdem rund 25 Minuten Fahrtzeit mit dem Auto) entfernte Kleinstadt mit etwa 30 000 Einwohner. In der größeren Stadt habe ich seit 2015 gewohnt, dort studiert und auch die 1,5 Jahre Referendariat noch dort verbracht.
Hauptgrund für den Umzug in die Kleinstadt war, näher an meiner Schule (kann an meiner Refschule, die ich liebe, bleiben) zu sein. So war ich von der größeren Stadt aus immer 40-45, teilweise auch 50 Minuten, unterwegs, obwohl die Entfernung zu meiner Schule nur rund 35km betrug, weil die Verkehrslage ungünstig war. Von meiner neuen Wohnung in der Kleinstadt aus, werde ich nur noch 15 Minuten brauchen. Aktuell befinde ich mich noch in den Ferien ab 11.09. geht es wieder los.
Vor dem Umzug war ich mir eigentlich mit der Entscheidung, zugunsten von weniger Pendelei in die Kleinstadt zu ziehen, sicher. Ich konnte das Argument von anderen Kollegen, die (auch weiterhin) in der größeren Stadt wohnen, dass sich der längere Fahrtweg lohnt für die Tatsache, dass man in dieser Stadt eben viel mehr machen kann, zwar voll nachvollziehen. Allerdings war mein Gegenargument dann immer, dass ich aufgrund der Arbeitszeit (mag den Lehrerjob xtrem gerne, sehe ihn wirklich als Berufung und investiere auch gerne Zeit und Arbeit darin) die Möglichkeiten der größeren Stadt eh nicht mehr so nutzen kann und ich ja auch nicht ganz weg bin und für das ein oder andere Event und um Freunde zu treffen ja trotzdem noch in die größere Stadt kommen kann.
Ein Bereich, an dem ich konstant arbeiten muss, ist das Kennenlernen von neuen Leuten, das Aufbauen von Freundschaften, rauskommen, was erleben, nicht zu bequem werden auf dem Sofa:D. Das habe ich in den letzten 1,5 Jahren sehr vernachlässigt und es mir selbst gegenüber dann immer auf das Ref/ den Beruf geschoben. Das war quasi meine Ausrede, um es nicht mehr anzugehen und den Arsch mehr hochzubekommen. Hatte (und habe immer noch) aber auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die mich hier auch beeinträchtigen. Auf jeden Fall habe ich mir jetzt vorgenommen, diesen Bereich anzugehen, wieder mehr rauszugehen, Dinge unternehmen, Leute kennenlernen, Kontakte knüpfen, mir einen größeren Freundeskreis aufbauen.
Jetz habe ich das Gefühl, dass der Umzug in die Kleinstadt dafür möglicherweise genau der falsche Schritt war, da die größere Stadt ja eben hier sicher mehr Möglichkeiten bietet. Mein Argument, dass die Möglichkeit mehr zu erleben in der größeren Stadt die Pendelei aufwiegt, nicht gilt, weil man durch die Arbeitszeit und den Beruf gar nicht dazu kommt, diese zu nutzen (so wie beispielsweise zur Studienzeit) sehe ich inzwischen als (schwache) Ausrede, seinen Arsch nicht hochbekommen zu müssen. Ich meine, im Endeffekt liegt es ja an mir selbst und meiner Organisation und Disziplin, dass ich die Arbeit und Pendelei so hinbekomme, dass ich eben die Möglichkeiten der größeren Stadt dennoch immer wieder nutzen kann. Und es liegt auch an mir, trotz Arbeit und Pendeln meinen Arsch eben noch vom Sofa hochzubekommen für einen entspannten Barabend, oder was auch immer. Kurz gesagt: Das für mich ja eigentlich schon immer nachvollziehbare Argument meiner in der größeren Stadt wohnenden Kollegen, die Möglichkeiten dort wiegen das Pendeln auf, gilt eigentlich doch und auch für mich. Ich muss nur meinen Arsch hochbekommen und die Möglichkeiten auch nutzen.
Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass ich mich schon immer extrem schwer getan habe, aus meiner gewohnten Umgebung wegzuziehen. Dementsprechend war der Umzug aus meinem Heimatdorf in meine Studienstadt damals vor jetzt 8 Jahren auch ein ordentliches Drama. Ich habe das auch wirklich nur ganz langsam und Stück für Stück geschaft aus meinem Heimatdorf (nur eine Stunde mit dem Auto entfernt) wirklich loszukommen und richtig selbstständig zu werden in der Stadt und mir dort ein eigenes Leben aufzubauen. Irgendwann habe ich mich dann aber so wohl im eigenen Leben und in der Stadt gefühlt, dass ich manchmal ein (leichtes) Fremdheitsgefühl hatte, wenn ich alle paar Wochen mal meinen Heimatort besucht habe. Und so hat es mir jetzt ordentlich den Boden unter den Füßen weggezogen, als ich aus meinem geliebten Studienort in die natürlich (deutlich) weniger aufregende Kleinstatd gezogen bin, auch wenn diese, wie gesagt, nur rund 25 Minuten mit dem Auto entfernt und in derselben Region liegt. Auch mein berufliches Umfeld bleibt ja unverändert, in diesem bewege ich mich aber gerade wegen den Ferien eben nicht. Ich bin von einer WG in eine 2-Zimmer-Wohnung gezogen und wohne auch zum ersten Mal ganz allein in einer Wohnung. Das ist natürlich auch eine Umstellung, aber darin liegt, meinem Empfinden nach, nicht das Problem. Die eigene Wohnung fühlt sich immer noch als richtiger Schritt an, aber ich habe einfach wieder diese extremen Probleme, dass die gewohnte Umgebung nicht mehr um mich herum ist. Das merke ich auch ganz stark, wenn ich wieder in meiner Studienstadt unterwegs bin (nochmal, ist ja nicht so weit entfernt). Ich habe dort auch noch Kumpels, vor allem zu erwähnen sind 2 sehr enge Freunde, mit denen ich sicher auch weiterhin regelmäßig etwas unternehmen werde. Zudem will ich nach einjähriger Pause wieder mit Fußballspielen in einem Verein beginnen und werde hier jetzt auch mal probemäßig bei einem Verein in der größeren Stadt mittrainieren, da hier über einen bekannten Kontakt bestand und aufgekommen ist. Natürlich bestünde aber mit dem Umzug in die Kleinstadt jetzt auch die Möglichkeit, zu trainieren, in einer fremden Umgebung zurecht zu kommen und diesen Bereich anzugehen. Allerdings bin ich ja eben auch nicht in einer ganz neuen Region, sondern wenn man so will, nur eine Stadt weiter gezogen.
Lange Rede (sorry, not sorry), kurzes (mal schauen) Problem: Sollte ich einfach den Weg zurück in die größere, aufregender, aber natürlich auch bekannte Studienstadt ziehen und den privaten Neuanfang (so nenne ich das jetzt mal, also: wieder mehr rausgehen, Leute kennnenlernen, Freunde finden, Kontakte knüpfen, Dinge erleben, oder kurz: Spaß am Leben haben) so eher von innen heraus angehen oder in meinem neuen Wohnort, der Kleinstadt, bleiben und versuchen den Bereich "Problem mit fremder Umgebung" angehen.
Irgendwie fühlt sich der Umzug rückblickend wie eine Flucht vor dem inneren Schweinehund, einer weiteren Ausrede, nicht so sehr rausgehen zu müssen mir selbst gegenüber, ein Schritt in die Bequemlichkeit (auch durch weniger Pendelei, obwohl der Wunsch danach sicher legitm ist) an. Und ich denke mir, ich habe das Potenzial meiner Studienstadt nie ganz ausgeschöpft und das lag nur an mir und das hätte ich jetzt endgültig angehen können. Andererseits wäre der Rück(um)zug ja eben genau das, ein Rückzug vor der Angst vor der fremden Umgebung und somit auch eine Flucht.
Und jetzt zu sagen, naja jetzt schaue ich einfach mal, wie es sich entwickelt, den Weg zurück kann ich ja immer noch gehen, fühlt sich auch doof an. Das würde sich dann (Stand jetzt) nur nach einer Verzögerung des sowieso kommenden Weg zurücks in meinen Studienort anfühlen. Außerdem macht das meinen Kopf gerade ziemlich fertig und hier bald eine Entscheidung zu treffen, würde mir dabei helfen (hoffe ich), diesen mal wieder zu ordnen. Und bei einer Entscheidung pro Umzug zurück in die Studienstadt könnte ich mich dann eben auch auf Wohnungssuche begeben.
Vielen Dank schon mal an euch für potenzialle Ratschläge und für euer Lesedurchhaltevermögen!
Viele Grüße
Peter
Wenn du den Arsch hochbekommen und Leute kennenlernen möchtest, dann klappt das auch an deinem neuen Wohnort. Geh dort in den von dir angedachten Sportverein, statt das am alten Wohnort zu machen, dann lernst du mit Sicherheit auch schnell ein paar Leute kennen, mit denen du dann eben einfach etwas tatsächlich unternehmen müsstest. Womöglich klappt das in einer kleineren Stadt sogar besser, weil man sich dort häufiger auch zufällig über den Weg läuft und damit im Gespräch bleiben kann.
Wenn du wieder zurückziehen willst, dann mach eben das. So oder so: Überleg dir, was du für dich willst und zieh halt die Entscheidung mit entsprechenden Konsequenzen durch.
Persönlich würde ich nicht sofort wieder umziehen, das fände ich ehrlich gesagt absurd, sondern würde, nachdem es ja gute Gründe für den Umzug gegeben hat, dem neuen Wohnort einfach eine Chance geben und mir an deiner Stelle bewusst machen, dass „Fremdeln“ offenbar der Normalzustand ist bei Umzügen für dich, die Eingewöhnung also einfach Zeit braucht und direkt wieder zurückzuziehen auch eine Form des Weglaufens sein könnte vor bestimmten Gefühlen, Ängsten vielleicht, die so ein Umzug in eine ungewohnte Umgebung bei dir auslöst. Vielleicht solltest du dir statt über einen direkten Umzug zurück nachzudenken lieber die Zeit nehmen, dich mit diesen Gefühlen und Ängsten auseinanderzusetzen und diesen auf den Grund zu gehen. Das könnte am Ende womöglich sinnvoller sein für dein Leben und dich tatsächlich voranbringen.
-
Dann bist du in der Schule falsch, denn da ist man doch hoffentlich oft zu zweit, Doppelsteckung, Sondernpädagogin, Schulhelfer, Erzieher und was alles mit drin sein kann, da würdest du ja nie sprechen können.
Also besser kündigen oder sich vielleicht gleich vorher einen anderen Job suchen.
Also mal ganz abgesehen davon, dass man nicht „falsch an der Schule ist“ , nur weil man gestreamten Unterricht ablehnt, um den es Nihilist wohl vorrangig gegangen ist, sind zumindest an meiner Schule Doppelsteckungen aller Art und auch andere Formen des Teamteachings die absolute Ausnahme. Wir haben ein paar Stunden in der Woche ein Sonderpädagogin im Haus, die SuS aus drei verschiedenen Klassen dann mal 2-3 Stündchen begleiten kann, Erzieher: innen gibt es bei uns gar nicht an der Schule oder im Unterricht, Schulhelfer aktuell ebenfalls gar nicht, Doppelsteckungen gibt der Personalbestand höchstens ausnahmsweise mal her bei Projekttagen. Angesichts des immensen Lehrkräftemangels in Berlin vermag ich mir irgendwie auch nicht vorzustellen, dass es bei euch beständig zu Doppelsteckungen kommen könnte an der Schule.
-
Vielleicht ist die Ausgabe ein guter Grund dafür, im Gespräch mit der SL für künftige Jahrgänge sicherzustellen, dass eine Abizeitung, die strafrechtlich oder zivilrechtlich relevante Grundsätze verletzt, nicht nur nicht auf dem Schulgelände verkauft werden darf und natürlich zur Anzeige gebracht wird, sondern auch zur Folge hat, dass es abgesehen von der Zeugnisübergabe keine Mitwirkung der Schulleitung und des Kollegiums mehr gibt bei irgendeiner Form von Abifeier etc.
Jahrgänge, die sich etwas anderes wünschen, müssen dann eben ein paar Grundregeln beachten im Miteinander.
Eine SL hat kein Zensurrecht (wir haben damals unsere Abizeitung auch nicht vor der Drucklegung genehmigen lassen), aber das Hausrecht an der Schule und sollte das dann auch deutlich durchsetzen, damit künftige Jahrgänge gewarnt sind, welche Konsequenzen drohen, wenn der vermeintliche Spaß justiziabel wird.
-
Nachdem du deiner Aussage nach ja keine weinenden Kinder erlebt hast wegen positiver Tests, wirst du mir wohl einfach glauben müssen, dass es die bei mir an der Schule gegeben hat. Dass die Gründe für das Weinen komplexer waren als einfach nur „ich habe Angst“ habe ich in Beitrag 118 denke ich nachvollziehbar dargestellt. Wenn du weiterhin das Bedürfnis hast, das in Abrede zu stellen, weil es nicht zu deinen Erfahrungen passt, dann ist das eben so.
-
Wir waren vor 10 Jahren durchaus an einem Punkt, an dem es nicht Mädchen und Jungen waren, sondern Kinder (analog für andere Personengruppen). Erst vor ein paar Jahren machen wir in dem Punkt wieder Rückschritte, indem bei der Nennung jeder Personengruppe betont wird, dass zu ihr alle Geschlechter gehören, was früher so offensichtlich war, dass dies nicht sprachlich hervorgehoben werden musste, jetzt hingegen nicht mehr. Hierzu hervorgebrachte Gründe sind zumeist Chancengleichheit und Sichtbarmachung, wobei hierbei die Frage aufkommt, inwieweit diese Kriterien bei funktionalen Begriffen wie Anwender, Anwohner oder Passant überhaupt von Relevanz sind.
Toooooooollles Copy- Paste, hattu fein gemacht. Leider fehlt die Quellenangabe, also dummerweise doch setzen 6. Na gut: 5, weil du versucht hast Einsatz zu zeigen, mit Abzug, weil du am Ende noch nicht einmal weit genug gedacht hast, um das Copy- Paste durch Angleichung der Formatierung nicht ganz so offensichtlich zu machen, ergo glatt ungenügend.

-
Ich kenne das Argument mit dem Angsthaben eigentlich nur von den Querdenkern, die behaupten, dass alle Geimpften / Maskenträger / Maßnahmenbefürworter nur Angst haben. Es gibt sicherlich Einzelfälle beispielsweise mit erkrankten Angehörigen oder so, wo das der Fall sein kann. Aber in der Masse kann ich mir das nicht vorstellen. Ich habe es zu mindestens weder in der Schule noch im Verein erlebt.
Ich bin mit Sicherheit keine Querdenkerin oder Impfgegnerin und meine Schilderungen waren auch nicht als Argument gedacht für oder gegen etwas, sondern lediglich eine Darstellung dessen, was ich an meiner Schule erlebt habe. Es geht auch nicht um eine „Masse“, aber es gab eben doch gerade in der Unterstufe regelmäßig einige Fälle bei uns, auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst oder magst. Das wollten sich auch bei uns ein paar KuK nicht vorstellen, so dass im Rahmen einer GLK bei uns darauf hingewiesen wurde, insbesondere bei den Kleinen wenn irgend möglich noch einmal kurz im Hof vorbeizuschauen, während diese warten müssen, damit diese sich nicht komplett verloren fühlen, weil es eben immer wieder weinende 5er gab auf dem Hof nach einem positiven Test.
-
Wobei die RS-Leute auch an zahlreichen Realschulen benötigt werden. Wir bleiben ja nicht verschont vom Lehrkräftemangel.
-
Wegen was wurde bei euch geweint? Ich hab hier nie irgendwen in Zusammenhang mit Corona weinen sehen.
Wie bereits geschrieben, gab es SuS, die sich Sorgen gemacht habe, wie die Krankheit verlaufen könnte für sie selbst, andere hatten große Ängste wegen schwerkranker oder auch einfach älterer Familienmitglieder im selben Haushalt, die angesteckt werden könnten. Bei manchen ging es einfach nur darum, dass sie durch die Quarantäne Klassenarbeiten verpasst haben und Klasse 5) Angst hatten deshalb eine schlechte Note zu bekommen. Und dann gab es noch SuS, die einfach aus Frist oder Wut geweint haben, aus Angst, wie die Eltern reagieren könnten, sowie ein paar Einzelfälle, bei denen ich den Eindruck hatte, dass sie einfach mal aus Prinzip losgeplärrt haben (und die Wortwahl ist bewusst, weil es meines Erachtens Krokodilstränen waren), um etwas Aufmerksamkeit zu bekommen. Jenseits von Klasse 6 habe ich aber nur noch SuS aus nachvollziehbaren Gründen mit den Tränen kämpfen sehen bei positivem Test, weil sie z.B. Angst hatten um Familienmitglieder.
Eine Schülerin aus Klasse 9 hat einmal bei mir 30 min durchgeweint, weil bei ihr wegen eines Medikaments alle zwei Wochen der Test positiv war und sie ständig in Quarantäne gesteckt worden ist. Die war einfach nur noch total frustriert. Wir haben sie dann nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt mit einer anderen Testmarke, die zum Glück zufällig im Haus war erneut testen dürfen. Der andere Test hat nicht auf das Medikament reagiert, so dass sie negativ war. Andernfalls wäre sie zum 5. oder 6. Mal in Quarantäne gegangen wegen eines falsch positiven Tests.
-
Bei all dem, was hier gerade geschrieben wurde... warum müssen wir Lehrer/innen uns eigentlich das alles gefallen lassen?! Ist das nicht der Grund für den Lehrermangel? Ich zumindest kann niemandem empfehlen, diesen Beruf zu ergreifen.
Was genau meinst du mit „das alles“?
Wie möchtest du denn mit der Situation mit der Schülerin umgehen, wie die anderen KuK, die in der Klasse unterrichten? Was sagt eure SL zu dem Anliegen, was die Klassenkonferenz?
-
Nur dies hier:
also so weit kommt's noch, in meinem Unterricht zu singen.

Vielen Dank für das liebe Kompliment und die wertschätzende Rückmeldung. Ich schätze deine Beiträge übrigens auch sehr.
Was den Gesangseinsatz anbelangt, so hat diesen bedauerlicherweise aber lediglich Autofill zusammenfabuliert. Am Tablet ist das leider immer maximal aktiv und nicht immer entdecke ich auf Anhieb alle kreativen Neukreationen.

-
Wie sagte ein Experte mal so schön in einer Fortbildung: "Schulangst ist Elternangst". Meiner Erfahrung nach attestieren Ärzte mittlerweile alles, wenn die Eltern privatversichert sind.
Das halte ich in dieser Pauschalität übrigens für Quatsch. Die Schülerin mit Schulangst, die ich unterrichtet hatte war nicht privat versichert und hatte ihre Ängste entwickelt, weil sie schon vor Corona wegen einer Krebserkrankung lange Fehlzeiten hatte und kurz vor der Pandemie erst wieder an die Schule, dann in Klasse 6, kommen konnte. Sie hatte noch nicht einmal Anschluss gefunden in der Klasse, als schon die erste Schulschließung wegen der Pandemie kam. Als zu Beginn der 7. Klasse die Schulen erst einmal wieder geöffnet waren, war sie anwesend, aber hatte massive Ängste vor einer Ansteckung, weil ihr Immunsystem so stark geschwächt war. Das hat es ihr nicht leichter gemacht Anschluss zu finden bis erneut die Schulen geschlossen wurden für mehrere Monate. Während der Fernunterrichtszeit hat sie dann leider massives Cybermobbing erlebt durch Mitschüler: innen. Darüber hinaus ist ihr Krebs leider zurückgekommen, so dass der Gedanke wieder in Präsenz in die Schule zu gehen ohne Impfoption zum damaligen Zeitpunkt bei dem Mädchen Panik, massive Schulangst und akute Suizidalität ausgelöst haben. Das war nicht eingebildet oder von den Eltern suggeriert, sondern traurige Realität.
Geholfen hat der Schülerin, dass wir als Schule, nachdem wir von dem Mobbing erfahren haben, ganz deutlich dagegen vorgegangen sind und das Mädchen unterstützt haben. Dennoch war es für sie untragbar an unsere Schule zurückzukehren, die für sie derart belastet war. Zum folgenden Schuljahr hat sie dann deshalb in Absprache mit ihrer Therapeutin die Schule gewechselt, um sobald wie möglich einfach neu starten zu können an einer für sie unbelasteten Schule.
Dass du deinen Unterricht nicht gefilmt wissen willst ist völlig in Ordnung. Dennoch solltest du die Erkrankung der Schülerin ernst nehmen. Schulangst gibt es und ist extrem belastend für davon Betroffene. Diese nicht ernst zu nehmen kann das Problem noch verschärfen.
-
-
Aber davon abgesehen würde mich einfach interessieren, ob jemand eine solche Situaion mit der Kamera im Unterricht schon mal erlebt hat?
Mit dem Homeschooling ist das meiner Ansicht nach schwer zu vergleichen. Das war eh kein normaler Unterricht und war völlig unpersönlich. Als Klassenlehrer lebt man aber davon, dass die Kinder auch mal frei aus sich heraus kommen. Vor einigen Jahren hatte ich permanent eine Integrationshilfe im Unterricht sitzen - da erzählt mir doch kein Teenager etwas von seinem Wochenende, wenn jemand mitschreibt... geschweige denn aufnimmt. Das war die merkwürdigste Klassenleitung meines Lebens. So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben, denn dann kann man auch eine Roboter vor die Klasse stellen, der Aufgaben verteilt und gut is'.
Ich hatte auch schon eine Integrationsassistenz in der Klasse mitsitzen und habe das als völlig unproblematisch erlebt für die Klassensituation. Dadurch dass diese Assistenz täglich mit dabei war, hat diese für die SuS einfach mit dazugehört. Diese haben sich völlig problemlos geöffnet und auch persönlichere Dinge mit eingeflochten in ihren Beiträgen. Komisch war es nur in den Stunden, in denen die Integrationsassistenz erkrankt war und durch die Schulsozialarbeiterin ersetzt wurde. Diese hatte immer das Bedürfnis sich wie eine Schülerin zu gerieren einerseits (sich zu melden zu Themen, aufgerufen werden wollen, gelobt werden wollen, reinrufen und blöde Kommentare machen,..) während sie andererseits aber in anderen Momenten völlig klar als erwachsene Bezugsperson im Raum unterwegs war während bestimmter Aufgaben. Diese Rollenunklarheit war sowohl für die SuS, als auch für mich äußerst befremdlich, so dass es in diesen Stunden weniger zu persönlicheren Beiträgen gekommen ist. Zumindest meiner Erfahrung nach hängt das insofern ganz deutlich von der Person ab, die die Assistenz leistet und der Art und Weise, wie die Assistenz geleistet wird, nicht von der Assistenz an sich. Vielleicht hattest du da einfach etwas Pech bei deinem Exemplar.
Dies geschrieben halte ich eine Integrationsassistenz die mit im Raum ist für ein anderes Thema, als den kompletten Unterricht zu streamen für eine Schülerin mit diagnostizierter Schulangst. Wie in Beitrag 11 geschrieben hatte ich den Fall schon im Unterricht.
-
Ich wundere mich immer wie es an anderen Schulen/Gruppen aussieht. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Kind "Schiss hatte", weil es geimpft ist und dann Corona bekommen hat. Die wissen doch, dass sie geimpft sind und daher wenig zu befürchten haben?
Bei uns mussten leider immer wieder positiv getestet Kinder ebenfalls alleine auf dem Schulhof warten, weil wir als Lehrkräfte bestimmte Gruppen nicht alleine lassen konnten und teilweise in der Hochzeit der Pandemie parallel zwei Klassenräume zu beaufsichtigen hatten durch Kohortenklassen beim eigentlich gemischten Fächern (einmal hatte ich eine Doppelstunde lang sogar drei Räume kurzfristig zu bespielen), erkrankte/ in Quarantäne befindliche KuK, etc. Wir haben unser Möglichstes getan, das vor allem in 5/6 zu reduzieren, weil die Kleinen sich besonders stark geängstigt haben, auch manchmal geweint haben. Mein Eindruck war dabei, dass sich die Kinder, die bereits zumindest einmalig geimpft waren oft deutlich stärker geängstigt haben als diejenigen, die ganz bewusst ungeimpft geblieben sind, weil das diejenigen waren, die sich sei es aus sich heraus, sei es, weil es in den Familien mehr Thema war, größere Sorgen gemacht haben über den Krankheitsverlauf. Komplett ungeimpfte Kinder kamen nicht immer, aber teilweise aus Familien, die grundsätzlich gegen die Impfungen waren, weil jede Coviderkrankung inklusive Wildtyp für diese nur ein besserer Schnupfen war, weshalb es nichts gab, wovor man sich hätte ängstigen müssen.
-
Es braucht ziemlich sicher die schriftliche Einwilligung aller Erziehungsberechtigten der anderen SuS, dass derartige Übertragungen zulässig sind, zumindest solange die anderen SuS sichtbar oder hörbar sind. Darüber hinaus müssen die Eltern der Schülerin schriftlich versichern keinerlei Mitschnitte (Audio oder Video) anzufertigen oder ihr Kind anfertigen zu lassen.
Diese Einverständniserklärungen wurden während der Pandemie aus der Not heraus laxer gehandhabt. Inzwischen müssen diese hier in BW jedes Schuljahr neu unterzeichnet und eingesammelt werden, wo dann eben Erziehungsberechtigte festlegen, ob ihr Kind in Bildern/ Videos sichtbar oder hörbar sein darf, ob diese nur im Rahmen des eigenen Unterrichts oder auch z.B. auf der Schulhomepage veröffentlicht werden dürfen. Daraus ergibt sich für mich völlig klar, dass ohne entsprechende Einverständniserklärungen an deiner Schule ein derartiges Streamen nicht infrage kommt.
Was den geschützten Raum für den Rest der Gruppe anbelangt, teile ich deine Bedenken durchaus. Wir hatten während der Pandemie einen solchen Fall von Schulangst, nachdem der Präsenzunterricht wieder begonnen hatte bei einem Mädchen, das auf seinen Platz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gewartet hat. Wegen der Pandemieregelung ging das damals mit dem Streamen, allerdings haben die KLs den Eltern gegenüber sehr deutlich gemacht, dass sie während des Unterrichts nicht daneben sitzen dürfen, sich nicht einmischen dürften in den Unterricht, das Kind auch keine anderen Haushaltsaufgaben parallel übernehmen dürfe und keinerlei Mitschnitte zulässig wären. Darüber hinaus wurde abgesprochen, dass die Regelung sofort hinfällig wäre, wenn das Mädchen nicht mitarbeite/ nicht ansprechbar wäre im Fernunterricht, nicht täglich ihre Aufschriebe/ Hausaufgaben sende oder Klassenarbeitstermine (die in Präsenz, aber in einem Einzelraum stattfanden bei Bedarf) nicht wahrnehme. Das Ganze war natürlich mit der Schulleitung vorab besprochen und abgestimmt.
Wir als Lehrkräfte wurden nicht dazu verpflichtet, unseren Unterricht zu streamen, weil das rechtlich gesehen zumindest wackelig gewesen wäre. Ich habe mich - anders als ein paar KuK, die lediglich Aufgaben und Materialien online geteilt haben- aber darauf eingelassen, da ich das Mädchen bis dahin in meinem Unterricht als - soweit ihr das gesundheitlich bedingt möglich war- interessiert und zuverlässig wahrgenommen hatte und ihr gerne die Gelegenheit geben wollte, im Rahmen ihrer damaligen Möglichkeiten dennoch am Unterricht aktiv teilhaben zu können. Während des Unterrichts habe ich dann immer ein Headset getragen. So wurde ich gut hörbar übertragen, die SuS im Raum aber waren nicht hörbar (was für diese wichtig war, das habe ich vorab mit der Lerngruppe besprochen, was ihnen lieber wäre, nachdem die Rechtslage- oder eher das Ignorieren derselben und die Toleranz alternativer Lösungen- damals beides erlaubt hätte). Relevante Antworten von Mitschülern habe ich dann kurz weitergegeben als Zusammenfassung übers Headset.
Es gibt - bislang- keinen Rechtsanspruch darauf per Stream am Unterricht teilnehmen zu können. Wenn dir also komplett unwohl ist, dann wird man dich mit Sicherheit nicht dazu zwangsweise verpflichten können. Du musst dann eben auf anderem Wege sicherstellen, dass die Schülerin die Unterrichtsaufgaben erhält und Rückfragen stellen kann, beispielsweise durch Moodle/ Teams/ Email, sowie ggf. die SuS in Präsenz wechselweise Protokolle schreiben lassen mit den Tafelaufschrieben, zentralen Fragen und Antworten, etc. ( so haben das bei uns einige KuK gelöst gehabt, die keinen Stream wollten). Das kann auch für den Rest der Klasse eine ganz gute Übung und Lernhilfe sein.
Was sagt deine SL zu der Sache? Kommt von dieser die Ansage, die Kamera müsse installiert werden und der Stream geleistet werden? Ist die Schülerin denn begleitend in Therapie wegen ihrer Schulangst?
-
Sind diese Ersatzschulen in NRW und BaWü für die Familien kostenpflichtig?
Die, von denen ich geschrieben habe, nicht.
Bzw. höchstens für Fahrdienst oder Internatsunterbringung. Das ist ja aber kein Unterschied zu den Schulen in öffentlicher Trägerschaft.
Wobei es natürlich auch kostenpflichtige Ersatzschulen gibt.
Werbung