Beiträge von Palim

    Das befürworte ich auch nicht, ich bezweifel aber, dass es dazu zwingend Kommunikation mit desinteressierten oder wenig zuträglichen Eltern braucht.

    Ich bin der Meinung, dass man

    a) versuchen sollte, die Eltern mit ins Boot zu holen. Während deine Schüler:innen ihr Smartphone selbst bedienen können, sind meine Schüler:innen 5-11 Jahre alt, haben in der Regel kein Smartphone in der Schule ... und werden in eine neue Welt geschubst.

    b) die Eltern zumindest informieren muss, auch wenn es schlecht läuft. Ich möchte, dass Eltern wissen, dass ihre Kinder sich gut oder schlecht benehmen, dass sie - wie andere Eltern auch - darüber informiert werden, was notwendig ist, was erwartet wird, was so, wie es ist, ungünstig verläuft.

    Eine Streichung dieser Farce-Gespräche, bei denen man oft ohnehin gegen eine (freundlich lächelnde und nickende) Wand redet, spart sowohl finanzielle als auch zeitliche Ressourcen.

    Ich verstehe zumindest, dass es nervt, das geht mir manchmal auch so, wenn die ganzen Bemühungen ohne Erfolg bleiben. Das ist aber nicht immer so.

    Aber ich sehe es zum einen wie chilipaprika , dass man eben nicht abwarten kann, damit diese Kinder leider scheitern müssen.

    Zum anderen kann ich einfache Sachen durchaus per KI umsetzen oder den Eltern den Brief auf Deutsch geben, ABER ich muss als Schule (Behörde) auch offizielle Gespräche mit Protokoll führen, die innerhalb eines Verfahrens verbindlich sind. Das Verfahren fliegt mir sonst ggf. um die Ohren und ich habe dir komplette Arbeit umsonst gemacht (Verfahren zur Überprüfung sonderpädagogischer Unterstützung). Also brauche ich - spätestens dann - eine Sprachmittlerin, und sei es nur, um der Form zu genügen. Mir persönlich ist es wichtig, dass die Eltern verstehen, worum es geht und warum es dazu kommt.

    Ich habe übrigens noch so einen Vorschlag:

    Eine zentrale Stelle, bei der ich einen Sprachmittler bekommen kann, der für Elterngespräche über eine Video-Konferenz hinzugeschaltet wird und der sich auch schulisch/ schulrechtlich auskennt.

    Offizielle Briefe kann man dort entweder direkt abrufen (in den 50 häufigsten Sprachen) oder anfordern und erhält sie nach kurzer Zeit übersetzt, z.B. als pdf per Mail, zugeschickt.

    2015 gab es eine Initiative über 4teachers, gängige Inhalte von Elternbriefen von Muttersprachler:innen zu übersetzen, inzwischen hilft oft die KI und ist in den letzten 5 Jahren auch erheblich besser geworden, Missverständnisse und falsche Übersetzungen nehmen ab.

    Aber für Elterngespräche (Gutachtenerstellung/ sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf) oder für die Überprüfung der Herkunftssprache wäre auch da ein zentrales System der Landesschulbehörde hilfreich.

    Du verstehst anscheinend nicht was ich möchte oder ich kann es nicht verständlich ausdrücken.

    Mir geht es mit deinen Beiträgen so. Ich fühle mich von dir unverstanden.
    Da das Hin und Her für alle anderen ermüdend ist, lasse ich es bleiben, noch einmal jeden Satz zu kommentieren, um die Sachen erneut zu erklären. Meinen eigentlich langen Beitrag an dich habe ich gelöscht.

    Übrig bleibt:

    Ich hätte gerne umgehend eine Handreichung mit allen wichtigen Informationen (Ausprägung, Therapien, Erleben im Alltag), die mir eine gute Handlungsgrundlage gibt, mich ab sofort entsprechend der Lage verhalten zu können und mich für Elterngespräche gut vorbereitet, sodass ich zur individuellen Situation des Kindes Nachfragen stellen kann.

    Ich möchte nicht zig verschiedene Stellen mit unterschiedlicher Agenda erreichen müssen, die mir nur medizinisch oder nur pädagogisch, aber nicht auf die Regelschule und die 1:1-Situation (eine Lehrkraft-eine Klasse) bezogen antworten.

    Ich bin es leid, auf die - nicht vorhandene - Zeit anderer angewiesen zu sein, also keine zeitnahe Antwort zu erhalten. Dazu gehört auch die Wartezeit, die durch alles andere entsteht, in der das Kind aber beschult werden muss - nicht erst nach erfolgter Beratung von irgendwo.

    Ich bin es leid, auf Kooperationen setzen zu müssen, die den Blick nicht auf die Umsetzbarkeit in der Schule richten können oder wollen, denen das Schulrecht nicht geläufig oder egal ist (Auto-Injektor, ausgelobter Förderunterricht).

    Ich habe derzeit als Lehrkraft der Regelschule die Arbeit der Recherche, muss ausloten, was schulrechtlich möglich ist und es selbst umsetzen - und mache ich das nicht, passiert: NICHTS.
    Die Schule ist öffentlich, das Kind, was auch immer es hat, unterliegt der Schulpflicht, aber das Gesamtsystem Schule ist nicht dafür aufgestellt, diesen Kindern angemessen entgegentreten zu können.
    Es wäre leicht, so eine zentrale Stelle mit medizinischem und pädagogischem Personal einzurichten, es wäre leicht, die Zugänglichkeit über eine Mail einzurichten, ohne weitere Anträge und Zwischenschritte. Es wäre eine Entlastung für Lehrkräfte und würde sie gleichzeitig in ihrer Profession stärken, weitere Schritte im individuellen Fall zu gehen.

    Es ist ein Vorschlag, ein Traum, denn mein Alltag mit den genannten vielfältigen Möglichkeiten ist belastend und zeitraubend. Ich habe zu oft den Eindruck, mit den Anforderungen allein zu sein. Alle anderen können es für sich abhaken oder aufschieben, weil ihre Zeit nicht ausreicht, ich als Lehrkraft kann das nicht. Eltern übrigens auch nicht.

    Palim , hattest du je das Bedürfnis, in eurer Schulbehörde Karriere zu machen? Also erst ein paar Jahre Schulleitung und dann weitergehen und Strukturen anstoßen... Ich bin sicher, das wäre sehr förderlich für die Schulen deines Landkreises.

    Danke.

    Die Antwort ist: nein. (Es gibt mehrere persönliche Gründe dafür.)

    Ich glaube auch nicht, dass s auf diesem Weg wirklich möglich ist, also dass man da Gehör findet und Wesentliches verändern kann.

    Aber ich bin der Ansicht, dass das Land ein Vorschlags- und Ideen-Portal einrichten sollte, bei dem Lehrkräfte, die täglich den Alltag in den Schulen bewältigen, Verbesserungsvorschläge unterbreiten können und dies wohlwollend aufgenommen oder geprüft wird. (Und ja, das könnten auch Gewerkschaften initiieren.)

    Zu befürchten wäre, dass es ein Mecker-Forum wäre, aber ich glaube durchaus, dass dort gute und konstruktive Vorschläge eingereicht würden. Ansonsten hätte man darüber einen Einblick, was an der Basis wirklich Probleme bereitet.

    Es ist ja inzwischen so, dass Lehrkräfte wie z.B. BobBlume medial Gehör finden.
    Sollte mich jemand finden wollen, bin ich durchaus für einen Austausch erreichbar.

    Ich bin bei deinen Forderungen ganz bei dir.

    Offenbar ja nicht, denn…

    Mir fehlt jetzt die Rechtsquelle aber ich denke, dass in Nds. grundsätzlich vieles von deinen Forderungen bei den Gesundsheitsämtern liegen. Die machen doch für uns Ärzte die amtsärztlichen Untersuchungen etc..

    Ei machen die Einschulunguntersuchungen und da kann anscheinend jedes Amt sich selbst aufstellen. Deins ist also nicht wie meines. Weiter Untersuchungen kenne ich nur bei Schulpflichtsverletzungen…

    Im Übrigen haben wir häufig Berichte zur Einschulungsuntersuchungen, in denen Empfehlungen stehen, die sich weder mit Erlassen noch mit der Versorgung der Schulen decken oder abbilden lassen, Das Mind kann (immer) eingeschult werden, schließlich gilt ja Inklusion. Aber die Ansagen in so e8ne. Bericht führen ja zu keinerlei Ressourcen, allein zu eine Erwartungshaltung bei Eltern, die die Schule nicht erfüllen kann.

    Warum die kommunale Behörde der Landesbehörde da Vorgaben in die Berichte schreiben kann, verstehe ich nicht.

    Was natürlich komplett fehlt ist die Pädagogische Sicht. Das sehe ich aber die regionalen Förderzentren in der Pflicht.

    Die ja aber allein für die Grundversorgung an der Schule sind. 2 Stunden pro Woche für alle Kinder mit irgendwelchen Auffälligkeiten, Prävention, Überprüfungen, Förderung, Elterngespräche … und wenn die Kraft ausfällt, steht die Schule ohne Versorgung und muss selbst sehen, wie sie es macht. Ja, ich kann das, ich mache das auch, aber es ist zu Lasten der Lehrkräfte der Regelschule und der Kinder+Eltern schlecht organisiert. Genau darum wäre eine zentrale Stelle sinnvoll, da sie immer für alle zeitnah erreichbar wäre und die einzige Grundversorgung für anderes bleibt.

    Letztlich klärt das GA die medizinischen Aspekte und die Förderzentren alles andere.

    Bei FöS-Verfahren ist bei uns das GA gar nicht beteiligt, bei der Beratung hinsichtlich Autismus, ADHS, coronaren Erkrankungen, Diabetes, Dyskalkulie, irgendwelche Syndromen, Allergien etc - nie. Nicht medizinisch und nicht pädagogisch, gar nicht.

    Dazu gehört meines Wissen auch pflegerische Aspekte. Wobei das auch eher bei den Schulbegleitern angesiedelt ist.

    Welche Schulbegleitungen?

    Diese werden mit außerschulische Diagnosen von Eltern beim JA/Sozialamt beantragt. Das ist doch von Schulen unabhängig und hat auch erst Mal keinen Einfluss auf die Gestaltung des Unterrichts, Nachteilsausgleiche o.a.

    Ich denke, dass wir grundsätzlich in der Theorie gut aufgestellt sind

    Wir sind nicht mal in der Theorie gut aufgestellt. Es gibt zig Stellen, die voneinander unabhängig agieren müssen, da es verschiedene Geldgeber und Vorgaben gibt, die nicht landesweit abgestimmt sind.

    Und jede dieser Stellen weiß sich abzugrenzen. Wie oft hast du schon ein „Dafür bin ich nicht zuständig“ kassiert? Als Lehrkraft bleibst du zuständig, auch wenn alle anderen es abweisen, dir zu helfen, weil sie ihre Aufgabe anders verstehen, auf ihre Schwerpunkte verweisen. Aber du hast ab heute das Kind in deiner Klasse und musst dich darauf einstellen, täglich, während die anderen das als „Fall“ abhaken können.

    Die Beratungsgespräche für Eltern mit Kindern, die eine Erkrankung haben, sind beschämend, gerade weil man diesen Eltern den Dschungel erklären muss.
    Und wenn das wenige, was an Schulen umgesetzt wird (oder nicht, weil man ja kein Anrecht auf irgendetwas hat) nicht ausreicht, kann man sich als Eltern die Zähne daran ausbeißen, Förderung oder Entgegenkommen für das Kind zu finden.

    Aber es fehlt wie immer an Personal und Ressourcen. Was hilft es, wenn es so viele Hilfsangebote gibt aber sie vollkommen überlastet sind.

    Es fehlen auch gute Absprachen. Und es wäre eben effizienter, wenn eine zentrale Stelle aktuell und auf den Punkt Informationen sammelt und weitergibt.

    Für die meisten Lehrkräfte würden sicher die allgemeinen Infos ausreichen, für spezielle Fälle könnte es dann Beratungstermine oder ein Ticketsystem geben.

    Und einmal mehr, Tom123 , habe ich den Eindruck, dass du nicht verstanden hast, worüber ich schreibe und was ich mir erhoffe, was mir den Alltag erleichtern und mir den Rücken stärken und meine Arbeitszeit reduzieren würde.
    Wie viele FoBi hast du absolviert hinsichtlich ADHS, Mutismus, Autismus, …?

    Heute ist es ein Kind, das Auffälligkeiten in diesen Bereichen hat, morgen ist es aber vielleicht ein Kind mit Prader-Willi-Syndrom, Kriegstrauma, Morbus Crohn, HBG, Bindungsstörung nach frühkindlichem Trauma, AVWS, …

    Man kann nicht alles wissen. Warum kann es dann nicht entsprechende Unterstützung durch das Land geben?

    Und wenn es diese nicht zentral geben soll, können wir auch an jeder Schule eine halbe Stelle zur Koordination der Inklusion einrichten. Dann könnten sich Lehrkräfte darauf spezialisieren und ihren Kolleg:innen den Rücken frei halten - nicht für die Förderung, sondern für das Einholen von Informationen, Beratung, etc.

    Doch, es gibt ihn, aber bei ist er bei der Landesschulbehörde angesiedelt. NDS gehört aber zu den Ländern mit einer der schlechtesten Versorgungsquote.

    Außerdem gibt es für bestimmte Schwerpunkte ein Beratungsangebot, das Förderschullehrkräfte übernehmen.

    Aber dennoch fände ich eine zentrale Stelle wichtig, nicht nur für seltene Erkrankungen. Vielleicht auch, um im Flächenland überall eine bessere Versorgung zu ermöglichen, die Wartezeiten bei SPZ sind ja aber nicht nur in meiner Region extrem lang.

    Den schulpsychologischen Dienst bräuchte man dennoch, der deckt aber anderes ab.

    Letztlich geht es mir

    a) auch um eine pädagogische Einschätzung, Absprachen, Nachteilsausgleiche.

    Hörerleichterung, Toilettenpausen bei Morbus Crohn, Ausgleich bei cardiologischen Befunden, schriftliche Leistungen bei Mutismus, …

    b) aber auch rechtliche Sicherheit bei der Nutzung eines Auto-Injektors.

    Die Diagnose einer Schulpsycholog:in, die in NDS besonders rar sind, bedingt kein Rezept und keine Therapie, es braucht eine neue Diagnose einer niedergelassenen Ärztin, also noch mehr Wartezeit.

    In der Schule muss man aber sehr viel schneller reagieren. Darum wäre eine zentrale Beratungsstelle sinnvoll.

    Theoretisch eine Aufgabe des Gesundheitsamtes, die natürlich auch vollkommen überlastet sind.

    Nein, weil das Gesundheitsamt kommunal ist, die Lehrkräfte aber Landesbedienstete sind. Auch dieser Bereich hat mit Arbeitszeit und Fürsorge zu tun:

    Wenn in Hannover (oder wo auch immer) 1-2 Personen zur Beratung sitzen, die allgemeine, neuste Infos zusammenstellen und allgemeine Möglichkeiten, die durch Lehrkräfte in Schulen umgesetzt werden können, dazu Beratungsstellen, Hilfsmittel usw.,

    dann muss genau das nicht mehr jede Lehrkraft im Internet recherchieren, sondern lediglich aus den Maßnahmen oder Optionen wählen oder daraus individuelle Möglichkeiten ableiten. Und zwar nicht allein medizinisch, sondern auch pädagogisch, sodass man das im Unterricht und im Schulalltag bedenken kann.

    Das hat etwas mit Professionalisierung zu tun, aber auch damit, dass man Lehrkräfte unterstützt und sie nicht den unzähligen Anforderungen überlässt.
    Gerade in diesem Bereich fände ich es sehr hilfreich, auch wenn ich durchaus in der Lage bin, mich zeitnah in sehr vieles einzuarbeiten und bei ähnlichen Notwendigkeiten schnell auf einen neueren Stand bringen kann.

    Was ich aber schon glaube, ist das es in vielen Fällen dann in der Praxis nicht läuft. Das die Küche es nicht richtig umsetzt, falsches Essen verteilt wird oder es zu Kreuzkontamination. Das ist natürlich ein generelles Problem bei Krankenhäusern, das vieles nicht so läuft.

    Da fehlt einfach unwahrscheinlich viel an Professionalität.

    Die erwarte ich auch von Restaurants. Alle müssen eine Hygiene-Schulung machen. Warum bekommen nicht auch alle eine Unverträglichkeits-Schulung.

    Im Übrigen bin ich da im Hinblick auf Schule einmal mehr bei dem Wunsch nach einem zentralen medizinischen Dienst. Wenn ich heute eine Schüler:in mit der Diagnose (z.B. Zöliakie) bekomme, möchte ich spätestens übermorgen eine grobe Einschätzung des Krankheitsbildes auf dem Tisch haben und einen Fragenkatalog, um Wichtiges/ Individuelles in der Schule und mit der Familie absprechen zu können … ach ja, und die fertigen Vordrucke für alles, was ärztlicherseits unterschrieben sein muss, damit es in der Schule rechtssicher umgesetzt werden kann (z.B. Auto-Injektor). Dann ist das nach etwa einer Woche alles geklärt und geht seinen Gang, statt jedes Mal alles selbst erarbeiten zu müssen. Wie schriebst du: Da fehlt einfach unwahrscheinlich viel an Professionalität.

    ist es für Zöliakiekranke nicht sicher

    Das ist auch noch mal eine andere Hausnummer als „nur“ Bauchweh oder Hautausschlag der milderen Art zu bekommen und Kreuzkontamination vermutlich nicht wahrzunehmen. Bei einer anderen Sache, die ich nicht vertrage, kann man es meistens riechen oder ich lasse andere am Tisch probieren, aber das geht bei Gluten nicht.

    Ich war angenehm überrascht, letztes Jahr in mehreren Hotels abgepackte Sachen zu erhalten, einmal stand es auf dem Buffet, die anderen Male war es ein eigener Brotkorb.

    Aber ja, der Toaster war für alle da.

    Tatsächlich immer das abgepackte Brot in Einzelportionen.
    Schmeckt (mir) nicht

    Und ja, das abgepackte Brot ist nicht sooo toll, auch ich habe oft Maiswaffeln im Gepäck, manchmal auch Brot.

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