Beiträge von CDL

    Ja, aber um das noch mal klar zu machen. Das Corona weitere Tote verursacht ist unumstritten. Es ging um die Frage des Verschiebens von wichtigen Operationen. Das Corona selbst sich negativ auswirkt, ist klar. Meine Aussage war nur, dass das Verschieben von nicht wichtigen Operationen für 2 Monate sinnvoll war.

    Ich hatte vom Verschieben einer wichtigen OP geschrieben...

    Eine Garantie, dass am anderen Ende jemand Vertrauenswürdiges sitzt gibt es nie, insofern würde ich da als Lehrkraft keinerlei Anbieter empfehlen und das höchstens möglich machen in Verbindung mit einem langfristigen Schulaustauschpartner, wo eben am anderen Ende auch eine Schule sitzt und ihr den Kontakt zwischen euren SuS ermöglicht als Lehrkräfte. Alles andere ist rechtlich gesehen problematisch.

    Ich möchte nicht der Böse sein aber zur Zeit sehe ich eher nahezu kein Vertretungsbedarf aufgrund der aktuellen Situation.

    Ja, der Markt ist gerade eher tot. Hier in BW wurden auch (und das gilt sicherlich auch für andere BL aktuell) die Spielregeln für KV-Verträge (=befristete Verträge) verändert. Diese dürfen aktuell nur noch bewilligt werden, wenn die Schule nachweisen kann die Lehrkraft für den Präsenzunterricht zu benötigen (dafür gibt es davon momentan schlichtweg zu wenig und man weiß bei den KV-Leuten ja auch nicht, ob sie am Ende einer Risikogruppe angehören und nicht eingesetzt werden dürfen) oder aber sie für den Fernunterricht zu benötigen (auch nicht so leicht, da es schwer fällt darzulegen warum Klassen plötzlich nicht mehr mitversorgt werden können mit Material wie bislang etc.).

    Wenn du ab August Zeit hast und in den Schuldienst wollen würdest, denk über einen Lehramtsmaster nach. Bis du den geschafft hast ist Corona hoffentlich nur noch ein fieser Virus unter anderen den wir ab und an mal im Jahr abbekommen könnten, der dank Medis/Impfung aber behandelbar ist und mit dem Abschluss hast du bessere Karten auch langfristig, weil du eben die erste Wahl sein kannst dank entsprechender Qualifikation.

    Dann besteht auch die Gefahr, dass es abgelehnt wird.

    Stimmt, aber dann hatte das wohl einen rechtlichen Grund, warum die Tätigkeit nicht genehmigungsfähig war und insbesondere als Ref ist es weise, seine dienstlichen Pflichten nicht durch mutwilliges Verschweigen relevanter Tatsachen zu verletzen. Uns wurde von der Gewerkschaft geraten prinzipiell alle Nebentätigkeiten im Ref genehmigen zu lassen um auf Nummer sicher zu gehen und sich nicht selbst rauszukegeln durch eine simple Nachlässigkeit. Am Ende ist die Tätigkeit zwar genehmigungspflichtig, aber auch genehmigungsfähig, weil Art und Umfang deine dienstlichen Verpflichtungen nicht gefährden und du kannst die Tätigkeit nicht nur guten Gewissens ausüben, sondern auch in künftigen Bewerbungen im Schuldienst angeben (macht sich ja nicht schlecht im Portfolio).

    Welches Bundesland?

    Ansonsten Gewerkschaft hinzuziehen und rechtlichen Rat und Unterstützung erbitten, die kennen die Verordnungslage deines BLs genau und selbst eine FFP2-Maske tragen, die schützt dich und wenn sie keinen Atemfilter hat (was die Atmung allerdings erheblich vereinfacht) auch alle anderen. Außerdem natürlich remonstrieren gegen eine entsprechende dienstliche Anweisung mit Verweis auf das Infektionsschutzgesetz und die für dein BL gültige Verordnungslage. Manche Konferenzen mögen tatsächlich unumgänglich sein, aber das Grundprinzip aktuell ist es solche Veranstaltungen wo immer möglich anderweitig zu lösen oder eben zumindest einen Mund-Nasen-Schutz dringend zu empfehlen, Desinfektionsmittel bereitzustellen etc.

    Ich schrieb ja auch wichtige Operationen. Du schriebst von Krebspatienten, die keine notwendige Vorsorgeuntersuchungen bekommen haben. In Deutschland hieß es immer planbare Operationen und wenn medizinisch vertretbar. Dass es bei 80 Mio Menschen natürlich auch immer den Fall gab, wo das nicht geklappt hat, ist klar. Aber es wahr nie das Ziel eine Krankheit gegenüber einer anderen besser zu versorgen. (...)

    Klappt aber eben auch hier in Deutschland nicht überall. Der Bruder einer Freundin sollte im März eigentlich wegen eines Lungentumors (frühes Stadium bei COPD, also mit etwas Glück noch halbwegs gut behandelbar solange er noch nicht gestreut hat bei insgesamt kritischer Prognose angesichts der schweren Vorerkrankung der Lunge) operiert werden. Die OP wurde erst auf Mitte April verschoben, jetzt auf Anfang Mai, während der Tumor "fröhlich" weiterwächst. DAS wäre eine wichtige OP und sie zu verschieben mag das Leben anderer Menschen retten, das Leben dieses Mannes wird es wahrscheinlich weiter verkürzt haben, auch wenn klar ist, dass die Sorge der Ärzte war, dass er sich am Ende im KKH mit seiner angegriffenen Lunge am Ende noch Covid-19 einfangen und das sein Todesurteil sein könnte. Die Abwägungen die Ärzte treffen müssen sind alles andere als leicht aktuell und niemand konnte im März ahnen, dass die Zahlen Anfang Mai so aussehen wie sie es tun, dennoch ist es eine OP, die dringend benötigt wird und bei der tatsächlich jeder Tag zählt angesichts der Aggressivität dieser Art von Tumoren. (Mein Nachbar- ebenfalls COPD-Patient- wurde dagegegen letzte Woche anstandslos operiert, nachdem nach einer ersten Resektion vier Tumore in der Lunge nachgewachsen sind. Auch das gibt es also natürlich, kommt eben auf die Region, die Belastungslage durch Covid-19-Infektionen und das KKH an.)

    Wir haben und ausdrücklich _gegen_ Desinfektionsmittel in den Klassen und öffentlichen Bereichen entschieden.

    Wir haben Seife und Handtücher. Das ist das Mittel der Wahl.

    (Eine Desinfektion von "dreckigen" Händen ist z.B. wenig Sinnvoll, weil das Desinfektionsmittel den Dreck ja nicht abspült,

    sondern auf der Haut verdunstet. Keime, welche sich unter Dreck "verstecken", bleiben so erhalten.)

    Stimmt absolut, klappt aber nur dann gut, wenn es genügend Waschräume/Waschbecken gibt (ggf. auch noch in den Klassenräumen selbst Waschbecken dank Kreidetafeln- die Schulen die das haben sind aktuell eindeutig im Vorteil gegenüber den White- und Smartboadschulen bei denen die Waschbecken meist abgebaut worden sind), um den erforderlichen Abstand beim Händewaschen zu halten. Wo das nicht möglich ist, kommt man um Desinfektionsmittel in allen Klassenräumen nicht herum (an der Schule meines Vaters, wie auch an einigen der Schulen bei denen ich mich diese Woche beworben habe muss man beim Betreten des Gebäudes als erstes an einem der extra dafür aufgestellten Spender die Hände desinfizieren, ehe man beispielsweise die Türklinke eines Waschraums anfasst). Ich glaube aber auch gerade im Hinblick auf Türklinken, Fenstergriffe etc. das man ergänzend Desinfektionsmittel benötigt, nicht zuletzt auch, damit die KuK, die im Präsenzunterricht eingesetzt sind bei Bedarf darauf zurückgreifen können, um sich selbst geschützter fühlen zu können. Solche psychischen Aspekte darf man, auch wenn die Grundhygiene auch anders herstellbar ist, finde ich keineswegs vergessen.

    Bei uns geht's gut los, Montag ist Start und gerade kommt die Anfrage der Schulleitung, ob wir alle nach Flaschen gucken könnten, es wäre nur das Desinfektionszeug gekommen, aber nicht die Spender, damit es in jede Klasse gestellt werden kann. Ja nee, ist klar. :autsch:

    Simple Blumenspritzer, wie es sie für einen Appel und ein Ei bei IKEA und Co gibt, Desinfektionsmittel abfüllen (das bekommen zumindest hier in BW einige Schulen einfach in Großkanistern vom Schulträger zur Selbstabfüllung gestellt, wie ich gerade erst bei meiner Vorstellungesprächsrunde feststellen durfte), fertig.

    Bedankt euch bei den Müttern dafür, dass sie es nicht geschafft haben, ihre Jungs zu sozialen Menschen zu erziehen. (...)

    Oder vielleicht doch auch bei den Vätern, die sich deiner Logik nach komplett aus der erzieherischen Verantwortung gestohlen haben und es nur allzugerne hingenommen haben, dass auch bei der Erziehung ihrer Kinder geschlechtsspezifische Stereotype und Rollen den Kindern auferlegt und anerzogen wurden?

    Das kannst du aber nicht bestimmen, sonst bestimme ich nämlich dass auch keiner mehr pupst, dann stinkt es weniger...

    Also ich bin mir aber wirklich beinahe sicher, dass es ein quasi- seriöse Vermutung eines unbekannten Zimbelforschers gab, der der Überzeugung ist, dass Pupsen Coronaviren abtötet, weil die doch erwiesenermaßen mit ihren ganzen Noppeln keinen passenden FFP-zertifizierten Mund-Noppel-Schutz zum Tragen finden.

    Mich würde interessieren, wie das Praxissemester bei anderen läuft/ lief oder es auch 'gute' Praxissemester gab/ gibt. Meine Erfahrungen waren größtenteils grausig (gemeckert habe ich genug, das möchte ich hier nicht), daher die Frage nach anderen Erlebnissen.

    Und nochmal dieselbe Frage: Was ist dabei dein Ziel bzw. was möchtest du damit für dich erreichen? Hilft dir das beim Umgang mit deinen Erfahrungen oder ist das relevant für deine weitere berufliche Laufbahn...?

    Telefon: Ich habe eine Flat auf Handy und Festnetz, einen Anteil kann man aber steuerlich geltend machen.

    Briefmarken: Du könntest deine Aufgaben im Sekretariat abgeben für den Versand oder Eltern bitten diese dort abzuholen oder (würde ich dir nicht raten) selbtbezahlte Marken steuerlich geltend machen (also das mit dem selbst zahlen würde ich dir nicht raten, wenn du es dennoch machst, setz es wenigstens von der Steuer ab) oder mit deiner SL eine andere schulinterne Lösung finden. :)

    Danke für die hinweise Tom123 und Kris24 .:rose: Habe mir jetzt den Podcast selbst angehört und auch etwas zur Hintergrundimmunität nachgelese. Passt schon, dass erstmal hier nur anzusprechen, denn noch ist da ja nichts gesichert, aber es ist ein interessanter Ansatz.

    Und mal so ganz nebenbei bemerkt: Ich finde es ja toll, dass plötzlich so viel mehr Menschen das Bedürfnis haben nicht nur BlödTV anzuschauen, sondern sich die Tagesschau ansehen, seriöse Zeitungen zumindest online lesen, Hintergrundinformationen recherchieren, wissenschaftliche Podcasts und Youtube-Videos ansehen mit denen man sie sonst hätte jagen können etc. Das dann bei der Einordnung des Gehörten, Gelesenen oder Gesehenen noch das Ende oder Andere schief geht ist normal und gehört dazu. Dennoch ist das ein positiver Nebeneffekt von Corona. Und: Man findet garantiert mit jedem seiner Mitmenschen ein Gesprächsthema aktuell, über das sich austauschen, streiten oder einfach nur diskutieren lässt. Corona lässt jede Art von überflüssigem Smalltalk total alt aussehen. ^^

    Mein Vater hat mir gestern von einem Beitrag von Drosten und dem RKI erzählt, wo diese geäußert hätten man würde aktuell prüfen, ob die Vielzahl asymptomatischer Infektionsverläufe eventuell dadurch erklärt werden könnte, dass die davon Betroffenen bereits früher von einem der anderen Corona-Viren im Rahmen einer Erkältung/eines grippalen Infekts betroffen gewesen sein könnten und somit womöglich bereits über eine Teilimmunantwort verfügten, die mildere Verläufe erlaube, da das Immunsystem schneller adäquater zu reagieren vermöge. Ich habe leider keinen Artikel dazu gefunden, finde es aber doch interessant genug, um das mal zumindest hier einzustellen. Wenn sich das konkretisieren lassen sollte, wäre es - hoffentlich- etwas für den Faktenthread.

    MarleneH, dir würde ich gern ins Gesicht spucken lassen von jemanden der durch die Maßnahmen geschützt hätte werden können in NY oder Italien oder Spanien und aufgrund dämlicher Verhaltensweisen an Covid verreckt ist.(...)

    Bei allem Verständnis dafür, dass die Aussagen auf die du dich beziehst mehr als nur irritierend sind, aber das überschreitet eine Grenze Kapa. Ich finde es zutiefst befremdlich und auch gefährlich, wenn Lehrkräfte der Bundesrepublik Deutschland eine "neue Ordnung" etablieren wollen, ebenso befremdlich finde ich es aber, wenn andere Kollegen es angemessen finden dem Gegenüber zumindest diskursiv Pöbeleien der widerwärtigsten Art in Aussicht zu stellen. Das kannst du rhetorisch besser und weißt es auch besser, also bitte, entwerte deine Argumentation nicht durch solche Grenzüberschreitungen.

    Was genau ist denn dein Ziel, also was erhoffst du dir von dieser Umfrage, bzw. was möchtest du damit für dich selbst erreichen?

    Mein Praxissemester (lange her) war gut, nicht alles perfekt, aber wirklich gut, viele positive und lehrrreiche Erfahrungen. Letztlich dürften die Erfahrungen beim Praxissemester oder anderen studienbegleitenden Praktika (ich habe mein Praxissemester auch nicht als Blockpraktikum gemacht damals, sondern in zwei Teile gesplittet, um im Semester studieren zu können) ähnlich divers sein, wie später beim Referendariat. Es kommt halt immer darauf an, an welcher Schule und welchem Seminar man landet, wie die Regelungen des jeweiligen BLs sind, etc.

    (...) Ich hab mir das jetzt so angeschaut und werde am nächsten Samstag an der Meditation für das Grundgesetz mit machen.

    (...)

    Im alten (also bisherigen System) hat man mit Gewalt gearbeitet. Ich möchte an der neuen Ordnung mit wirken und die soll deutlich gewaltfreier werden. (...)
    was ich übrigens bei diesen Demonstrationen schön und spannend finde ist, dass es kein links und rechts mehr gibt...es sind dort alles nur Menschen ... auch wenn die Tagesschau eventuell was anderes sagt

    Menschen, so unterschiedlich wie sie nun mal sind

    Links und rechts sind weder Begriffe, die die Tagesschau erfunden hätte, noch ließen sich die darin ausgedrückten politischen Differenzen bzw. Haltungen, Werte und Handlungsweisen ausradieren durch Meditation oder die Selbsterklärung nur Menschen sein zu wollen. Eine "neue Ordnung" liest sich für mich nebenbei bemerkt nach Anti-System-Argumentation und die ist eindeutig links- bzw. rechtsradikal zuzuordnen. Wer die Werte des Grundgesetzes mit Leben füllen möchte strebt keine "neue Ordnung" an, sondern will die bestehende Ordnung mit Leben füllen. Was genau ist dein Ziel @MarlenH ?

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