Beiträge von Palim

    Aber auch das ist ja verschieden.

    Die FöS-Kolleginnen bei uns haben keine Klassenleitung, sie sind nur in der Inklusion eingesetzt und nehme auch gerne mal nur 1-2 Kinder mit,

    während die GS-Lehrkräfte immer alle beschulen, auch die 1-2 Kinder in allen anderen Stunden.

    Vielleicht ist die Aufgabenteilung nicht transparent genug, aber auch ich sehe nicht, wo die FöS-Kolleginnen annähernd die Aufgaben erfüllen müssen, die Regelschullehrkräfte bewältigen.

    Wie viele Wochen hattet ihr? Bei uns sind es 6 Wochen und die Kinder können erste Buchstaben und wenige Silben. Mehr nicht.

    Vermutlich setzt die Schule das Heft (JETZT NOCH) nicht ein, weil die Schüler:innen dabei zu viele demotivierende Misserfolge hätten, später aber gerne an diesen Aufgaben arbeiten.

    Vielleicht solltest du, das haben wir schon öfter mal gesagt, von den exorbitant hohen Leistungen an deiner Privatschule Abstriche machen und dein Kind nicht unter Druck setzen, sondern Angebote finden, die es schaffen kann und damit das Kind stärken, damit es nicht auf die Idee kommt, es sei schlecht, weil es deinen Anforderungen nicht folgen kann - zumal es zweisprachig ist.

    Wenn es Probleme mit dem deutschen Wortschatz gibt, dann guckt euch Bilderbücher/ Wimmelbücher an und erzählt euch gegenseitig, was ihr dort seht.

    Du kannst ihm mit einem sprechenden Stift weitere Möglichkeiten eröffnen, könntest ihn Podcasts/Geschichten auf Deutsch hören lassen.

    Für unsere DaZ-Schüler:innen haben wir einen booki-Stift und die Lies-Mal- und DaZ-Hefte, die mit diesem Stift genutzt werden können (das meinst du vermutlich auch mit "Heft mit dem Küken"). Mit Hilfe des Stiftes werden die Bilder benannt, sind damit bekannt, die Kinder erbringen die Leseleistung und Zuordnung trotzdem und lernen nebenher Begriffe.

    "trigraphs" meint vermutlich Konsonantenhäufung wie sp/st, sch etc., die kommen in einem gewöhnlichen Leselehrgang Ende Klasse 1 dran, werden aber in Klasse 2 wiederholt und in RS-Übungen in Klasse 3+4 erneut aufgegriffen.

    Und aus tiefster Dankbarkeit sollen diese Menschen, die sich von der Politik vernachlässigt fühlen, die Parteien weiter wählen, welche diese vermeintliche Ungerechtigkeit ermöglicht haben und weiter ermöglichen werden?

    Aus einer gefühlten Vernachlässigung heraus sollen die Menschen Populisten wählen, die - siehe Meloni - die Benachteiligten noch schlechter stellen werden, Ungerechtigkeiten schüren und alles darauf ansetzen, Unruhe zu verbreiten und die Gesellschaft zu verrohen?

    Wenn du den Tee in der 125-ml-Kanne achtmal aufgießt, hast du insgesamt 1 l getrunken. Und weit mehr davon gehabt als bei einer 1-l-Kanne.

    Wenn du Tee 8mal aufgießt, kannst du auch einfach heißes Wasser trinken.

    Üblich wäre ein 2. Aufguss, spätestens beim 3. kommt ein neuer Döpsel Tee dazu.

    Bei wirklich zieldifferenter Beschulung braucht es zieldifferentes Material, nur selten kommen die SuS mit den normalen Materialien und wenig Unterstützung zurecht, aber ja, das gibt es auch.

    Im Alltag kann man es manchmal durch Aufgabenverteilung, Lesepartner etc. auffangen. Einerseits würde auch ich mir da mehr Unterstützung wünschen, andererseits kann man ja nicht immer alle Stunden absprechen und die FöS-Lehrkraft kommt ja nur Ahnung an vorbei.

    In NDS gibt es eine Dienstvereinigung des Landes mit den FöS, die sehr zu Lasten der Regelschullehrkräfte geht, was ich sehr ärgerlich finde.

    Auch überlege ich, ob die wenigen FöS-LuL-Stunden nicht besser eingesetzt wären, wenn die FöS-Kinder in kombinierten, jahrgangs- oder jahrgangsübergreifenden Lerngruppen bei den FöS-LuL Unterricht hätten, ganz ähnlich zu Koop-Klassen.

    Doch, will ich, warum muss das frühzeitige Zubereiten von mitnehmbaren Speisen „mealprep“ genannt werden, wenn es doch Vorbereiten oder Vorkochen oder Brote schmieren oder Frühstück einpacken heißen kann?

    Ich habe mehrere Kolleginnen, die sich Joghurt/Porridge mitbringen und das, was früher in der „Ecke“ war, zusätzlich dabei haben oder im Fach, sodass es dann noch eingestreut wird. Obst ist oft gleich mit im Glas (!) und wird dann verrührt.

    Bei Granatapfelkernen knuspert es besonders.

    Wenn es morgens zu knapp ist, kann man es am Abend vorher abfüllen, was heute modern „meal prep“ heißt, nennt man schlicht „vorkochen“.

    Das geht auch mit einer Thermoskanne Tee.

    Für den Hunger zwischendurch gibt es Reiswaffeln oder Apfel …

    … oder doch etwas von den vielen Leckereien, die bei uns häufig ausgegeben werden.

    Was hilft euch denn in solchen Momenten weiterzukämpfen, nicht aufzugeben?

    In einer Talkshow äußerte eine Betroffene mal, dass man machen solle, was einem gut tue, aber das es durchaus legitim sei, einfach mal die Decke über den Kopf zu ziehen und alles doof und ätzend zu finden.

    Das war für mich ein besonders hilfreicher Hinweis ... ist eben nicht immer alles eitel Sonnenschein, dann muss man sich eben auch mal ne Runde bemitleiden dürfen ... danach geht es zumindest mir besser, der Akku füllt sich etwas und man hat auch wieder einen Blick, der auch positive Sachen finden kann, seinen sie noch so klein.

    „Welche Personengruppen fallen in den Medien immer wieder auf, daß sie massiv Ärger machen?“

    Ist das dein Ernst?

    Mir fallen eine Menge negativer Pressmitteilungen auf, die sich auf Katholiken und katholisch sozialisierte Personen beziehen, und ebenso Meldungen, die sich auf Menschen beziehen, die in Deutschland sozialisiert wurden.

    Zur Darstellung in den Medien verweise ich auf

    https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Expe…_den_Medien.pdf

    Ich will keine multiprofessionellen Teams, die Professionen, die jetzt schon durchs Schulhaus latschen reichen mir.

    Das ist die Perspektive, zu der du in deinem Bundesland kommst,

    es ist aber ein bundesweites Bündnis, das den Anstoß geben könnte, dass es einheitliche Standards gibt, z.B. dass bundesweit Personal für die Betreuung gestellt wird statt dies Lehrkräften zu übertragen oder dass Inklusion in Regelklassen auf bestimmte Weise unterstützt sein sollte.

    Bei uns fehlen die anderen Professionen weitestgehend, ich würde mir wirklich wünschen, dass mehr nicht-lehrendes Personal eingesetzt würde und Förderschullehrkräfte weit besser mit Stunden ausgestattet wären. Stattdessen hört man bereits jetzt, dass die Stunden in ein paar Jahren weiter zusammengestrichen werden sollen.

    Das ist eine Idealvorstellung und in Systemen, in denen jeder überlastet ist, funktioniert das so nicht 1 zu 1. Aber es liegt durchaus auch an jeder Lehrkraft, egal welche Besoldungsstufe, darauf zu achten, dass man eben nicht mehr leistet als man kann.

    Dazu gehört es für den einzelnen, den eigenen Perfektionismus abzuschalten, souverän mit Herausforderungen umzugehen und vor allem, auch mal "nein" sagen zu können. Und dazu gehört es von Seiten der Schulleitung aus, gut im Blick zu haben, wer eben noch Ressourcen hat, um Aufgaben in diese Richtung zu leiten, und wer alle Ressourcen ausgeschöpft hat, um diese Kollegen zu entlasten.

    Ich sehe das auch als Idealvorstellung und frage mich, wo das denn umgesetzt sein oder werden kann, wenn die Ressourcen überhaupt nicht ausreichen und niemand nur im Ansatz Zeit erübrigen kann, wenn angesetzte Aufgaben ohnehin zu umfangreich sind, Herausforderungen hinzukommen, aber nie entlastet werden, und Lehrkräftemangel bedeutet, dass viele Aufgaben vom noch verbleibenden Personal übernommen werden müssen, also weitere Mehrarbeit oben drauf kommt.

    Sich dann mit A15 hinzustellen und zu meinen, man könne es nicht schaffen, deshalb könnten andere das mit A12, A13 und A14 übernehmen, finde ich schräg,

    um so mehr, wenn man dazu das Lied der Effizienz singt, diese aber als Delegation umsetzt. Verstehe ich nicht oder ich verstehe es falsch.

    Ihr schafft eure Arbeit effizient und haltet den Kolleg:innen den Rücken frei und entlastet sie, weil ihr seht und wisst, dass sie weit mehr als vertretbar machen müssen und ihr sie deshalb nicht noch mit zusätzlichen Aufgaben betraut, oder ihr reicht die Aufgaben nach unten weiter, damit ihr sie vom Tisch habt, eher nach Hause geht und die Kolleg:innen ohne Entlastung und mit vollem Deputat den Aufwand auf sich nehmen müssen. Die Kolleg:innen hatten aber keine FoBi zum effizienten Arbeiten, noch haben sie jemanden, dem sie die Aufgaben übertragen können. Nein sagen können sie oft auch nicht, sondern bekommen die Aufgabe ja von oben aufgetragen und überlegen sich womöglich doppelt, ob sie sich dagegen aussprechen mögen. Wo bleibt da die Verantwortung für den oder die anderen?

    Könnte auch sein, dass meine Perspektive eine ganz andere ist, weil an anderen Schulformen so gut wie alle das gleiche Gehalt und keinerlei Entlastungen bekommen und sich die Aufgaben untereinander teilen müssen, möglichst ausgewogen, so dass alle miteinander möglichst viel schaffen können, auch wenn mal jemand phasenweise weniger belastbar ist.

    Wenn SL bis zu 19 Stunden Unterricht erteilen UND eine Schule leiten, mit A13 oder A14 nach Hause gehen, wird es nicht klappen, wenn nach 40 Stunden der Stift fällt. An mehr als genug Schulen fängt das Kollegium die SL-Aufgaben zusätzlich auf, z.B. weil die SL krank ist oder die Stelle nicht besetzt.

    Gerade deshalb hilft es nicht, wenn von denjenigen, die sich dem in Teilen oder ganz entziehen, eine Arbeitszeiterfassung abgelehnt wird, weil man unter scheinbarer Effizienz für sich selbst ein Auskommen gefunden hat.

    Die Erfassung würde auch darstellen, dass die Aufgaben längst zu viele sind, dazu aber auch, dass bestimmte Schulstandorte mehr Zeit benötigen und dass der Lehrkräftemangel immer einen Ausgleich bräuchte.

    Ich finde gut, dass sich sehr viele Verbände und Vertretungen zusammengeschlossen haben.

    Dafür war die Beteiligung dann aber wirklich mau.

    Auch ich habe überlegt, ob es publik genug war.

    Mir hat gefallen, dass es in NDS endlich mal dezentraler organisiert war und nicht alle nach Hannover anreisen mussten. Da hätte ich mit mehr Teilnahme an den Teilstandorten gerechnet.

    Ist es nicht schlimm genug, dass man sich diese 2-3 Stunden Zeit nehmen kann?

    Oder ist es den Leuten egal?

    Aber sie delegieren das, was sie nicht zwingend selbst erledigen müssen.

    An diejenigen, die keine Funktionsstelle haben und deren Deputat und weitere Aufgaben bekanntermaßen den Rahmen mehr als sprengen?

    Müssten nicht die Funktionsstellenträger:innen dank Entlastungsstunden und höherer Bezahlung den anderen den Rücken freihalten?

    Hatten die Funktionsstellenträger nicht davon gesprochen, dass sie qualifiziert sind und erwiesen hätten, dass sich Hochleister sind? Woran besteht die hohe Leistung, wenn man sie gar nicht erbringen kann oder will?

    Worin besteht die Leistung, wenn man an andere delegiert, an diejenigen, die nicht delegieren können, aber jeweils in der Zwickmühle sind, weil das Kümmern Zeit frisst, die nicht vorgesehen ist, sich nicht zu kümmern aber noch mehr Nachteile mit sich bringt, auch für die eigene Belastung und den nachfolgenden Aufwand?

    Dann sitzen "die da oben" im eigenen Schulhaus und verteilen Arbeit UND Tipps, man könne sich ja einen schlankeren Fuß machen, schaffen es aber selbst nur, indem sie Aufgaben an andere verteilen. Gleichzeitig schreiben sie davon, wie gut sie doch mit ihrer Arbeitszeit auskommen und auf eine Erfassung der Arbeitszeit verzichten können - läuft.

    Und dann schreibt ihr davon, dass Menschen mit zweierlei Maß messen?

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