Beiträge von Palim

    In der Regel sind es verschiedene Themenhefte.

    Anders als in Deutsch- oder Mathebüchern, in denen sich die Schwerpunkte abwechseln, (die Verknüpfung geht seit Jahren stark zurück, ich warte auf die Kehrtwende), sind sie auf die Hefte verteilt. Die Lehrkraft muss den Überblick behalten, meist gibt es Verteilungspläne der Verlage.

    Entwickelt hat sich auch, dass es häufiger Arbeitshefte als Verbrauchsmaterial gibt, also weniger Abschreiben der Aufgaben und mehr Formate, die direkt im Arbeitsheft eingetragen werden. Für NDS hat das sicher auch den Grund, dass Bücher über das Ausleihverfahren gemietet werden, während AH von den Eltern gekauft werden.
    Und die Differenzierung ist über verschiedene AH leichter, indem man unterschiedliche AH anschaffen lässt.
    Ich bin mit AH flexibler in der Anschaffung

    Wenn man ein Lesebuch, ein Sprachbuch und ein Arbeitsheft (oder 2) kauft, sind die Preise / der Verdienst des Verlags insgesamt noch höher, die Kosten für die Familien wären in NDS geringer

    Es sind ja mehrere Sachen, die dich ärgern.

    An der Notengebung kannst du erst einmal nicht ändern.

    An den häufig wechselnden Curricula und Vorgaben auch nicht. Da hilft einerseits, nicht alles auf die Goldwaage zu legen: wenn da nicht explizit steht, dass Videos zu drehen sind, dann lass es, wenn die Methode und der Inhalt für deine Schüler:innen nicht passen. Wenn möglich kann man auch es als Schule festlegen, dass sowas nicht jedes Jahr passieren muss, sondern einmal in 4 oder 8 Jahren.

    Zum anderen ein realistische Blick darauf, was sich wirklich ändern muss und welches Gewicht es erhalten kann.

    Bei den notwendigen Materialien hilft Vernetzung. Warum haben die Kinder in der Inklusion andere Materialien? Welche Vorgaben hindern dich, anderes einzusetzen? Welche unterstützenden Hilfen habt ihr seitens der Schule (Zugriff auf Materialbörsen)

    Davon abgesehen denke ich, dass die Beschulung von Förderschüler:innen ein Stiefkind ist und Verlage sich da weit weniger bemühen. Aber du bist doch sich schon lange dabei und müsstest viele Materialien haben. Oder liegt es mit daran, dass du in anderen Jahrgängen eingesetzt bist?

    NDS setzt als zusätzliche Unterrichtszeit nun Stunden für "Sichere Basis" an, bei einer sonst im Vergleich schmalen Stundentafel im Grundschulbereich.

    Für diesen Unterricht gibt es Vorgaben, am Ende macht den Unterricht aber jede Lehrkraft selbst.

    Für das Thema "digitale Bildung" werden FoBI angeboten, am Ende entscheide ich selbst, ob ich daran teilnehmen möchte und kann und was ich davon umsetze.

    Nervig finde ich das Geschraube am Curriculum - es werden "fachspezifische Lernaufgaben" angesetzt, zwar mit Beispielen und Vorgaben, aber in großer Vielfalt. Man kümmert sich, informiert sich, entwickelt Aufgaben, probiert sie aus, evaluiert, ist dann zufrieden ... dann wird das Curriculum geändert und es gibt Vorgaben, welche Formate es bitte sein sollen - also wieder von vorn. DAS ist unnötig ...

    Aber so superviele Vorgaben gibt es nicht,

    davon abgesehen werden bei uns FöS-Schüler:innen zieldifferent und ohne Notengebung (Berichtszeugnis) unterrichtet und die Vorgaben sind dann eher individuell. Man fördert das Kind so, dass es möglichst gut in allen Teilbereichen lernt. Ich finde, das nimmt den Druck raus und ermöglicht vieles.

    Für mich hört sich das wie Zusatzübungen an, wo bestimmte Fertigkeiten automatisiert werden sollen,

    Das könnte im Zusammenhang mit der „Sicheren Basis“ stehen, die in NDS umgesetzt wird, also das Training grundlegender Fähigkeiten.

    Der Unterricht kann als Stunde, als Lernzeit oder noch ganz anders umgesetzt werden, viele Schulen gehen da jetzt in Phasen der Öffnung.

    In der oben genannten Liste sind übrigens Lehrwerke aufgeführt, nicht aber Arbeitshefte, auch von anderen Verlagen z.B. die Fibel, nicht aber die Schreibübungshefte, die man dann dazu kaufen kann.

    Da es um ein AH und Verbrauchsmaterial geht, ist die Kollegin frei in ihrer Entscheidung. Diese Hefte werden in NDS von den Eltern gekauft und bezahlt,

    allein für die Schulbücher gibt es ein Leihverfahren (quasi mit Miete).

    Fördervariante bedeutet bei den wenigsten Lehrwerken Förderschulniveau im Sinne des Förderschwerpunkts Lernen (diese Hefte heißen meistens irgendwas mit "inklusiv"), sondern eher Differenzierung innerhalb des Grundschullehrplans.

    Das ist bei sehr vielen Lehrwerken wirklich schlecht umgesetzt und nährt noch immer die Vorstellung, alle Schüler:innen könnten dann zur gleichen Zeit am gleichen Inhalt mitarbeiten.

    Das klappt aber nicht, wenn die einen bis 100 und die anderen bis 1 Mio rechen, noch weniger, wenn man individuelle Förderpläne umsetzt und den Kindern die notwendige Zeit einräumt.

    Vielleicht soll das AH eine Grundlage sein, vielleicht etwas, das möglichst jeder erreichen und absolvieren soll, während alles andere dann aus anderen Materialien bestritten wird, es könnte sogar ein Kompromiss oder ein Alibi-Lehrwerk sein, weil man ansonsten sehr frei arbeiten möchte - und darf.

    Für Nds:

    Es ist zunächst die Frage, ob die Hefte über die Fachkonferenz als Lehrwerk eingesetzt sind. Dann ist es ein Beschluss, an den sich die Lehrkraft halten muss. Er gilt für Lehrwerke, es ist aber eine Grauzone, ob auch Arbeitshefte damit einbezogen sind (u.a. wg. Ausleihe der Bücher, aber nicht der AH).

    Wenn das/ein/dein Kind stark von den Leistungen abweicht, in die eine oder andere Richtung, kann man individuelle Absprachen treffen (für das Herausfordern: Springen, Drehtür, andere Materialien anstelle dieser, andere Materialien als Ergänzung, andere Themen als Ergänzung ...) Das sind aber immer individuelle Absprachen, die man in einem Förderplan festhalten kann/sollte - je nachdem, wie gravierend die Differenzierung ist.

    Davon abgesehen bedeutet der Einsatz eines solchen Heftes nicht, dass Anforderungsbereich 2 und 3 im Unterricht nicht beachtet würden. Gerade in diesen Bereichen kann man auf andere Materialien ausweichen oder unabhängig von Arbeitsheften vielfältige Herausforderung einsetzen und ist damit weit flexibler, als mit den Vorgaben eines AH.

    Weil die Lehrkraft Gefahren aktiv abwenden muss,

    dazu gehört für mich auch, dass auf einem quirligen Grundschul-Schulhof, auf dem sonst keine motorisierten Fahrzeuge sind, zumindest in der Pause keine fahren,

    an sich wäre es sogar gut, wenn es gar nicht am Vormittag wäre, da man die Pausenzeiten gerne auch mal verändert, aber dann wäre andererseits der Zugang ständig verwehrt.

    Wenn also die Gefahr zu groß ist, kann ich den einen Handwerker bitten, 10 min zu warten, nach der Pause hat er freie Bahn und kann auch selbst sicher über den Hof fahren.

    Zuerst einmal möchte ich dir mein Mitgefühl aussprechen.

    Dass man dazu noch einen riesigen Dschungel an Papierkram bewältigen muss, macht es nicht leichter, zumal man ja den Kopf dafür nicht frei hat.
    Es dauert, bis man alles regeln kann. Lass dir da von anderen nichts einreden.

    Zum Grund der Meldung haben die anderen schon geschrieben.

    Ich möchte keine Ostfriesen beleidigen.

    Nicht?

    Hast du aber

    Sehe ich auch so.

    EDIT: Ich bin keine Ostfriesin, finde aber einige deiner Ausführungen im Beitrag Nr. 32 reichlich abwertend.

    Ich bin eine Ostfriesin und finde es auch abwertend.

    Es ist schon sehr speziell hier, aber das macht es gerade schön.

    Dabei muss ich mich nicht an ein Zeremoniell halten, ich kann Tee (also schwarzen) auch anders trinken, in gewissen Grenzen. Ich halte mich nicht an Zeiten und brauche meist kein Wulkje, ich kann mit Tee aus Tee Beuteln leben, die ich in den Süden schleppe, und nein, Wasser nehme ich nicht mit, auch das kann ich aushalten.

    Auch muss ich mich nicht mit Zeremonien anderswo messen und sie nicht gegen etwas anderes auf- oder abwerten. Man kann sie miteinander vergleichen, klar, sich über Abläufe oder Anlässe austauschen, aber warum muss das eine toller als das andere sein?

    Es ist gesellig, beim Wein in Rheinhessen zu sitzen und dem Fachsimpeln über Weinan- und -ausbau zuzuhören. Mag ich. Darum werde ich nicht zur Winzerin und die Rheinhessen mögen in Ostfriesland den Tee trinken, der da unten nicht schmeckt … so wie andere regionale Spezialitäten manchmal nach Hause mitgenommen werden, aber manchmal die Atmosphäre der Region benötigen.

    Es ist schön, wenn du, Plattenspieler , dich mit Kulturen und Zeremonien beschäftigen magst, du magst Regeln und Regelhaftes in mehreren Bereichen und bist dann auch sehr genau in deinen Betrachtungen und Feststellungen.

    Aber dass man dann mit anderer Meinung oder Erfahrung generell verurteilt wird, ist abwertend … sagt die Ostfriesin.

    Ich zünde mal ein neues Teelicht an. ☕️ 🫖

    Doch klar, hier im Nordwesten - insbesondere natürlich in Ostfriesland - wird ständig an Teetrinker*innen gedacht

    Es gibt sogar Teestuben, in denen man die Firma der Schwarztee-Ostfriesenmischung auswählen kann, also Tee von Firma X oder Y oder Z auswählt.

    In meinen Gepäcktaschen habe ich eigentlich immer wenigstens Teebeutel mit, damit ich im Süden keinen Aufguss trinken muss ... oder gar Earl Grey (von wegen, "wie die Engländer")

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