Beiträge von CDL

    Seine Anweisung können wir natürlich unreflektiert ausführen. Es gibt schlimmeres. Aber die Frage bleibt: darf er das einfordern?

    Da ich nicht in Bayern tätig bin: Was sagt euer PR zu der Angelegenheit? Wie hat eure Schulleitung die Anweisung dem PR gegenüber (denn offenbar möchtest du nicht direkt da Gespräch mit der SL suchen in der Frage) begründet und legitimiert? Wie bewertet der PR diese Begründung und was rät er euch als Reaktion (akzeptieren, weil oder remonstrieren?)?

    (…) da Betroffene intuitiv (…) wissen, dass wir als Gesellschaft da (noch) nicht sind.

    Das ist Schmarrn, den du an der Stelle- egal wie gut gemeint - schreibst. Solange ich Diskriminierung behinderter Menschen weder bezeuge, darüber lese, davon höre, noch selbst erlebe, weiß ich nicht, dass es diese gibt. Das ist dann auch keine Frage einer Intuition, die magischerweise in Wissen mündet.

    Menschen mit und ohne Behinderung wachsen aber ja nicht im luftleeren Raum auf, sondern sind Teil dieser Gesellschaft, in der Exklusion an vielen Stellen als normal erachtet und hingenommen wird. Ergo ist allen auch ganz allgemein klar, dass es Diskriminierung verschiedenster Gruppen gibt.

    Wer dann darüber hinaus einer von Diskriminierung besonders häufig betroffenen Gruppe angehört (Menschen mit Behinderung, PoC, queere Menschen, …) weiß unabhängig davon, was individuell tatsächlich erlebt wird, dass man Teil einer besonders häufig diskriminierten Gruppe ist. Auch das ist keine Frage der Intuition.

    Habe das jetzt gegoogelt, da es mir nichts gesagt hat. Wird das in Hessen über den Dienstherrn finanziert?

    In jedem Fall sollten Fragen zu Kündigungsfristen klar hervorgehen aus einem Vertragsangebot. Wenn du das nicht herauslesen kannst aus den Vertragsangeboten kannst du das Unternehmen anschreiben und darum bitten deutlich zu benennen, welche Kündigungsfristen gelten für Angebot XYZ. Keine Antwort oder unverständliche Antworten würde ich als deutlichen Hinweis darauf erachten besser keinen Vertrag abzuschließen.

    Redet ihr von vier Hohlstunden pro Woche? Ist das nicht sau wenig? Wir haben regelmäßig >=5. Oder geht es um einen einzelnen Tag?

    Mit Hohlstunden sind Freistunden zwischen Unterrichtsstunden gemeint, oder?

    Vier Hohlstunden pro Woche bei vollem Deputat sind doch überhaupt nichts extremes... vor allem an einer mittelgroßen bis großen Schule.

    Ich meine vier Hohlstunden pro Woche, genau, also Freistunden zwischen Unterrichtsstunden.

    Regelmäßig mehr als fünf bei mehreren Lehrkräften bedeutet wahlweise, dass ihr ein paar extreme Rahmenbedingungen habt, die Springstunden fördern (sehr viele Schienen, ungünstige Hallenbelegzeiten, Pfarrer/ Priester mit besonders unflexiblen Einsatzzeiten,…) oder euer Stundenplanungstem sehr unerfahren, bis im worst case desinteressiert, da überlastet ist. Da ich selbst an einer mittelgroßen Schule tätig bin, sowie einen pensionierten Stundenplaner in der Familie habe, der an einer großen Schule war, weiß ich, dass die Größe der Schule nicht ausschlaggebend dafür ist, wie viele Hohlstunden normal wären, Rahmenbedingungen wie die von mir angesprochenen aber durchaus.

    Seph: Das ist mir klar. Es geht mir ums Gerechtigkeitsempfinden bzw. darum, was andere Unser/innen diesbezüglich aus ihrer individuellen Sicht als zumutbar erachten.

    Ich persönlich empfinde so eine Hohlstunde zwischendurch mal eher als entlastend. In der Zeit trinke ich in Ruhe, mache Unterrichtsvorbereitungen oder Korrekturen, beantworte Mails oder sogar mal einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft, um den Kopf frei zu bekommen. Ich weiß aber, dass viele das völlig anders sehen, die aus diversen Gründen lieber null Hohlstunden hätten.

    Als zumutbar erachte ich bei einem vollen Deputat bis zu vier Stunden. Nachdem das für manche aber ziemlich extrem ist, sollte diese Maximalmenge nicht immer nur dieselben Personen treffen (eh sei denn explizit gewünscht) und wenn möglich vermieden werden (eh sei denn explizit gewünscht). Vor allem die letzten beiden Aspekte sind meines Erachtens wichtig im Hinblick auf das Gerechtigkeitsempfinden.

    Alles was über vier Stunden hinausgeht muss meines Erachtens gut begründet werden, sowie Entlastungen beim nächsten Stundenplan zur Folge haben. Alles unter vier Stunden gehört meines Erachtens einfach manchmal mit zum Job.

    Es hat keiner direkt geschrieben "Wer gemobbt wird, ist selbst Schuld." - das vorab.

    Aber leichte Tendenzen in diese Richtung las ich bei den Beiträgen von griding, reinerle und dann kodi heraus.

    Ich habe mir deren Beiträge in diesem Thread noch einmal durchgelesen und lese da nichts heraus, was darauf hinauslaufen würde, dass jemand selbst schuld wäre, der/ die gemobbt wird.

    Wie du selbst bestätigt hast: das von mir unterstrichene ist nicht die Aussage des Bildes.

    Ich lese es hier im Sinne der Aussage "Schön wäre es, wenn körperliche Auffälligkeiten egal wären."

    Was bedeutet, dass es letztlich nicht wirklich hilfreich ist für das Anliegen des/ der TE und die durchaus verständliche Frage, ob ungeachtet dessen was wünschenswert wäre, das Risiko besteht wiederholt/ regelmäßig / konstant infolge einer körperlichen Behinderung diskriminiert zu werden in der Rolle als Lehrkraft.

    Ich habe mir das Video jetzt 3x angesehen, verstehe aber immer noch nicht, welchen Mehrwert die App bieten soll. Mein eigenes Material ist so sortiert, dass ich sofort das Themengebiet finde, was ich suche auch ohne irgendeine App. Fremdmaterial ist nur ausnahmsweise mal tatsächlich perfekt passend für meine Klassen und meinen Unterricht, weshalb ich so gut wie nie fertige Fremdarbeitsblätter einsetze. Oft ist das Editieren dann auch umständlicher als direkt etwas Passendes selbst zu erstellen, weshalb ich letzteres meist mache.

    Genau, ich schreibe eine Hausarbeit und möchte untersuchen inwiefern Mehrsprachigkeit die Schreibkompetenz von Grundschulkindern beeinflusst.

    Dann musst du eine Schule finden, die bereit ist dich dabei zu unterstützen, indem Eltern gebeten werden zu gestatten, dass anonymisierte Textproben ihrer Kinder an eine außenstehende Person weitergegeben werden. Alles andere sollte jede verantwortungsbewusste Lehrkraft allein schon aus Gründen des Selbstschutzes ablehnen (wobei ich persönlich das auch als relevanten Vertrauensmissbrauch gegenüber meinen SuS und deren Eltern betrachten würde, ganz unabhängig von der Rechtslage).

    Es darf nicht sein, dass ein Referendar, der ein komplettes Studium in der Tasche hat, nebenbei kellnern gehen muss, um sich das 2. Staatsexamen überhaupt leisten zu können, zumal wenn man vom Schulministerium quer durchs ganze Bundesland verschickt wird!

    Niemand muss heutzutage neben dem Ref einen Zweitjob machen. Auch wenn man nicht reich wird von den Bezügen kann man problemlos davon leben, wenn man nicht plötzlich seine Lebenshaltungskosten extrem steigert. Ich habe im Ref bereits deutlich mehr verdient als die 15 Jahre davor im außerschulischen Bildungsbereich.

    Ich weiß insofern ebenfalls sehr gut, wie relative Armut sich anfühlt, welchen Unterschied es aber auch macht für sich selbst kämpfen zu können. Als Lehrperson versuche ich meine SuS- die nicht selten die ersten in ihren Familien sind, die bestimmte Bildungswege beschreiten- dabei zu unterstützen für ihre eigenen Wünsche und Ziele zu kämpfen.

    Wäre das eine Zentrale Abschlussprüfung in Klasse 10 gewesen, hätte man eine Lösung finden müssen.

    Theoretisch ja, praktisch aber dennoch deshalb nicht immer möglich bei Alleinstehenden. Ich würde es ja sehr begrüßen, wenn wir einfach vernünftige Arbeitsbereiche für jede Lehrperson an jeder Schule hätten, so dass man in der Schule korrigieren könnte. In dem Fall wäre es dann nämlich auch völlig in Ordnung anzuordnen, dass KAs/ Prüfungsunterlagen das Gebäude nicht verlassen dürfen. Das würde einen Großteil der aktuellen Debatte dann auch einfach obsolet machen, da die Schule damit auch völlig klar in der Pflicht wäre, eine Ersatzkorrektur sicherzustellen nicht die einzelne erkrankte Lehrkraft noch irgendwie einen Weg finden müsste, Unterlagen der Schule zukommen zu lassen.

    Ich meinte mit „abgerockt“, dass die Klinik WIRKLICH komplett abgerockt war (Wassereimer im Speisesaal, weil es durchs Dach regnete, etc.). Aber ja, natürlich hat die Klinik auch Privatzahler (vor allem aus Frankreich und Luxemburg, da französischsprachige Abteilung im Haus) aufgenommen, die dann im einzigen renovierten Klinikteil ihre Zimmer hatten.

    Ich glaube, da kommt es auf den Tarif an? Trotz Zuschlägen usw. bekomme ich zb bei meiner Pkv 52 Therapie-Sitzungen im Jahr bezahlt. Meine Schwester dagegen nur 25 Sitzungen und für den Rest kriegt sie nur 25%. (gleiches Unternehmen)

    Tarif und ganz generell bei welcher PKV man ist.

    1. Ein Thread pro Thema reicht.

    2. Ich habe meine Zweifel, ob wir als Lehrkräfte einfach ohne Einverständnis der Eltern Texte von SuS teilen dürften. Auch in anonymisierter Form enthalten diese schließlich gerade bei jüngeren Kindern zahlreiche persönliche Informationen. Darüber hinaus hat das Kind vertreten durch seine Erziehungsberechtigten ganz banal auch das Urheberrecht am eigenen Text.

    Bei der stationären psychosomatischen Behandlung sind Wartezeiten mit der PKV deutlich kürzer, die Qualität der Behandlung aber nicht zwangsläufig besser. Es gibt wie auch im GKV- Bereich solche und solche Kliniken (habe schon eine echt schicke PKV- Klinik mit miserablem Behandlungskonzept erlebt und umgekehrt auch eine total abgerockte GKV- Klinik, die dafür genau wussten, was zu tun ist bei meiner Indikation). Im PKV- Bereich waren meine Therapiestunden tarifbedingt extrem limitiert und von Beginn an zuzahlungspflichtig. Im GKV- Bereich musste ich für Therapie niemals Zuzahlungen leisten und habe einige hundert Stunden mehr erhalten, als die PKV je getragen hätte. Das war es, was ich mit „umfassenderer therapeutischer Versorgung“ meinte, also deutlich mehr Stunden ohne Zuzahlungen.

    Welche Vorzüge sind das?

    Arztrechnungen nicht vorstrecken müssen (vor allem bei chronischen Erkrankungen SEHR hilfreich), deutlich umfassendere therapeutische Versorgung bei psychischen Erkrankungen aller Art (was gerade im Schuldienst mit der hohen Burnout- Quote relevant werden kann), Folgerezepte digital anfordern können beim Arzt und ohne erst noch in die Praxis gehen zu müssen in der Apotheke mit dem Kärtchen abholen können.

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