Beiträge von Humblebee

    Da mit 20 Jahren bei A10 einzusteigen

    Das dürfte hier schwierig bis unmöglich werden, denn eine der Voraussetzungen um in NDS als Fachpraxis-Lehrkraft tätig zu werden, ist - neben mind. Realschulabschluss - u. a. eine abgeschlossene Berufsausbildung plus der Abschluss einer mind. drei Schulhalbjahre umfassenden geeigneten Fachschulausbildung oder eine geeignete Meisterprüfung sowie eine anschließende mind. zweijährige einschlägige hauptberufliche Tätigkeit.

    Na ja, viel mehr Arbeit ist es in NDS für die Fachpraxis-Lehrkräfte gar nicht. Wir Theorielehrkräfte haben ein Deputat von 24,5 Stunden. Zudem unterrichten hier die Fachpraxis-Lehrkräfte in aller Regel nur halbe Klassen der Berufsfachschulen und Berufseinstiegsklassen im fachpraktischen Unterricht; sie müssen dementsprechend keine Klausuren/Klassenarbeiten usw. korrigieren und lediglich praktische Leistungsnachweise und Prüfungen abnehmen. So reduziert sich ja schon mal die Zeit, die sie für Unterrichtsnachbereitung aufbringen müssen und sie haben keine vollen Klassen im Unterricht vor sich. Klassenlehrer*innen sind sie ebenfalls selten. Und vielfach wird auch damit argumentiert (was nicht unbedingt meiner Meinung entspricht), dass diese Lehrkräfte halt meist nicht studiert haben.

    Ich würde allerdings auch für A11 für diese KuK plädieren. Im Zuge von "A13 für alle" in NDS sollen die Fachpraxis-Lehrkräfte ab 01.08.24 zumindest A10 erhalten.

    Je älter ich werde, desto mehr nimmt mich das alles mit.

    Die Ereignisse im Laufe eines Tages, in denen man sich "Durchsetzen" muss, haben in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Mir fehlt oft die Kraft dazu.

    Oh, das tut mir leid :( ! Den Eindruck, dass ich als Lehrkraft in den letzten Jahren vermehrt in solche Situationen gerate, habe ich an meiner Schule nicht. Es gab in den letzten 20 Jahren, wo ich an dieser Schule tätig bin, immer mal Klassen oder einzelne SuS, wo das der Fall war, aber ich finde, das schwankt eher, als dass es zunimmt (oder abnimmt). Letztes Schuljahr bspw. hatten wir bis zu den Herbstferien schulweit schon mehrere Ordnungsmaßnahmenkonferenzen (eine bereits in der dritten Schulwoche); hingegen habe ich bislang in diesem Schuljahr das Gefühl, dass alles sehr "friedlich" ist (wobei wir auch gerade erst 2,5 Wochen hinter uns haben).

    Würde jemand von euch sagen, dass er oder sie grundlegende Veränderungen in seinem Lehrerverhalten durchgemacht hat? Kannst du dich besser durchsetzen als zu Beginn deiner Laufbahn?

    Ja, ich finde schon, dass ich mich heutzutage besser durchsetzen kann als zu Beginn meiner Lehrerinnentätigkeit. Mir fällt es mittlerweile - nach Jahren der Routine im Schulalltag - z. B. leichter Regeln durchzusetzen oder einzelne SuS gezielt auf ihr Fehlverhalten anzusprechen und damit umzugehen. Früher fand ich dieses Sich-Durchsetzen-Müssen anstrengend, heute habe ich das Gefühl als "alte Häsin" damit sehr viel professioneller umgehen zu können. Dadurch habe ich auch das Gefühl, dass die SuS, die ich im Unterricht habe, gar nicht mehr großartig versuchen Grenzen auszutesten.

    ich finde es unangenehm, zu zweit irgendwas üben zu müssen.

    Ok, das kann ich nachvollziehen. Allerdings beschränken sich diese Übungen ja - zumindest bei uns - auf stabile Seitenlage (die in den Kursen, an denen ich bisher im schulischen Rahmen teilgenommen habe, teilweise nicht mal alle Teilnehmer*innen durchführen mussten) und Verband anlegen; alles andere wurde bei uns bisher nur an Puppen geübt oder lediglich besprochen.

    Es dauert auch jedes Mal ewig und viele für mich relevante Informationen sind nicht dabei (z.B. Umgang mit epileptischen Anfällen, Bisswunden, selbstverletzendem Verhalten oder anderen psychischen Krisen).

    Der Umgang mit epileptischen Anfällen etc., die im Unterricht auftreten können, wurde bislang in jedem meiner Erste-Hilfe-Kurse besprochen. Und ansonsten war immer in den acht Stunden des Kurses genügend Zeit, um auf Fragen der teilnehmenden KuK - bspw. zu den oben von dir genenannten Themen - einzugehen. Diejenigen, die die Kurse durchführen, sind ja öfter in Schulen unterwegs und stellen sich daher schon auf die speziellen Fragen von Lehrkräften (der verschiedenen Schulformen) ein. Läuft das bei euch so viel anders?

    Trotzdem kann ich mir Gründe vorstellen, bei denen jemand verzichten will. Wer im Ehrenamt regelmäßig fortgebildet wird zum Beispiel

    Jemand, der bereits in jüngster Zeit einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat, wird doch vermutlich nicht zu einer weiteren Fortbildung von der SL "genötigt" werden, oder? Die TE schrieb ja, dass diejenigen, die nicht "dran" seien (und das wären sie m. E. nicht, wenn sie gerade erst woanders einen Kurs gemacht haben), halt Unterricht machen müssten.

    Also, nach meinen übereinstimmenden Erfahrungen an Schulen in drei Bundesländern lauten, dass überall alle Kollegen alle 2 Jahre eine Erst-Hilfe-Fortbildung absolvieren mussten.

    In NDS alle drei Jahre, siehe hier unter Punkt 2.1 "Erste-Hilfe-Kenntnisse": Erste Hilfe, Brandschutz und Evakuierung in Schulen (schure.de)

    Ha! In Dornum/Dornumersiel war ich erst vor ein paar Wochen. Da waren die Deiche leider (noch? oder wieder?) unbeschaft.

    Seltsam! Waren die Schafe vielleicht gerade woanders "unterwegs" und du hast sie deshalb nicht gesehen? Meist ist eine Schafherde ja für 10+ Kilometer Deich "zuständig". In Dornum gab es im Frühjahr leider auch schon einen Wolfsriss unter den Deichschafen :( .

    Wäre es denn möglich, den Threadtitel hier zu "Urlaubsträume - Deutschland" umzubenennen?

    Fände ich auch besser. Oder aber "Urlaubsträume D-A-CH".

    Zwischen dem sogenannten "Doomscrolling" (= sehr viel Zeit damit zu verbringen, insbesondere schlechte Nachrichten in großem Umfang am Smartphone oder Computer zu lesen) und einem normalen Nachrichtenkonsum liegen ja Welten. Grundsätzlich ist der Tipp, das Doomscrolling zu vermeiden, schon ein guter. Jedoch bedeutet das natürlich nicht, den täglichen Nachrichtenkonsum gänzlich einzustellen.

    Klar, das sehe ich auch so. Aber als Lehrkraft nicht zumindest einmal täglich die wichtigsten Nachrichten zu lesen oder zu schauen, fände ich wirklich ignorant (während der Schulzeit wohlbemerkt; während der Ferien kann man sie m. E. durchaus mal "links liegen lassen", wenn man mal komplett abschalten möchte). Und das ist es ja, was die Userin empfahl, also nicht täglich die Nachrichten zu konsumieren.

    Letztlich kann ich nur vielen den Tipp geben, die Nachrichten nicht täglich zu Konsummieren. Das wichtigen News bekommt man so oder so mit.

    OT, aber mir käme nie in den Sinn, das einer Lehrkraft zu empfehlen. Wir sollten m. E. über das aktuelle Geschehen in der Welt, in Deutschland und auch in der Region unserer Schulen Bescheid wissen. Und dazu gehört mMn sich täglich in den Nachrichten zu informieren, denn "so oder so" bekommt man vieles nicht unbedingt mit.

    P. S.: Unsere Regionalzeitung hat übrigens seit Neuestem zum Ende jeder Woche eine Rubrik mit den "guten Nachrichten der Woche" eingeführt.

Werbung