Beiträge von CDL

    Eine Speicherung über die gesamte Schulzeit (und im Archiv darüber hinaus) entspricht dem Anlegen eines über viele Jahre dauernden Verhaltensprofils.


    Wie würdet ihr es empfinden, wenn die Schulleitung eine derartige "Klein-Klein-Protokollierung" eures Verhaltens über Jahre hinweg führen würde? Seid ihr sicher, dass die Schulleitung dieses "Feature" nicht bereits nutzt? Das ist doch schon ein "orwellscher Zustand". Vielleicht bin ich da auch nur ein zu sehr "old-fashioned" orientierter "Boomer".

    Ja, bist du dann wohl. Es gibt klare Vorgaben, wie lange digitale Daten in den digitalen Klassenbüchern erhalten bleiben dürfen bzw. gespeichert werden müssen. Wurde bei uns vorletztes Schuljahr angesprochen durch die Schulleitung, ich weiß aber nicht mehr sicher, wie lange gespeichert wird/ werden darf/ muss. Was aber relevant genug ist für die Schülerakten musste spätestens bis zum Beginn des neuen Schuljahres durch die KL dort eingetragen werden (sprich vor einer möglichen Übergabe).

    Es geht nicht um Verhaltensprofile im orwellschen Sinn. Dies geschrieben werden aber auch Einträge in Schulakten nicht jedes Schuljahr vernichtet, sondern bleiben erhalten bis zum Ende der Schulzeit an einer Schule. Dass also bestimmte hochrelevante Aspekte des Schülerverhaltens langfristig dokumentiert werden ist nicht neu an Schulen. Wer sich bislang nicht über Schülerakten aufgeregt hat, muss sich insofern auch nicht jetzt plötzlich künstlich echauffieren über digitale Ergänzungen derselben, soweit diese denselben Umfang haben.

    Verhaltenseinträge greifen sehr stark in Persönlichkeitsrechte ein. Ein solches Verfahren - bei dem verschiedene Personen anlasslos online Zugriff auf diese Einträge erhalten - ist imho am Rande der Legalität - oder bereits darüber hinaus. Wie lange werden diese Einträge gespeichert? Können die Daten gehackt werden? Ich lehne mich zurück und warte ab, bis die Meldung erscheint, dass dieser leichtfertige - um den Begriff "unverantwortliche" zu vermeiden - Umgang mit personenbezogenen Daten einer Schule und den Verantwortlichen um die Ohren fliegt.
    Habt ihr für diese Form der Datenspeicherung den Freibrief des Landesdatenschutzbeauftragten - oder freut ihr euch nur über eine bequeme Funktion eurer EDV?

    Meine Schulleitung achtet sehr genau auf rechtliche Vorgaben. Die Welt hat sich diesbezüglich schlicht weitergedreht in den letzten Jahren.

    Es haben auch nicht beliebige Personen anlasslos Zugriff auf Verhaltenseinträge von Kind X, sondern ausschließlich die Erziehungsberechtigten von Kind X. Die Verhaltenseinträge- teilweise einfach nur ein voreingestelltes „Material vergessen“ oder „Hausaufgaben vergessen“- sind aus gegebenem Anlass erfolgt, dennoch würde man nicht wegen jedem einzelnen Mal, bei dem HA oder Material vergessen wurden in der SEK. 1 Eltern anrufen, die so dennoch direkt informiert sind und im besten Fall einschreiten/ ihr Kind unterstützen, ehe es zum Elterngespräch kommen muss. Zumindest in manchen Fällen klappt das auch tatsächlich. Die Kinder, bei denen das generell nicht ausreicht sind aber sehr häufig auch die, bei denen man Eltern telefonisch so gut wie nie erreicht, auch auf Emails keine Reaktion erhält, etc.

    Natürlich führt man bei gravierendem Fehlverhalten auch weiterhin Elterngespräche. Diese werden nicht ersetzt, nur ergänzt, damit manches gar nicht erst zum Elterngespräch führen muss, aber alles Relevante schriftlich im Klassenbuch dokumentiert ist.

    Im zweiten Jahr des digitalen Klassenbuchs (Jahr 1 : Erprobung, während parallel noch das analoge Klassenbuch geführt werden musste bei freiwilliger digitaler Nutzung) kam es in den ersten Wochen noch vereinzelt dazu, dass KuK Einträge versehentlich bei der Gesamtklasse erstellt haben, statt für SuS, um die es ging. Das waren generell Lehrpersonen, die das im Erprobungsjahr noch gar nicht gemacht hatten. Die Administratoren hatten das sehr gut im Blick und haben Fehler bei den Einträgen in diesen ersten Wochen (als diese noch gehäufter und systematischer erfolgten) täglich angesprochen den entsprechenden Lehrpersonen gegenüber. Nach etwa 6 Wochen kamen nur noch vor jeden Ferien die Hinweise an alle fehlende Klassenbucheinträge nachzuholen, da der Rest unproblematisch funktionierte.

    Nun - hast du die App ständig auf dem Lehrerpult geöffnet? Tippst du schnell? Mein Papier-Timer lag immer auf dem Lehrerpult - mit Lesebändchen für den aktuellen Tag. Ich denke nicht, dass du deine Notiz so schnell an der Tastatur notierst, wie ich in meiner (nur von mir entzifferbaren) Schnell-Sauklaue. ;)
    Zudem sind meine Einträge subjektiv - und ich warne sehr davor, Bemerkungen aus dem Augenblick der Auseinandersetzung im Klassenzimmer sofort online zu stellen. So etwas kann nur in der Katastrophe enden.

    Ich tippe deutlich schneller als ich handschriftlich schreibe (ob schneller als du ist völlig irrelevant für meine persönliche Arbeitsweise, schließlich ist das kein Wettbewerb), kann auch blind tippen, also ja, das geht durchaus auch nebenbei, während ich durch die Klasse gehe oder in einer Arbeitsphase, denn ja, die App ist entweder konstant im Hintergrund geöffnet oder wird halt mit einem Klick geöffnet. Nein, ich mache keine Notizen „im Augenblick einer Auseinandersetzung“, da bin ich anderweitig beschäftigt. Das sind dann Dinge, die ich mit etwas Abstand und Ruhe in meiner halben Stunde nach der 5. oder 6. Stunde notiere. Was ich nicht im digitalen Klassenbuch vermerken möchte, aber dennoch für mich notieren will landet in meinen digitalen Notizen zur Klasse.

    Ich habe jetzt mal meinen Sohn gefragt, wie es im Gymnasium ist/war. Er sagte, sie seien allein mit nur einem Lehrer zum Schwimmunterricht gegangen. Aber bei Fünftklässlern geht man wohl davon aus, dass alle schwimmen können.

    Das mag bei deinem Sohn so gewesen sein, ist deshalb aber nicht repräsentativ für den Umgang mit Schwimmunterricht in der SEK.I. Habe inzwischen mit zahlreichen Lehrkräften anderer Schulen gesprochen, wie bei diesen der Schwimmunterricht läuft und fast überall werden in der Unterstufe- schulartunabhängig- mindestens zwei Lehrkräfte beim Schwimmunterricht pro Klasse eingeteilt, meist sogar drei. Drei vor allem, wenn entweder ein hoher Nichtschwimmeranteil bekannt ist oder sehr unklar ist, wie viele Nichtschwimmer es geben könnte oder aber auch an Schulen, mit fittem Sportkollegium, das deutlich auf die Barrikaden geht bei sicherheitsrelevanten Abwägungen, die sie sonst zu tragen hätten.

    Falls jemand in seiner Klasse problematische Schüler sitzen hat, die den Unterricht ständig torpedieren, kann ich nur zur stichwortartigen Protokollierung mit Datum und Angabe der Unterrichtsstunde raten. Das Tagebuch ist dafür der falsche Ort.

    Gerade bei digitalen Klassenbüchern gibt es genügend Platz, um das auch für Eltern nachvollziehbar regelmäßig im digitalen Klassenbuch für das individuelle Kind zu dokumentieren. Das macht es etwas schwieriger für Eltern zu behaupten, ihr Kind sei doch immer so arg brav, wenn alle KuK das regelmäßig machen, so dass entsprechende SuS dann aus allen Fächern dementsprechende Einträge haben, die die Eltern kontinuierlich digital einsehen hätten können.

    Ich muss zugeben, dass das Schreiben von Schülerbeobachtungen eine der Dinge sind, für die ich mich wirklich aufraffen muss. Habt ihr Tipps diesbezüglich?

    In den Disziplinarausschüssen sehe ich dann aber, dass sich die Dokumentation lohnt.

    Ich setze mich am Ende der letzten Unterrichtsstunde, die ich an dem Tag habe (oder bei einer Freistunde auch zwischendurch in dieser) immer für etwa eine halbe Stunde direkt hin, trage alles Relevante in Webuntis ein zur Info für Eltern, sowie zur Dokumentation. Weitere Aspekte, die nicht für Webuntis taugen, aber ergänzend für mich wichtig sind, um bestimmte Entwicklungen im Blick zu behalten notiere ich dann zusätzlich noch für mich selbst in meinen Unterlagen. Nachdem ich eigentlich schnell heim will geht das auf diese Weise immer sehr schnell und effizient, wird aber gleichzeitig notiert, solange es noch ganz frisch ist. Funktioniert sehr gut für mich.

    Was lerne ich (wieder einmal) daraus? Es ist daher sehr wichtig, alle Vorfälle mit Datum zu notieren.

    Da lohnt es sich doch mal wieder im Bundesland der schriftlichen Dokumentationswut zu arbeiten als Lehrkraft (offenbar übertreffen wir hier in BW an manchen Stellen da ja sogar die lieben Bayern, wie ich dank des Forums gelernt habe). 😄 Der Hinweis XYZ (beliebigen Hinweis des Tages einfügen) immer auch schriftlich zu dokumentieren gehört bislang an jeder Schule, an der ich tätig war zu ausnahmslos jeder Konferenz fest dazu.

    Weiß jemand wie die Note der Bachelorarbeit im Bachelorzeugnis gewichtet wird?

    Die Studien- und Prüfungsordnung deines Studiengangs raussuchen online, dort steht das. Üblicherweise macht die Bachelorarbeit 20-30% der Bachelornote aus.

    Bachelorarbeiten kannst du ebenfalls in Sekundenschnelle selbst googeln oder alternativ an deiner Hochschule bei einer deiner Fachschaften fachspezifische Beispiele einsehen.

    Bachelorarbeiten sind einfach nur etwas längere wissenschaftliche Hausarbeiten. Um zu bestimmten Themenbereichen Beispiele zu finden, kannst du also ergänzend einfach nach wissenschaftlichen Hausarbeiten online suchen.

    Dazu ein ganz klassischer Fall aus der Praxis. 2 Kinder haben Stress und Kind A schubst Kind B (Nichtschwimmer) ins Schwimmerbecken. Begleitperson musste Kind B rausholen/retten. Wie klappt das, wenn ich parallel meinen Nichtschwimmer beaufsichtigen muss?

    Wie war es möglich, dass ein Kind das andere ins Wasser schubst? Warum saßen die Kinder nicht mit Abstand zum Beckenrand angesichts dessen, dass offenbar mindestens ein weiterer bereits Nichtschwimmer im Wasser war? Wenn es nicht möglich ist, dass die Kinder, die außen sind mit Anstand zum Beckenrand sitzen: Warum sind nur zwei, nicht drei Lehrkräfte mit im Bad, obwohl es offenbar mehrere Nichtschwimmer gibt, sowie eine altersgemäß agile Lerngruppe, die im Zweifelsfall eine weitere Aufsichtsperson benötigen?

    Denn die sind ja da um zu lernen und sind das schwächste Glied in der Kette.

    Das „schwächste Glied in der Kette“ sind die SuS, die nicht remonstrieren können, denen unter Umständen niemand zuhört, wenn sie Sicherheitsbedenken äußern und die vor allem auch- anders als wohl auch die Referendarin, da sie den Schwimmunterricht begleitet hat- keine vorab erfolgte Schulung in Methodik und Didaktik des Schwimmunterrichts oder zu den Sicherheitsaspekten erhalten haben durch das Zsfl Ludwigsburg. Diese sind ebenfalls dort, um zu lernen, passen müssen sich aber tatsächlich darauf verlassen können, dass die anwesenden Erwachsenen vorhandene Risiken adäquat einschätzen und dementsprechend damit umgehen. 21 Kinder mündlich darauf hinzuweisen, sie sollten nur dort bleiben wo sie noch stehen könnten, wenn man offensichtlich gar nicht einschätzen kann, ob diese sich daran halten ist- wie spätestens jetzt jeder und jedem klar sein müsste- auch bei zwei anwesenden Lehrkräften im Zweifelsfall nicht ausreichend, um das schlimmstmögliche Ergebnis einer Schwimmstunde zu verhindern.

    Ich finde es gut, wichtig und richtig Kathie , dass du ansprichst, dass Vorgaben geschärft werden müssten. Allerdings nicht, weil wie du meinst viele nicht den Mut hätten nötigenfalls Grenzen zu ziehen bei unsicheren Bedingungen bzw. gar nicht auf die Idee dazu kommen würden. Das darf und muss man schlicht jeder Lehrkraft abverlangen dürfen, immer selbst aktiv mitzudenken. Davon werden auch nachgeschärfte Vorgaben seitens der Dienstherrn uns niemals entbinden. Dennoch müssen auch seitens unserer jeweiligen Dienstherrn Nachsteuerungen erfolgen bei den Personalschlüsseln, damit es gar nicht mehr möglich ist, mit über 20 Kindern womöglich sogar alleine ins Schwimmbad zu gehen, nur weil es schon immer so gemacht wurde, immer gut gegangen ist oder man meint, das Risiko einschätzen zu können.

    Und wer beaufsichtig dann die anderen Kinder?!?

    „Oh, nur eine Lehrperson fürs Schwimmen in der 2B, trotz Remonstration und umfassender schriftlicher, wie mündlicher Hinweise zu relevanten Sicherheitsbedenken/ Aufsichtsproblemen? Dann kann ich leider die Gruppe nicht teilen im Schwimmbad, um zumindest einen Teil der SuS ins Wasser zu lassen, da niemand die Restgruppe vernünftig beaufsichtigt in der Zeit. Also gibt es reinen Theorieunterricht für alle. Gerne erkläre ich das den Eltern in einem entsprechenden Elternbrief, den ich mit Unterstützung der Personalvertretung bereits formuliert habe.“

    Hallo zusammen,

    weiß eigentlich schon jemand, wie die Aufgabenstellung im gestrigen Potenzialtest war?

    Viele Grüße

    Super-Lion

    Thread gerade erst gesehen. Mein Vater hat mir gestern erzählt, dass er alle Aufgaben aus diesem Jahr vorliegen habe. Er hat meinen Neffen- Klassenstufen 2 und 5- einige Aufgaben mündlich gestellt, weil diese neugierig waren. Beide konnten diese problemlos lösen (sind allerdings beide auch einfach sprachlich/ mathematisch/ musisch/ naturwissenschaftlich sehr fit und der eine am Gymnasium mit Notenschnitt 1,0 unterwegs bislang und in der Fördergruppe für besonders leistungsstarke SuS).

    So pauschal kann man das nicht sagen. Der Klassiker ist das Landschulheim mit Sechstklässlern oder die Studienfahrt mit jeweils zwei Kollegen. Ein dritter wird in BW schlicht und ergreifend nicht genehmigt, das mag in anderen BL aber anders sein.

    Das stimmt so pauschal auch für BW nicht. Drei Begleitpersonen sind zwar sehr schwierig durchzusetzen, zumindest in Hauptschulzugklassen/ Inklusionsklassen bekommen wir die aber durchaus bewilligt, da es in manchen Klassen sonst gar nicht möglich wäre ins Schullandheim zu fahren.

    Es war doch mehr Personal da, als vorgesehen. Das ganze Konzept muss überdacht werden.

    Aber es soll ja was von oben kommen.

    „Mehr als vorgesehen“, aber halt dennoch nicht genug für diese Gruppe, Gruppengröße, Altersgruppe, Lernsituation. Zwei Lehrpersonen sind zu wenig nicht nur in dieser Situation gewesen, sondern generell für den Schwimmunterricht mindestens mal bis Klassenstufe 6 in dieser Gruppengröße. Genau da sind dann Sportlehrkräfte/ Lehrkräfte gefordert Grenzen zu ziehenden nicht einfach weil es schon immer so war und nix passiert ist, weiterhin so Schwimmunterricht zu erteilen. Ebenso müssen Schulleitungen für ausreichende Begleitung sorgen oder sonst halt auch schlicht Schwimmunterricht nicht stattfinden zu lassen mit entsprechender Rückmeldung an Eltern und KM, woran es scheitert, nämlich dem ausreichenden Begleitpersonal.

    Wir bekommen eigentlich nur was mit, wenn die Schüler dann am Zuckerfest frei haben.

    Schade. Das wäre eine schöne Möglichkeit mit allen Kindern ins Gespräch zu kommen über andere Religionen und ganz konkret natürlich Islam und Ramadan.

    Ich nutze den Ramadan jedes Jahr in Ethik in allen Klassen, um darüber, Fastenzeiten in verschiedenen Religionen, aber auch den Umgang mit zentralen Festen und Feiertagen anderer Religionen/ Kulturen zu thematisieren, wünsche zu Beginn des Ramadans SuS und KuK die es betrifft einen gesegneten/ schönen /guten Ramadan.

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