CDU/SPD/Grüne contra Lockerungen
FDP/Linke/AfD pro Lockerungen
Ja mei...
Zugegeben, es ist eine knappe Sache, aber ich sehe den blauen Balken kurz vor 50% und unentschieden+nein ergibt dann knapp über 50%.
Das ist keine "knappe Sache", sondern ein klares missinterpretieren Wollen von Daten. Von jemandem, der mal in seinem Profil behauptet hatte Mathe zu studieren erwarte ich trotz aller dumpfen braunen Parolen samt völliger Ignoranz politischer Zusammenhänge zumindest die Grundbefähigung wenn es um Zahlen geht Fakten und Fake-Parolen auseinanderhalten zu können und auch zu wollen, statt dir direkt Zahlen so hinzumanipulieren, dass sie zu deinen Thesen passen. Das ist nun wirlich plumper Unfug. Selbst dir müsste klar sein, dass du damit nicht durchkommen kannst. Und falls das nicht deutlich genug war: "Setzen, 6!"- Das sollte deutlich machen, wie unqualifiziert das ist.
Ja gut, ich sehe es zwar anders, aber so wichtig ist mir dann die Meinung der Linke-Wähler auch wieder nicht. Interessant ist aber, dass die Grünen am häufigsten für "ja" waren. Kann jemand das parteipolitisch deuten?
Ich hätte zwei mögliche Erklärungen.
Erstens sind Grünenwähler durchschnittlich gebildeter als der Durchschnitt der Bevölkerung und somit vielleicht auch eher in der Lage, komplexe Situationen zu überblicken. Sie erkennen dadurch eventuell eher die Gefahren einer zu schnellen Öffnung.
Zweitens sind Grünenwähler tendenziell wohlhabender als der Durchschnitt der Bevölkerung und sie können somit finanzielle Einschränkungen durch den Lockdown eher verkraften als ärmere Menschen. Außerdem sind auch ärmere Menschen (Kurzarbeiter, Soloselbstständige, Arbeitslose...) eher betroffen von finanziellen Einschränkungen als Wohlhabendere (Lehrer, Dozenten, Ärzte...).
Das würde mir dazu einfallen, muss natürlich nicht stimmen und sind auch nur Tendenzen (es gibt sicher auch ungebildete oder arme Grünenwähler und gebildete oder reiche Wähler anderer Parteien/Nichtwähler).
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie groß das Bedürfnis des menschlichen Gehirns ist unpräzises Geschwafel interpretieren zu wollen. Der Lehramtsstudent hatte mitnichten nach Wählerzusammensetzungen gefragt, sondern nach Parteipolitik, was im Kontext mit einer Zustimmung von Wählern der Parteien zu Maßnahmen der Coronapolitik natürlich wenig zielführend war. Insofern beantwortest du Fallen Angel einfach die Frage, die an der Stelle sinnvoll und zielführend gewesen wäre (und aus der sich indirekt parteipolitische Folgen ableiten lassen, denn Parteipolitik entsteht natürlich vor dem Hintergrund der Wählergruppen, die man als Zielgruppe im Blick hat und ansprechen möchte). Ich würde jetzt zwar nicht allen deinen Aussagen zu den Wählern der Grünen zustimmen wollen (diese rekrutieren sich beispielsweise auch sehr stark aus den Kreisen Studierender, die zumindest zum Zeitpunkt ihres Studiums eindeutig über wenig ökonomisches Kapital verfügen- die Habitustheorie mit all ihren Implikationen scheint mir insofern durchaus interessant zu sein, wenn man sich insbesondere die Wähler der Grünen genauer betrachten möchte), finde es aber beachtlich, wie deutlich sich in so einer "simplen" (=einfach, klar, nachvollziehbar, durchdacht) Antwort der Unterschied erkennen lässt zwischen dem unreflektierten Vor-sich-hin-Schwurbeln eines Lindbergh und einem tatsächlich zielführenden und konstruktiven Beitrag zur Debatte deinerseits. Danke dafür Fallen Angel .
Was dich angeht
@Lindbergh : Solltest du inzwischen tatsächlich im Ref angelangt sein, dann bitte, lern deinen Schülerinnen und Schülern zuliebe klare, präzise, durchdachte, zielführende Fragen zu stellen, statt unscharf vor dich hin zu labern. Und bevor du dich jetzt damit tröstest, dass du das sonst ja im RL total gut hinbekommen würdest, nur online Fragen vor dich hinrotzen würdest: Das halte ich für so unwahrscheinlich, dass ich es ausschließen möchte. Wer prinzipiell eine Neigung dazu hat den Dingen auf den Grund gehen zu wollen (zeigst du online so gar nicht), sich Fakten anzulesen und verstehen zu wollen (zeigst du online so gar nicht) und entsprechend klare und zielscharfe Fragen und Antworten an vielen Stellen sucht und auch selbst zu leisten sucht wenn möglich (zeigst du online so gar nicht), der wird diese Grundhaltungen auch online mindestens hin und wieder mal durchscheinen und erkennen lassen, egal wieviel wir alle auch mal im Eifer des Gefechts wenig durchdacht hinrotzen mögen. Wer das online gar nicht erkennen lässt wie du, der wird nicht plötzlich im RL ein völlig anderes Diskursverhalten an den Tag legen. Deine mangelnde Zielschärfe ist gerade in einem Beruf wie dem unseren, wo Fragen und Fragetechniken eine relevante Rolle spielen, ein Problem. Du bildest Kinder im Grundschulalter aus, die je nach Elternhaus überhaupt erst herangeführt werden müssen an klares, zielscharfes Fragen und entsprechend zielgerichtetes Antworten. Zumindest ich hier an der Sek.I sehe sonst nämlich später die vielen Schülerinnen und Schüler wieder, die das noch nicht genau genug gelernt haben und die oft bis zum Abschluss größte Probleme haben statt vor sich hin zu schwurbeln klar und zielscharf zu fragen oder zu antworten (die umgekehrt aber oft sehr dankbar sind, wenn Lehrkräfte ihnen klare und präzise Fragen stellen, weil sie selbst vor lauter Geschwurbel gerne mal den roten Faden verlieren). Also bitte, fang an dir mehr Mühe zu geben in deinem Diskursverhalten, damit am Ende zumindest im RL ein halbwegs ordentlicher Lehrer aus dir werden kann, der nicht nur infolge des akuten Lehrkräftemangels an den Grundschulen eine Stelle bekommt. Das sind alle Kinder wert!