Beiträge von Lehrerin2007

    Ich habe diesbezüglich auch ein anstrengendes Schuljahr und möglicherweise wird bei mir sogar zum ersten Mal eine sog. Nachkorrektur beantragt, weil die Eltern nicht mit meiner Bewertung der Klassenarbeit ihres Kindes zufrieden sind. Das Elterngespräch, die anschließenden Gespräche mit der Fachleitung und das Formulieren einer Antwort, in der ich auf die angeblich unklaren Punkte (die lt. Fachleitung völlig klar sind) eingehen soll, hat mich mal locker 3 Stunden extra gekostet. Ist bei mir allerdings das erste Mal, dass das in dem Ausmaß geschieht.

    Ich habe nichts dagegen, meine Bewertung zu erläutern, aber was ich frech und übergriffig finde, ist, wenn Eltern einem mal eben die Bewertungskompetenz absprechen und einem ins Gesicht sagen, man würde das Kind falsch bewerten, selbst wenn ich auf die Bewertungskriterien verweise und erläutere, wie ich zu meiner Bewertung gekommen bin.

    Was du ansprichst, mit dem Elternchat, wo sich gern alles hochschaukelt, kann ich mir gut vorstellen und auch, dass das zu dem Problem beiträgt. In meinem Fall wurden sogar Arbeiten und Punkte verglichen von den besagten Eltern und im Gespräch gesagt: Ja, natürlich habe ich andere Arbeiten gesehen. (Ist das so natürlich? Ich hab das bei meinen Kindern nie gemacht.).

    Ich nehme mir mittlerweile raus, auch einfach nicht auf bestimmte Mails einzugehen, wenn die Angelegenheit eigentlich längst mit der Klasse besprochen wurde (z.B. Bepunktung einzelner Aufgaben) oder der Vorwurf dermaßen haltlos ist, dass ich es einfach nicht ernst nehmen kann (z.B. Zeitpunkt meines Vokabeltests). Das hätte ich früher nie gemacht, aber mittlerweile ist das für mich in machen Fällen auch ein Mittel, Grenzen zu setzen.

    Auch habe ich mal eine Fortbildung (eine von wenigen, die ich richtig gut fand und wo nachhaltig etwas Brauchbares bei mir hängengeblieben ist) zum Thema Elterngespräche gemacht. Da wurde z.B. geraten, die Vorwürfe der Eltern einmal so zu formulieren, wie sie bei der Lehrkraft ankommen und z.B. zu sagen: "Verstehe ich Sie richtig, dass sie fürchten, ich würde ihr Kind absichtlich benachteiligen, indem ich ..." oder auch: "Was erwarten Sie jetzt von mir, dass ich alle in der Klasse so hinsetze, wie Ihr Kind es wünscht?" und dann rudern die meisten schon wieder zurück, weil ihnen erst bewusst wird, wie das rüberkommt.

    Leider ist das ein Problem, das - so mein Eindruck - zunimmt, aber auch eines, in das man reinwachsen kann und sich Strategien aneignen kann, wie man damit umgeht oder wie man reagiert. Aber es kann einen wirklich demotivieren, da gebe ich dir Recht.

    Soweit ich weiß gibt es da ein Freigabeverfahren, also dein jetziger Dienstherr muss dich "freigeben" und auch musst du vermutlich nochmal zum Amtsarzt für den Wechsel zum Staat. Und ja, du wirst vermutlich beim Staat auf A13 zurückgestuft, wie du schon befürchtet hast, da die Beförderungen nach A14 dort einige Jahre später stattfinden. Das sind allerdings alles Dinge, die ich von Kollegen und Kolleginnen gehört habe, ich weiß nichts davon aus eigener Erfahrung. Ich würde mich da auf jeden Fall gut informieren, welche Nachteile / Risiken du ggf. in Kauf nimmst.

    Ich war in BaWü beim Amtsarzt, das ist allerdings 20 Jahre her. Ich fand die Untersuchung sehr "entspannt", ich habe sie wie einen kleinen Check-up beim Hausarzt empfunden. Eine Blutabnahme hatte auch ich nicht. Ich musste später in BY nochmal (ein paar Jahre später), da war es etwas strenger, aber auch nicht dramatisch.

    Mir persönlich hat es immer geholfen (und hilft auch immer noch), einfach gut vorbereitet zu sein und einen Plan zu haben. (Was wiederum nicht heißt, dass du nicht auch mal eine spezifische Frage nicht beantworten kannst und die Info in der nächsten Stunde nachlieferst!).

    Zum Thema "konsequent" sein: Du hast geschrieben, du möchtest konsequenter sein - in welcher Hinsicht? Bei Unterrichtsstörungen, nicht erledigte Hausaufgaben, Arbeitsmoral oder wobei genau? Überlege dir, inwieweit du konsequenter sein möchtest, was ist dein Ziel (Beispiel: möglichst ruhige Arbeitsatmosphäre) und wie du das erreichen kannst (Maßnahmen). Teile das der Klasse mit (klare Ansagen/Regeln) und dann ziehe es auch durch. Es fällt vor allem anfangs manchmal schwer, aber eine Regel / Maßnahme ohne Konsequenz bringt halt nichts. Natürlich muss man auch hier verschiedene Dinge ausprobieren und gucken, was gut funktioniert (kann auch von Klasse zu Klasse unterschiedlich sein) und man darf das auch ändern und der Klasse mitteilen: So und so hat das nicht gut funktioniert, ab jetzt läuft es so: ... (natürlich nicht jede 2. Woche, ist klar).

    Es geht auch nicht um Ausgrenzung nach Klasse 4 sondern die Sortierung nach den drei klassischen Schulformen ist schlichtweg zu früh. Auch das ist schon so oft in Studien nachgewiesen worden.

    Ich finde, das ist zu allgemein formuliert. Es gibt definitiv auch Kinder, die nicht davon profitieren, länger als 4 Jahre in der Grundschule zu bleiben.

    In Berlin und Brandenburg gibt es beides, weiterführende Schulen (zumindest Gymnasien, bei den anderen weiß ich es nicht) aber der 5. und ab der 7. Klasse; die Grundschulzeit ist grundsätzlich 6 Jahre. Ich habe mich damit zwar nicht weiter beschäftigt, aber finde die Idee gar nicht schlecht, dass man beide Möglichkeiten hat.

    Ich nutze privat seit vielen Jahren Macbooks und bin sehr überzeugt von diesen Geräten; mein Dienstgerät ist von Lenovo / Thinkpad (Convertible). Ich finde das Arbeiten am Macbook (abgesehen von der Convertible-Funktion beim Thinkpad, die ich aber nur in der Schule brauche) deutlich komfortabler, allein schon das Tippen auf der Tastatur. Sobald ich zu Hause bin, arbeite ich lieber mit dem Macbook weiter. Auch sind sie m. E. langlebiger und der Akku hält länger.

    Gerade mit Kindern stapeln sich die Zettel ja ohne Ende. 🙈

    Das kann ich unterschreiben. Es ist der Wahnsinn, was da zusammenkommt, Kinderarztuntersuchungen, Impfungen, Zahnarzt, Zahnspange und ggf. das ein oder andere, was noch "ungeplant" hinzukommt.

    Auch habe ich den Eindruck (weiß nicht, ob das nur mein Eindruck ist), dass sowohl ich als auch meine Kinder manchmal "überuntersucht" sind. Da werden seitenweise Blutbilder gemacht und einiges anderes (bei meinem 2. Kind hieß es z.B. es soll 1x jährlich zur Kontrolle beim Augenarzt gehen - Termine bekam ich aber nur schwer, habe gewechselt und da hieß es plötzlich: Das muss überhaupt nicht jährlich kontrolliert werden). Das finde ich als medizinischer Laie immer schwer zu unterscheiden, was denn notwendig ist und womit gern Geld verdient wird.

    Wichtig finde ich bei diesem Gehälter-Vergleich auch, dass im OECD-Bericht auch steht, dass deutsche Lehrer im internationalen Vergleich die 3.-höchste Arbeitszeit haben. Einfach zu sagen: Deutsche Lehrkräfte verdienen ("zu") viel, ohne die Arbeitszeit anzuschauen, ist einseitig.

    Die Abikonferenzen finden bei uns statt: 1: Ende der Q4, wer wird für die Abiprüfungen überhaupt zugelassen? 2: Nach den Gutachten der schriftlichen Prüfungen 3:Planung der mdl Prüfungen 4: Ergebnisse der mdl Prüfungen, wem wird das Abi zugesprochen aka wer hat das Abitur geschafft?

    Oha! Wir haben dafür die Oberstufenkoordinator(inn)en (Funktionsstelle), die prüfen, ob jemand zum Abitur zugelassen wird. Ansonsten erfahren wir überhaupt keine Gesamtnoten der Q12/13er, nur am Ende, wer noch eine Zusatzprüfung macht und wer (nicht) bestanden hat.

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