CDL was findest du an dem Beitrag verwirrend?
Meine Bekannte aus BW hatte schon zweimal diesen Fall: Schüler, denen gesagt wurde, mit dem mittleren Bildungsabschluss aus der 2BFS (Pflege) hätten sie alle Möglichkeiten. Da gab es dann viel Enttäuschung, als der Wechsel ans allgemeinbildende Gymnasium auch mit sehr guten Noten nicht möglich war. Klar konnten diese Schüler am BG Abi machen: Das bedeutete dann aber ein Jahr länger bis zum Abi und Latinum an der Uni nachholen.
Ein Jahr länger ist bedingt durch das im Regelfall vorhandene G8 beim Wechsel aus der SEK.I ans allgemeinbildende Gymnasium ebenfalls der Regelfall, nicht die Ausnahme. So oder so hat man dann das Abitur nach 13 Schuljahren, was in immer mehr Bundesländern sowieso wieder zum Standard wird. Einen relevanten Zeitverlust vermag ich darin insofern nicht zu erkennen.
„Alle Möglichkeiten“ bedeutet auch nicht, dass jede Schulart möglich wäre, sondern jede Abschlussart. Wer bereits auf dem Weg zur mittleren Reife den Weg über eine Berufsfachschule geht, hat sich eben mit diesem Schritt für den Weg über die beruflichen Gymnasien hin um Abitur entschieden.
Zumindest uns Lehrkräften in der SEK.I ist das klar, weshalb wir unsere SuS auch bei Bedarf so beraten, dass es diesbezüglich keine Unklarheiten geben dürfte. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass SuS immer aufmerksam zuhören und sich die relevanten Details merken würden.