Beiträge von CDL

    Ich bin heute wieder im Dienst, wir haben keine Pfingstferien. Laufe zwar noch nicht altergemäß durch die Gegend, aber es geht.

    Hol dir die Woche über am besten direkt am Morgen eine Wärmflasche im Sekretariat und leg die dir zwischendurch an die passende Stelle, wenn du mal sitzen kannst oder wenn Sitzen- wie bei mir wenn ich Hexenschuss habe- der ultimative Endgegner ist und nur Laufen und Wärme Entlastung bringen, dann stell dich in Pausen an eine Wand mit der eingeklemmten Wärmflasche an passender Stelle.

    Wenn du das irgendwie zeitlich einbauen kannst am Nachmittag/ Abend: 2 Stunden im Thermalbad mit viel, aber vorsichtiger Bewegung wirken wahre Wunder bei Hexenschuss.

    Das finde ich zum Beispiel fragwürdiger. Da kann doch eine eventuelle Gefährdung durch Krankheiten etc. gar nicht beachtet werden.

    Die können beachtet werden NACHDEM die Kollegin offiziell ihre Stelle antreten konnte. Auch wenn eine Schwangerschaft kein Ausschlussgrund sein darf, bedeutet das nicht, dass es nicht auch SLen gibt, die versuchen eine schwangere Lehrkraft vor Einstellung noch loswerden zu können, um nur ja ihre Deputatsstunden gesichert abdecken zu können das Schuljahr über. Auch Schwerbehinderte dürfen nicht qua Schwerbehinderung abgelehnt werden, trotzdem gibt es das immer wieder im Schuldienst oder Lehrerinnen mit Kopftuch, mit Migrationshintergrund,…

    Ich hatte jetzt das ganze Pfingstwochenende einen Hexenschuss und ausgerechnet heute wird es erträglicher... was soll das denn?

    Hm, ich würde dir doch eher ungern eine Verlängerung des Hexenschusses wünschen, da ich weiß, wie schmerzhaft das sein kann. „Zu Beginn der Pfingstferien wieder weniger Schmerzen zu haben ist doch zumindest etwas.“, wäre das zurückhaltend- optimistisch genug oder zumindest eine Steilvorlage für ernsthaftes Meckern, da ihr gar keine Pfingstferien habt in Hessen?

    Ich wechsle mal das Meckerthema, okay?

    Stichwort Mäuse auf der Terrasse: Diese Viecher sind so geschickt, dass sie in Lebendfallen reingehen, die Nuss anknabbern, mehrere Köttel hinterlassen und offenbar seelenruhig wieder hinausspazieren. Totfallen sind nicht so ganz mein Ding. Und da tut sich ein Dilemma auf, denn Mäuse auf der Terrasse sind ganz schön eklig und es sind viele.

    Zeit eine Katze zu adoptieren. 🙀

    Seph du könntest Quitte ja darlegen, weshalb ihr an eurem BK keine Aufsichten macht bzw. welche Aufgabenverteilung das nicht möglich machte, vllt ist es dann besser verständlich…


    Ich bin als Koordinator 2x pro Woche problemlos dran…

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Seph an einem Gymnasium tätig ist, nicht an einem BK. Dies geschrieben erwartest Du da eine ganze Menge schulbezogene Details, die ein anderer User offenlegen soll, um sich in deinen Augen und denen anderer Mitlesender zu rechtfertigen und vom mitschwingenden Vorwurf der Faulheit zu exkulpieren („ICH schaffe schließlich auch zwei Aufsichten pro Woche- PROBLEMLOS- wieso solltest DU also nicht wenigstens eine Aufsicht schaffen?“). Das empfinde zumindest ich als Außenstehende als reichlich anmaßend und respektlos.

    Keine Ahnung, wer „Lehrer Schmidt“ sein soll, den damit offenkundig nicht „alle“ kennen, aber ich treibe nicht noch die Nutzungszahlen eines Herrn Jung hoch, die dieser sich versilbern lässt, nur um am Ende grundlegende Aspekte der Pädagogik und Didaktik anzuführen, die realen, auf die Klasse zugeschnittenen Unterricht immer besser machen, als einfach nur ein Video zu konsumieren, ganz gleich ob besagtes Video dann zusätzlich noch fachliche Fehler/ Ungenauigkeiten enthält (zumindest in den Gesellschaftswissenschaften ist das eher der Normalfall) oder nicht.

    Zumindest in den Nebenfächern bedeutet das für mich noch mehr alternative Leistungsmessungsformate einzusetzen, bei denen KI höchstens Hinweise geben kann, die aber argumentiv immer personalisiert werden müssen, um zur Aufgabenstellung zu passen und einer mündlichen Überprüfung (Kolloquium) standhaften zu können.


    EDIT: Wobei ich auch SuS gezielt KI einsetzen lasse bei der Leistungsmessung. Dann müssen sie Prompts offenlegen und kritisch reflektieren, genau wie sie ihre Eigenleistung kritisch reflektieren müssen. Wenn das reine Ergebnis, das eine KI auswirft gar keine relevanten Punkte mehr ergibt, sondern durch deren Einsatz die Eigenleistung nur umso anspruchsvoller wird für manche, dann macht das KI- Schummeln zumindest einigen deutlich weniger Spaß, dafür wird geschult, wie man KI tatsächlich angemessen einsetzt. Da sie sich nicht bekämpfen lässt, auch zahlreiche Vorteile hat, gilt es schlicht auch unsere SuS im Umgang zu schulen.

    und das schlimmste: diese Diagnosen stehen dann auch in den Unterlagen.
    Vermutlich steht hier ein V für Verdacht in der Abrechnung, aber viele Patienten (also die gesetzlich Versicherten) haben keine Ahnung, was für Diagnosen manchmal stehen, nur weil sie irgendwie nebenbei genannt werden - oder eben nicht.

    Das stimmt tatsächlich. Habe vor einigen Monaten zum ersten Mal die Aufstellung meiner Krankenkasse gesehen, welche Diagnosen welche Ärzte in den letzten 20 (?) Jahren gestellt haben. Das ging an den MD wegen eines Rehaantrags. Die Liste hat mehrere Fachärzte, bei denen ich jahrelang intensiv behandelt wurde überhaupt nicht erst angeführt, dafür habe ich gesehen, dass mein idiotischer, größenwahnsinnige früherer Hausarzt- den ich ausgetauscht habe, nachdem er mich quasi als hysterische Hypochonderin abgetan hat, weil SEIN Behandlungsansatz keinen durchschlagenden Erfolg hatte bei mir (Spoiler: Ich brauche schlicht mehr Traumatherapie, keine Psychopharmaka, die er halt meinte, dass ich sie bräuchte und gar nicht vertragen habe-, dass der mir also einfach mal nonchalant eine Psychose diagnostiziert hat. Hatte ich definitiv noch nie in meinem Leben, haben auch die Ärztinnen und Ärzte vom Fach, bei denen ich parallel war- Psychiater und Fachärztin für Psychosomatik- nicht festgestellt, die dafür am Trauma gearbeitet haben mit mir. Trotzdem steht diese Fehldiagnose einfach mal unwidersprochen in meinen Unterlagen. Ich war ziemlich geschockt als ich das gelesen habe und zugleich unglaublich wütend auf den frauenfeindlichen Arsch von ehemaligem Hausarzt.

    Allerdings ist das die dennoch die absolute Ausnahme, muss ich fairerweise sagen. Typischerweise sagen Ärzzinnen und Ärzte klar, was die diagnostizieren. Meine heutigen Hausärztinnen kennen auch klar ihre Grenzen und diagnostizieren dann nicht abschließend, sondern überweisen mit entsprechendem Hinweis an mich. Als ich zuletzt in einem Überweisungsschein gesehen habe, dass meine Hausärztinnen mein Asthma fehlerhaft als „allergisches Asthma“ angegeben hatten (mein Hauptmedi wird offiziell nur bei allergischem Asthma eingesetzt, funktioniert aber auch bei intrinsischem Asthma hervorragend, dadurch der Fehler) habe ich das beim nächsten Termin einfach korrigieren lassen. Fehldiagnose raus und gut.

    Auch eine gute Idee. Aber letztlich ist das auch nur ein Unteraspekt. Wenn der Bezug zu anderen Texten fehlt gibts einige Punkte Abzug, aber letztlich kommt der S doch durch, obwohl er nichts kann.

    Wenn konkrete Textbezüge verlangt werden, diese aber komplett fehlen, dann ist das spätestens ab Klasse 10 (ggf. früher) en Fall von „Thema verfehlt“. Das gibt in den Abschlussprüfungen (BW) klar null Punkte für die gesamte Aufgabe und damit spätestens ab Klasse 10 ebenfalls.

    Haben Smartwatches inzwischen eine eigene Kamera? Ich frage mich nach wie vor, wie die Aufgabenstellung in der Klausursituation "in die KI kommt". Wir haben die gleichen Probleme.

    Meine SuS übersetzen teilweise „nebenbei“ ganze Arbeitsblätter per Smartwatch (also im Unterricht), deshalb müssen die vor Klassenarbeiten auch genau wie Handys weggepackt werden.

    Die Schulleitungen und das Kollegium haben beide genug zu tun und sollten gemeinsam an einem Strang ziehen, sonst wird es doch nicht einfacher. Sich gegenseitig zu vergleichen und neidisch auf die anderen Seite zu schauen, bringt doch nichts.

    Ergebnisoffene Vergleiche haben aber nicht automatisch etwas mit Neid zu tun. Manchmal sind sie der Ausgangspunkt konstruktiver Gespräche über unterschiedlich empfundene Belastungen, sichtbare und nicht- sichtbare Aufgaven und deren Verteilung. Wo es dann tatsächlich Ungerechtigkeiten gibt durch erkennbar einseitige Belastungen kann dann- ebenfalls neidlos möglich- über andere Verteilungen gesprochen werden.

    Eine SL die ständig erwartet, dass das Kollegium zusätzliche Sonderaktionen, Tagesausflüge, Exkursionen und Co. plant und durchführt, weil das dem Image der Schule hilft, sollte wenigstens einmal im Jahr selbst an so einem Ausflug mitfahren, damit das nicht alles nur am Kollegium hängen bleibt. An Schularten, an denen es keinerlei Beförderungsstellen für eine erweiterte SL gibt müssen dann auch Stundenplanungsteam und Stellvertreter:in eine gewisse Anzahl an Aufsichten übernehmen, da es sonst an Grundschulen, Förderschulen und in der SEK. I mit den teilweise deutlich mehr Aufsichtskräften , die erforderlich sind schlicht unfair wird gegenüber der Vielzahl der KuK, die sich konstant den Allerwertesten abarbeiten ohne Beförderungsoptionen, ohne Entlastungsstunden für die vielen Zusatzaufgaben, die sonst teilweise auf eine erweiterte SL verteilt werden und ohne auch beispielsweise ausreichende Korrekturtage für Prüfungskorrekturen (so es diese überhaupt gibt) zu erhalten.

    Sorry übrigens, dass ich grad so viel übers Autofahren labere. Die letzten Tage waren ziemlich beschissen, infolge eines schwerwiegenden Zwischenfalls, der mich gesundheitlich gerade sehr beeinträchtigt. Mich zwischendurch auf so unkomplizierte und psychisch ungefährliche Dinge zu konzentrieren wie Autofahren macht es mir gerade etwas leichter, die Arbeit, die der andere Teil verursacht hat auszuhalten.

    Wir haben beides, und ich bin mir sicher, wenn du an der Ampel beim Beschleunigen "gegen E-Autos gewinnst", dann gelingt das, weil die E-Autos in dem Fall entspannt losfahren. Sonst hättest du da mit einem Benziner kaum eine Chance, wirklich nicht.

    Glaube ich dir, aber „kaum eine Chance“ ist halt exakt der Bereich, den ich optimiert habe nicht nur beim Autofahren, sondern generell im Leben. Das ist meine Marge als Schwerbehinderte, um mich dennoch durchzusetzen, indem ich konstant mein Bestes gebe, selbst wenn es nur um die 1-5 Sekunden Reaktionszeit beim Anfahren geht, die den Unterschied ausmacht, weil der Sportwagenfahrer/ die E- Auto- Fahrerin neben mir denken, dass ihre höhere PS- Zahl gegen mein Möhrchen sowieso reichen werden (bin viel auf Landstraßen unterwegs, wo es an Ampeln für 100-300m zweispurig ist, ehe es wieder einspurig wird).

    Danke, dass du das Update mit uns teilst. Ich freue mich SEHR fr dich, dass es letztlich gutartig ist und finde es unglaublich gut, dass du jetzt erst einmal etwas für dich (und deine Tochter) machst, um deine Ressourcen wieder aufzufüllen. Nutz diese Auszeit, um bewusst dem Gedanken mit den Prioritäten Raum zu geben und diesen weiterzudenken , dann bist du auf einem guten Weg für dich.

    Genau, gerade beim Anfahren an der Ampel kann man problemlos dann in der Regel die Spur wechseln, weil die anderen noch etwas brauchen bis sie so weg sind.

    Das schaffe ich auch mit meinem ollen Benziner fast immer und zwar regelmäßig auch „gegen“ E- Autos und/ oder Sportwagen aller Art. Die menschliche Reaktionsfähigkeit ist der wichtigste Faktor beim „Ampelrennen“, um die ersten Millisekunden direkt für sich zu entscheiden. (Mit E-Auto wäre ich dann also komplett unschlagbar. Nice. 😁)

    Ganz einfach: von 0 auf 100 in ca 4 Sekunden beim E Auto, meine alten Benzinmöhrchen brauchten dafür eher 14 Sekunden. Dazu braucht es beim Verbrenner einen recht teuren Sportwagen, während jedes E Auto beschleunigt wie ein Porsche.
    Deshalb braucht es sehr viel weniger freie Strecke zum überholen. Denn generell gebe ich dir natürlich recht, weshalb ich mit Verbrenner auch so gut wie nie überholt habe.

    Ich überhole zwar auch mit meinem alten Möhrchen recht häufig auf der Landstraße, aber der Beschleunigungsunterschied beim E- Auto war mir tatsächlich unbekannt bislang. Vielen Dank also für die Erläuterung.

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