ich finde es unangenehm, zu zweit irgendwas üben zu müssen.
Ok, das kann ich nachvollziehen. Allerdings beschränken sich diese Übungen ja - zumindest bei uns - auf stabile Seitenlage (die in den Kursen, an denen ich bisher im schulischen Rahmen teilgenommen habe, teilweise nicht mal alle Teilnehmer*innen durchführen mussten) und Verband anlegen; alles andere wurde bei uns bisher nur an Puppen geübt oder lediglich besprochen.
Es dauert auch jedes Mal ewig und viele für mich relevante Informationen sind nicht dabei (z.B. Umgang mit epileptischen Anfällen, Bisswunden, selbstverletzendem Verhalten oder anderen psychischen Krisen).
Der Umgang mit epileptischen Anfällen etc., die im Unterricht auftreten können, wurde bislang in jedem meiner Erste-Hilfe-Kurse besprochen. Und ansonsten war immer in den acht Stunden des Kurses genügend Zeit, um auf Fragen der teilnehmenden KuK - bspw. zu den oben von dir genenannten Themen - einzugehen. Diejenigen, die die Kurse durchführen, sind ja öfter in Schulen unterwegs und stellen sich daher schon auf die speziellen Fragen von Lehrkräften (der verschiedenen Schulformen) ein. Läuft das bei euch so viel anders?
Trotzdem kann ich mir Gründe vorstellen, bei denen jemand verzichten will. Wer im Ehrenamt regelmäßig fortgebildet wird zum Beispiel
Jemand, der bereits in jüngster Zeit einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat, wird doch vermutlich nicht zu einer weiteren Fortbildung von der SL "genötigt" werden, oder? Die TE schrieb ja, dass diejenigen, die nicht "dran" seien (und das wären sie m. E. nicht, wenn sie gerade erst woanders einen Kurs gemacht haben), halt Unterricht machen müssten.
Also, nach meinen übereinstimmenden Erfahrungen an Schulen in drei Bundesländern lauten, dass überall alle Kollegen alle 2 Jahre eine Erst-Hilfe-Fortbildung absolvieren mussten.
In NDS alle drei Jahre, siehe hier unter Punkt 2.1 "Erste-Hilfe-Kenntnisse": Erste Hilfe, Brandschutz und Evakuierung in Schulen (schure.de)