Beiträge von CDL

    Ich weiß nicht, wie zuverlässig die Info ist, aber dieser Seite zufolge erhalten GS-Lehrkräfte in Hessen A12, Gymnasiallehrkräfte offenbar A13 (da würde ich aber ein Fragezeichen sehen, da es in vielen Bundesländern fürs Gym A13+ gibt als Einstiegsgehalt).

    Zur Diskussion um A13 für die GS möchte ich mich jetzt nicht groß äußern, das war oft genug die letzten Monate Thema hier im Forum. Insofern dürfte bekannt sein, dass ich klar dafür bin, dass die Primarleute A13 erhalten, nachdem sie die höchste Deputatsverpflichtung bei den niedrigsten Bezügen (bezogen auf das jeweilige Bundesland) haben. Doppelt strafen lässt sich nunmal nicht rechtfertigen, egal wie sich Studienordnungen entwickeln mögen.

    Edit: Was mich fast noch mehr interessiert als die eigentlich Fragen: Wie und wo kann man die Antworten darauf (insbesondere bzgl. der Zulagen) dem hessischen Besoldungsgesetz entlocken?

    @Meike. wird das sicherlich beantworten können.

    2-3 Wochen schaffe ich problemlos mit meinen gekauften und selbst produzierten Vorräten aller Art, vorausgesetzt Wasser/Strom stehen zur Verfügung (zum Prepper reicht es halt doch nicht).


    Wieviel Prepper steckt in dir?

    Liebe Moderatoren, wäre es wohl möglich, im Titel das in diesem Fall nicht unwichtige Wörtchen "Bayern" zu ergänzen? Zumindest im Moment geht es nur um Bayern bei diesen Maßnahmen, was auch im Einstiegsbeitrag nur indirekt erkennbar ist, durch die verlinkte Zeitung.

    Dies geschrieben, ist die Erhöhung der Belastungen für Lehrkräfte bestimmter Lehrämter zwar konsequent, um zumindest kurzfristig keine Seiten-/Quer-/Direkteinsteiger zu benötigen, aber halt auch wahnsinnig kurzsichtig: Die Mehrbelastung dürfte den Krankenstand erhöhen, senkt angesichts besserer Bedingungen in Nachbarbundesländern sicherlich zumindest bei manchen Bewerbern die Bereitschaft, in Bayern zu bleiben nach dem Studium bzw. Ref und ist damit durchaus dazu geeignet den Lehrermangel in manchen Regionen am Ende noch zu verschärfen. Egal wie sehr der Mensch oftmals an seiner Scholle hängt: Die aktuelle Einstellungssituation in den meisten Lehrämtern ist bundesweit so gut, dass man als Junglehrer eine Menge Auswahl hat (mich hat in den Weihnachtsferien meine Schwester gefragt, ob ich nicht in ihre Nähe nach NRW ziehen wolle- die Einstellungslage in der Sek.I würde das auf jeden Fall hergeben, auch wenn meine Fächerkombi in NRW anders als in BW wohl nicht zu den erklärten Mangelfächern gehört).

    Ich denke, dass man da das berufliche Schulwesen immer ein bisschen gesondert behandeln muss, weil es hier noch einmal ganz andere Herausforderungen gibt als in der Grundschule oder Sek I. Deutschland ist halt ein Land, in dem sehr auf Titel geachtet wird, was den schwierigeren Umgang mit Quereinsteigern erklärt, gerade bei einer derart formalen und umfangreichen Ausbildung wie der von Lehrern.

    Stimmt, diese Titel"wut" gibt es wirklich. Sehe ich beispielweise immer wieder bei meinem Vater, der von diversen Leuten- v.a.Eltern, aber auch KuK, die ihn noch nicht kennen und nicht wissen, dass er darauf keinerlei Wert legt- mit erkennbar devotem Grundton als Herr Dr. XYZ angesprochen wird. Die Schwierigkeiten mit Quereinsteigern ergeben sich meines Erachtens aber schlichtweg daraus, dass diese offenkundig viel zu oft nicht ausreichend nachqualifiziert werden. Das kann zu Problemen für SuS führen, vor allem aber bedeutet es diese Quereinsteiger einfach nur zu benutzen, auszubluten kräftemäßig und politisch verschuldete Löcher provisorisch stopfen zu lassen, die man nur mit ausreichend qualifiziertem Personal tatsächlich wieder füllen könnte. Dabei ist aber eben auch zu unterscheiden nach den Programmen der jeweiligen Bundesländer. Ich habe es an anderer Stelle schon einmal geschrieben, dass ein Cousin von mir- Physiker- als Seiteneinsteiger in BW (=mit Ref) in den Schuldienst gegangen ist. Dank Ref ist er entsprechend qualifiziert und eben nicht einfach nur "verheizt" worden. Leider ist es aber eben nicht die Regel, dass Seiteneinsteiger/Quereinsteiger vernünftig qualifiziert werden und gerade in Bundesländern mit vielen Seiteneinsteigern (Sachsen scheint aktuell deutschlandweit den höchsten Anteil zu haben mit rund 50% unter den Neueinstellungen habe ich zuletzt gelesen) und damit mit großem Mangel in besonders hohem Maß Ausbildungsmaßnahmen nebenbei noch von den KuK mit voller Lehrbefähigung zu leisten sind, was angesichts der schieren Menge an zu qualifizierenden KuK eine nicht leistbare Zusatzbelastung darstellt. Wer Verantwortung als Dienstherr für seine Angestellten/Beamten übernimmt qualifiziert diese dort umfassend nach, wo das erkennbar erforderlich ist, damit diese einen guten Job machen können in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Programme wie OBAS in NRW oder auch das Seiteneinsteigerprogramm in BW (und viele andere, ähnliche Programme anderer BL) zeigen ja wie es erfolgreich funktionieren kann.

    Es fehlen die Gesamtschulen (die sind doch nicht so selten!) und auch die Förderschulen.

    Nachdem es beide Schularten auch in BW relevant sind (Gesamtschulen als Modellschullen ab ca. 1970 eingeführt in BW; von ursprünglich 7 Modellschulen bestehen noch die drei Schulen in Freiburg, Mannheim und Heildeberg/ Förderschulen = SBBZ), sind diese beiden Schularten selbst bei reinem BW-Bezug zu ergänzen, um die Sek.I abbilden zu können.

    Ein Bachelor dauert Regelstudienzeit 6 Semester, ein Magister dauerte 8 Semester mit Zwischenprüfung nach 4 Semestern. Manche Bachelor haben gar eine Regelstudienzeit von 8 Semestern. Also nein, ein Bachelor ist deutlich mehr als das Grundstudium.Zudem ist der fachwissenschaftliche Anteil in einem Lehramtsstudium, bspw. in Hessen deutlich geringer, als in einem fachwissenschaftlichen Bachelor. Im Lehramtsstudium für Gymnasien ist der fachwissenschaftliche Anteil pro Fach ca. 60 CP, also 2 Semester. Das wars.

    Nichtsdestotrotz ist es zur Verbesserung/Schaffung von Einstellungschancen sicher empfehlenswert, einen Master zu machen.

    Die Diskussion hatten wir im letzten Jahr schonmal hier im Forum, insofern möchte ich diese gar nicht en detail aufwärmen, nur darauf hinweisen, dass deine Aussagen für meine Studiengänge und mein Bundesland keine Gültigkeit haben @Schmidt sondern es dort auf inhaltlicher Ebene so ist, wie von mir dargestellt (inhaltliche Ebene deshalb, weil Creditpoints isoliert betrachtet kein Anhaltspunkt sind, wenn infolge einer neuen Studienordnung die Leistungen, die für eine bestimmte Punktzahl erbracht werden müssen bzw. Kursinhalte bei gleichbleibender Punktzahl für den Kurs reduziert werden). Mir ist bewusst, dass sich das nicht absolut für alle Studiengänge oder alle Bundeländer sagen lassen würde, weshab ich meine Formulierung auch bereits entsprechend eingeschränkt hatte. Hier in BW war der fachwissenschaftliche Studienanteil insbesondere beim Lehramt für Gymnasien zumindest vor Bachelor/Master poblemlos vergleichbar mit dem eines Diplomstudiengangs im jeweiligen Fach.

    Dachte ich's mir doch. Welchen Grund gäbe es auch, den Quatsch zu zensieren, das wäre ja mehr als lächerlich. Bei uns ist einfach das Urheberrecht anders geregelt deshalb kann ich vor allem bei irgendwie musikalisch untermalten Privatvideos mehr sehen.

    Och, das Poblem lässt sich auch hier in D recht problemlos (und legal) lösen und ist damit genau genommen keines.

    Hallo,

    ich habe mich als Seiteneinsteiger in Sachsen Anhalt beworben und demnächst ein Vorstellungsgespräch.
    Wisst Ihr wie die Chancen stehen mit einem Bachelorabschluss eine Anstellung zu erhalten?

    Vielen Dank

    Tu dir selbst den Gefallen und mach noch einen Master. Du kannst in vielen Bundesländern bereits studienbegleitend als Vertretungslehrkraft arbeiten, falls finanzielle Erwägungen dich davon abhalten sollten, kannst aber ggf. auch direkt einen Lehramtsmaster machen, so dass du gar nicht erst den zumindest teilweise holprigen Weg des Seiteneinstiegs gehen musst und bist in jedem Fall mit einem Master auch tatsächlich qualifiziert in deinen Fächern für einen Seiteneinstieg. Der Bachelor allein ist fachlich einfach in den meisten Fächern zu dünn, das ist ja gerade mal das frühere Grundstudium, das man damit abgeschlossen hat.

    Hallo an Alle,

    Muss man für die Verbeamtung (auf Lebenszeit) die Heiratsurkunde vorlegen? Bzw. Welche Unterlagen werden dafür benötigt?

    Viele liebe Grüße und danke an alle, die mir weiterhelfen können.

    Befindest du dich noch im Bewerbungsverfahren um eine Planstelle oder bist du bereits auf Probe verbeamtet? Zumindest in BW wären im 1.Fall die für die Bewerbung erforderlichen Nachweise hochzuladen und teilweise auch in beglaubigter Kopie vorzulegen (Zeugnisse, Zertifikate über Zusatzqualifikationen, Lebenslauf, ggf. Nachweis über Familienstand/Kinder/Schwerbehinderung, ggf. Nachweis über erneuten Amtsarztbesuch, falls es während der Verbeamtung auf Zeit eine entsprechende amtsärztliche Einschränkung gegeben hat), im 2. Fall wäre höchstens noch das amtsärztliche Gutachten nachzureichen, falls ein erneuter Besuch erforderlich gewesen sein sollte, da alle anderen relevanten Unterlagen ja bereits zur Einstellung vorgelegt werden mussten.

    Nein, dieses Jahr waren die Nachbarn sehr sozialverträglich im Vergleich zu den Vorjahren: Geböllert wurde lediglich am 31.12 ab ca.22 Uhr bis ca. 2 Uhr früh, und letzte Reste wurden an Neujahr und gestern gezündet (sehr sehr wenig, nur vereinzelte Böller). Das Dauerfeuer an Silvester hat mir als Asthmatikerin aber schon gereicht, um nachts um drei mit Asthmaanfall aufzuwachen, insofern wäre ich unabhängig von Klimadebatten ja durchaus für ein Böllerverbot an Silvester zu begeistern, so nett das auch anzuschauen sein mag.


    DUUM hält nichts von Böllerverboten, Fahrverboten oder strengeren Tempolimits.

    Auch wenn es mich nicht betrifft, vermute ich, dass die Angabe des Bundeslandes hilfreich wäre, da die Bedingungen sich deutlich unterscheiden werden. Vielleicht kannst du das noch in deinem Profil ergänzen. :)

    Wie sieht es eigentlich in Baden-Württemberg und Bayern aus? Weiß jemand, ob man da gute Anstellungschancen hat?

    BW, Primarstufe und ländlicher Raum = die fressen dir aus der Hand vor Begeisterung, wenn du dich bewirbst. Das Regierungspräsidium Tübingen ist in BW für die Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse zuständig, hier findest du Informationen und Ansprechpartner ; der Lehramtsmaster ist auch im Primarbereich in BW die Basis für eine Zulassung zum Ref, das solltest du aber mit dem RP Tübingen im Detail klären, wie die Bedingungen bei deinem Studienabschluss sind.

    Hier im Forum gibt es zwei "schwierige" Themen, die immer gerne ausufern: Religion und Migration. Um das hier im Thread zu vermeiden, könnte man sich vlt. darauf einigen, dass es in Großstädten wie Wien und Berlin zusätzliche Herausforderungen bei der Ausübung des Lehrerjobs gibt, die zumindest für manche Leute schlichweg ein Ausschlusskriterium bei der Ortswahl darstellen. Je nach Fächer-, Lehramtsformenwahl und Noten kann man durchaus bis zu einem gewissen Grad wählerisch sein.

    Nachdem der TE das Thema Migration selbst angesprochen hat, halte ich diese Eingrenzung für überflüssig und empfinde sie persönlich auch als Versuch einen Maulkorb überzustülpen um eine potentiell kontroverse Debatte von vornherein in scheinbarer Harmonie zu ertränken. Demokratie lebt aber halt von Kontroversität, also sollten wir uns alle darin befleißigen diese ein bisserl besser auszuhalten und konstruktiver zu gestalten, als das vielleicht manchmal der Fall ist.

    Dies geschrieben hast du natürlich mit dem letzen Teil recht, denn natürlich haben wir alle verschiedene Ausschlusskriterien, wo wir auf keinen Fall oder am allerliebsten tätig sein möchten und im Idealfall sogar eine entsprechende Wahl. Ob wir diese haben oder nicht: Offenheit anderen Menschen und Kulturen gegenüber kann helfen das eigene Berufsleben erfolgreich zu gestalten (Stichwort Beziehungsarbeit), statt von vornherein in Stereotypen über bestimmte Bevölkerungsgruppen zu denken.

    In Wien verdient man, genau wie im Rest von Österreich, deutlich weniger als in jedem deutschen Bundesland. Zwar ist das kein offizieller Bonus, aber macht doch was her. Und die Betreuung von Kindern mit DAZ ist eine Herausforderung.

    Das weißt du, weil du als Lehramtstudent bereits praktische Erfahrungen gemacht hast oder vermutest es lediglich oder schließt es aus Medienberichten/Berichten von Lehrkräften, die in der Praxis mit SuS mit Daz-/DaF-Background arbeiten?

    Ich habe vor dem Schuldienst knapp 10 Jahre lang im Migrationsbereich mit exakt dieser Zielgruppe gearbeitet und habe diese keineswegs als größere Herausforderung empfunden, als es jetzt manche meiner "Bio-Deutschen" wären. Natürlich gibt es SuS mit Migrationshintergrund, die besondere pädagogische Herausforderungen mit sich bringen- oft liegt das aber weniger am Migrationshintergrund, sondern an weiteren, davon unabhängigen Erziehungs- und Sozialisationsaspekten wie dem Bildungshintergrund der Eltern. Darüber hinaus haben zumindest hier in Deutschland SuS namens "Ayse", "Ahmed" und Co. häufig einen deuten Pass, sind in Deutschland geboren und aufgewachsen, haben wenigstens zwei Heimatkulturen und nicht selten ist am Ende Türkisch oder Arabisch die Zweitsprache, weil auch schon die Eltern die 2.Generation in Deutschland waren und zuhause eben auch schlichtweg viel deutsch gesprochen wird, gerade wenn es um Schule geht. BTW bekommt man zumindest hier in Deutschland bzw. in Berlin nicht automatisch eine "Brennpunktzuulage", nur weil man x SuS mit Migrationshintergrund unterrichtet. Brennpunkt definiert sich nicht qua Migrationshintergrund, auch wenn Brennpunktschulen oft einen recht hohen Anteil an SuS mit Migrationshintergrund haben. Den haben aber auch Gymnasien mit entsprechendem Einzugsgebiet ganz ohne deshalb zur Brennpunktschule zu werden. (Mein Vater ist Schulleiter an einem Gymnasium mit einem Anteil an SuS mit Migrationshintergrund/ausländischer SuS von rund 70%. Die Schule hat einen exellenten Ruf, muss alljährlich 30-40 5.Klässler abweisen, weil die genehmigten Klassen bis zum Anschlag vollgelaufen sind. Liegt unter anderem auch daran, dass man sich dort nicht an Stereotypen à la "Ayse" und "Ahmed" aufhängt, sondern schaut, was tatsächlich SuS oder auch Lehrkräften Probleme verursacht.)

    Ich empfinde deine Aussagen angesichts der Tatsache, dass du noch Student bist als reichlich vorurteilsbehaftet und sehe auch nicht, weshalb man pauschal einen Bonus erhalten sollte, für einen bestimmten Anteil an DaZ-SuS.

    Die Aussage der Studie ist meiner Meinung nach übrigens auch logisch falsch herum (was aber nicht an den Daten, sondern an der Interpretation liegt):
    Es müsste nicht: "pädosexuell viktimisierte Personen [weisen] eine gesteigerte Chance [auf], im Erwachsenenalter ein pädosexuelles Delikt zu begehen"
    heißen, sondern: "Erwachsene die ein pädosexuelles Delikt begehen, weisen eine gesteigerte Chance auf selbst in der Kindheit pädosexuell viktimisiert worden zu sein."

    Ja, so rum wird dann ein Schuh daraus, war den Autoren aber wohl zu profan und naheliegend, da man dafür keine neue Studie benötigt hätte. Zu irgendeinem neuen, kontroversen Ergebnis muss eine Studie mit so einer eingeschränkten Stichprobe ja kommen, um sich selbst zu legitimieren und neue Forschungsgelder zu sichern...

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