Beiträge von Humblebee

    In den Niederlanden galt das bis 2004 noch für die Großeltern, die von den Enkeln gesiezt wurden. Wie es dort heute gehandhabt wird, weiß ich nicht.

    Bis 2004? Das glaube ich - ehrlich gesagt - nicht oder es ist nur in einigen Regionen der NL der Fall. Eine ehemalige Klassenkameradin von mir (Jahrgang 1972) ist Niederländerin und die hat ihre Großeltern - die genauso wie ihre Eltern seit Ende der 1960er Jahre in Deutschland wohnten - nie gesiezt, weder auf niederländisch noch auf deutsch.

    Oder steht in eurem Schulgesetz irgendwo, dass Fehlzeiten zwingend in Papierform zu entschuldigen sind?

    Ich habe interessehalber gerade mal gegooglet. Für NRW steht tatsächlich in der BASS: " Schulversäumnisse aus Krankheitsgründen sind von den Eltern schriftlich zu entschuldigen." (Quelle: BASS 2023/2024 - 12-52 Nr. 1 Teilnahme am Unterricht und an sonstigen Schulveranstaltungen (schul-welt.de)). - Ich nehme mal stark an, dass dies auch für volljährige SuS gilt, die nicht mehr von den Eltern entschuldigt werden. Wobei "schriftlich" m. E. nicht zwingend die Papierform erfordert, sondern die Entschuldigung wohl auch digital möglich wäre.

    Für NDS ist es so formuliert : "Es genügt generell eine mündliche, fernmündliche oder elektronische Benachrichtigung. Die Schulleitung kann auch ohne besondere Begründung eine schriftliche Mitteilung verlangen. Bei längeren Erkrankungen oder in sonstigen besonders begründeten Fällen kann die Schulleitung die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangen." (Quelle: Ergänzende Bestimmungen zum Rechtsverhältnis zur Schule und zur Schulpflicht - hier: §§ 58 bis 59a, §§ 63 bis 67 und § 70 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) (schure.de))

    Ich habe mir darüber bislang noch gar keine Gedanken gemacht, werde aber morgen einige KuK, die Klassenlehrkräfte in Berufsschulklassen sind, mal fragen, wie sie es nun handhaben.

    pasted-from-clipboard.png

    Berufsschule oder Berufsfachschule gibt es nicht als einzelne Schule. Da sind Schulformen der beruflichen Schulen, berufsbildenden Schulen oder Berufskollegs. Je nach Geschmack und Bundesland

    Und es gehören ja auch noch eine ganze Reihe anderer Schulformen - neben der Berufsschule und den Berufsfachschulen - zu den beruflichen/berufsbildenden/... Schulen!

    Bei uns läuft es so, dass die Klassenlehrkräfte, in deren Klassen Praktika durchgeführt werden, einen Antrag auf Genehmigung des Praktikums unter Angabe der Namen der betreuenden Lehrkräfte beim Schulleiter stellen müssen. Dieser gilt gleichzeitig als Genehmigung der Dienstreisen der Betreuungslehrkräfte. Zusätzlich stellt dann die Lehrkräfte Dienstreiseanträge unter Angabe des "Reiseziels", also der besuchten Praktikumsbetriebe. Die werden von der regionalen Landesschulbehörde abgerechnet und die Fahrtkosten erstattet.

    Müsste in NRW genauso laufen. Daher wundere ich mich etwas, dass dies an deiner Schule nicht bekannt ist.

    Wenn man wenig bis kein Geschrei möchte geht man an das BK mit Fächern, die mit erhöhter Wahrscheinlichkeit sicher davor sind, in Klassen unterrichtet zu werden, die einen nur Nerven kosten.

    Und welche wären das?

    Nehmen wir z. B. die Kombination E-Technik/Informatik.

    Auch mit dieser Fächerkombination würdest du an den mir bekannten BBSn z. B. in Bildungsgängen wie der Berufsfachschule Elektrotechnik oder in der zweijährigen BFS im Informatikbereich eingesetzt. Da handelt es sich auch nicht unbedingt um total "pflegeleichtes" Klientel

    Ich wüsste von keinen KuK, die grundsätzlich nur in "Sahne"-Klassen eingesetzt sind.

    Die beruflichen Fachrichtungen, die tendenziell einen "weniger nervigen" Einsatz erlauben, sind eher selten. Spontan fällt mir grad nur Informatik ein.

    Siehe oben: Auch in unserer zweijährige berufsqualifizierende BFS im Informatikbereich finden sich immer wieder eher "schwierige" Schüler*innen.

    Oder das eine Fach muss wirklich attraktiv sein, da steht Englisch nunmal nicht an erster Stelle.

    Na ja, wir haben eine ganze Zeitlang händeringend nach einer Englisch-Lehrkraft gesucht. Am Studienseminar, das auch für meine Schule zuständig ist, gab es jahrelang wenige - in einem Jahrgang gar keine! - Englisch-Refis, so dass auch an den BBSn im Umkreis Englisch-Lehrkräfte fehlten (es haben sich auch keine Gymnasiallehrer*innen auf die offenen Stellen beworben).

    Das habe ich einem meiner "Altschüler" mal genau so gesagt. Er unterrichtet inzwischen genau diese beiden Fächer am Gymnasium und hat natürlich gut zu tun... Aber er hat die Wahl seine Fächer nie bereut, es waren schon als Schüler seine Lieblingsfächer.

    Ja, natürlich kann man als Lehrkraft mit seiner Fächerwahl - auch wenn sie "arbeitsintensiv" ist - zufrieden sein. Nichtsdestotrotz würde ich das halt jeder/jedem Studienanfänger*in zu bedenken geben, weil sie das evtl. gar nicht so auf dem Schirm haben.

    Dann haben wir das andere Extrem Berufskolleg Abendschule oder irgendeine andere Spaßklasse(n), in denen Erwachsene sitzen die den Abschluss haben wollen, die nie stören, selbstständig arbeiten und man währenddessen noch interessante Gespräche führen kann.

    Diese SuS-Klientel findest du m. E. aber auch an beruflichen Schulen in den wenigsten Klassen. Ausschließlich Volljährige, die sehr motiviert sind, immer gut und selbstständig mitarbeiten, nie stören usw. sind an meiner Schule nur in den Fachschulklassen vertreten (und davon haben wir genau sechs: jeweils Klasse 1 und 2 der Fachschule "Sozialpädagogik" und zwei Schwerpunkte im Technikbereich). Abendschule gibt's bei uns nicht.

    Vermutlich wird das 75jährige Jubiläum der Erklärung der Menschenrechte durch die UN-Vollversammlung gefeiert, nicht nur an einer Schule. Man wird demnächst sicher öfter von Aktionen hören.

    Hm, dieses Jubiläum steht ja schon am 10.12.2023 an (da plant auch unser Poliik-Fachteam Aktionen). Der/die TE schrieb aber vom "kommenden Kalenderjahr", also von 2024.

    Die allermeisten Klassen schaffen es, die Blätter rumzugeben und gleichzeitig noch auf ihren Namen zu hören.

    Da fände ich die Anwesenheitskontrolle eher störend.

    Rufst du die SuS denn jedesmal laut auf? Das mache ich nur in den ersten Wochen des Schuljahres, dann kenne ich die Namen oder weiß anhand des Sitzplans, wer fehlt. Sprich: Ich mache die Anwesenheitskontrolle dann ohne die SuS namentlich aufzurufen.

    Dann warte ich, bis der Anmeldenvorgang durch ist, starte den Browser, gehe auf die Webuntis-Seite, scúche die Schule, melde mich dort an, klicke auf das Klassenbuch des jeweiligen Unterrichts und finde dann eine Darstellung, in der noch nicht mal die Namen der Schülerinnen vollständig Platz haben. Nein, das ist nicht praktisch.

    Stimmt, das ist mehr als unpraktisch. Wie ich gerade schrieb, lässt es sich aber ja auch als Startseite einstellen (wie unser Schulassistent das hinbekommen hat, weiß ich nicht; dazu kenne ich mich damit zu wenig aus).

    Das behauptet auch niemand.

    Nein? Du meinst also mit dieser Äußerung

    Ein elektronisches Klassenbuch ist ein Lösung für Probleme, die man nicht hat.

    nicht, dass ein elektronisches Klassenbuch furchtbar problematisch, schlecht handhabbar, ..., also für dich "doof" ist? Ah ja.

    Ich muss viel klicken und klackern, bis ich überhaupt dahin komme, dass ich etwas eintragen kann.

    Ich nicht. Es sind bei uns zwei Klicks: Ich muss meinen Benutzernamen und mein Passwort eingeben um mich am PC anzumelden. Sobald er hochgefahren ist, erscheint als bzw. auf der Startseite das "WebUntis"-Klassenbuch mit der Schülerliste der Klasse, in der ich gerade Unterricht habe (hat unser Schulassistent so eingerichtet).

    Und bis dahin schreibst du dir die Namen auf einen Zettel?

    Welche Namen? Die von evtl. fehlenden SuS? Das brauche ich nicht; die paar Namen - wenn überhaupt jemand fehlt - kann ich mir gerade noch merken ;) . Und nochmal: Bislang ist es mir seit Einführung von "WebUntis" als Klassenbuch (als Stunden- und Vertretungsplanprogramm hatten wir es schon länger) genau zweimal passiert, dass es ein Netzwerkproblem gab, so dass ich mich gar nicht am Lehrer-PC anmelden und daher nicht während der betreffenden Doppelstunde ins digitale Klassenbuch eintragen konnte.

    Na ja, die Diskussion mit dir über die Vorteile eines digitalen Klassenbuchs erübrigt sich eh, da es dir nun mal nicht gefällt. Vielleicht änderst du ja deine Meinung, wenn du es erstmal eine Zeitlang genutzt hast und wenn es bei euch vernünftig läuft.

    Wenn's bei euch in der Schule nicht vernünftig läuft mit IT und Co. - wie du hier ja wiederholt schreibst -

    Wie immer läuft nix. Nichts funktioniert annähernd so, wie es funktionieren sollte.

    heißt das ja noch lange nicht, dass digitale Klassenbücher per se "doof" sind (Im Übrigen finde ich "WebUntis" überhaupt nicht unübersichtlich).

    Daher finde ich solche pauschalisierten Aussagen

    Ein elektronisches Klassenbuch ist ein Lösung für Probleme, die man nicht hat.

    schlicht unangebracht, denn wie man ja hier von verschiedenen User*innen (mal wieder) lesen kann, gibt es Schulen, wo es gut läuft mit dem digitalen Klassenbuch.

    Manchmal gebe ich zu beginn der Stunde Arbeitsblätter 'rum (Hilfe! Papierkopien!). Währenddessen kann man schön die Anwesensheit kontrollieren. Das analoge Klassenbuch schlage ich dann auf.

    Das mache ich zum einen nicht nur zu Beginn einer Stunde sondern eher im Verlaufe derselben, zum anderen habe ich es auch zu Zeiten den Papier-Klassenbuchs nicht geschafft, in der kurzen Zeit, wo die Arbeitsblätter in der Klasse 'rumgehen, im Klassenbuch einzutragen und die Anwesenheit zu kontrollieren. Da brauche ich doch ein wenig Ruhe. Deswegen habe ich Klassenbucheinträge schon immer in Stillarbeitsphasen der SuS erledigt und tue das auch weiterhin; egal welche Klassenbuch-Variante ich vor mir habe.

    Bei elektrischen muss ich kucken, ob's läuft.

    Wie gesagt: Bei uns gab es bislang kaum Gelegenheiten, wo es nicht lief. Und wenn doch: siehe oben; dann trage ich halt später ein (was weit weniger aufwendig ist, als wenn ich im Papier-Klassenbuch noch Tage später nachtragen muss).

    Ein elektronisches Klassenbuch ist ein Lösung für Probleme, die man nicht hat.


    Wer das nicht versteht, darf lachen:

    :rofl:

    Joa, wer nicht gewillt ist, sich auf Veränderungen einzustellen, der sieht halt in allem ein großes Problem.

    Lässt sich denn jemand von euch nochmal impfen? Ich weiß, die Empfehlung ist ab 60 und Risikogruppen/ deren Angehörige.

    Dennoch könnte man sich ja, wie bei der Grippeimpfung, auch impfen lassen, wenn man nicht in dieses Raster fällt, und gerade weil man als Lehrerin vielen Menschen eng begegnet, würde das vielleicht Sinn machen. Wie steht ihr dazu?

    Ja, ich werde mich auf jeden Fall im Winter noch ein fünftes Mal gegen Corona und auch wieder gegen die Grippe impfen lassen, gerade aus dem von dir genannten Grund. Ich gehöre aber zur Risikogruppe.

Werbung