Es ist ja die Frage, was man üben will.
Den Akkusativ als Satzglied führt man frühestens in Klasse 4 ein, Satzglieder an sich in Klasse 3.
Wortarten sind in Klasse 2 dran, stimmt, da werden sie auch benannt.
Wenn es aber darum geht, in Klasse 2 Schüler:innen im Gemeinsamen Lernen (also Inklusion) mit dem Schwerpunkt Sprache dazu zu bringen, dem und den auseinanderzuhalten oder zu sprechen, benötigt man einen Kontext, in dem eines stets verwendet wird.
Will man es unterscheiden, braucht man den Bedeutungsunterschied.
Vergleichar zu Minimalpaaren bei Worten (Hose/Dose) zur Lautunterscheidung, kann man auch Sätze nutzen,
hier z.B. Er geht ins Bett. und Er geht im Bett.Anderes Beispiel: Sie läuft auf dem Teppich. oder Sie läuft auf den Teppich.
Das lässt sich zeichnen oder nachspielen, sodass in der Zeichnung/ Handlung der Unterschied der sprachlichen Bedeutung klar wird.
Während ältere Schüler:innen die Lautebene leichter unterscheiden, fällt dies Kindern in Klasse 1+2 häufig schwer.
Somit ist der Hinweis auf die Richtung eine Hilfe, die für Kinder ersichtlicher ist als der sprachliche Unterschied
und die die Sprache bestimmt, auch wenn es Erwachsenen an sich nicht bewusst ist, obwohl sie die richtigen sprachlichen Mittel wählen.
Bei den Kindern, die dies erlernen müssen, muss man aber auch davon ausgehen, dass ihnen der sprachliche Unterschied zwischen dem/den gar nicht bewusst ist, weil sie ihn nicht hören, nicht sprechen und/oder kein entsprechendes Sprachvorbild haben.
Somit muss man das Bewusstsein für den Unterschied zunächst schaffen und dann üben, bevor er automatisiert werden könnte.