Beiträge von Lehrerin2007

    In jedem anderen Job müsste man die auch selbst zahlen.

    Das stimmt so einfach nicht. Ich habe Freundinnen in Berufen, wo ihnen der Kitaplatz teilweise oder ganz bezahlt wurde vom AG oder wo die Firma selbst Kitaplätze (betriebseigene Kita) gestellt hat. Mein Mann hat von seinem AG immerhin auch einen Zuschuss bekommen!

    Irgendjemand schrieb hier, das eigene Kind koste 2500 Euro im Monat.

    Das erscheint mir auch etwas hoch... Wenn das Haushaltsnetto 5000 € beträgt und man zwei Kinder hat, könnte man ja nichtmal Essen oder Miete zahlen!?

    465 € Kita UND 100 € Essen? Oder ist das das Essen daheim?

    größere Anschaffungen hat man ja in aller Regel nicht monatlich. 30-40 € für Medikamente, die nicht erstattet werden (was bei uns bei Nasenspray, Heuschnupfenspray, Hustensaft (der eh nichts bringt) oder Fiebersaft der Fall ist), finde ich auch etwas hoch gegriffen. Gerade was die Kinder anbelangt, musste ich kaum selbst für Medikamente aufkommen. Und diese Medikamente braucht man ja auch nicht alle monatlich!?

    Also ich kenne ausschließlich Familien, die mit Kindern Vollzeit arbeiten.

    Ich kenne wiederum fast ausschließlich Familien mit Kindern, wo sie in TZ arbeitet. Die wenigen, die ich kenne, wo die Mutter auch in VZ arbeitet, haben nur ein Kind.

    Ich habe das Modell „Hausfrauenehe“ nie kennengelernt und meine Perle kann sich aus der DDR nicht an sowas erinnern. Da war auch Vollzeit angesagt.

    Das stimmt so einfach nicht! Ich habe Verwandte in der ehem. DDR und da waren sehr wohl einige TZ-arbeitende Mütter und Hausfrauen dabei. Es haben definitiv nicht grundsätzlich alle Frauen VZ gearbeitet!

    Zumal die kinderlosen Lehrkräfte, die sich hier leicht beleidigend ausgedrückt haben, auch mal bedenken müssen, dass die Kinder, die sie unterrichten und zukünftig unterrichten wollen - auf denen also ihr Beruf basiert - ja auch irgendwo herkommen müssen. So viel zum Thema "Privatvergnügen" (Das jetzt mal unabhängig von Besoldung, etwaigen Zuschlägen usw., sondern eher wegen beleidigender Ausdrücke wie Gebärmaschine, Karnickelprämie etc. - Warum es allerdings ab Kind 3 so deutlich mehr Kinderzuschlag sein muss, kann ich auch nicht nachvollziehen...) .

    Letzten Endes bekommt man den familienbezogenen Anteil ja auch nur anteilig zum Stundendeputat und in den meisten Fällen (insbesondere bie >2 Kindern) ist es ohne Teilzeit nicht machbar bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind (und das ja noch jeweils versetzt, nicht alle gleichzeitig). Und, wie viele Beamte / Lehrkräfte kennt ihr, die tatsächlich 6 Kinder haben, das wird wohl auch die absolute Ausnahme sein? Das Maximum, das ich kenne, sind 4 (Zwillinge als Nachzügler). Also hier mit den höchstmöglichen Zahlen zu rechnen und zu vergleichen ist auch eher realitätsfern.

    Sich "totarbeiten" in Vollzeit ohne Kinder - sorry. Obwohl wir uns hier die Care-Arbeit aufteilen, hab ich mich die letzten Jahre mit kleinen Kindern eher "tot" gemacht als jetzt, wo sie größer sind. Ich bin bezüglich meiner Arbeit (zwar immer noch in TZ) viel entspannter geworden, weil ich sie endlich mal (meist) schaffe, ohne mich total zerreißen zu müssen. Ich habe TZ mit (kleinen!) Kindern als stressiger empfunden als Vollzeit ohne Kids. Nur mal so nebenbei bemerkt.

    Ich unterrichte ja auch nicht an der Grundschule, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man eben gerade dort nicht die Aufgabenformen (wie sie dann in der Klassenarbeit rankommen) auch mal übt. Dann merkt man das doch vorher? :/

    Wenn ich es aber richtig verstehe, beschäftigst du dich mit dem hypothetischen Fall, dass du es erst bei der Korrektur der Klassenarbeit merkst? Wenn mir das wirklich passieren würde, würde ich an der Stelle entsprechend mild korrigieren oder ggf. sogar eine Aufgabe aus der Wertung nehmen (nach Rücksprache mit der Fachleitung).

    Irgendwie verstehe ich den Ausgangspost nicht so ganz. Ich merke doch bei der Erstellung der Prüfung (Klassenarbeit oder was auch immer), ob die von mir verlangten Aufgaben dem entsprechen, was ich im Unterricht durchgenommen habe?
    Meinst du mit "nicht richtig aufbereitet / gelehrt", dass du Fehler gemacht hast oder es zuvor unzureichend behandelt hast im Unterricht?

    Die Frage ist für mich dabei aber wieder: was bringt's? Lernen SuS dadurch vor jeder Stunde?

    Ja, manche/viele schon (je nach Klasse). Wenn ich allgemein z.B. die Vokabeln oder Grammatik wiederhole und (fast) alle mitmachen, kann jeder ein Wort oder einen Satz sagen, ich sehe aber schlecht, wer darüber hinaus tatsächlich den restlichen Stoff oder eben nicht beherrscht. Das verzerrt das Bild. Ich habe dann den Eindruck: Oh, die Objektpronomen haben sie aber gut drauf, passt. Und dann kommt das böse Erwachen bei der nächsten Schulaufgabe. Frage ich einzelne aus, gehe ich dem dann auch mal auf den Grund, warum es nicht lief. Meist kommen dann zig Gründe und Ausreden, die aufs gleiche drauf hinauslaufen: Ich hab nicht gelernt. Manchmal klappt es, dass sie sich am Riemen reißen und sich wieder besser vorbereiten, manchmal natürlich auch nicht.

    Stell euch das doch mal andersrum vor, dass ihr unangekündigt auf der GK oder FK über den Inhalt der letzten Sitzung vor versammelter Mannschaft ausgefragt werdet.

    Das ist ein komischer Vergleich. Die letzte LK liegt vielleicht 3 Monate zurück un die letzte Bio-Stunde vielleicht 2-7 Tage. Und wenn ich wüsste, dass "ausgefragt" wird, schaue ich mir die Inhalte vorher nochmal an. Ich wusste früher ganz genau, warum, wenn ich mal eine schlechte Note bekommen habe. Hab dann aufgepasst, mich wieder besser vorzubereiten - und genau das passiert bei vielen SuS eben nicht und dann ist die Situation natürlich besonders unangenehm.

    In einem 2-stündigen Fach kann es durchaus nur 1x im Jahr sein, je nach Klassengröße.

    Ich habe 3- bis 4-stündige Fächer und frage durchaus Vokabeln oder neue Grammatik "aus" (an das Wort "Ausfrage" musste ich mich auch erstmal gewöhnen, kenne es aber auch aus meiner Schulzeit, da hieß es nur anders, also ich wurde auch "ausgefragt"), da kommt jeder bis zu 2x im Jahr dran. Wenn jemand einen kleinen schriftlichen Leistungsnachweis verpasst, soll man zum Ausgleich eigentlich auch eine Ersatznote einholen, die dann mündlich erbracht wird.

    In Geschichte kann ich mir vorstellen, dass diese Ausfrage / Rechenschaftsablage eines Schülers oder einer Schülerin gleichzeitig der Wiederholung des Stoffes für alle dient (andere Schüler/innen ergänzen ggf.). In den Sprachen machen viele es so, dass alle die Vokabeln für sich im Heft mitschreiben und sie dadurch nochmal wiederholen oder ein kurzes Arbeitsblatt ausfüllen, für alle zur Übung, und einer liest dann vor = mündliche Note bzw. "Ausfrage".

    Nein, tut sie nicht. Wenn, wie ich bereits mehrfach schrieb, es Lehrer gibt, die nur 1 Note im Halbjahr erstellen, dann sagt sie nichts aus.

    Ich frage nochmal: Wo ist das möglich und in welchen Fächern? Bei uns definitiv nicht! Allein zwei Schulaufgaben müssen es in den Kernfächern sein und mind. eine mündliche Note pro Halbjahr macht einfach jeder.

    Mich kotzt das Geeiere mancher Lehrkräfte an weiterführenden Schulen an, die nicht ihre Bewertungskriterien bekanntgeben und dann aus einer Hefternote eine Zeugnisnote bilden.

    Sorry, aber so einen Unsinn habe ich noch nie gehört. Wo schreibt man keine Klassenarbeiten / Schulaufgaben an weiterführenden Schulen und wo macht man keine mündlichen Noten? Eine Zeugnisnote aus einer Heftnote (die es hier z.B. überhaupt nicht gibt) zu bilden, ist m.E. überhaupt nicht möglich.

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