Ablauf amtsärztliche Untersuchung (BW)

  • Hallo,

    da bei mir nun der Vorbereitungsdienst ansteht, benötige ich ein ärztliches Zeugnis - ich muss also zu einem Amtsarzt.

    Kann jemand von seinen Erfahrungen berichten (bitte nur, wenn ihr in Baden-Württemberg beim Amtsarzt wart)?

    Wie läuft die Untersuchung ab bzw. was wird untersucht?

    Findet eine Blutabnahme statt?

    Ich habe eine Spritzenphobie... und deshalb davor panische Angst.

    Vielen Dank.

  • Blutabnahme gibt es nicht in BW, allenfalls eine Urinprobe, und auch das nicht immer. Es gibt keinen Standard für die Untersuchung, da macht jeder Hausarzt bisschen was anderes, aber meistens halt so das Übliche, bisschen Abhören und Abklopfen, Hör-und/oder Sehtest, manchmal auch ein EKG. Wenn du keine nennenswerten Vorerkrankungen hast, ist das kein Ding. Wenn du welche hast, prinzipiell auch nicht schlimm, man hat dann halt mehr Aufwand und Papierkram, da man sich im Vorfeld mehr auf den Besuch vorbereiten muss und eventuell noch diverse Gutachten von den eigenen Fachärzten mitbringen muss. Insgesamt alles kein Grund zur Panik.

    Allerdings solltest du bedenken, dass du einen Nachweis deines Masernschutzes erbringen musst für den Schuldienst, das wird im Zuge der Untersuchung auch geprüft. Wenn du den nicht hast wegen Spritzenphobie, wird es schwierig.

  • Blutabnahme gibt es nicht in BW, allenfalls eine Urinprobe, und auch das nicht immer.

    Doch Blutabnahme durch den Amtsarzt kann es ebenfalls geben (gab es bei mindestens einer Mitanwärterin von mir, sowie bei mir selbst), aber auch vorab durch den Hausarzt, um die Ergebnnisse direkt mitbringen zu können zum Termin. Das kommt wohl einerseits auf den Arzt an, der die Untersuchung vornimmt, andererseits aber auch auf Vorerkrankungen, bei denen eine Blutuntersuchung als relevant erachtet wird.

    Blutdruckmessung gehört oft ebenfalls dazu.

    Ich habe eine Spritzenphobie... und deshalb davor panische Angst.

    Was du machen kannst, ist vorab telefonisch zu erfragen, ob eine Blutabnahme zwingend erforderlich sei, da du eine Spritzenphobie habest. Vielleicht hast du Glück und es gibt auf deiner Liste einen Arzt oder eine Ärztin, der/ die zumindest nicht generell Blut abnimmt. Das schließt zwar nicht aus, dass im Laufe der Untersuchung und nach Blick auf deinen Selbstauskunftsbogen, das doch noch für erforderlich gehalten wird, aber macht es unwahrscheinlicher.

    Alternativ könntest du anbieten, die erforderliche Blutuntersuchung vorab von deinem Hausarzt (bei dem du dich vielleicht etwas leichter darauf einlassen kannst, weil du diesen kennst und er dich) durchführen zu lassen und die Ergebnisse dann direkt um Amsarzttermin mitzubringen. So haben das einige meiner Mitanwärter gemacht, bei denen darauf hingewiesen worden war, dass das Ergebnis sonst eben bis zu zwei Wochen verzögert kommen könne.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ich war in BaWü beim Amtsarzt, das ist allerdings 20 Jahre her. Ich fand die Untersuchung sehr "entspannt", ich habe sie wie einen kleinen Check-up beim Hausarzt empfunden. Eine Blutabnahme hatte auch ich nicht. Ich musste später in BY nochmal (ein paar Jahre später), da war es etwas strenger, aber auch nicht dramatisch.

  • Ich hatte insgesamt 3, davon 2 in Baden-Württemberg. Keine war unangenehm, allerdings hatte ich auch keine gesundheitlichen Probleme. Die Dauer lag jeweils unter einer Stunde, eigentlich eine halbe Stunde und dann Wartezeit, ob die getrunkene Zuckerlösung rechtzeitig wieder abgebaut wird. Es war das übliche Urin, Blutdruck messen, wiegen usw.

    (Eine vor dem Referendariat, die 2. wegen Wechsel nach NRW und die 3. als ich wieder zurück nach Baden-Württemberg wechselte.)

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Wie das mit Phobien halt so ist: Spinnenangst? Aber die tun doch gar nichts! Achluophobie? Wenn du die Augen schließt, ist es doch auch dunkel!

    Wenn man sich in Ruhe auf die Impfung vorbereiten kann, in die bekannte Arztpraxis geht und das Personal keine Probleme damit hat, wenn man da schweißgebadet und hyperventilierend sitzt, ist das etwas anderes als wenn man sich dem Amtsarzt gerade als normal belastbaren Menschen zeigen möchte.

  • Ich wollte mich nicht lustig machen, sondern wirklich wissen, wie man damit klarkommt. Danke für die Erklärung, SwinginPhone .

    Vermutlich ähnlich wie bei anderen Phobien auch: indem man entsprechende Situationen versucht zu vermeiden. Genau das klingt doch beim TE klar durch. Dass das in Notfällen dann auch mal anders aussehen kann, steht dazu nicht im Widerspruch.

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