Ich weiß, der Thread ist in den letzten Tagen schon in eine andere Richtung abgedriftet, aber ich möchte doch nochmal auf zwei Beiträge von vorgestern antworten.
Kleines Beispiel: Man kann 2 Stunden vor dem Ötzi-Museum in Bozen auf Einlass warten oder die Einlasszeit online buchen und direkt reingehen.
Eezy: Statt eine Fahrkarte bestimmter Bereiche zu kaufen, bucht man ein beim Einsteigen und aus beim Aussteigen. man bezahlt nur exakt diese Fahrstrecke und ist daher oft günstiger.
Tickets drucken: mache ich nie. Nehme die nur als Code auf dem Smartphone mit.
Portemonnaie beim Tanken vergessen: macht nix. Mit Smartphone bezahlt.
Ok, wenn man in ein solches Museum möchte, ist die Online-Buchung und Speicherung des Tickets auf dem Smartphone natürlich praktisch. Ich war noch nie in einem Museum, wo es derart lange Wartezeiten vor den Kassen gibt (würde ich aufgrund meiner Abneigung gegen große Menschenansammlungen mittlerweile eh meiden; das hat mir vor ca. 20 Jahren vor dem und im Van-Gogh-Museum in Amsterdam und an einem ersten Sonntag im Monat, wo in allen italienischen Museen etc. der Eintritt frei ist, in Sirmione vor fünf Jahren gereicht).
Dieses "eezy"-Ticket gibt's übrigens nur in NRW. Ein vergleichbares E-Ticket habe ich für NDS bei einer schnellen Google-Suche nicht finden können.
Ach, und dass ich mein Portemonnaie beim Tanken oder anderswo vergessen hätte, ist mir bislang auch noch nie passiert. Da vergesse ich sehr viel eher mein Handy
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Tut es doch. Geht halt alles länger, man verpasst Veranstaltungen, übersieht gute Restaurants, muss überall, wo man ist, Reiseführer, Wanderkarten und jährlich einen aktuellen Autoatlas kaufen, (auf der Wanderung neben Kamera ein Blumen-, Schmetterlings- und Vogelbestimmungsbuch nicht vergessen), nachts in der Gegend rumgondeln, wenn man die Apotheke mit Notdienst sucht, auf die Samstagszeitung aus dem Raum Nürnberg warten, wenn man dort eine Wohnung oder Stelle finden will, seinen Menstruationsverlauf und andere wichtige Termine in einen Papierkalender eintragen, Musik, Hörbücher und Meditationsübungen auf Kassette aufnehmen und einen Walkman mit ins Ferienhaus bringen, alle Campingplätze an Kroatiens Küste spontan abklappern, ob noch was frei ist, bei Rohrbruch den Klempner in den gelben Seiten suchen. So wie früher eben. Oooooder man nutzt ein Smartphone.
Oder man benutzt - wie Joker13 für einige der von dir genannten Dinge auch schon schrieb (wobei ich so manches davon gar nicht mache oder brauche, z. B. Wanderkarten, "Tierbestimmungsmöglichkeiten" oder Hörbücher) - für das Meiste ein Tablet oder Laptop. Mir ist das Display eines Smartphones einfach viel zu klein, als dass ich darauf längere Texte lesen mag und kann oder lange "herumgooglen" möchte. Um den Kauf von Straßenkarten oder eines Autoatlas' zu vermeiden und nirgendwo orientierungslos herumzufahren, nutze ich übrigens mein Navi im Auto
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