Gymshark
Wie stellst du es dir denn vor?
Es liegt doch gar nicht allein am Schulbesuch, dafür gibt es Schulpflicht, die man bei allem Unken nach mehr Freiheit und besserem Homeschooling nicht abschaffen sollte, Ordnungswidrigkeitsverfahren etc., da geht es schon ums oder über das Geld.
Es gibt Kinder, die Eltern haben, die sich nicht kümmern. Das sind oft Eltern, die es wirklich nicht können, sie wissen nicht, wie es geht, kennen die Erwartungen nicht oder sind selbst so krank oder mit anderen Problemen beschäftigt, haben es selbst so oder schlimmer erfahren und keine positiven Vorbilder, die andere Wege aufzeigen. Das geben sie an die Kinder weiter und weiter.
Wenn man diese Dauerschleife durchbrechen will, müssen die Kinder anderes erfahren und erleben, muss man genau diese Eltern unterstützen und an die Hand nehmen. Das passiert aber nicht, selbst wenn die Probleme bekannt sind und Familienhebammen zu Beginn begleiten oder das JA in der Familie ist.
Die Selbstverständlichkeit, die du von Eltern erwartest, fällt nicht vom Himmel, nur weil man sie wünscht oder fordert. Gespräche mit Erzieher:innen, Lehrkräften, Familienhilfen scheinen nicht auszureichen. Und dann?
Du kürzt das Geld und die Kinder, die zuvor ohne Winterkleidung und Frühstück zur Schule kommen, haben dann gar keine Schuhe mehr an, oder wie stellst du es dir vor?
Diese Leute benötigen sehr viel mehr Unterstützung.
Damit meine ich nicht die, die lieber Kaffee trinken, sich mit Hundefreunden treffen, shoppen gehen, statt mit dem Kind etwas zu unternehmen, die gerne die Verantwortung abgeben. Das ist auch ein Problem, aber ein anderes.
Hilfe braucht man für Eltern, die psychisch krank sind, die selbst nicht lesen können, deren Kinder schon nach wenigen Monaten Entwicklungsverzögerungen durch Vernachlässigung aufzeigen.
Da ist das JA dran, die Hilfen reichen aber nicht aus. Wenn diese Kinder von klein auf an sehr viel mehr Unterstützung hätten, wären sie vor der Schule fit und müssten nicht erst im 1. SJ lernen, bis 3 zu zählen oder in der Schule das erste Buch in den Händen halten. Frühförderung müsste flächendeckend umfangreicher und für die Familien begleitend zur Verfügung stehen und darf gerade nicht mit Beginn des Schulbesuches aufhören, sondern müsste auch dann begleitend erfolgen.
Diese Hilfe brauchen vielleicht auch Kinder, die jetzt in Pflegefamilien unterkommen, aber fürs Leben gezeichnet sind. Einige bekommen durch die Unterstützung der Pflegefamilien ausreichend Hilfe, andere werden ihr Leben lang leiden und später mit eigenen Kindern genau diese Hilfe brauchen, damit es dann besser werden kann.