Beiträge von Humblebee

    Also, ich war in den vergangenen 20 Jahren auf drei längeren Klassenfahrten (fünf- bis siebentägig) und dreimal - wenn ich mich richtig erinnere - auf "Kurzfahrten" mit nur einer Übernachtung. Bei einer der letzteren haben wir abends eine komplette Klasse auf einem Zimmer mit einem Sangria-Eimer erwischt und nach Rücksprache mit unserer damaligen Abteilungsleiterin die Klassenfahrt für diese Klasse sofort beendet, d. h. die SuS mussten ihre Eltern anrufen und sich abholen lassen - was sehr unproblematisch verlief und bei allen Eltern Zustimmung fand (wir waren damals mit zwei Klassen unterwegs; die andere durfte natürlich noch bleiben, weil sie sich nichts hatte zuschulden kommen lassen).

    Alle anderen Fahrten liefen völlig problemlos und ich habe immer ausreichend Schlaf bekommen. Ach ja, ich hatte auf allen Fahrten ein Einzelzimmer.

    Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass ich nicht sonderlich gern auf Klassenfahrten fahre, aber das liegt daran, dass ich es nicht mag tagelang mit so vielen Leuten "aufeinanderzuhocken". Von daher bin ich froh, dass Klassenfahrten in NDS keine Pflicht sind.

    Als ehemalige Schulsekretärin, die auch die Budgets von Gemeinde und Landkreis im Blick hatte, kann ich nur sagen, dass m. W. das Einsammeln von Kopiergeld gar nicht zulässig ist

    Für welches Bundesland soll das gelten? Für NDS (wo es ja - wie gesagt - keine Lernmittelfreiheit gibt) vermutlich nicht, denn gemäß §71 NSchG gilt: "Die Erziehungsberechtigten haben dafür zu sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler am Unterricht und an den sonstigen Veranstaltungen der Schule einschließlich der besonderen schulischen Sprachfördermaßnahmen nach § 64 Abs. 3 regelmäßig teilnehmen und die ihnen obliegenden Pflichten erfüllen; sie haben sie dafür zweckentsprechend auszustatten." Uns wurde schon im Referendariat gesagt, dass dies bedeute, dass die Eltern ihre Kinder mit den notwendigen Lernmaterialien und -mitteln ausstatten müssten und dazu zähle auch das "Kopiergeld", da die Lehrkräfte ja damit Kopien als zusätzliches Lernmittel bzw. als Ergänzung zu den Schulbüchern erstellen.

    und dies vermutlich in Espressotassen für das LZ oder andere Dinge umgewandelt wird.

    Wow, das ist mal eine Unterstellung :rolleyes:.

    Und was für Marmeladen zaubert ihr so jetzt im Herbst?

    Am liebsten Apfelmarmelade, aber auch Birnen- und Traubenmarmelade habe ich schon gekocht.

    Da mein Lebensgefährte ein echtes "Marmeladenmonster" ist, koche ich mehrmals im Jahr neue, obwohl ich selber gar nicht so viel davon esse (bin mehr für herzhafte Auflagen auf Brot und Brötchen) ;) .

    Gibt es überall dort, wo noch Kopiergelder eingesammelt werden tatsächlich keine Lernmittelfreiheit im Bundesland oder wird diese nur missachtet von den jeweiligen Schulen?

    In NDS wurde die Lernmittelfreiheit schon zum Schuljahr 2004/2005 abgeschafft. Die SuS bzw. deren Erziehungsberechtigte können Schulbücher gegen eine Leihgebühr von der Schule ausleihen: Entgeltliche Ausleihe von Lernmitteln | Nds. Kultusministerium (niedersachsen.de)

    EDIT: Arbeitshefte, Lektüren u. ä. müssen selbstständig angeschafft und komplett bezahlt werden, da die SuS dort ja 'reinschreiben oder Randnotizen machen dürfen.

    Hm, vielleicht habe ich es dann missverstanden. Ich hatte die Postings von Schmidt oder Miss Othmar anders gelesen.

    Du hast recht, zumindest das, was Schmidt über seine Schule schreibt, klingt tatsächlich so, als wenn die im Rollstuhl sitzenden SuS immer getragen werden müssten, weil es bei ihm im Schulgebäude gar keine Aufzüge gibt. Miss Othmar schrieb allerdings ja zum einen von Aufzügen in ihrer Schule, aber auch von SuS, die gar nicht getragen werden dürfen.

    Ansonsten bin ich einigermaßen entsetzt darüber zu lesen, dass es Schulen gibt, an denen regelmäßig Leute über Treppen getragen werden müssen.

    Habe ich das überlesen? Wer schrieb denn, dass regelmäßig SuS über Treppen nach unten (oder auch nach oben) getragen werden müssten? Hier ging es doch nur um Evakuierungsübungen/-fälle, in denen die Aufzüge auch von körperlich Beeinträchtigten nicht genutzt werden können, oder?

    aber man kann doch nicht ernsthaft Schüler aufnehmen, bei denen von vornherein klar ist, dass sie sich tagtäglich nicht eigenständig durchs Gebäude bewegen können.

    Na ja, ich habe in diesem Jahr einen Schüler in der Klasse, in der ich die meisten meiner Stunden unterrichte, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und der sich - da er auch seine Finger (noch) nicht komplett bewegen kann (evtl. bessert sich das in Zukunft noch) - nur einige Meter selbstständig in seinem Rollstuhl bewegen kann. Ansonsten wird er halt von seiner Schulbegleiterin oder Mitschüler*innen geschoben und sie benutzen die Aufzüge. Es spricht m. E. absolut nichts dagegen, dass wir diesen Schüler an unserer BBS aufgenommen haben; wenn nicht, hätte er vermutlich weit entfernt eine BBS besuchen müssen. Ob das für ihn besser gewesen wäre, lasse ich mal dahingestellt.

    Ich wollte das nicht glauben, aber ein Kollege muss pro 500 Kopien 1,- bezahlen. Und an seiner Schule müssen alle L direkt mit den S abrechnen. Summe berechnen, einsammel, anmahnen, Überschuss zurückzahlen, das ganze bei der Steurerklärung berücksichtigen.

    Im Vorbereitungsdienst habe schon so manches Mal "Irre." gedacht. Deswegen habe ich ihn auch nicht sofort ausgelacht und gefragt, warum zum Teufel man an so einer Schule arbeiten wollen würde. Bin also bereit, zuzugeben, dass ich mal wieder etwas für selbstverständlich gehalten habe, nur, weil ich es auf eine bestimmte Weise kennengelernt habe. Wenn ich im Ref eins gelernt habe, dann ist es, meine Ansichten beständig auf Validität zu überprüfen.

    Ich habe Fragen.

    1. Müsst Ihr für Kopien (Zettel physisch auf Kopierer legen und "Kopieren" drücken) bezahlen?
      1. Habt Ihr ein Freikontingent? Wenn ja, wie hoch?
      2. Werden Drucke vom USB-Stick anders behandelt?
      3. Werden Drucke von einem PC auf einem Kopierer/Drucker anders behandelt?
      4. Wieviel müsst Ihr für Kopien/Drucke bezahlen?
    2. Müsst Ihr das Kopiergeld einsammeln oder wer macht das bei Euch?

    Zu 1.: Nein, wir als Lehrkräfte müssen nichts bezahlen, sondern können kostenlos kopieren und ausdrucken (sowohl an den Kopierern als auch an allen Druckern). Farbausdrucke sind an einigen Druckern in den Lehrerzimmern und -arbeitsräumen möglich; größere "Farbkopier- oder Druckaufträge" oder großformatige Drucke/Kopien können wir - ebenfalls kostenlos - bei unserem Schulassistenten erhalten.

    Zu 2.: Die Klassenlehrkräfte sammeln in ihren Klassen zu Schuljahresbeginn "Kopiergeld" ein, das dann im Sekretariat abgegeben wird (das ist gestaffelt; in den Bildungsgängen, wo mehr Kopien verteilt werden, ist dementsprechend der Betrag dafür höher als in denen, wo es weniger Arbeitsblätter usw. in Kopie gibt).

    Mahnungen musste ich in meiner langjährigen Zeit als Klassenlehrerin noch nie verschicken. Ich weiß daher auch gar nicht, ob die Klassenlehrkräfte bei uns dafür zuständig sind oder ob das vom Sekretariat im Bedarfsfall übernommen wird.

    Was ist wenn ein Schüler fehlt?

    Das ist bisher bei den Übungen, an denen ich in den letzten 20 Jahren teilgenommen habe (wobei ich nicht in jedem Schuljahr an dem Tag oder zu der Stunde, in der die Übung stattfand, in der Schule war), und auch bei den drei oder vier "echten" Feueralarmen (die sich allerdings in allen Fällen glücklicherweise als nur "Mini-Brand" oder Fehlalarm 'rausstellte) an den Sammelplätzen, wo ich mich mit den SuS aufhielt noch nie passiert.

    Bei uns würde es aber dann so ablaufen, dass dies natürlich von der jeweiligen Lehrkraft umgehend der/dem Sicherheitsbeauftragten gemeldet und dann wie von dir beschrieben gehandelt würde.

    Eine Sekretärin oder ein Mitglied der Schulleitung steht mit Warnweste auf dem Sammlungsplatz und aus jedem Kurs muss die Lehrkraft kommen und sich und den Kurs melden.

    Bei uns ist es ähnlich: Wir haben pro Abteilung eine/n "Sicherheitsbeauftragte/n" und für jede Abteilung (bzw. in einem Fall für zwei Abteilungen) einen eigenen Sammelplatz, wo dann die Sicherheitsbeauftragten mit Warnwesten und Listen stehen und die einzelnen KuK melden müssen, dass ihre jeweilige Klasse/Kurs vollständig am Sammelplatz angekommen ist.

    SuS, die bei Alarmauslösung gerade nicht im Klassenraum sind, begeben sich zum Sammelplatz (der Fluchtweg wird mit den Klassenlehkräften zu Schuljahresbeginn einmal "abgegangen") und dort zu ihrer Klasse. Wir Lehrkräfte sind im Übrigen angehalten, in Toiletten und andere "Nebenräume", an denen wir auf dem Weg zum Sammelplatz vorbeikommen, noch einmal 'reinzuschauen, ob sich dort niemand mehr befindet.

    Wenn ein Schüler so gehandicapt ist, dass er keine Treppe laufen kann (also entweder auf Rollstuhl oder sehr starke Krücken angewiesen ist): dann wird der Klassenraum der betroffenen Klasse verschoben. Punkt.

    Das wäre an meiner Schule - wie bereits von anderen User*innen gesagt - nicht möglich. Zum einen haben wir in einigen unserer Gebäude-/Gebäudeteile - bspw. in meiner Abteilung - keine Klassenzimmer im Erdgeschoss, zum anderen sind auch bei uns die Klassen nicht immer in ihrem "angestammten" Klassenraum.

    EDIT: Wir haben übrigens in unserem Hauptgebäude - in dem sich meine Abteilung befindet - zwei und in allen anderen Gebäuden jeweils einen (gut funktionierenden) Aufzug.

    Was macht ihr mit Schülern, die keine Treppen laufen können, wenn Treppen auf dem Fluchtweg sind? Was ist da bei euch die Vorgabe?

    Klassenkameraden, die Patenschaft für einen Rollstuhlfahrer übernommen haben, können diesen ja nicht im Gedränge die Treppe heruntertragen.

    Für diese SuS gibt es Rettungsstühle, die von der Schulbegleitung und der Lehrkraft getragen werden. Zu einem wirkliche "Gedränge" kommt es auf unseren Treppen zwar nicht, aber die "Träger*innen" sollen mit den Gehandicapten abwarten, bis die meisten SuS aus den Treppenhäusern 'raus sind und erst dann den/die beeinträchtige Schüler*in 'runtertragen. Das hat bei unserer Evakuierungsübung am Mittwoch sehr gut funktioniert.

    Wenn's denn sowas gäbe... als vor einigen Jahren die Referendarausbildung hier verändert wurde, wurde uns als Schule explizit untersagt, freiwillige(!) Mentoren zuzulassen.

    (In NRW gibt es dafür ein System mit Entlastungsstunden, meine ich mal gelesen zu haben(?))

    Echt?! Das ist heftig. Bei uns gibt es weiterhin Mentor*innen bzw. Ausbildungslehrer*innen für die LiV in unseren einzelnen Abteilungen (eine halbe Entlastungsstunde erhält aber nur der Kollege, der als Mentor für alle LiV der Schule fungiert) und ich wüsste von keiner BBS, dass es dort anders wäre. Wer hat euch das denn untersagt? Die RLSB?

    Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie man so abgehoben sein kann.

    Im Sinne der Schüler*innen in der beruflichen Bildung kann ich nur hoffen, dass du niemals an einem BK landen wirst.

    Deine Pauschalisierungen und Vorurteile sind wirklich widerlich. Am BK wirst du genauso wenig zufrieden sein, wenn du so bist, wie du hier erscheinst. Die Kollegien an BKs ticken Gottseidank völlig anders.

    Mit der hier deutlich gewordenen Einstellung sehe ich dich nicht am BK.

    Aviator war - laut seinen Beiträgen aus 2018 - ja in der Vergangenheit bereits im beruflichen Bildungsbereich tätig (BBS in NDS)! So richtig "gepasst" hat es für ihn dort aber anscheinend auch nicht. Wundert mich das bei seiner Einstellung? Lasst mich kurz überlegen...

    Finnegans Wake : :super: für deinen letzten Beitrag!

    Naja - konstruktive Ratschläge gab es zuhauf - und das Treten auf die "nicht passende" Schülerschaft ist schon heftig.

    So ist es, da Aviator so gut wie alle Ratschläge, die er hier erhalten hat, abblockt, aber sich ständig beschwert, wie schwer er es doch hat. Zudem spricht bzw. schreibt er in einer absolut unangebrachten Art und Weise über Schüler*innen, die nicht seinem "Niveau" entsprechen; sowas geht gar nicht!

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