Beiträge von CDL

    Das Beispiel war gar nicht so doof. Die Frage ist auch, ob ich Abends auf der leeren Autobahn mit 200 km/h fahren sollte. Das ist doch genau das Beispiel. Wahrscheinlich ist es sicher. Trotzdem besteht die Gefahr, dass doch plötzlich ein Auto auftaucht oder ich die Kontrolle verliere und dann mich und andere Gefährde. Es könnte auch einfach ein Tier auf die Bahn springen Es ist nicht verboten aber sicherlich nicht das sinnvollste Verhalten.

    (...)

    Und jetzt sind wir wieder beim Auto. Natürlich kann man mit 10 Leuten aus dem eigenen Haushalt einkaufen gehen. Aber es wäre für alle besser, wenn jeder einzeln einkaufen geht.

    Genauso kannst du mit 200 über die Autobahnfahren. Es wäre aber gesellschaftlich besser, wenn du es nicht machen würdest.

    Als Mensch, der schon in der Fahrschule mit Tempo 200 mit dem Fahrlehrer über die Autobahn geheizt ist fühle ich mich gerade irgendwie marginalisiert und kriminalisiert (auch wenn mein aktuelles Auto so ein Tempo nicht annähernd hergeben würde, da ist bei 150km/h Schluss). :heul:

    Gibt ja auch den „Trend“ in Onlinekonferenzen zu filmen und die Videos ins Internet zu stellen.

    Einer der Gründe warum ich niemals eine Konferenz bei jitsi halten würde!

    Aber im Grunde kannst du auch nichts dagegen machen. SchülerInnen können einen ja auch im Präsenzunterricht filmen, ohne dass man dies mitbekommen. Ist halt die Gefahr, die man als lehrende Person eingeht. Wenn ich darüber nachdenke was mir mein kleiner Bruder schon für Videos aus seinen Vorlesungen gezeigt hat 🙄🙄🙄 da merkt man die geistige Reife.... 🙄🙄🙄

    Jup, habe ich im Ref auch schon erlebt, dass ein paar SuS (nicht bei mir, bei einem Kollegen) im Unterricht wiederholt heimlich mitgefilmt hatten und das mit dem Ziel der Diffamierung entsprechend zusammengeschnitten ins Netz gestellt haben. Führte letztlich zu Schulausschluss, Hausverbot und selbstverständlich einer polizeilichen Anzeige, die von der SL mitgetragen und unterstützt wurde.

    Kleiner Zwischenstand bei mir: Im Fremdsprachenunterricht profitiere ich gerade ganz außerordentlich vom Fernlernunterricht, weil die vielen kleinen Momente, die Zeit kosten z.B. bei Gruppenarbeiten (Gruppeneinteilung, SuS erklären, dass sie die Gruppe nicht noch wechseln können, Gruppenorte zuweisen, nochmal erklären, wo Gruppe "Kopflos" sich trifft, zum Gruppenort gehen, sich absprechen, anfangen, Lärmpegel im Raum...) mit wenigen Klicks erledigt sind, nach denen die SuS in ihren Break out-Räumen dann wirklich nur zu dritt oder zu viert miteinander sprechen und deutlich konzentrierter arbeiten können oder die Einbindung diverser Medien ganz einfach möglich ist durch den geteilten Bildschirm mit dem Unterrichtsassistenten, in dem ich Video- und Audiodateien anklicke und einbinde (wir haben keine PCs in den Räumen, auch kein zuverlässiges WLAN, wenn ich also den ganzen Tag über immer nur 45min in einem Raum bin, baue ich nicht ständig mein Tablet/Laptop auf und ab mit dem externen CD-Laufwerk für den Unterrichtsassistenten, sondern nutze halt den guten alten CD-Player). Das summiert sich ganz ordentlich und wird mir wohl erlauben aus der Fernlernphase mit einem kleinen Zeitvorsprung auf meinen Plan hervorzugehen, den ich in intensivierte Sprechübungen in Präsenz investieren und dafür gut brauchen kann (denn dieser Aspekt kommt trotz allem, was ich dafür mache, plane und einbinde meines Erachtens immer noch zu kurz, weil es eben doch zuviele SuS gibt, die keine zuverlässigen Internetverbindungen haben an vielen Tagen und deshalb nur schreiben können, nicht sprechen). Ich glaube, ich werde einige Elemente, die ich jetzt gerade für mich entdecke und einbinde auch künftig beibehalten im Präsenzunterricht.

    (...) Das bringt mich nun zu der neuen Fragestellung, ob ich in NRW überhaupt eine Planstelle in der Region wo ich hinmöchte finden werde wenn der Bedarf eigentlich gedeckt ist. Vielleicht „lohnt“ sich das Ref gar nicht wenn ich vorhabe in NRW zu unterrichten...

    Ob der Bedarf gedeckt sein wir, wenn du fertig bist mit dem Ref weißt du nicht, deshalb: Frühzeitig Kontakt mit Schulen in NRW aufnehmen. "Bedarf gedeckt" heißt auch nicht, dass keine Planstellen ausgeschrieben werden würden, sondern eben nur, dass die Anzahl der Absolventen ausreichend ist, um den Bedarf mit denen abzudecken und eben keine zusätzlichen OBASler mehr zu benötigen. Das tangiert dich also nicht: Wenn Stellen ausgeschrieben werden für deine Fächer, wirst du dich nach dem Ref dafür bewerben können in NRW. Ob die Stellen dann am Ende aber genau in dem Teil von NRW liegen, in den du am Liebsten ziehen wollen würdest ist unklar. Da musst du dann halt für dich abwägen, worum es dir bei einem Umzug nach NRW genau geht: Muss es genau die eine Region sein und wenn die nicht, dann gar nicht NRW? Oder geht es dir überhaupt erstmal darum näher an irgendetwas (Familie, Freunde...) zu sein, so dass auch ein Umzug nach NRW überhaupt bereits eine Verbesserung wäre von der Entfernung her? Örtliche Flexibilität wirst du sicherlich mitbringen müssen bei so einem Bundeslandwechsel ohne Mangelfach für das Zielbundesland, da dir dort sicherlich nicht einfach der rote Teppich ausgebreitet wird (eh sei denn, du findest am Ende eine BBS, die zufällig genau deine Kombi sucht und in einer so wenig begehrten Region NRWs liegt- die aber zufällig deine Zielregion wäre- dass man dich dort mit Kusshand nimmt). Wenn es nur z.B. Köln sein darf, dann wäre das vermutlich etwas schwierig.

    Ja. Ich habe jahrelang nur selbst gebackenes Brot gegessen, hatte dafür irgendwann auch einen Brotbackautotmaten, als ich in eine Wohnung gezogen bin ohne eigenen Backofen. Als der Brotbackautomat kaputt gegangen ist, habe ich das ein paar Jahre lang ncht mehr gemacht (der externe Mikrowellen-Umluftofen hat zwar Pizza backen können, bei Brotkruste ist er aber gescheitert). Jetzt in der neuen Wohnung mache ich das wieder häufiger, dank gutem Backofen. Das macht einfach Spaß und schmeckt gut.


    DUUM verrät uns sein/ihr leckerstes Rezept für selbst gebackenes Brot.

    Hat jetzt nur am Rande mit dem Thema zu tun, aber warum sind euch "runde Geburtstage" denn so wichtig? Ich verstehe es absolut, wenn man als Jugendlicher den unrunden 18. groß feiern möchte, aber 30/40/50/60...? Ich sehe da irgendwie nur gesellschaftliche Konventionen, warum diese "groß" sein sollten bzw. besonders (wichtig), nichts, was etwas mit mir zu tun hätte und mir wichtig wäre.:weissnicht:

    Als ich letztes Jahr 40 wurde fing das dann auch schon an mit dem Rumdrucksen der SL "Äh, sie haben ja einen runden Geburtstag... Darf man gratulieren, auch in der DB später ? Sollen wir die Zahl weglassen?" (Als wären qua Geschlecht Altersangaben problematisch, auch wenn man den Zehnerwechsel für so wichtig erachtet.) Dieses Jahr sind es 41 Jahre-finde ich viel cooler als Zahl (Primzahl), nächstes Jahr werde ich ein Jahr lang quasi allwissend sein (ist was für Nerds) - Das finde ich viel spaßiger, als "runde Geburtstage". Also: Was ist daran für euch persönlich wichtig? (Vielleicht verstehe ich so zumindest etwas besser warum Menschen meinen 50.en irgendwann wieder arg relevant finden werden, auch wenn man qua Geschlecht dann angeblich wieder keine Zahl nennen darf und zwinkernd 10 oder 20 Jahre abzieht...)

    Aha und du kannst aus der Ferne beurteilen, dass eine Kollegin, die möglicherweise Lungenkrebs hatte nicht zu Gruppe mit der höchsten Priorität gehören könnte?! (Wobei Wollsocken ja klar geschrieben hätte, dass es bei ihnen nicht so streng kategorisiert sei wie in Deutschland, aber selbst wenn es das wäre : Lungenkrebs-wenn wir den jetzt einfach mal als gesetzt betrachten mangels anderer Informationen - plus Corona scheint mir eine Kombination mit einer außerordentlich hohen Wahrscheinlichkeit zu sterben zu sein, weil die Lunge eben nicht annähernd so belastbar mehr ist, wie bei einem gesunden Menschen.) Auch hier in Deutschland kann man auf Antrag (der aktuell eben teilweise noch anwaltlich durchgesetzt werden muss, deshalb wird da noch einmal nachgearbeitet) früher geimpft werden, wenn man nachweisen kann einer anderen Priorisierungsgruppe anzugehören. Dass das hier in Deutschland noch so umständlich ist, bestimmte Gruppen (wie ALS-Erkrankte), die in jedem Fall Gruppe 1 angehören sollten, ganz vergessen wurden bislang, das ist übel. Wenn der Schweizer Weg sichergestellt hat, dass eine Kollegin mit so hohem Risiko jetzt 1.geimpft ist und 2.endlich wieder ohne entsetzliche Ängste auszustehen am Leben teilnehmen kann, normal arbeiten kann nach fast einem Jahr Präsenzverbot vom Arzt (das dieser wohl kaum erteilt hätte, wenn sie kein entsprechendes Risiko hätte im Fall einer Infektion), dann ist das wirklich richtig gut. Wenn du das nicht verstehst Lehramts-Lindbergh, dann erzählt das nur zum wiederholten Mal, dass dein moralischer Zeiger nicht funktioniert und Empathie dir so fern liegt, dass du hoffentlich am Ende nach dem Studium einen anderen Beruf wählen wirst.

    Wenn du nach dem Ref eine Planstelle in BW annimmst, dann bist du ob mit oder ohne Elternzeit an BW erstmal gebunden und kannst in der Probezeit sowieso nicht ins Ländertauschverfahren. Das wäre also Quatsch, erst die Planstelle in BW anzutreten, wenn du eh schon weißt, dass du während der Probezeit die Familienplanung samt Bundeslandwechsel absolvieren willst. Spar dir den Stress (und den Frust, wenn es nicht klappt, denn BW bildet dich nicht deshalb jetzt im Seiteneinstieg aus, weil es nach dem Ref direkt auf dich verzichten könnte) und geh nach dem Ref direkt nach NRW. Planstellenantritt in BW ist der falsche Weg, wenn NRW das Ziel ist und du möglichst schnell dort sein willst können und nicht erst in 3-x Jahren. Also Ref in BW abschließen, BW abhaken, nach NRW umziehen, Planstelle finden und antreten und dann alles Weitere. Das ist der Weg, den du vernünftigerweise für dich gehen solltest. Sonst bist du nur die nächste Kandidatin, die kaum in der Probezeit nachfragt, wie man während derselben Schule/Schulart/Dienstherrn wechseln kann und frustriert zu erfahren, dass das so nicht einfach klappen wird.

    Bekommt man im Seiteneinstieg in BaWü das 2. Staatexamen? Also wegen Wechsel nach dem Ref, ohne über eine Planstelle in BaWü zu gehen?

    Ja, der Seiteneinstieg endet mit 2.Staatsexamen hier in BW, deshalb wäre es auch Quatsch nieke das Ref abzubrechen, nachdem NRW für diese Kombi gerade gar keinen Seiteneinstieg anzubieten scheint. Mach das Ref fertig. Danach werden die Karten eh neu gemischt, weil du dich auf eine Planstelle in allen 16 Bundesländern problemlos bewerben kannst, so deine Fächer gesucht werden. Schau, dass du frühzeitig beginnst Schulen in NRW zu kontaktieren, ob diese Interesse haben an dir, dann klappt es womöglich direkt nach dem Ref. In der Probezeit sind schon normale Versetzung fast unmöglich, das Ländertauschverfahren kannst du da knicken. Insofern wäre der perfekte Moment für den sicheren Bundeslandwechsel nach dem erfolgreichen Ref in BW und vor Planstellenantritt in NRW. Zurück in deinen alten Job könntest du dann im Zweifelsfall immer noch, falls es nicht direkt klappt mit der Planstelle. Oder die Familienplanung vorziehen oder erstmal KV-Stelle machen, um einen Fuß in die Tür zu bekommen und dich einer Schule direkt zu empfehlen.

    Sag jetzt nicht, Ihr hättet Einkaufswagen gehabt...

    :staun:

    Da lagern wir immer die "Karteileichen" drin, die nur physisch im Unterricht sitzen, mental aber gerade in Timbuktu, bei der Freundin, im heimischen Bett etc. verweilen. Ihr etwa nicht?!? :staun: Wie stapelt ihr die denn ordnungsgemäß und transportiert sie bei Raumwechseln sicher durchs Gebäude? :?::?::?:

    Spoiler anzeigen

    (Spoiler: Wir haben nur ein Treppenhaus, keinen Aufzug, bei uns ist das also wahlweise sehr sportiv für die geistig gerade ansprechbaren und physisch belastbaren Klassenkameraden oder sehr *hüstel* "rumpelig" für die Insassen. :teufel::stumm:)

    Guter Plan, aber nein, ich muss einiges wegkorrigieren an Fernlernaufgaben und dann meine Noten machen, damit ich Ende kommender Woche meine Notenlisten an die SL senden kann. Morgen steht dann noch bekocht werden von Papa auf dem Plan samt gemeinsamem Spaziergang.

    Aber DUUM legt sich gleich für mich mit auf die Couch. :sofa:

    Von Corona wurde niemand überrascht 🤣. Also doch eine geplante Sache. 🤣🤣 Deine angreifende Art ist mir hier schon öfter aufgefallen.

    Wir wurden im März von den Maßnahmen teilweise schon überrascht und werden es teilweise aktuell noch. Maßnahmen werden bei uns teilweise über Nacht beschlossen und direkt am nächsten Tag umgesetzt. Im Dezember hatte ich schon mal eine Änderung von Schulstunde zu Schulstunde 😥.

    Die Gesetzgebung ist in Österreich eine andere: Kinder unter 12 dürfen nicht alleine gelassen werden (ist sogar eine Straftat). Vor Corona war es nicht nur in meiner Familie normal, dass Kinder zum Einkaufen mitkommen. Hier werden Kinder halt nicht weggesperrt, sondern sind selbstverständlicher Teil des Alltags. Ja, ich weiß, für Deutsch etwas ungewohnt, aber im Ausland normal und auch gut so.

    Nach diesem Tag haben wir uns natürlich schon anders organisiert und gehen einzeln oder max zu zweit (auch mein Kind möchte mal einkaufen). Ich möchte noch erwähnen, dass beimuns schon mehrere Monate Distance Learning ist und Kinder bzw. Jugendliche nur zum Einkaufen oder Arztbesuche das Haus verlassen dürfen. Draußen spielen ist kein ausreichender Grund, das Haus zu verlassen (Bin froh über unseren Garten hinter dem Haus).

    Ich bitte mal um 2 Dinge: Schaut auch mal nach außen (nicht nur auf Zahlen, sondern wie geht es den Menschen) und seht nicht alles so verbissen (Die Maske und der Abstand verbieten nicht den Humor und die Fröhlichkeit).

    Den fetten markierten Teil kann ich aus meiner Erfahrung und als solches Pauschalurteil keinesfalls unterschreiben. Das gilt hierzulande, wie auch in anderen Ländern für manche, längst aber nicht alle Eltern oder gar eine Mehrheit (wage ich mal zu behaupten).

    Für den Rest volle Zustimmung. Mehr Empathie, Mitmenschlichkeit, Sehen der Bedürfnisse meiner Nächsten statt diese aus Unwissenheit einfach pauschal abzuurteilen würde uns allen auch jenseits von Corona gut tun, gerade jetzt ist das aber eine ganz besonders wichtige Tugend, um den zwischen- und mitmenschlichen Kntakt ungeachtet aller räumlichen Abstände nicht zu verlieren.

    Der Artikel ist gut, die Kommentare teilweise unverschämt.

    Scheinbar ist einigen Leuten seit Corona auch der letzte Funke Einfühlungsvermögen und Mitgefühl abhanden gekommen und jeder denkt nur noch an sich.

    Mir tun die Erzieher zur Zeit echt leid und ich finde, sie sind in den Medien bisher viel zu wenig präsent gewesen.

    Ja, auf jeden Fall. Meine eine Nachbarin ist Erzieherin in einem Kindergarten. Über 60, einschlägige Vorerkrankungen, hatte vor einigen Wochen eine Corona-Infektion, die zwar zum Glück harmlos verlaufen ist, hat aber große Angst, sich einerseits erneut anzustecken und andererseits ihre pflegebedürftigen Eltern anzustecken, die teilweise auf ihre Unterstützung angewiesen sind, weil der Pflegedienst nicht alles abdecken kann. Ihre Kolleginnen sind weitestgehend Anfang- Mitte 20 und gehen weitstgehend davon aus, dass Corona total harmlos sei und man mit den ganzen Regeln völlig übertreibe, insofern ist sie dort die Einzige, die sich schon seit Monaten klare Gruppentrennungen wünscht oder dass zumindest die Erzieherinnen durchgehend MNS/FFP2-Masken tragen. Die Auslastung in der "Notbetreuung" führt bei denen momentan zu rund 70%-80 % (je nach Wochentag und Elternwille) der üblichen Belegung, nicht zuletzt auch, weil die Kolleginnen die Eltern ermuntern ihre Kinder ruhig zu schicken, es sei ja alles in Ordnung, was viele Eltern nur allzu gerne glauben wollen, um ihr Betreuungsproblem gelöst zu wissen (menschlich verständlich und eben trotzdem falsch an dieser Stelle). Ein echtes Trauerspiel. Wenn sie es nicht mehr aushält erzählt sie mir dann, worüber sie sich gerade Sorgen macht beruflich, weil sie sich auch sonst politisch nicht gesehen, wahrgenommen und gehört fühlt.

    Weil Du den Bezug nicht herstellen kannst oder einfach nur miesepetrig und humorbefreit bist?

    Ich werf mal das Stichwort "Netiquette" ein oder auch Nutzungsregeln. Den sachlichen Bezug dieses persönlichen Angriffs kann ich zumindest nicht erkennen. (Und ja, mir war klar, worauf du anspielen wolltest im Ausgangsbeitrag und ich habe das ebenfalls in dem Kontext für völlig unangemessen gehalten.)

    Absurder als die Einkaufswagenpflicht finde ich es ja, in diesen Zeiten mit 5 Leuten durch den Supermarkt zu walzen.

    Gilt übrigens auch für die Mutter/Tochter-Situation. Erscheint mir irgendwie als der falsche Zeitpunkt für gemütliches Flanieren durch den Supermarkt - was ich hier allerdings leider auch teilweise beobachte. Vielleicht machen Einkaufswagen den Einkaufsspaziergang wenigstens etwas unbequemer und der eine oder andere wartet doch lieber im Auto 😊

    Ich verstehe, was du meinst, aber ich weiß, wie sehr ich mich aktuell freue mal etwas außerhalb der eigenen vier Wände zu tun zu haben und fände es entsetzlich, wenn Kinder gar nicht mehr rauskommen würden. Fünf Personen empfinde ich auch als unangemessen, das sind dann ggf. vier Menschen die im Winter draußen warten müssen, bis ein Einkaufswagen frei wird. Ich finde auch Erwachsene müssen grad nicht pärchenweise einkaufen gehen, mal ein Kind mitzunehmen halte ich aber einerseits für teilweise unumgänglich und *andererseits auch für hilfreich, damit die Kinder eben auch noch etwas anderes sehen und erleben. Da muss man finde ich den Aspekt des Kindeswohls mit im Blick haben.

    Wenn es zu Wechselunterricht kommen sollte. War ich je ein Fan von Wechselunterricht? Nein ;) .

    Werd erst einmal selbst Lehrer, ehe du bei Themen mitdiskutierst, von denen du offensichtlich null Ahnung hast. Oder geh dafür in eines deiner anderen Foren, am besten das für Feinde allen Digitalens, die den konstanten immanenten Widerspruch gepflegt ignorieren, wenn es um hedonistische persönliche Bedürfnisbefriedigung geht und nicht etwa um professionelle Belange.

    Wechselunterricht ist aktuell keine Frage des "wenn", sondern des "wann". Als aktiver Lehrer mit eigenen Klassen wäre dir das bewusst und zwar unabhängig davon, was dann welches Land für welche Klassenstufen entscheiden wird. Am Ende werden alle mindestens in der Sek. I, Sek. II und folgend Wechselunterricht als Startbedingungen bekommen. Wer eine Ahnung von schulischen Abläufen hat, der weiß, dass es nicht damit getan wäre Container aufzustellen ohne zusätzliche Lehrkräfte dafür zu haben, weiß, dass solche Container nicht mal eben republikweit auf Schulhöfen einsatzbereit landen etc. Studier erstmal fertig, ehe du meinst uns hier erzählen zu müssen, wie es laufen könnte im Alltag, den du offensichtlich nicht kennst, denn soviel Ignoranz lässt sich anders nicht erklären.

    Bei uns ist die Schule weiterhin komplett zu, auch die Jahrgangsstufe. Ist bei euch die Inzidenz schon unter 50 oder die Schulleitung besonders mutig?

    Bei uns auch. Wir sind aber auch einer der Bereiche in BW, die sehr zuverlässig auch jetzt noch deutlich über 100 liegen bei der Inzidenz. Ich bin insofern persönlich erleichtert, trotz gleichzeitiger zunehmender Sorgen um meine SuS angesichts teilweise gleichgültiger Eltern, wenn die Kinder erkennbar mit psychischen Problemen infolge der Situation zu kämpfen haben.

    Eine ehemalige Mitanwärterin von mir hatte in der Ukraine Lehramt u. A.mit Germanistik studiert gehabt. Sie musste vor dem Ref zur Zulassung ein Kolloquium machen, um ihr Fachwissen nachzuweisen und hatte im Ref z. B. die Auflage zusätzliche Unterrichtsbesuche zu absolvieren (ich meine, die waren bei ihr auch teilweise bewertet und entschieden über die Zulassung zum 2.Staatsexamen). Also ja, das geht durchaus, ist aber sicherlich immer so individuell, dass es dir wohl mehr helfen wird, dich mit der für Anerkennung zuständigen Stelle in Verbindung zu setzen. Die haben entsprechende Erfahrungswerte und können dir direkt sagen, was sie brauchen /erwarten oder was auch gar nicht geht. Um welches Bundesland geht es dir denn?

    Glaubst du ernsthaft? Auch für die Grundschulen?

    Wird man abwarten müssen, wie sich die Situation weiter entwickelt. Nachdem es aber ausgerechnet eine Kita war, die jetzt betroffen ist und so viele Kinder ebenfalls betroffen sind, fällt es schwer eine Öffnungsrhetorik beizubehalten, wie gestern bei Lanz. Da überholt halt grad die Realität die Wahlkampfrhetorik (war sowieso ein miserables Thema für Wahlkämpfe und erbärmlich, dass die Grünen sich dem angeschlossen haben). Momentan befürchte ich auch, dass wir nicht vor Ostern in voller Präsenz sein werden. Ab wann Hybridunterricht kommen wird bleibt abzuwarten. Schauen wir mal wie die Situation Mitte Februar aussieht, ob dann zumindest eine Teilöffnung im Wechselmodell realistischer aussieht, als heute. Ich wage mich aktuell an keine Prognose.

Werbung