Beiträge von Palim

    Zum Glück ist sie dir ja wieder eingefallen.

    Ich finde es schade, dass in vielen Seminaren wohl eher eine Abneigung gegen Methoden erzeugt wird, sodass die Junglehrer dann nach den Ref davon nichts mehr wissen wollen. Sicher ist nicht jede Stunde ein Methodenfeuerwerk, aber es schadet nicht, ein breites Repertoire zu kennen für außergewöhnliche Lerngruppen, Situationen oder Sternstunden.

    ich fände ja Unterricht nach dem Hamburger Modelle "Religion für alle" sinnvoll, sicherlich kann man es auch noch anders bezeichnen.

    Dann wären alle Schüler mit im Unterricht und würden sich über die Inhalte austauschen.

    Fände ich nicht sinnvoll. Es muss auch ein Leben ohne Religion möglich sein, auch in der Schule.

    Es ist ja nicht der erste Thread zu einem religiösen Thema, in der du deine generelle Kritik und Ablehnung deutlich zum Ausdruck bringst.

    Das könnte man in einer Lerngruppe dann durchaus auch tun.

    Ebenso beschäftigen sich aber auch alle mit verschiedenen Religionen, deren Lehren und Hintergründen.

    Es wird ein Nebeneinander der Religionen und nicht-religiösen Menschen bleiben, aber ich finde das Wissen umeinander wichtig für alle Beteiligten. Dabei kann man dann auch lernen, angemessen miteinander darüber zu kommunizieren, sachlich würdest du es vermutlich nicht nennen.

    Gesellschaftswissenschaften an den Rand zu stellen, Religion, Ethik, Soziologie als Laberei abzustempeln, missachtet, dass gesellschaftliches Leben und Zusammenleben Fragen aufwirft und gegenseitiges Zuhören und Verständnis benötigt. Davon brauchen wir derzeit eher mehr als weniger. Und die Tendenz der Lehrpläne erscheint mir so, dass Wirtschaft und Wirtschaftlichkeit einen Vorrang erhält vor anderen Themen, die somit weniger Zeit und Aufmerksamkeit in der Schule erhalten.

    Es muss auch ein Leben ohne Religion möglich sein, auch in der Schule.

    Ja, es kann ein Leben ohne Religion geben, z.B. auf Memmert, in unserer Gesellschaft gibt es das derzeit nicht, da ja sehr viele einer Religion angehören und die Kultur von Religionen geprägt ist, das müssen nicht einmal religiöse Dinge sein, die übrig sind, das sind z.B. auch sprachliche Mittel oder Traditionen, konkret: freie Sonntage und Feiertage, die jeder erhält, auch wenn dich diese religiösen Feiertage womöglich zur Salzsäule erstarren lassen.

    Ein „Leben ohne Religion“ wird es in unserer Gesellschaft so schnell nicht geben, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass jedeR religiös sein muss womöglich auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Das hindert übrigens auch nicht daran, sich genau darüber auszutauschen.

    Entsprechend bin ich der Meinung, dass „Religion“ zur Schule dazu gehört, auch wenn man über die Ausprägung eines Religionsunterrichtes streiten kann.

    Und auch wenn du den Autoren über Religiöses die Verantwortung zuschieben möchtest, liest und schreibst du ja weiterhin hier und zeigst Interesse. Bücher, die ich nicht lesen möchte, weil mich das Thema nicht interessiert oder weil ich vorab zu der Einschätzung komme, dass mir die Sprache oder der Inhalt nicht gefällt, kann ich im Regal stehen lassen.

    Sich selbst ein Leben ohne Religion zu wünschen, dann aber jede Diskussion über Religionen, Konfessionen und religiöses Leben mitzunehmen, ist schon eine spezielle Form, seinem eigenen Wunsch zu entsprechen.

    Ich habe Verständnis dafür, dass man die SuS etwas schreiben lässt, um als Lehrkraft die Lernausgangslage zu sehen und die Lernenden an die Aufgabe heranzuführen.

    Sinnvoll fände ich, in einer schwachen Klasse um so mehr, den SuS das Rüstzeug zuerst an die Hand zu geben, damit sie wissen, was sie machen sollen und wie es gelingen kann.

    Erst danach würde ich die Kriterien auch auf eigene Texte anwenden lassen.

    Wenn die Klasse so außerordentlich schwach ist, kann es zudem sinnvoll sein, einzelne Aspekte einzeln zu üben, damit das Kriterium nicht abstrakt bleibt, sondern sprachliche Mittel erhält, die auch sofort angewendet werden.

    Hier geht der Trend dahin, dass der Entwurf 6-7 Seiten haben darf, der Anhang aber unbegrenzt ist. Neue Medien schaffen neue Begehrlichkeiten, sodass das Tafelbild exakt vorab angeschrieben und per Foto einzubinden ist und jegliches verwendetes Material nicht nur genannt, sondern als Bild dargestellt werden muss etc.

    Aber auch vor vielen Jahren gab es das schon. Ich musste einen Entwurf abgeben, bei der jedes AB, das eine Bearbeitung erfahren hatte, auch im Original eingefügt werden sollte, also quasi immer Original und Fälschung als Suchbild.

    das ist glaube ich sehr speziell an beruflichen Schulen mit den Methoden.

    Nope (um nicht "nö" zu schreiben und gesperrt zu werden)

    Das gibt es an anderen Schulformen auch.

    Es ist schon eher ungewöhnlich, wenn jemand kein Methodenfeuerwerk sehen will.

    Leider führt das zu genannter Konditionierung, die, so wie du es schilderst, dann auch von 7jährigen erwartet wird.

    Und es ist eine Überbewertung einzelner Methoden wodurch sich Leute die Didaktik nicht mehr genau anschauen, sondern eher das "geniale Material" suchen und dann versuchen, es in ihrer Lerngruppe einzusetzen.

    Andererseits erscheint es notwendig, ein breites Methoden-Repertoire zu haben, das man später noch erweitern kann, gerade weil es um das Abwägen und begründete Auswählen gehen muss. Und es ist durchaus sinnvoll, Methoden zu kennen, die Schüler aktivieren.

    An der Diskussion hier sieht man meiner Ansicht nach total gut, wie unterschiedlich die einzelnen Seminare arbeiten und wie verschieden einzelne Lehrer unterschiedlicher Schularten ticken und dementsprechend auch Methoden anwenden oder eher nicht anwenden.

    Machst du es dir da nicht ein bisschen leicht?

    Du kannst doch gar nicht wissen, ob eine von uns ggf. die Königin des Stationslernens ist.

    Ich finde, an dieser Diskussion sieht man gut, dass Lehrkräfte zwar unterschiedliche Vorlieben haben, aber durchaus in der Lage sind, passend zur Lerngruppe und zum Kernthema oder Unterrichtsziel Methoden zu wählen und vor allem, abzuwägen, welche sinnvoll erscheinen in dieser Situation und mit dieser Lerngruppe.

    Da gibt es eben nicht die einzig richtige, aber es gibt durchaus verschiedene Möglichkeiten oder Register, die man ziehen kann, WENN man ein breites Methodenrepertoire hat, die Schüler im Blick behält und die Methode auf die Didaktik und die Voraussetzungen, die durch Lerngruppe und die Umstände des Unterrichts gegeben werden, abstimmen kann.

    Genau diese Gespräche finde ich absolut wichtig und denke auch, dass sie im Referendariat ein Teil der Ausbildungsleistung sind.

    Dabei kommt es nicht zu einer Beliebigkeit der Methode oder zu einer Bevorzugung einer bestimmten, sondern ein Annähern an das Optimum.

    Und selbst wenn eine bestimmte Methoden in einer Zeitschrift oder einer Handreichung aktuell vorgeschlagen wird, kann es Lerngruppen und Bedingungen geben, unter denen sie nicht zielführend ist.

    Ich bin derzeit absolut begeistert von einer SU-Seminarleiterin, die eben diesen Weitblick hat UND weitergibt UND die neuesten Veröffentlichungen im Blick hat, dennoch aber nicht den allerneuesten Trend sehen will, sondern erwartet, dass die Refs abwägen und darlegen, warum sie die gewählte Methode ausgesucht haben.

    Klingt mal wieder nach Problemen, die man in einem säkularen Staat nicht hätte.

    Es gibt auch andere Lösungen,

    ich fände ja Unterricht nach dem Hamburger Modelle "Religion für alle" sinnvoll, sicherlich kann man es auch noch anders bezeichnen.

    Dann wären alle Schüler mit im Unterricht und würden sich über die Inhalte austauschen.

    Aber die Erarbeitung von Kriterien ist nicht an Stationslernen gebunden.

    Doch, jede Station "liefert" ein Kriterium, bzw. eher informiert über ein Kriterium.

    Tatsächlich kann man im Unterricht Kriterien erarbeiten, ohne ein Stationslernen einzusetzen.

    Mir kommt es so vor, als würdest du am Material oder der Methode kleben, die dann deine Planung vorgibt und unveränderbar werden lässt.

    Wenn das Ziel die Erarbeitung von Kriterien ist und die Vorgabe eine Moderation, dann kann man es auch damit umsetzen, zumal sich das nun wahrlich nicht ausschließt. Da gibt es sicher nicht die eine, einzig richtige Methode und ja, nicht jede Methode liegt einem, das weiß ich und auch ich habe es bitter gelernt und daraus meine Lehre gezogen.

    Ich finde, dass es schon viele gute Vorschläge gab, die Alternativen aufzeigen.

    Du kannst ja eine bei Ebay verkaufen.

    Oh, cool, nehme ich :thumbup: , aber Zauberwald möchte sie bestimmt behalten. Man kann ja auch den Namen nicht einfach ändern.

    Sind die wenigen Katholiken dann mit im evangelischen Reliunterricht? Oder haben die gar keinen? Oder werden die klassenübergreifend zusammengefasst, so dass es weniger Lehrer braucht?

    Hier sind die vereinzelten katholischen Kinder mit im evangelischen RU, der der einzige ist.

    Derzeit weiß ich von genau EINEM Kind an unserer Schule, dass es katholisch ist, die meisten anderen sind evangelisch getauft, aber sehr gering gebildet und nicht kirchlich eingebunden, sie sind zur Hälfte refomiert und zur anderen Hälfte lutherisch, die "Grenze" des Gebietes ist hier haarscharf und doch fließend - eine putzige Eigenart - sobald man umzieht, wechselt man die Konfession :_o_D

    Es gibt eine (Grund-)Schule in der Umgebung, die bald soweit ist, dass sie die notwendigen 12 Kinder für katholischen RU zusammenbringen könnten und die auch kirchlicherseits im Personalstamm eine pädagogische Mitarbeiterin hätten, die den katholischen RU erteilen könnte, von Seiten der Landesregierung eher nicht, da sie keine Lehrkraft ist.

    Eine freie Trauung ist doch sowieso eher ein symbolischer Akt, oder nicht? Wer sollte vorschreiben, wer da trauen darf und wer nicht?

    Da die Eheleute sich gegenseitig trauen, dürfte es eigentlich egal sein, wer dem beiwohnt oder assistiert:

    Nach der Lehre der katholischen Kirche spenden die Brautleute sich gegenseitig das Sakrament der Ehe und diese kommt nur unter Assistenz eines Klerikers bei der Trauung gültig zustande (siehe Konzil von Trient, Sessio XXIV). Die evangelische Kirche versteht die kirchliche Trauung als Gottesdienst anlässlich der bereits erfolgten Eheschließung, in dem die eheliche Gemeinschaft unter Gottes Wort und Segen gestellt wird.

    Da sollen die Lerner einen Aufsatz schreiben zu vorher selbst definierten Kriterien. Die Kernkompetenz ist auch "schriftlich kommunizieren" und nicht "mündlich kommunizieren", weshalb es dann auch daher sinnvoll ist, darauf den Fokus zu lassen.

    Wenn die Kernkompetzenz "schriftlich kommunizieren" heißt, ist dies doch aber nicht allein auf schriftliche Methoden begrenzt.

    In dem Moment, wo die Lernenden Kriterien erarbeiten, darstellten, bewerten, definieren hast du doch eine gute Möglichkeit zur Kommunikation, die dir als Lehrenden die Rolle der Moderation ermöglicht.

    Ebenso wäre es möglich, anhand eines Textes die Kriterien anzuwenden. Auch das geht exemplarisch mit der gesamten Gruppe im Unterrichtsgespräch, um die Redemittel und Vorgehensweise zu vermitteln, anschließend kann man dies dann an weiteren oder eigenen Texten vornehmen.

    Das kann alles überwiegend mündlich sein, dient aber dennoch der Kernkompetenz "schriftlich kommunizieren".

    Protestanten lehnen die Vorstellung der Transsubstantiation, des Opfers und der dauerhaften Realpräsenz ja ab und haben sich selbst von der katholischen Kirche abgespaltet, also sich selbst ausgeschlossen - und dann beschweren sie sich, dass sie von Katholiken ausgeschlossen würden ... ?

    Ja, so herum kann man das auch sehen, stimmt.

    Ich beschwere mich nicht, ausgeschlossen zu sein, aber ich stelle fest, dass es in der katholischen Kirche unendlich viele kleine und große Regeln gibt, die man nur schwer erlernen kann, wodurch viele Menschen ausgeschlossen werden, die nicht in diese Religion und ihre aktive Ausübung geboren werden.

    Selbst denen, die in der katholischen Diaspora groß werden, sind viele Regeln und Rituale fremd bis unbekannt.

    Das kann man nich tallein an der Transsubstantiation festmachen, sondern auch an anderen Vorgehensweisen.

    Und ja, da ist nicht auf die RKK begrenzt.

    Eine sich den Menschen öffnende und zuwendende Gemeinschaft ist für mich etwas anderes.

    Die Maske enger ans Gesicht bringen: ich mache das (mit den zu großen Schulmasken) indem ich die Gummibänder der Maske nicht wie vorgesehen hinter die Ohren lege, sondern hinter den Kopf, wo ein kleines Stück Stoff mit 2 Knöpfen die Maske hält.

    Ja, das hatte ich auch schon gesehen.

    Aber es geht auch, indem man ein strammes Haargummi dazwischen setzt...

    ... und trotzdem ist die Brille beschlagen :wacko:8_o_)

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