@Wollsocken80 : Grenzenschließen ist nicht die Lösung auf alle Probleme, aber gerade aktuell mit den zwei gesellschaftlichen Herausforderungen stellt es ein probates Mittel dar, sodass der Staat wieder die Kontrolle über alles erhält. Auch aus Klimagründen ist uneingeschränkter Grenzübergang problematisch und ich fände es gut, wenn dieser in Zukunft reformiert wird. Ich muss nicht ständig in der Weltgeschichte herumreisen, um meinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, und wenn ich mich dafür bewusst entscheide (Wenn man nicht Berufspendler ist, kommt das ja sehr selten vor.), darf man mich ruhig beim Grenzübertritt kontrollieren.
Einfach nochmal nachlesen, aus welchen Gründen heraus zunächst die Montanunion gegründet wurde die uns zur heutigen EU und dem Schengenraum geführt hat. Vor allem dabei noch einmal ganz bewusst nachvollziehen, welche Auswirkungen geschlossene Grenzen für Menschen im grenznahen Raum haben und was es tatsächlich für die Menschen hier im Dreiländereck in BW oder in anderen Grenzräumen Deutschlands bedeutet ohne Schlagbäume als eine europäische Region zusammenwachsen zu können und was das im Hinblick auf die große Grundintention der Friedenssicherung bedeutet. Urteilen kommt nicht grundlos in der politischen Bildung nach dem Wissenserwerb. Etwas mehr Urteilskompetenz solltest du dir anarbeiten.
@Wollsocken80 : Es gibt ja bereits länger Kritik an der EU und die aktuellen Zustände sollten Denkanstoß dafür sein, nach der Krise die Nationalstaaten wieder zu stärken. Dass deine Lebensgefährtin überhaupt in so eine Abhängigkeit geriet, zeigt ja, dass die Schweiz zu lange von dem Vorhandensein bestimmter Variablen ausging, ohne zu überlegen, was passiert, wenn diese wegfallen.
Zukünftig muss aus verschiedenen Gründen weniger, dafür bewusster gereist werden und da muss die Schweiz mehr Arbeitsstellen durch Inländer als durch grenznah lebende Ausländer besetzen.
Aha und was genau wäre wem jetzt geholfen, wenn wir eine nationalistische Rolle rückwärts machen würden? Viren lassen sich nicht von Nationalismus und "wir für uns" abhalten, gemeinsam und solidarisch aber ggf. erfolgreicher bekämpfen.
Ich weiß nicht mehr, wer es letztens war, aber jemand schrieb, dass Personen, die grenznah wohnen, noch einmal die Sache anders sehen, da sie tagtäglich (und nicht nur für die 1-2 Fahrten in den Urlaub pro Jahr) mit der Thematik konfrontiert sind. Deine Beschreibung passt sehr gut dazu. Ich wüsste jetzt nicht, wie man das Ganze in Kürze klären sollte, da ja die Brexit-Thematik damals schon zeigte, dass die Ansichten von Befürwortern und Gegnern so stark auseinandergingen, dass die einzige sinnvolle Lösung war, sich nach der demokratischen Mehrheit zu richten. Ich denke, dass wir das in einem Lehrerforum erst recht nicht klären können und mit dem unbefriedrigenden Fazit leben müssen, dass es eben EU-Befürworter und -Gegner gibt. Ich verstehe und respektiere auf jeden Fall beide Positionen.
Ein klassischer Lehramtsstudent dieser Satz: Wenn du merkst, dass du mit deinen Allgemeinplätzen und deinen von Unwissenheit geprägten Vorurteilen nicht weiterkommst sondern zu viel Gegenwind erhälst ziehst du dich auf einen möglichst nichtssagenden Allgemeinplatz zurück, der maximal noch gefolgt ist von einem "ich schreibe dir das lieber per PN, ich wurde schon einmal gesperrt". Denk nach, ehe du schreibst, informiere dich, ehe du urteilst, versetz dich in die Lage von Betroffenen, ehe du meinst deren Lebenssituation regulieren zu dürfen.
Du bist doch Fremdsprachenlehrer; mach dir doch einmal die Mühe, dich mit der sogenannten Grenzdidaktik auseinanderzusetzen. Vielleicht ist das ja ein Zugang der dir hilft dich in die dahinterstehenden gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen etwas empathischer einzuarbeiten.