Eltern rauben mir den Spaß

  • es ist mal wieder so weit. Elternmails landen in meinem Postfach.

    Vieles ist ja schon gesagt worden.

    In meiner letzten Klasse hatte ich neben der Ansage eine Signatur, dass ich mails werktags am Nachmittag abrufe. Das hat relativ wenig geholfen.

    In meiner jetzigen Klasse habe ich - nachdem bei mir auch am Wochenende Mails mit sofortiger Dringlichkeit landeten, obwohl ich am 1. Elternabend gesagt hatte, dass ich die werktags am Nachmittag abrufe - eine entsprechende Reaktionsmail eingestellt. Jeder, der anfragt (ja, betrifft dann auch Kolleginnen) bekommt die Info, wann ich Mails abrufe und mit welchen Anliegen sie sich direkt an die Fachlehrerinnen oder den Hort wenden sollen. Man konnte das so einstellen, dass es nicht auf jede Mail folgt, sondern in bestimmten Abständen, ich habe den größtmöglichen Abstand genommen, da es wirklich nur 2 Mails waren und alle anderen sich dran gehalten haben.

    Das zweite ist die eigene Disziplin, die Mails dann auch nicht abzurufen. Daran musst du selbst arbeiten.

    Bei manchen Dingen, die ich im Laufe des Schuljahres entscheide, schreibe ich Infomails vorab, um den Wind aus den Segeln zu nehmen. Zum Beispiel Sitzplan: "Damit Ihre Kinder ausprobieren können, mit welchen Lernpartnern sie am besten arbeiten können... "

    🍦 Eis macht Spaß! 🍦
    Schoko, Vanille – ganz egal,
    Hauptsache lecker jedes Mal! 😋

    Ich lese und schreibe nach dem Paretoprinzip.

  • Abgesehen von hilfreichen Techniken sollte man sich, denke ich, auch mit sich selbst auseinandersetzen. Sitzordnung ist ja sehr klar nicht das Problem der Eltern. Aber mich stressen Klagen oder speziellere Anfragen durchaus, weil ich sofort überlege, ob ich nicht wirklich einen groben Fehler begangen habe. In Phasen, in denen es einem nicht gut geht, kann das durchaus verunsichern. Auf der anderen Seite merken Eltern im Gespräch eigentlich immer, dass ich ihr Kind wertschätze, die Eltern ernst nehme und mein Bestes gebe, so dass Aufregung schnell verraucht.

    Als Elternteil bekommt man einfach unheimlich wenig mit aus der Schule, da ist dann eine Situation schnell dramatischer für die Eltern als sie wirklich war, weil das Kind halt seine Sicht erzählt.

    Bevor du den Job hinwirfst, lass dir auf jeden Fall unbedingt Zeit:)

  • Mal 'ne dumme Frage (Ich weiß, dass ich dumm bin, sehr dumm sogar!): Korrigiert Ihr auch die Rechtschreibfehler in den Elternmails und schickt sie dann benotet zurück? Ich meine, das könnte ja die Mailflut erheblich reduzieren.8)

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