Beiträge von CatelynStark

    Jeder kann sich Bedarfsprognosen ansehen und eine Idee bekommen, wie gesucht die Wunschfächerkombination an der Wunschschulform ist. Wo ist das Problem?

    Ich wollte E/Ge oder E/D studieren. Ein Blick auf die Bedarfsprognose und ich habe dann doch lieber E/M studiert. Zu "meiner Zeit" war Mathe noch die Eintrittskarte zur Planstelle. Hat sich gelohnt (ich mag Mathe, habe es schon in der Schule gerne gemacht, hätte nur was anderes noch lieber gemacht).

    Ich finde übrigens in NRW wird zu spät "sortiert". Immer wieder werden Referendar:innen mit Kombis wie D/Ge, SW/EK o.Ä. am Gymnasium ausgebildet. Im Moment braucht man diese Leute aber einfach nicht. Das heißt nicht, dass man sie nie wieder brauchen wird, aber ein bisschen Vorraussicht stünde dem Land ganz gut.

    Die Behauptung, Lehrer:innen mit Migrationshintergrund hätten am Gym nichts zu suchen ist doch lächerlich. Auch das Argument mit dem Habitus ist Quatsch. Ich bin zwar das, was manchmal als "biodeutsch" und an meiner Schule auch als "Kartoffel" bezeichnet wird, bin aber eben auch ein Arbeiterkind. Natürlich habe ich einen anderen Habitus als der Kollege, dessen Mutter Schulleiterin und Vater Anwalt in einer Großkanzlei war.

    Ich nehme an, dass man mir immer anmerken wird, dass ich ein Arbeiterkind bin. Das an sich macht mich aber weder zu einer "passenden" noch zu einer "unpassenden" Lehrerin für irgendeine Schulform.

    Wir haben iPads, sowohl für die Lehrer:innen, als auch für die Schüler:innen.

    Ich nutze das iPad im Unterricht, um Tafelbilder zu anzuschreiben (wir haben in jedem Raum einen Apple TV), Audio- und Videodateien abzuspielen und vor allem über Classroom zu gucken, was die Schüler:innen so auf ihren iPads machen. Für manche Lehrwerke bekommen wir über das MDM die elektronische Lehrerversion auf das iPad gepushed, das nutze ich dann auch, weil ich es nur auf dem Dienstipad nutzen kann (meine privaten Geräte sind eben nicht im MDM).

    Ab der Klasse 6 führen die SuS ihre Mappen in Notability digital, sie haben auch so gut wie alle Schulbücher digital und in Mathe nutzen viele SuS Geogebra anstelle des wirklich umständlichen GTR, den wir zur Zeit noch benutzen. Arbeitsblätter etc. stellen wir immer digital zur Verfügung. Die Apple TVs machen das Präsentieren von Schülerlösungen einfach und praktisch. Wir hatten Dokumentenkameras, aber die musste man immer erst aufbauen, das hat mich genervt.

    All das würde natürlich auf einem Surface gehen (mit Ausnahme von Notability, aber da hätte man z.B. OneNote nehmen können und dann auch mit dem Kursnotizbuch arbeiten).

    Wenn ich nicht an einem Windowsrechner mit zwei Bildschirmen arbeiten kann, dann arbeite ich am Surface. Ich habe ein Surface Pro, das reicht für meine Zwecke gut aus. Größter Vorteil: Es ist nicht einfach nur ein Tablet.

    Im Leben nicht würde ich auf die Idee kommen z.B. meinen Unterricht am iPad zu planen (es ist ein vom Schulträger bezahltes Dienstgerät....)

    In Informatik arbeiten die Schüler:innen im Normalfall übrigens an Windows PCs. Aus den hier schon mehrfach genannten Gründen.

    Wir wohnen in der Nähe eines großen Süßwarenherstellers mit günstigem Fabrikverkauf. Sowohl in der Kita, als auch in der GS bekommen die Kinder hin und wieder mal Süßigkeiten als Belohnung (aktuell immer für das Fertigstellen einer Lesemauer). ALLE diese Süßigkeiten kommen vom hiesigen Süßwarenhersteller, sind ja günstig zu besorgen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand das als Webrung ansieht.

    In einigenn der Staaten der USA gibt es noch nicht einmal vernünftigen Mutterschutz. Da gibt es Frauen, die kriegen Mittwochs ihr Kind und gehen Montags wieder arbeiten. Das Kind wird dann von einer Oma betreut.

    Freunde von mir haben ihr Kind mit 3 Monaten in die Krippe gegeben und das war "normal", eine andere Freundin hat ihr Kind nach 5 Monaten hingeschickt und das galt als "ziemlich spät".

    Das ist natürlich wirklich unmöglich. Nicht, dass man sein KInd nach 3 oder 5 Monaten schicken kann, sondern, dass man es muss. Man sollte die Wahl haben.

    Wir haben für U2 mit Essen ca. 550 Euro / Monat bezahlt. Das war schon ein ordentlicher Brocken. U3 waren immer noch 480(?) Euro meine ich, dann so um die 400. Meine Tochter war im letzten Jahrgang, in dem nur das letzte Kitajahr umsonst war.

    Mit zwei vollen Gehältern konnten wir es bezahlen und ich finde es absolut fair, dass es eine Staffelung nach Einkommen gibt. Was ich ein bisschen komisch finde, ist, dass die Gebühren von Kreis zu Kreis und insbesondere von Bundesland zu Bundesland so unterschiedlich sind.

    Schon alleine die Anzahl an Amerikaner*innen, die überall online "I should of" oder "you would of" schreiben ist gruselig

    Das ist es. Ich kann es manchmal nicht fassen. Genauso wie die konstanten Verwechselungen von "they're", "their" und "there". Das scheint auch nur die Hälfte der im Internet schreibenden Amerikaner:innen auseinanderhalten zu können.
    Klar machen alle mal Tippfehler (ich bin da auch eine "Expertin" für), aber das ist hier ja nicht gemeint.

    Die Übung kommt, besonders in Mathe, viel zu kurz. Gerade diese Woche: ein kompletter Mathe GK Q1 scheitert an einer "Minusklammer".

    Bestimmt werden sollte der Flächeninhalt zwischen zwei Graphen, es sollten die Differenzfunktion und eine mögliche Stammfunktion gebildet werden. Man sollte meinen das Bilden der Differenzfunktion sei kein Problem. Uiuiui...

    Die junge deutsche Generation ist in Englisch ohnehin durch Social Media recht gut unterwegs.

    Yoah, sie schreiben ständig "i" und "gonna" und können nicht zwischen unterschieldichen Registern unterscheiden.

    Grammatik braucht man nicht. Argument "der Typ aus Kanada mit dem ich zocke versteht mich doch, wenn ich mit ihm im Chat schreibe. Außerdem schreibt der auch "i" und "gonna". Topbegründung!

    an was für eine Schule bist du, dass das "Alltagswissen" von 8-tKlässler*innen ist

    DAS habe ich mich auch gerade gefragt.

    Die Idee mit dem Überqueren der Straße finde ich gut. Man muss sich nur überlegen, wie genau man dann zur Formel kommt. Den Beweis mit Hanuta zu führen ist sicher auch eine gute Idee, wobei ich im UB vermutlich selbstgebastelte laminierte Tonpapierstückchen hätte und das nicht an der Tafel sondern in Gruppenarbeit machen lassen würde.

    Als Kind war ich immer wieder in Ferienfreizeiten. 2 Wochen Theatergruppe, eine Woche Reiterhof, 3 Wochen Sprachreise, Ferienbetreuung vom Sportverein,... das gibt es auch wenn man älter ist.

    Die Pfadfinder sind auch super (gibt es mit und ohne religiöse Ausrichtung). Es gibt immer wieder Lager über das Wochenende (von denen meine Tochter ganz begeistert ist). Ab der Pfadfinderstufe (ca. 12 Jahre) kann man wohl von April bis Oktober ca. jedes zweite Wochenende irgendwo teilnehmen. Das sagte mir eine Betreuuerin, da mein Kind noch lange nicht 12 oder 13 ist, habe ich mich noch nicht damit beschäftigt, aber sie war jetzt innerhalb eines Jahres 6 Wochenenden mit den Pfadfindern unterwegs. Auch das ist eine Erleichterung.

    Es müssen ja auch nicht Pfadfinder sein. Hier bietet der CVJM z.B. in den Sommerferien immer Freizeiten an, die AWO vermutlich auch...

    Es gibt auch Ferienspiele. Die sind natürlich ohne Übernachtung, aber halten Kinder auch 2 bis 3 Wochen auf Trapp. Ich kenne mehrere Fälle, wo Jugendliche im Alter von 6 bis 14 an allen Ferienspielen als Teilnehmer teilgenommen haben und mit 15 gleich als Betreuuer weitergemacht haben. Man findet schon was für Kinder in den Ferien, insbesondere, aber nicht nur, wenn man sich auch etwas teurere Späße wir z.B. Reiterhof leisten kann (und das können Lehrer im Normalfall).

    Das heißt ja auch nicht, dass man seine Kinder in den Ferien irgendwo hin abschieben soll. Aber ein paar Wochen Programm/Betreuung bekommt irgendwie hin, ob nun mit oder ohne Übernachtung.

    Also habe ich definitiv genug für mehr als 2-3 Wochen

    Du wärst auf jeden Fall meine Lieblingskollegin, wenn du an meiner Schule wärst :kuss:

    Zum Thema Hort/OGS/Kita in den Ferien: an der Schule meiner Tochter hat die OGS dieses Jahr die ersten drei Wochen der Sommerferien geöffnet. In den Sommerferien machen wir einen reltaiv großen Urlaub, auf den sich auch das Kind sehr freut. Als sie mitbekommen hat, dass dieser Urlaub während der OGS Öffnungszeit liegt, gab es genau zwei Worte. "Nicht gut!".

    zumal in den neuen Bundesländern in der Regel Kita und Horte auch in den Ferien auf haben

    Das haben die auch in den alten Bundesländern, nur nicht durchgehend. OGS gibt es immerhin bis Klasse 4.

    Es gibt immer wieder Lehrer:innen, die meinen, in den Ferien könne man seine Kinder nicht bringen, weil man ja zu Hause sei. Klar, das Kind hat ja alleine zu Hause nur mit den Eltern so viel mehr Spaß, als in der OGS mit den Freund:innen. Nicht.

    Auch wenn ich erst vor kurzem das Referendariat gemacht habe, unterrichte ich schon länger.

    Das ist doch schon mal ein gutes Plus!

    Ich würde mir bis zu den Sommerferien auch eher keine längere Auszeit nehmen. Dnach hast du TZ und das Leben sieht wieder anders aus.

    Noch so ein praktischer Tipp (für den ich durchaus auch ausgelacht werde): bei uns haben alle für zwei Wochen genug Kleidung, inklusive Unterwäsche und Socken. Das ist nicht unbedingt die nachhaltigste aller Lösungen, hat aber den Vorteil, dass ich im Notfall auch mal eine Woche die Wäsche einfach liegen lassen kann.

    Setz dich in der Schule nicht zu sehr unter Druck. Keine SL hat Lust, sich eine bestimmte Kolleg:in rauszupicken und ihr das Leben schwer zu machen. Du stehst nicht ständig unter Beobachtung, das ist nicht möglich. Das wird einem im Ref immer gesagt, das stimmt aber eher nicht.

    mein Mann der Notfallkontakt ist und nicht ich. (Zumal er nun seit dem ersten Lockdown im HO sitzt) Und nach meinem Mann stehen da dann erst meine Eltern, die beide bereits zuhause sind und erst dann komme ich. Einfach, weil ich am schlechtesten hinkomme und am längsten brauche.

    Ist bei uns genauso! Letztens saß ich in mündlichen Prüfungen, irgendwann in einer Pause schaue ich auf mein Handy. 3 Anrufe der Schule meiner Tochter innerhalb der letzten 35 Minuten. Ich habe schnell zurückgerufen, dachte im ersten Moment, es sei etwas richtig schlimmes passiert. Das Kind fühlte sich nicht wohl, war blass und wollte nach Hause. Ich habe ganz platt gefragt, ob denn mein Mann und Schwiegervater nicht erricht worden seien. Da wurde nicht angerufen. Ich habe darauf hingewiesen, dass wir an drei verschiedenen Stellen angegeben haben, dass ich erst als letztes angerufen werden soll, da ich den weitesten Weg habe. Die Antwort war, das sei so ungewöhnlich. Da bin ich aber nun nicht losgestürzt, sondern habe erst den Schwiegervater (war nicht da) und dann meinen Mann angerufen. Er hatte zum Glück gerade Pause. Er ist dann in die Grundschule gefahren und hat das Kind abgeholt. Ich habe abends noch eine deutlich Email an das Sekretariat geschrieben, dass doch bitte vermekt werden solle, dass erst Vater, dann Opa, dann Mutter angerufen werden sollen. Da kam eine sehr freundliche Entschuldigung zurück. Man muss Dinge halt klar machen ( Susannea ich bin sicher, du machst das, das ist allgemein gemeint).
    Das gleiche Tralala hatten wir auch mit dem Kindergarten. Da musste ich mal aus einer Klausur rauslaufen, weil die mich immer wieder angerufen haben (das Handy stand da noch immer auf Vibration, weil meine Tochter erst zwei war, darum habe ich das mitbekommen). Ich dachte auch da, es wäre "wer-weiß-was" passiert. Das Kind hatte Fieber. 37,4 (kein Scherz!). Der Erzieherin habe ich so richtig meine Meinung gesagt. Dann habe ich meinem Schwiegervater Bescheid gesagt, der das Kind zur Vorsicht geholt hat (nein, sie war nicht krank...) und der Erzieherin auch nochmal gesagt hat, dass es nicht ginge, dass sich nicht an die Reihenfolge der Rufnummern gehalten wird. Danach hat die Kita grundsätzlich zu erst meinen Schwiegervater angerufen. Das war zwar auch nicht die richtige Reihenfolge, aber besser und auch gut funktioniert.

    Den Kreislauf zu durchbrechen ist nicht einfach, aber es geht. Ich spreche aus Erfahrung.

    Dem stimme ich auch voll zu! Verabredungen regel bei uns tatsächlich auch immer ich, aber die Arzttermine macht in der Regel mein Mann. Also er ruft bei den Ärzten an. Wer von uns dann tatsächlich mit dem Kind zum Arzt geht, hängt immer davon ab, wer gerade Zeit hat / zu Hause ist. Elterntaxi spielen wir auch beide, ggf. auch mal mein Schwiegervater. Wenn unser Kind ein anderes Kind bei uns zum Spielen da hat, ist mindestens eine/r von uns zu Hause. Das bin mal ich, mal ist das mein Mann. Was andere darüber denken, ist uns herzlich egal.

    Bookworm : du schreibst, du kommst gegen Klischees nicht an. Was meinst du denn, wie die durchbrochen werden? Doch nicht dadurch, dass du dem gesellschaftlichen nachgibst.

    Leuten, die überlastet sind, zu allerlei klugem Zeitmanagement zu raten ist meist nicht wirklich die Lösung. Einen Haushalt von anderen Leuten managen zu lassen ist auch ein Aufwand. Eine gute Haushaltshilfe zu finden ist nicht einfach. Woher kommt nur immer dieser Anspruch, dass man das alles gleichzeitig wuppen können muss?

    So habe ich das gar nicht gemeint. Aber die TE kann erst ab Sommer reduzieren und bis dahin möchte sie durchhalten. Dafür waren das Tipps. Wie Familien ihren Alltag organisieren z.B. bzgl. Kindern (ja/nein), keiner/einer/beide in TZ oder VZ oder was auch immer muss jede Familie für sich selber entscheiden. Auch das habe ich hier schon oft geschrieben. Unser Modell ist vermutlich für die TE nicht passend. Umgekehrt gilt das auch. Das ist doch auch nicht schlimm. Aber wenn es aktuell keine gute Lösung gibt, dann muss eben eine pragmatische her (wobei pragmatische Lösungen auch gut sein können).

    Das kann man mit etwas Erfahrung gut machen, aber nicht, wenn man noch im Einstieg in den Beruf ist.

    Dem stimme ich so nicht zu. Das kann man. Denn man hat ein Ref hinter sich, in dem man das Handwerkszeug gelernt hat. Da kann man auch mal innerhalb von 4 bis 10 Minuten eine passable Unterrichtstunde planen. Natürlich wird das durch ein Corona-Ref nicht einfacher, aber man darf sich auch mal was zutrauen. Man muss nicht immer meinen, nur mit perfekter Vorbereitung macht man guten Unterricht. Ich sage ja auch nicht, dass man JEDE Stunde in 4 bis 10 Minuten planen soll, aber beispielsweise Englisch Klasse 5 bis 9 bzw. 10 kann mit einem guten Lehrwerk doch im Pronzip komplett mit den Verlagsmaterialien unterrichten. Ohne das als Werbung zu meinen, denn das Lehrwerk hat auch schlechte Seiten: wir arbeiten bei uns mit G.L.. Da habe ich mir einfach das Lehrerhandbuch (in dem die Stunden bereits geplant sind!) und die Zusatzmaterialien gekauft bzw drum gebeten, dass diese von der Schule gekauft werden. Weil wir damals noch nicht so gut technisch ausgestattet waren, habe ich mir selbst Boxen für ca. 20 Euro besorgt, so dass ich immer auch mit Hörtexten arbeiten konnte. Zusätzliche Arbeitsblätter habe ich mir immer zu Beginn der Lektion angeschaut, überlegt, welche in wohl vermutlich einsetzten werde und diese dann schon kopiert und abgeheftet. Ich wusste also, ich kann das AB zum Hörtext auch spontan rausgeben, es ist ja in meiner Tasche.

    Heute läuft das alles ganz anders, aber wir haben auch eine richtig gute technische Ausstattung, die ist nicht überall vorhanden.

    Und natürlich habe ich nicht nur Türschwellenpädagogik gemacht (und mache das auch immer noch nicht). Aber, als ich z.B. zum ersten Mal eine Mathe LK Klausur stellen musste und den Kurs darauf vorbereiten (ich habe zu Beginn der vollen Stellen einen LK zum Halbjahr übernehmen müssen), da habe ich sehr viel Zeit in diesen Kurs und diese Klausur gesteckt. Die 8er und 9er in Englisch haben den Unterricht nach Lehrwerk bekommen.

Werbung