Beiträge von CDL

    Schade, dass es dazu wohl keine explizite Regelung gibt, sondern nur per Ableitung aus dem Vorliegenden erschlossen werden kann. Fazit: Nach dem Kotzen auf die Aufgabenblätter, ab zum Arzt und sollte der Umfang der bis dato dokumentieren Lösung nicht für eine Bewertung ausreichen, Nachschrift. Danke euch soweit.

    Was genau meinst du bitte mit „expliziter Regelung“, was der Paragraph 20, Abs.2 BaySchO oder analoge Vorgaben für einzelne Schularten, wie die von Caro für den Grundschulbereich Zitierte nicht umfassen?

    Gesetzestexte sind- wie dir zumindest wenn du eine Lehrkraft sein solltest klar sein müsste- immer abstraktere Vorgaben als der individuelle Einzelfall, der natürlich dementsprechend abgeleitet werden muss und kann. Niemand wird ein Einzelgesetz erlassen für SuS, die sich mittendrin auf ihre Klassenarbeit erbrechen.

    Bist du eine Lehrkraft oder doch Elternteil respektive betroffener Schüler oder Schülerin?

    Ich geh am 1.4 zum Bürgeramt meinen uralten rosa Führerschein umtauschen (zwangsweise, unter Protest!!!). Den alten (waschmaschinenfesten!!!) Führerschein könnte ich dann wohl- über Jahrzehnte- für einen Aprilscherz wiederverwerten. :gruebel:

    Wenn der Schüler tatsächlich krank ist, dann lässt du ihn halt nachschreiben, wenn er wieder gesund ist. Das sollte auch in Bayern der Normalfall sein.

    Wenn du gewisse Zweifel hast, ob der Schüler tatsächlich krank ist oder doch nur die Aufgaben zu schwer waren, dann schreibst du den Eltern, dass du ein ärztliches Attest benötigst. Das würde ich aber vorher mit der Schulleitung absprechen, sowohl um sicherzustellen, dass diese hinter dir steht, als auch um das bei Bedarf mit der entsprechenden Vorgabe aus dem bayrischen Schulrecht zu untermauern (also dass du ein Attest einfordern darfst).

    Entsprechende Vorgaben dürfte es in allen Schulgesetzen geben.

    Auch Chaoten mögen Aufmerksamkeit und Belohnungen und hassen es nach jedem Schultag das Schulgelände reinlich halten zu dürfen. ;)

    Und was machst du mit den Kindern, für die negative Aufmerksamkeit so normal ist, dass sie so viel wie möglich davon suchen, um ihren unstillbaren Hunger nach Aufmerksamkeit temporär befriedigen zu können? Für die ist den Hof kehren letztlich fast schon eine Belohnung, bei der sie im Zweifelsfall noch zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten. Wenn ich solche SuS zum Nacharbeiten in der Schule einbestelle bedanken die sich hinterher bei mir, dass sie nachsitzen durften, weil sie endlich mal einfach nur ganz ruhig lernen konnten, mir ohne 29 andere SuS im Raum ihre Fragen stellen konnten, ohne sich doof zu fühlen, etc.

    Joa, ich schütze den Teil der Klasse, der was lernen möchte, vor den Chaoten. Dass die an der Schulform grundfalsch sind, muss man den Eltern vorwerfen. Das heißt, wenn man sie mal sieht.

    Jedenfalls kann ich eine solche Tischordnung zumindest zum ausprobieren empfehlen. An der Grundschule sah ich auch mal eine, da war eine äußere Tischreihe zur Wand ausgerichtet, schön reizarm.

    Reizärmere Tische am Rand, die nach außen gerichtet sind haben wir auch, aber mit dem Ziel, dass möglichst ALLE etwas lernen, nicht nur diejenigen, die besonders lernwillig wirken oder denen es gerade gut genug dafür geht. Aber klar: Wir dürfen anders als die Gymnasien auch nicht abschulen, das hilft dem Lösungswillen mancher Lehrkraft zumindest durchaus auf die Sprünge.

    Ich meinte keine echten Inklusionskinder, sondern die üblichen Verdächtigen, daher auch die Anführungszeichen. Mein Tisch hat sechs Plätze, fürs 08/15 Gümmi finde ich das beachtlich.

    Das macht deine Aussage von davor nicht besser und war mir klar, dass du keine Kinder mit anerkanntem Förderbedarf meinst.

    Ist diese "Praxis" (passendes Wortspiel in diesem Zusammenhang...), dass Arztpraxen zum Quartalsende schließen, eigentlich auch anderen User*innen in anderen Gegenden Deutschlands bekannt? Ich habe davon hier von Platty zum ersten Mal gelesen und kenne es aus meiner Region überhaupt nicht so.

    Mir ist das noch nie bewusst aufgefallen. Werde das mal im Blick behalten bei meinen Hausärzten. Nachdem es hier aber auch eine hausärztliche Notfallpraxis am KKH gibt (Abends/ WE/ Feiertage), gibt es immer eine allgemeinärztliche Alternative, sollten tatsächlich Hausärzte im Urlaub und Vertretungen krank/ ebenfalls im Urlaub/ überlastet/… sein.

    Hat hier eigentlich schon jemand das Urteil zum Diabetes Fall geteilt? Wenn nicht, suche ich das nachher mal raus.

    Der BGH hat das Urteil der Vorinstanz (LG Mönchengladbach, 23 KLs 6/23, Urteil vom 15. Februar 2024) bestätigt im Januar 2025. Begründet wurde das unter anderem damit, dass das Landgericht rechtsfehlerfrei angenommen habe, dass die Angeklagten gegen die ihnen obliegende Sorgfalt objektiv und subjektiv verstoßen haben.

    Das Urteil des Landgerichts wurde, meine ich, im Forum im entsprechenden Thread verlinkt. Das kann aber auch jede: r online nachlesen, der meint, sich darauf beziehen zu müssen, damit die dort benannten Fakten stimmen.

    Manchmal ist so ein "Inklusionstisch" besser, dann hat man das Chaos nur in einer Ecke und kann sich in Arbeitsphasen an den Tisch setzen, damit der Rest der Klasse was lernt.

    Hach ja, das Gymnasium mit dem Sonnenstrahl- Einzugsgebiet, da ist das dann nur ein kleines „Inklusionstischlein“, welches man dank Abschulung schnell weiter zu dezimieren vermag. Schließlich soll zumindest der Rest der Klasse etwas lernen, nicht die sogenannten „Inklusionskinder“, die man erfolgreich exkludiert.

    Woher nimmst du denn deine Gewissheit, alles richtig zu machen und alles vorherzusehen?

    Ich habe nie behauptet alles richtig zu machen und schon gar nicht, dass ich alles vorhersehen könne. Ich kenne aber nicht nur meinen rechtlichen Rahmen sehr genau, sondern bedenke auch prinzipiell sehr viele Eventualitäten und worst cases gerade bei Aufsichtspflichtfragen und gehe gerade nicht davon aus, dass etwas schon gut gehen werde.

    Dann würde ich als Schüler "gesund" ankreuzen, egal was ich habe. Schließlich hat die Schule kein Recht Krankheitsdaten zu erheben oder zu speichern und entsprechend habe ich als Schüler das Recht zu lügen, sollten solche Daten doch erhoben werden. Ich verweise in diesem Zusammenhang gerne auf das Schulgesetz NRW §120, Absatz 2.

    Nur als Frage: Woher habt ihr die Krankheitsdaten in der Schülerakte? Hoffentlich ist die Quelle nicht juristisch angreifbar.

    Ich unterrichte im Regelfall Minderjährige. Angaben zu deren Gesundheitsstatus kommen (schriftlich und mündlich) von den Erziehungsberechtigten, genauso wie Angaben zu im Schulaltag potentiell relevanten Allergien, Medikamenten, Akutmaßnahmen. Das wird dennoch vor jeder Fahrt aktuell schriftlich abgefragt. Wer dabei relevante Erkrankungen bewusst verschweigt verunmöglicht Erste Hilfe- Maßnahmen. Zumindest deine volljährigen SuS wären dafür dann selbstverantwortlich, solange du nicht zufällig anwesend bist, erkennst, dass es ihnen schlecht geht und weder 1. Hilfe leistest, noch einen Arzt rufst.

    Es wird- wie üblich, wenn du dich erst einmal in eine Phantasie verbissen hast- immer absurder bei dir.

    Ernsthaft?! Es ist doch nicht Aufgabe der normal tickenden Kinder, für die anderen zurückzustecken und sie durchzuziehen.

    Was genau soll das mit „normal tickend“ zu tun haben?

    Zitat

    Ich war auch so ein Pufferkind und das ist einfach zum Kotzen und eine Zumutung, denn dadurch wird das eigene Lernen nunmal auch behindert und das sollte niemand dulden müssen.

    Aus der eigenen Erfahrung als „Pufferkind“: Das war nicht immer spaßig, hat aber niemals mein Lernen behindert. Das muss also nicht zwangsläufig miteinander einhergehen, selbst wenn es vielleicht für dich so war.

    Zitat

    Die Chaoten kann man sich geschlossen frontal vors Pult holen, damit muss man keine anderen Kinder belästigen.

    Echt, kann man das? Was ist, wenn in einer Klasse von 24 SuS 8 Chaoten sind, die streng genommen alle allein sitzen müssten mit weitem Abstand, Kopfhörern gegen Störgeräusche und einer Einzelbetreuung, sowie weitere 10 SuS nur mitzuarbeiten schaffen, wenn sie neben einem/ einer der mitwirkungsfähigeren/ -willigeren restlichen 8 sitzen (Regelklasse, SEK. 1, Hauptschulzugklasse, kein Brennpunkt)? Wer bekommt einen der Plätze in der 1. Reihe? Wer muss neben wem sitzen, damit überhaupt Unterricht möglich wird?

    Spoiler anzeigen

    Die acht Verhaltenskreativen finden jede Reihe dazu geeignet den Unterrichte komplett aufzumischen, in Reihe 1 drehen die sich dann einfach ungeniert konstant um oder lärmen halt gemeinsam in Reihe 1 (hat ein Kollege mal getestet, die Acht alle in Reihe 1 zu setzen, das Experiment war nach zwei Schultagen beendet).

    Da heißt es, dass Strafanträge gegen sieben Personen gestellt worden sind. Unter anderem auch gegen die Schwimmbadleitung und die Bademeister. Wenn die Schuldfrage so klar wäre, wäre das wohl auch nicht nötig gewesen.


    Von mir aus können Sie dann noch die zuständige Fachabteilung in der Bezirksregierung (keine passenden Vorgaben erstellt) sowie die Eltern des Kindes anklagen, die es immerhin versäumt haben, ihrem Kind vor Schuleintritt schwimmen beizubringen bzw. beibringen zu lassen. Und am besten noch die Kommune, die kein passendes Schwimmbecken zur Verfügung stellt.

    Egal wie viele weitere Strafanträge die Nebenklage gestellt hat: Das ändert nichts an der Verantwortung der Lehrpersonen, sondern bedeutet lediglich, dass aus Sicht der Nebenklage weitere Personen fahrlässig gehandelt und damit zum Tod des Jungen beigetragen haben. Auch weitere Strafanträge gegen das Regierungspräsidium (unsere Form der „Bezirksregierung“) etc. würden daran nichts ändern.

    Ich lese immer wieder, dass Kollegen in Freistunden einkaufen gehen.

    Wie macht ihr das mit der Kühl - und TK Ware? Die kann doch nicht so lange im Auto lagern. Kauft ihr so etwas gar nicht?

    Ich habe das immer auf meinem Einkaufszettel stehen.

    Bei uns würde es auch begrenzten Kühlraum geben (vor allem Kühlschränke gibt es genug dank der Küchen), TK- Raum weniger. Ich kaufe aber tatsächlich sehr wenig TK- Zeug ein und das dann halt nicht in so einem Moment. Auch Kühlware kaufe ich nicht immer ein, das wird dann in so einem Fall nur mitbesorgt im Winter (entsprechende Temperaturen vorausgesetzt), wenn ich das getrost in einer Kühltasche im Auto lassen kann. Obst/ Gemüse/ Brot/ Nudeln/ Tee/ stilles Wasser/ verschlossene vegane Aufstriche/ Hülsenfrüchte kommen aber problemlos eine Weile bis komplett ohne Kühlung aus. Da das generell meine Haupteinkäufe sind, geht das problemlos auch mal in einer Hohlstunde.

    Was ist unverständlich daran, dass gegen den Willen der (bei uns volljährigen) Schüler die Lehrkraft die Inhalte der Krankenakte gar nicht kennen darf?

    Du stellst dich mal wieder extra- doof. Du erfragst vor Fahrt X Vorerkrankungen schriftlich. Ob dann die Erziehungsberechtigten das ausfüllen oder volljährige SuS selbst ist irrelevant. Wenn darin steht, dass es keine bekannten Vorerkrankungen gibt, solche auch nicht bereits in der Schulakte stehen/ anderweitig bekannt sind, dann achtest du immer noch darauf, ob jemand während der Fahrt erkrankt und rufst lieber einmal zu viel den Arzt/Krankenwagen. Wer sich weigert Angaben zum eigenen Gesundheitszustand zu machen von deinen volljährigen SuS darf dann halt von vornherein bereits nicht mit zur Fahrt. Was genau ist daran jetzt so anders als bei nicht- volljährigen SuS?

    beim sitznachbarnwählen finde ich es sehr problematisch, dass lea neben sophie sitzen will, sophie aber nicht so gern neben lea und dass lea das oft merkt. wenn sich jeder wünscht, mal neben sophie zu sitzen, was dann?

    Wenn jeder neben Sophie sitzen möchte ist das physisch unmöglich. Ich sage in meinen Klassen immer, dass wenn am Ende dieselben 3-4 Leute sich nur gegenseitig aufschreiben als Wunschsitznchbar:in, ich dennoch maximal einen Wunsch erfülle und damit jede:r an der anderen Seite jemanden sitzen hat, der/ die nicht auf der Wunschliste steht. Wo es dann solche komplett geschlossenen Wunschsysteme aus taktischen Gründen gibt, kann das im worst case zur Folge haben, dass die Gruppe komplett getrennt wird, weil es sonst an anderer Stelle nicht aufgehen kann. Das verstehen SuS, die derart taktisch vorgehen, auch wenn es ihnen nicht gefällt.

    die angepassten haben aber doch schon das privileg, dass sie in der schule meist gut durchkommen und ein normales und nicht armutsgefährdetes leben führen werden, selbst wenn sie oft neben schwierigeren kindern sitzen. wo sollen die "chaoten" sonst lernen, wie man es richtig macht? man kann doch nicht die eine hälfte des klassenzimmers zum ghetto machen.

    Ich verstehe deinen Standpunkt. Dennoch möchte man ja als Lehrkraft, dass auch die Angepassten sich nicht nur anpassen und dabei halt still, aber teilweise massiv leiden, da manche sich sehr benutzt fühlen und es kennen, dass Erwachsene dieses Gefühl nicht ernst nehmen oder wissen möchten, wie es ihnen geht, da sie halt funktionieren (müssen). Auch angepasste SuS dürfen nicht vor die Hunde gehen oder solche mit privilegierterem Hintergrund deshalb inhärent in ihren (Bildungs-) Bedürfnissen ignoriert oder gar benachteiligt werden.

    Der Spagat, den wir in manchen Klassen deshalb leisten müssen ist extrem. Es darf aber nie nur darum gehen, dass irgendwelche Chaoten eingehegt werden zu Lasten des Rests der Klasse. (Was nicht bedeutet, dass ich dir eine derartige Vorgehensweise unterstellen will oder würde Nihilist.)

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