Ich bin bei deinen Forderungen ganz bei dir.
Offenbar ja nicht, denn…
Mir fehlt jetzt die Rechtsquelle aber ich denke, dass in Nds. grundsätzlich vieles von deinen Forderungen bei den Gesundsheitsämtern liegen. Die machen doch für uns Ärzte die amtsärztlichen Untersuchungen etc..
Ei machen die Einschulunguntersuchungen und da kann anscheinend jedes Amt sich selbst aufstellen. Deins ist also nicht wie meines. Weiter Untersuchungen kenne ich nur bei Schulpflichtsverletzungen…
Im Übrigen haben wir häufig Berichte zur Einschulungsuntersuchungen, in denen Empfehlungen stehen, die sich weder mit Erlassen noch mit der Versorgung der Schulen decken oder abbilden lassen, Das Mind kann (immer) eingeschult werden, schließlich gilt ja Inklusion. Aber die Ansagen in so e8ne. Bericht führen ja zu keinerlei Ressourcen, allein zu eine Erwartungshaltung bei Eltern, die die Schule nicht erfüllen kann.
Warum die kommunale Behörde der Landesbehörde da Vorgaben in die Berichte schreiben kann, verstehe ich nicht.
Was natürlich komplett fehlt ist die Pädagogische Sicht. Das sehe ich aber die regionalen Förderzentren in der Pflicht.
Die ja aber allein für die Grundversorgung an der Schule sind. 2 Stunden pro Woche für alle Kinder mit irgendwelchen Auffälligkeiten, Prävention, Überprüfungen, Förderung, Elterngespräche … und wenn die Kraft ausfällt, steht die Schule ohne Versorgung und muss selbst sehen, wie sie es macht. Ja, ich kann das, ich mache das auch, aber es ist zu Lasten der Lehrkräfte der Regelschule und der Kinder+Eltern schlecht organisiert. Genau darum wäre eine zentrale Stelle sinnvoll, da sie immer für alle zeitnah erreichbar wäre und die einzige Grundversorgung für anderes bleibt.
Letztlich klärt das GA die medizinischen Aspekte und die Förderzentren alles andere.
Bei FöS-Verfahren ist bei uns das GA gar nicht beteiligt, bei der Beratung hinsichtlich Autismus, ADHS, coronaren Erkrankungen, Diabetes, Dyskalkulie, irgendwelche Syndromen, Allergien etc - nie. Nicht medizinisch und nicht pädagogisch, gar nicht.
Dazu gehört meines Wissen auch pflegerische Aspekte. Wobei das auch eher bei den Schulbegleitern angesiedelt ist.
Welche Schulbegleitungen?
Diese werden mit außerschulische Diagnosen von Eltern beim JA/Sozialamt beantragt. Das ist doch von Schulen unabhängig und hat auch erst Mal keinen Einfluss auf die Gestaltung des Unterrichts, Nachteilsausgleiche o.a.
Ich denke, dass wir grundsätzlich in der Theorie gut aufgestellt sind
Wir sind nicht mal in der Theorie gut aufgestellt. Es gibt zig Stellen, die voneinander unabhängig agieren müssen, da es verschiedene Geldgeber und Vorgaben gibt, die nicht landesweit abgestimmt sind.
Und jede dieser Stellen weiß sich abzugrenzen. Wie oft hast du schon ein „Dafür bin ich nicht zuständig“ kassiert? Als Lehrkraft bleibst du zuständig, auch wenn alle anderen es abweisen, dir zu helfen, weil sie ihre Aufgabe anders verstehen, auf ihre Schwerpunkte verweisen. Aber du hast ab heute das Kind in deiner Klasse und musst dich darauf einstellen, täglich, während die anderen das als „Fall“ abhaken können.
Die Beratungsgespräche für Eltern mit Kindern, die eine Erkrankung haben, sind beschämend, gerade weil man diesen Eltern den Dschungel erklären muss.
Und wenn das wenige, was an Schulen umgesetzt wird (oder nicht, weil man ja kein Anrecht auf irgendetwas hat) nicht ausreicht, kann man sich als Eltern die Zähne daran ausbeißen, Förderung oder Entgegenkommen für das Kind zu finden.
Aber es fehlt wie immer an Personal und Ressourcen. Was hilft es, wenn es so viele Hilfsangebote gibt aber sie vollkommen überlastet sind.
Es fehlen auch gute Absprachen. Und es wäre eben effizienter, wenn eine zentrale Stelle aktuell und auf den Punkt Informationen sammelt und weitergibt.
Für die meisten Lehrkräfte würden sicher die allgemeinen Infos ausreichen, für spezielle Fälle könnte es dann Beratungstermine oder ein Ticketsystem geben.
Und einmal mehr, Tom123 , habe ich den Eindruck, dass du nicht verstanden hast, worüber ich schreibe und was ich mir erhoffe, was mir den Alltag erleichtern und mir den Rücken stärken und meine Arbeitszeit reduzieren würde.
Wie viele FoBi hast du absolviert hinsichtlich ADHS, Mutismus, Autismus, …?
Heute ist es ein Kind, das Auffälligkeiten in diesen Bereichen hat, morgen ist es aber vielleicht ein Kind mit Prader-Willi-Syndrom, Kriegstrauma, Morbus Crohn, HBG, Bindungsstörung nach frühkindlichem Trauma, AVWS, …
Man kann nicht alles wissen. Warum kann es dann nicht entsprechende Unterstützung durch das Land geben?
Und wenn es diese nicht zentral geben soll, können wir auch an jeder Schule eine halbe Stelle zur Koordination der Inklusion einrichten. Dann könnten sich Lehrkräfte darauf spezialisieren und ihren Kolleg:innen den Rücken frei halten - nicht für die Förderung, sondern für das Einholen von Informationen, Beratung, etc.