Ich gehe jetzt einfach mal vom Orientierungspraktikum in BW aus. Das dauert drei Wochen und ist damit- bedenkt man, dass du erst einmal ankommen und hospitieren wirst, ehe du Stundenteile bzw. mal eine ganze Stunde übernehmen wirst- deutlich zu kurz für eine (oder gar mehrere) Unterrichtseinheiten. Alles andere wäre auch eine völlige Überforderung für einen völligen Anfänger. Insofern geh ganz realistisch davon aus, dass du je nach Länge des Praktikums ein paar Einzelstunden maximal halten wirst bzw. immer wieder Stundenteile zu verantworten haben wirst (mal einen Einstieg, mal eine Erarbeitung etc.) um so schrittweise zu lernen, worauf du zu achten hast, wie du planen kannst etc. Bei deinen Planungen hast du die Unterstützung der Ausbildungslehrkraft, wirst also normalerweise nicht einfach ins kalte Wasser geworfen und wenn du mal etwas nicht weißt, dann kannst du 1. anbieten das bis zur Folgestunde nachzuschauen (davon bricht niemandem ein Zacken aus der Krone, niemand kann schließlich alles wissen), 2. schlichtweg nachfragen, ob jemand aus der Klasse das direkt wisse (SuS können exzellente Experten sein und dürfen ja auch mehr wissen als wir, auch da bricht uns kein Zacken aus der Krone), 3. wirst du deine Stunden ja inhaltlich vorbereiten, das erhöht deine Chancen zumindest Grundfragen problemlos abdecken zu können (und bei Expertenfragen souverän zu reagieren und zu eigenem Nichtwissen zu stehen), 4. ist die Ausbildungslehrkraft mit im Raum und kann aushelfen, sollte die Beantwortung der Frage zentral sein für den Unterricht. Das ist dann auch kein Weltuntergang, sondern einfach ein Hinweis für dich, in welchen Bereichen du enteder noch gründlicher vorbereiten musst und/oder dich im Laufe des Studiums noch vertiefter einarbeiten wirst müssen. Niemand erwartet im Orientierungspraktikum, dass du schon alles wüsstest. Keine Bange, das wird schon! 