Oh, danke. Jetzt bin ich geplättet, damit hatte ich nicht gerechnet.
Beiträge von CDL
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Würde ich gerne kaufen!
Verdammt, ich bin zu spät dran.
Solltest du doch noch abspringen (
)übernehme ich gerne.
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Vielleicht sollte die Diskussion ausgelagert werden: Aber da jetzt durch die neue Stundentafel G9 in NRW die schriftlichen Fächer demnächst von Klasse 8 an nur noch 3-stündig sind, hat ein VZ-Lehrer mit 2 Korrekturfächern demnächst 7-8 Korrekturklassen. Das ist einfach nur Wahnsinn.
Hm, ich bin natürlich nicht in NRW tätig und auch nicht in der Sek.II, aber bei vier Fächern, davon drei Nebenfächer und einer 70%-Stelle habe ich neun Korrekturklassen (einmal Hauptfach, 8x Nebenfach), was völlig normal ist hier in BW.
(Bei einem Vollzeitdeputat bzw. anderer Deputatsverteilung könnten das auch problemlos deutlich mehr Korrekturklassen sein angesichts der Vielzahl einstündiger Unterrichtsfächer in der Sek.I.)Aus meinder Sicht übersiehst du / wertest anders, dass die Belastungen in den verschiedenen Fächern unterschiedlich sind.
In den Korrekturfächer ist der Korrekturaufwand höher als in den Nebenfächern.
Die Anzahl der Lerngruppen ist in den Nebenfächern deutlich größer als in den Korrekturfächern, das ist ein Nachteil in den Nebenfächern.
Die Vorbereitung in den Nebenfächern ist deutlich fordernder als in den Haupffächern. In diesen hast du in der Regel ein Schulbuch zur Verfügung, dass du von vorne nach hinten durchgehen kannst. In den Nebenfächern hast du diesen Vorteil nicht.
Als Hauptfachlehrer kannst du Korrekturtage bekommen, als Nebenfachlehrer nicht.
Ich stimme dir dahingehend zu, dass der Korrekturaufwand in den Hauptfächern größer ist allein schon aufgrund der Anzahl der vorgeschriebenen Klassenarbeiten. Ich sehe zumindest basierend auf meinen Fächern aber nicht, inwiefern der Vorbereitungsbedarf in meinen Nebenfächern größer oder fordernder wäre, als in meinem Hauptfach. Ein Schulbuch gibt es hier wie dort, mit bekannten Stärken oder eben auch Schwächen, die ich bei meiner Vorbereitung mit bedenken muss. Darüber hinausgehendes Material muss ich hier wie dort erstellen (oder möchte es teilweise auch schlichtweg erstellen, um bestimmte Ziele meines Erachtens effektiver verfolgen zu können). Korrekturtage habe ich bislang nur einmal bekommen für die Korrektur der Abschlussprüfungen (einen Tag). Gibt es das in NRW tatsächlich auch unabhängig von Abschlussprüfungen und für alle Schularten?
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Ich würde alles, was WillG geschrieben hat so unterschreiben.
Ansonsten: Überleg dir- in Ruhe und ohne dir zusätzlichen Stress zu machen- was dich entlasten könnte. Sprich ob es evtl. Aspekte bei der Stundenplanerstellung (Hohlstunden, Aufsichten nicht direkt nach Doppelstunden, Raumzuweisungen, KuK für Nebenaufsichten im Nebenraum...) gibt, die dich entlasten könnten, wie du deinen Unterricht sinnvoll umplanen könntest, um dir bei Bedarf die 3-5min für den Toilettengang erlauben zu können (GA/PA in den Arbeitsphasen, Tippmaterial zur Selbstbedienung vorne am Pult,...) und was du sonst noch an Stressentlastung machen könntest für dich (Meditation? Atemübungen? Yoga? ...). Bzgl.Gesprächen oder Konferenzen wäre es ein sicherlich Ziel, dass du dir einfach erlaubst, dir diese Zeit zu nehmen, wenn du sie benötigst, ohne dir Gedanken über dein Gegenüber zu machen. Wenn dich das entlastet, überleg dir im Hinblick auf Elterngespräche, was du sagen könntest als kurze Entschuldigung, um dich wohler zu fühlen, bei Konferenzen erlaube dir einfach nur, auf die Toilette zu gehen bei Bedarf, deine SL ist ja infolge des ärztlichen Attests informiert. Nachdem chemikus08 zuletzt etwas zu dem Thema geschrieben hat als Betroffener, hat er vielleicht noch einen hilfreichen Tipp für dich aus seiner Erfahrung heraus.
Was Erwachsenenwindeln anbelangt: Ich kenne diese aus meiner Zeit als Ehrenamtliche in der offenen Behindertenhilfe. Wir hatten da auch immer eine kleine (freiwillige) Challenge bei einer bestimmten Freizeit, bei der wir Betreuer:innen selbst Windeln tragen mussten und diese erst wechseln durften, wenn alle sich einmal eingepieselt hatten, damit wir uns vorstellen können, wie sich das für unsere abhängigen Schutzbefohlenen anfühlt, wenn sie eben nicht zeitnah frisch gewindelt werden. Ich weiß aufgrund dieser Erfahrung, dass es durchaus Windelexemplare gibt, die dünn genug sind, um nicht direkt aufzufallen, aber auch, dass die Aufnahmemenge bei manchen Menschen nicht ausreichend ist, insofern sollte das wenn, dann nur deine Notentlastung sein gegen die Sorgen, dass etwas daneben geht, aber sicherlich nicht der Weg, um dir Toilettengänge zu ersparen. Das macht dir sonst ganz bestimmt eher mehr, als weniger Stress.
Alles Gute!

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In meinem Ort gibt es sogenannte Willkommensklassen an verschiedenen Schultypen, eine Nachbarin ist als Grundschullehrerin in einer tätig (es gibt sie aber auch am Gymnasium und Realschule). Eingerichtet wurden sie ursprünglich für Kinder von nichtdeutsch sprechenden EU-Bürgern, die hier Arbeit haben/suchen. Die Kinder wechseln mit wachsenden Deutschkenntnissen zunehmend in den normalen Unterricht. Das half 2015, das wird hoffentlich jetzt helfen. Daher habe ich zwar sehr viele Kinder aller Nationen in meinen Klassen, aber ich hatte tatsächlich noch nie ein Kind, dass kein Deutsch sprach.
Wir haben solche VKL-Klassen an der Schule. Der VKL-Unterricht umfasst aber immer nur einen Teil der Unterrichtszeit. In den restlichen Stunden sind die SuS dann Teil einer regulären Klasse und nehmen - soweit möglich - am Unterricht teil. Aktuell habe ich so vier SuS in verschiedenen Klassen sitzen, die gar kein oder fast kein Deutsch sprechen / verstehen. Mit zwei davon kann ich zumindest auf Englisch kommunizieren, weil sie die Sprache fließend beherrschen (neben ihrer Herkunftssprache), bei den beiden Anderen bin ich auf Mitschüler, die übersetzen angewiesen, insofern wird bei uns darauf geachtet, dass es immer Kinder derselben Herkunftssprache in den Klassen gibt als Ansprechpartner für die Kinder selbst, aber eben auch als mögliche Dolmetscher. Zwei weitere SuS aus dem VKL die ich momentan habe sprechen und schreiben bereits so gut Deutsch, dass ich sie regulär benoten kann (die beiden gehören in meinen Fächern zu den Klassenbesten).
Ich erwarte insofern schon, dass es früher oder später auch bei uns an der Schule Flüchtlinge aus der Ukraine geben wird. Oft landen bei uns an der Realschule dann aber SuS, die in ihrem Herkunftsland am Gymnasium waren und nur wegen der fehlenden Sprachkenntnisse bei uns landen, statt am Gymnasium (wie meine beiden fitten 7er aus Griechenland bzw. Syrien). Diese lernen oft sehr schnell die Sprache, weil sie besonders motiviert sind früh aktiv am deutschen Unterricht teilnehmen zu können, um spätestens nach Klasse 10 an ein Gymnasium wechseln zu können.
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Französisch /Politik sind ja auch nach dem Ref am Gymnasium nicht unbedingt Fächer, bei denen man besonders leicht eine Stelle bekommen würde (Politik gilt in BW für Gym als komplett überlaufen). Hast du insofern auch schon einmal ins Auge gefasst, das Ref direkt für Sek. I-Lehramt zu machen - wo z. B.in BW Französisch als Mangelfach gilt - um nach dem Ref (ohne weitere Ausbildung und Prüfungen) direkt in der Sek. I eine Stelle zu finden?
Wir haben aktuell zwei Anwärter an der Schule, die eigentlich mal für gymnasiales Lehramt studiert haben, angesichts der Einstellungschancen für ihre Fächer aber lieber direkt in die Sek. I sind im Ref (wo man sie danach mit Kusshand nehmen wird, weil ihre Fächer bei uns gesucht sind), sowie eine Kollegin, die nach dem Ref am Gymnasium dort ebenfalls nicht eingestellt wurde (trotz Noten besser als 1,5 in beiden Staatsexamina) und erst noch 1 Jahr lang nachqualifiziert wurde für die Sek. I samt Seminartag, Unterrichtsbesuchen, Prüfungen.
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Weder, noch. Für ein kühles Bier zum Film könnte ich mich aber durchaus erwärmen.
Im Kino: Werbung anschauen oder noch schnell Snacks oder Getränke kaufen gehen?
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BW bildet im Ref alle aus, die den entsprechenden Abschluss vorweisen können und das erweiterte Führungszeugnis ohne Einträge vorweisen können. Noten spielen dafür keine Rolle.
Nachdem sich so etwas ziemlich leicht googlen lässt : Google ist dein Freund. Eigene Recherche schadet auch nach dem Studium nicht.
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Dafür gibt es immerhin 44€ pro Dokumentation. Das ist für mich als Stundenlohn ok. Ich lese meist ca 45 Min an einer Doku.
Das klingt durchaus fair und dennoch darf das gerade bei KuK mit Schwerbehinderung nicht ungefragt aufgebürdet werden (und sollte generell bei allen KuK niemals ungefragt und ohne Entlastungsangebote erfolgen meines Erachtens, schließlich ist das kein selbst gewähltes Ehrenamt, sondern offenkundig Dienstpflicht). Diese sind schließlich generell bei Mehrarbeit in besonderem Maße geschützt/zu schützen, damit ihre Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich gefährdet wird.
Meer : Ich würde dir empfehlen, das noch einmal mit deiner Schwerbehindertenvertretung (ggf. ergänzend der deiner Gewerkschaft) zu besprechen. Überleg dir vorher in Ruhe, welcher Teil der Mehrbelastung für dich in Ordnung wäre (falls es solch einen Teil gibt) und in welchem Ausmaß und was untragbar ist gesundheitlich bedingt. Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass du alles, was du nicht leisten kannst an dieser Stelle angesichts deiner Schwerbehinderung nicht ohne alternative Entlastungsoptionen aufgebürdet bekommen darfst. Ansonsten wäre die Überlastungsanzeige der nächste logische Schritt, sobald die Prüfungstätigkeit beginnt.
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Ob du ein Ref machen musst weiß die in HH für die Zulassung ausländischer Abschlüsse zuständige Stelle, die dir auch sagen wird können, ob eine Verbeamtung noch möglich sein könnte. Angesichts des Lehrer mangels in der Sek. I wird es zumindest nicht am Bedarf scheitern. Für den Rest ist das Forum nicht die passende Anlaufstelle. Viel Erfolg.
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Angesichts der neuen Informationen wären wohl erst einmal die wichtigsten Fragen : Welche Klassenstufen unterrichte ich in welchen Fächern? Wo finde ich das Schulcurriculum zu diesen Fächern als Ergänzung zum Bildungsplan? Gibt es Stoffverteilungsplaene des ersten Halbjahres, die ich weiterführen sollte? Welche Termine (Prüfungen, Praktika, Projektwochen, Notenabgabe,...) sind bereits bekannt und müssen beachtet bzw. vorbereitet werden? Kann ich die KuK, die bisher unterrichtet haben ggf. noch erreichen bei Rückfragen zum bisherigen Unterricht bzw. den bisherigen Noten?
Die Namen der wichtigsten Ansprechpartner zu kennen wurde bereits angesprochen. Dazu gehört aber für mich auch immer die Schulsozialarbeit, mit der ich schon oft eng zusammengearbeitet habe.
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Bundesland?
Schulart?
Ref? Vertretungsstelle (Wie lange wirst du vss. an dieser Stelle sein?)? Erste Planstelle?
Kennst du Schule, Kollegium, Schulcurriculum, Schulsozialarbeit,... bereits etwas oder ist alles komplett neu?
Fachfremder Unterricht oder nur studierte/ausgebildete Fächer?
Schulbücher deiner Fächer bereits erhalten oder geklärt, wann du diese wo und von wem erhalten wirst?
Sonstige Materialien deiner Fächer an der Schule sind dir bereits samt Aufbewahrungsort bekannt?
Ausstattung der Klassenräume und technische Fragen sind geklärt?
...
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Wie man an der konkreten Stelle reagiert, ist eine Diskussion.
Dass Du Deine Machtposition nicht siehst, finde ich allerdings ein wenig erschreckend. Das sehe ich durchaus als ein Grundproblem von Schule, dass Hierarchien nicht einmal hinterfragt werden.
Ich glaube, für Nicht-Gesellschaftswissenschaftler ist es- anders als für jemanden wie dich oder mich- weniger selbstverständlich über diese grundlegenden, systemimmanenten Aspekte nachzudenken und sich bewusst zu machen, dass es diese ganz unabhängig von dem, was man individuell daraus macht immer gibt. Das ist insofern einfach ein Stück weit unsere "Fachbrille", die wir konstant aufhaben, die es für dich oder mich völlig normal und naheliegend macht, das nicht nur zu sehen, sondern konstant mitzubedenken, so wie andere Fachwissenschaften eben andere Fachbrillen tragen und dadurch andere Zusammenhänge als völlig naheliegend erachten, es womöglich im ersten Moment erschreckend finden, dass man etwas derart Offensichtliches nicht direkt mit auf dem Schirm hat. Ich kenne Sissymaus als äußerst reflektierte Schreiberin in diesem Forum, die an vielen Stellen deutlich macht, dass sie letztlich derartige Hierarchien durchaus mit auf dem Schirm hat an vielen Stellen, auch wenn sie das so explizit nicht formuliert, und diese implizit mit bedacht hat oftmals bzw. daraus resultierende Prozesse kritisch hinterfragt- eben mit ihren eigenen Fachbrillen, Perspektiven und Haltungen.

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Machtposition? Also ich habe keine Macht über meine Schüler. Was für eine merkwürdige Vorstellung des eigenen Lehrer:innen-Bildes. (...)
Ich glaube, Birgit und du oder auch Zauberwald sprechen hier von zwei verschiedenen Dingen. Du (oder auch Zaberwald) sprichst über deine persönliche Haltung und wie du den Beruf ausübst, Birgit spricht meines Erachtens in Beitrag #8 von grundlegenden gesellschaftswissenschaftlichen Überlegungen zu Macht und Hierarchie im System Schule, die ganz unabhängig davon, wie man seinen Beruf dann individuell ausübt und welche Haltungen man persönlich hat natürlich immer bestehen. Das ist einfach ein unabänderlicher Teil des Systems Schule, der selbst den selbsternannten demokratischen freien Schulen innewohnt, denn dort entscheiden am Ende ja auch zunächst einmal Erwachsene darüber, welche Entscheidungsfreiheiten Kinder und Jugendliche haben sollen, ehe diese sie dann ausüben dürfen. Das eine ist also die grundlegende politikwissenschaftliche Überlegung, das andere das, was jede_r einzelne von uns individuell daraus macht, was im System erst einmal angelegt ist. Wie Birgit zurecht angeführt hat (und das bezieht sich nicht auf den konkreten Fall) ist der Umstand, dass wir Noten geben dürfen, Prüfungen abnehmen, die formale Zugangsvoraussetzung sind für diverse Berufe sind, Eltern oder auch andere Ämter einbeziehen können (usw.) alles Aspekte von Macht und Hierarchie. Meine SuS können mich zwar evaluieren, mich benoten können sie nicht, meine Eltern zu kontaktieren würde als Nachstellung interpretiert werden. Das ist also ein ungleiches Verhältnis die Einflussmöglichkeiten betreffend, ändert aber natürlich nichts daran, dass ich meinen SuS auf Augenhöhe begegne und mich menschlich nicht über sie erhebe. Dennoch bin ich mir dessen bewusst, was im System an Ungleichgewicht angelegt ist und thematisiere das auch an vielen Stellen in meinem Unterricht. Das ist nämlich etwas, was Schülerinnen und Schüler sehr genau wissen, dass es diese Art von Machtungleichgewicht gibt, weshalb sie immer sehr interessiert daran sind, wenn wir z.B. in GK Rechtsfragen und Mitbestimmungsfragen besprechen. Schon meine Siebtklässler wollen so beispielsweise wissen, ob Lehrkräfte eigentlich ihre Zettelchen, die sie im Unterricht austauschen lesen dürften, obwohl es doch ein Briefgeheimnis gebe. Und schon sind wir bei Aspekten von Macht und dem Umgang damit im schulischen Alltag.
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Frl. Lilli Ich finde auch, dass du gut reagiert hast. Ich würde in der nächsten Stunde normal weiterarbeiten, mir aber überlegen, was ich mache, wenn sich das noch einmal wiederholen sollte und das dann auch der Klasse zu Beginn einmal ankündigen. Also klare Ansage, klare Regel und mögliche Konsequenz, aber eben auch einfach das Prinzip "neuer Tag, neue Chance" und damit die Möglichkeit für die Klasse es einfach anders zu machen, als beim letzten Mal.
Hab keine Sorge davor, mal übers Ziel hinauszuschießen Natürlich möchte das niemand von uns. Am Ende sind wir aber alles Menschen und Fehler passieren.Entscheidend ist dann, wie man mit solchen eigenen Fehlern umgeht. Ich fahre sehr gut damit, auch so etwas dann der Klasse gegenüber anzusprechen oder einzelnen SuS gegenüber, um Entschuldigung zu bitten und ein klärendes Gespräch zu führen. Das ist es letztlich ja auch, was wir von unseren SuS erwarten, wenn sie einen Fehler machen- umgekehrt erleben sie es aber deutlich seltener, dass Erwachsene das ihnen gegenüber praktizieren. Ich hatte kurz vor den Herbstferien eine wirklich schlimme Doppelstunde in einer Klasse mit extremen Provokationen, Beleidigungen etc. Nachdem ich an dem Tag auch noch persönlich sehr belastet war, war ich dünnhäutiger als sonst und habe verbal grenzwertig reagiert einem Schüler gegenüber, der seit Schuljahresbeginn in jeder Stunde auffällig war, mit dem ich dann in der Folgestunde noch einmal das Gespräch gesucht habe, mich entschuldigt habe, ihm zugehört habe, warum er sich eigentlich so aufgeführt hatte. Als ich um Entschuldigung gebeten habe haben die Augen dieses großen Kerls geleuchtet, das hat ihm unglaublich viel bedeutet. In der Folge konnte er dann einfach offen ansprechen, was ihm Probleme bereitet im Unterricht, wovon er sich immer so provozieren lässt und wir konnten einen Plan entwickeln, wie es bei ihm nicht mehr so eskalieren muss. Seitdem komme ich hervorragend klar mit diesem Schüler und hatte keinerlei Probleme mehr. Eigene Fehler können also- bei entsprechendem Umgang- eine Chance sein, um an der Beziehung zu arbeiten und gemeinsam voranzukommen.
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Die Lehrerhandreichungen sind so teuer - und meist sind sie ohne Kopiervorlagen. Frage an deiner Ausbildungsschule, ob es die von der Fachschaft gibt.
Oder sonst einfach auch mal Amazon Marketplace durchstöbern oder- da Ausbildungsschule, sprich noch im Ref befindlich- sich bei den Verlagen als Ref registrieren und von den Sonderangeboten für Refis profitieren (bei Klett bekommt man beispielsweise zwei digitale Unterrichtsassistenten oder andere Materialien nach Wahl geschenkt, etc.). Außerdem mal in der Schule nachfragen, ob die vielelicht noch alte Prüfexemplare der Handreichungen rumliegen haben und dir zur Verfügung stellen würden. So bin ich im Ref an das eine oder andere Buch gekommen.
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Nö, ich frage meist nur, ob es ein Problem gebe, das ich klären müsse, dann ich meist wieder friedlicheres Miteinander angesagt. Hatte bisher nur eine ernsthaftere Rauferei, bei der das nichts geholfen hätte, da musste ich dann schlichtweg selbst dazwischen gehen mit einem überdeutlichen "Das reicht!" und vor die Faust stellen, die im Affekt gezückt wurde und diese festhalten, damit der Mitschüler im Schwitzkasten wieder Luft zum Atmen bekommt. War tatsächlich aber harmloser für mich zumindest, als es sich liest, persönlich bedrohlich also gar nicht.
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Ne. Hier macht jeder seins. So generell. Übergreifende Planungen gibt es keine.
Berufsorientierung habe ich im letzten Halbjahr gemacht, einschließlich Erarbeitung der Wunschberufe (oder das, was die Schüler sich notgedrungen dafür ausgesucht haben, die meisten wissen nicht ansatzweise, was sie in Bälde vielleicht machen wollen), Einstellungstests, aktueller Ausbildungssituation, konkrete Bewerbungsfristen für verschiedene Branchen, Jugendarbeitsschutzgesetz, wie sieht ein Ausbildungsvertrag aus. Lohn/Gehalt (Gehaltsabrechnung) kommt jetzt, danach Wohnkosten. Im BR gibt es Filme zu Ausbildungsberufen (je 15 Minuten lang, da wurden Auszubildende gefilmt, "Ich mach´s" heißen die). Die SuS durften/sollten sich Filme (Berufe) aussuchen. Hätte man danach schön drüber diskutieren können, wie der Beruf so ist, ob das Spaß macht, etc. Ging leider völlig in die Hose. Ein Schüler hat zugeschaut, 20 SuS haben rumgedaddelt und Blödsinn gemacht

Das macht wirklich keinen Spaß. Sollte ich vielleicht in die Liste im anderen Thread schreiben.
OK, du bist ganz frei in deiner Planung, Berufsorientierung hast du schon gemacht, die wollen daddeln: Warum keine Wahlpflichtfach Verbraucherbildung rund um Gaming? Das kann verschiedene Kategorien von Games umfassen, eine Testreihe beinhalten, für die ihr vorher Qualitätskriterien entwickeln und festlegen müsst, beinhaltet natürlich auch Altersfreigaben (was bedeutet das, warum gibt es das,....), ggf. eine Umfrage in der Schule oder auch eine Veröffentlichung im Rahmen eines Schulblogs/auf der Schulhomepage zu euren Tests und Empfehlungen, aber natürlich auch Aspekte von Spielsucht oder auch rechtlichen Aspekten zu In App-Käufen beinhalten. (OK, das könnte ich mir jetzt halt ohne großen Aufwand aus dem Ärmel schütteln, weil ich das Material habe bzw. auch die Erfahrung habe durch Mitarbeit früher mal in der Userbetreuung eines großen Gaminganbieters, ist aber meiner Erfahrung nach etwas, womit man gaminginteressierte SuS wirklich packen kann.)
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Alles richtig.
Im Eingangsbeitrag hieß es allerdings, die LEHRER bekommen Rechner und Tablet. Von den Schülern war an dieser Stelle keine Rede.
Ich zitiere von der Webseite (die habe ich nämlich aufmerksam durchgelesen, ehe ich mich zu einem ungerechtfertigten Verriss verleiten habe lassen- und ich verreiße komische Privatschulen mit in meinen Augen absurden "wir streicheln am Morgen gemeinsam die Weizenkörner"*-Konzepten durchaus regelmäßig in diesem Forum):
Alles anzeigenTechnische und personelle Ausstattung
Alle Schüler*innen erhalten ein persönliches digitales (Leih-)Endgerät, das während der Lernzeit in der Schule eingesetzt wird.
Auch alle Lehrkräfte sind mit einem digitalen Endgerät ausgestattet und nutzen es zur Unterrichtsvorbereitung und -durchführung sowie für organisatorische Prozesse.
Die Schule verfügt über eine leistungsfähige Glasfaser-Internetverbindung und ein sicheres WLAN-Netz.
Unsere Unterrichtsräume sind mit moderner Displaytechnik (Beamer, interaktive Whiteboards) ausgestattet, die im Zuge des Digitalpakts angepasst und erweitert wird.
Für technische Probleme steht ein schuleigener IT-Support zur Verfügung.
Wir beschäftigen eine Educational Technology Spezialistin, die die Implementierung digitaler maßgeschneiderter Angebote initiiert, begleitet und evaluiert.
Unsere Lehrkräfte werden kontinuierlich digital geschult und können an Fortbildungs- und Vernetzungsangebote in Deutschland und Europa teilnehmen.
* No pun intended. Das fiel mir ein, ehe ich über den Namen der Schule nachgedacht habe und wie man das auch verstehen könnte.

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"In deinem Bundesland" meinst du sicherlich.
In Niedersachsen spricht man von "Kerncurriculum".
Spannend. Bei uns ist das "Kerncurriculum" der Teil des Curriculums, den wir uns schulintern geben und der insofern auf den im gesamten Ländle gültigen Bildungsplan obendrauf kommt (oder innendrinnen steckt, wenn man das wörtlich interpretiert
). Wär´ aber ja auch arg fad im Bildungsföderalismus, wenn es bei so einem Grundbegriff nicht mindestens 16 verschiedene Versionen geben würde. 
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"Qinoa-Schule" - es tut mir leid, aber ich kann das nicht ernst nehmen (und noch viel weniger, wenn ich den Hintergrund auf Wikipedia nachlese).
Um benachteiligten Jugendlichen eine Zukunftsperspektive zu geben, braucht es mehr, als einen "eigenen L-Arbeitsplatz mit Rechner und Tablet". Ich halte das für Augenwischerei.
"moderne Räumlichkeiten" - blaaa. Das übliche Geschwafel in Stellenausschreibungen.
"alle notwendigen pädagogischen Arbeitsmaterialien" - wer bestimmt, was "notwendig" ist? Unter welchen organisatorischen, sachlichen, fachlichen, pädagogischen Kriterien? (...)
"Weiterentwicklung der Lehrer" - das übliche ... (s.o.)
Ich finde es erst einmal erfrischend, eine Privatschule zu sehen, die weder irgendeinen alternativen, staatlich nicht anerkannten Abschluss anbieten möchte, der insofern eher Türen verbaut, als öffnet, noch die nächste Elitenauswahl anders fördern möchte gegen entsprechendes Schulgeld. Stattdessen geht es offenbar darum, marginalisierte Gruppen besser zu fördern und zu unterstützen als das - leider- vielfach im staatlichen Schulsystem möglich ist. Wenn ich an meine Schule denke: Über 70% der Schülerschaft haben einen Migrationshintergrund, viele kommen mit Sprachdefiziten, die wir angesichts der schieren Größe der Klassen bei gleichzeitigem Personalmangel nicht in dem Umfang aufgreifen können um daran zu arbeiten, wie das erforderlich wäre, damit diese SuS bestmöglich gefördert werden. Sollte es dieser Privatschule dank Spenden/Fördergeldern, kleinerer Lerngruppen und moderner Ausstattung möglich sein für wenigstens einige Kinder und Jugendliche mehr zu erreichen, dann wäre das doch schlichtweg großartig. Die Preise, die die Schule bislang erhalten hat deuten zumindest an, dass man dort nicht nur heiße Luft verbreitet, die anerkannte Gemeinnützigkeit- nichts, was Privatschulen üblicherweise hätten- ebenfalls.
Natürlich braucht es mehr als einen eigenen Arbeitsplatz und Rechner/Tablet, um sich eine Zukunftsperspektive erarbeiten zu können. Ich weiß aber nicht zuletzt auch dank des Fernunterrichts im letzten Schuljahr sehr genau, wie viele meiner SuS noch nicht einmal einen Platz am Küchentisch haben um zu arbeiten, weil die Familie normalerweise auf der Couch vor dem Fernseher isst oder wie viele sich den Schreibtisch mit den Geschwistern teilen müssen oder zumindest das Zimmer. Ein eigener Arbeitsplatz ist also ein gewaltiger Fortschritt für viele benachteiligte Jugendliche, um überhaupt zu lernen, was so einen Arbeitsbereich ausmacht, wie man diesen organisiert und nutzt und welche Vorzüge dieser dann auch hat.
Tablet/PC heilen die Welt nicht, sind aber auch ohne Fernunterricht undenkbar heutzutage. Wenn ich mir mal nur vor Augen halte, wie viele meiner SuS aktuell Präsentationen vorbereiten müssen, sei es für den Unterricht oder für Prüfungen: Ohne eigenes Gerät kann man dann halt nur mit Freunden oder nur in der Schule arbeiten, nicht aber zuhause, umgekehrt kann man mit eigenem Gerät jeden Schülers ganz anders arbeiten als Lehrkraft. Wie oft hast du schon geschrieben in diesem Forum, was alles technisch fehlt an deiner Schule angefangen mit internetfähigen PCs für alle SuS? Da wäre das doch auch bei euch ein echter Fortschritt...
Alle notwendigen pädagogischen Arbeitsmaterialien werden wohl neben Lehrkräften und Schulleitung im Zweifelsfall auch Gesellschafter und Beirat mitbestimmen. Ich würde darunter mindestens sämtliche Schulbücher und erforderlichen Arbeitshefte verstehen (was schon einmal keineswegs selbstverständlich ist an einer privaten Schule, aber zur Zielsetzung dieser Schule passt), könnte mir aber angesichts des Schulkonzepts durchaus vorstellen, dass es auch zumindest Unterstützungsangebote für Verbrauchsmaterialien (Hefte, Blöcke, Pinsel, Mäppchen, Stifte,...) gibt oder diese möglicherweise sogar mit umfasst sind. So geheimnisvoll ist die Formulierung nicht und wen es interessiert kann dann ja die Schule um genauere Informationen bitten.
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