Auch wenn die Antwort jetzt als Draufhauen interpretiert wird:
Ich sehe nicht, wie man mit derartig gravierenden psychischen Problemen den stressigen, lauten und fordernden Schulalltag, geschweige das Referendariat überstehen kann. Ich würde persönlich eine Orientierung in eine andere Richtung vornehmen, mit der Option auf Rückkehr in den Schuldienst, wenn diese Probleme im Griff sind.
Genau wegen solcher Antworten bin ich ehrlich gesagt sehr sehr froh, dass ich als ich an Nachgedachts Stelle war vor einigen Jahren noch und auch noch gar nicht wusste, wie sich das mit dem Assistenzhund entwickeln würde, ob ich tatsächlich meinem Wunschberuf würde nachgehen können, nicht so eine Frage in so einem Forum gestellt habe. Womöglich hätte mich das zu sehr entmutigt zu einem Zeitpunkt, zu dem ich allen Mut und alle Kraft benötigt habe, um eben an den Punkt zu kommen meinen Beruf ausüben zu können, ein Ref erfolgreich absolvieren zu können, durchzusetzen, dass der Hund mich überall dort begleiten darf, wo ich ihn benötige. Ich werde hier nichts preisgeben, was Nachgedacht mir anvertraut hat, deshalb bleibe ich jetzt einfach bei mir, die ich mit Schwerbehinderung und mit Assistenzhund meinen Schullalltag bewältige- genau wie viele andere Kolleginnen und Kollegen im Schuldienst, die ich zum Glück kenne. Bedenkt bei euren Antworten bitte, dass Nachgedacht noch sowohl am Anfang des Studiums steht, als auch am Anfang des gemeinsamen Wegs mit dem Assistenzhund. Sehr vieles, was sich jetzt noch gar nicht absehen lässt, kann sich noch entwickeln. (Und ich hoffe, du erlaubst es dir selbst Nachgedacht , erst einmal zu sehen, wie deine weitere Entwicklung mit dem Hund sein wird, ehe du womöglich vorschnell deinen Wunschberuf aufgibst.) Als ich meinen Assistenzhund zu mir geholt habe war es selbst undenkbar, dass ich mein Studium würde abschließen können, ich konnte nicht arbeiten, die Agentur für Arbeit hat meine Frühberentung vorgeschlagen. So schlecht ging es mir, wohingegen Nachgedacht weiter im Studium engagiert ist. Mein persönlicher Plan und meine Hoffnung mit dem Hund sah recht ähnlich aus wie bei Nachgedacht: Ich habe aus tiefstem Herzen gehofft binnen 5-10 Jahren wieder wenigstens halbwegs normal leben zu können, evtl. auch wieder arbeiten zu können. Eine bessere Prognose konnte mir damals kein Arzt geben. Durch den Assistenzhund hat sich das dann urplötzlich immer schneller entwickelt mit dem Ergebnis, dass ich nach 2 Jahren meine sämtlichen 5-Jahres-Gesundheitsziele übertroffen hatte. Mit dem Ergebnis, dass ich meine Arbeit wieder aufnehmen konnte, mein Studium wieder aufnehmen konnte, fertig studieren konnte, ein Ref absolvieren konnte und jetzt in der Verbeamtung auf Probe bin. Absehbar war das auf gar keinen Fall, als der Hund zu mir gekommen ist, möglich ist es aber, gerade wenn man so nachhaltig für sich kämpft und alternative Lösungswege für sich sucht, wie auch Nachgedacht das ganz offenkundig für sich macht.
Lasst Nachgedacht also bitte etwas Raum, für die weitere Entwicklung, statt sie jetzt, an dieser sensiblen Stelle, weiter zu entmutigen. Wenn sie feststellen sollte, dass der Schuldienst nicht ihr Weg sein kann, habe ich keinen Zweifel angesichts ihrer Frage hier, dass sie selbst sich dies eingestehen kann und einen alternativen Weg suchen wird.
Also bitte 1. hört auf euch auf den Assistenzhund einzuschießen und den zum Ausschlusskriterium (teilweise jedenfalls) hochzustilisieren. Das ist er nicht. Punkt. Wer 2. wissen möchte, wie man was im Schulalltag mit Assistenzhund regeln und organisieren kann (sei es aus meiner persönlichen Erfahrung heraus oder basierend auf den Erzählungen meines Bekannten zu seinem Unterricht), darf gerne einen eigenen Thread dazu eröffnen, damit wir hier nicht von der eigentlichen Frage von Nachgedacht immer weiter wegkommen. Danke. 
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Du bist erst 21 Nachgedacht . Was verlierst du, wenn du dir jetzt einfach erst einmal 2 Jahre Zeit gibst in dem gemeinsamen Weg mit dem Hund, um zu sehen, wohin dich das gesundheitlich führen kann? Bis dahin bist du beinahe fertig mit dem Studium mit dann gerade einmal 23 Jahren. Solltest du feststellen, dass der Schuldienst tatsächlich eine Belastung wäre, die dann falsch für dich wäre, könntest du immer noch einen aufbauenden anderen Masterstudiengang absolvieren, wärst danach immer noch jung beim Berufseinstieg und hättest am Ende womöglich genau die Zeit gewonnen, die du und ihr gerade braucht, damit du gesünder werden kannst. Du bist so mutig gewesen bisher, versuch an dieser Stelle noch einmal etwas mutig zu sein und für dich und deinen Wunschberuf zu kämpfen, solange noch gar nicht absehbar ist, wie deine weitere Entwicklung sein wird.