Beiträge von Humblebee

    Wo kein Kläger, da kein Richter.

    Wohl wahr. Ich bleibe aber dabei, dass ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass dieses Urteil noch maßgeblich ist (nicht umsonst ist ja scheinbar nirgends im WWW mehr auffindbar) und die vielen beruflichen Schulen, die in den Berufsschulklassen den IHK-Schlüssel anwenden, sich wissentlich so weit aus dem Fenster lehnen würden. Das wäre doch sicherlich im Laufe der Jahre (das Urteil stammt ja schließlich schon aus dem Jahr 1979!) irgendwo irgendjemandem aufgefallen.

    Nein, natürlich haben die Kammern mit den Schulen so gesehen nichts zu tun. Aber ich kenne viele BBSn, wo nach dem IHK-Schlüssel in den allermeisten Bildungsgängen bewertet wird. Auch deswegen kommt es mir reichlich seltsam vor, dass das (EDIT: im Berufsschulbereich) nicht zulässig sein soll. Diese Schulen würden sich ja dann alle nicht gesetzeskonform verhalten.

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, problematisch bei Abitur (es wird dann verschoben, dumm für das Studium)

    Deshalb werden die Noten bei uns zentral gesammelt (früher analog, jetzt digital).

    Da hast du recht. Beim Abi könnte es wirklich problematisch werden. Da hatte unsere Abteilungsleiterin des Beruflichen Gymnasiums vor einger Zeit mal erwähnt, dass zumindest in den Klassen 12 und 13 ein "Kann nicht beurteilt werden" Schwierigkeiten hervorrufen könnte. Es ging um eine Schülerin, die beim Sportunterricht in 13.1 so oft krankheitsbedingt gefehlt hatte, dass der Sportlehrer sich nicht in der Lage sah, sie zu beurteilen, d. h. ihr eine Note bzw. Punkte zu geben. Leider weiß ich nicht, wie dieser Fall ausgegangen ist.

    Allerdings hat fachinformatiker nicht erwähnt, dass es bei dem von ihm geschilderten Fall ums Abitur ging.

    Ich weiß, dass zu meiner Schulzeit Berufsschullehrer auch Gymnasialen Unterricht machten.

    Das war auf nem Beruflichen Gymnasium in Hessen.

    Ja, das ist u. a. in NDS auch der Regelfall, weil die Beruflichen Gymnasien meistens ein Teil der BBSn sind. An meiner Schule sind viele Lehrkräfte in mehreren Bildungsgängen - von der Berufsschule über Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachoberschul- und Berufseinstiegsklassen eben bis hin zum Beruflichen Gymnasium - eingesetzt.

    Nichtsdestotrotz dürfen meines Wissens aber Lehrkräfte, die das "Lehramt an berufsbildenden Schulen" studiert haben, nicht an einem allgemeinbildenden Gymnasium unterrichten (umgekehrt ist das allerdings möglich).

    Hier in NDS werden die Grundsätze der Leistungsbewertung (und damit ja auch der Klassenarbeiten/Klausuren) gemäß Schulgesetz von der Gesamtkonferenz festgelegt. An den BBS konkretisieren die Bildungsgang- und Fachteams diese. An meiner Schule werden mit Ausnahme des Beruflichen Gymnasiums und der Berufseinstiegsschule (dort wird laut Verordnungen anders - etwas "milder" - bewertet) alle Klassenarbeiten/Klausuren nach dem IHK-Schlüssel bewertet. Somit steht also genau fest, wieviel Prozent welche Note ergibt.

    Aber berechnen darf man Noten ja eh nicht.

    Natürlich darf man Noten für Klausuren/Klassenarbeiten berechnen. Oder wie kommst du drauf, welche Note ein/e Schüler/in hat, der bspw. in einer Klausur 69 von 100 möglichen Punkten erreicht hast?

    Könnte ich mich dann nur für die angestrebte Schulform bewerben oder wäre ich damit auch offen für die Grundschule oder die Sek II?

    Welche Schulform ist denn deine angestrebte? Ich bin gerade etwas irritiert, dass du nach der Sek. II fragst, obwohl du die als Schulform in deinem Profil angegeben hast.

    Wir hatten den Mist mit einem Burnout-Langzeiterkrankten, der nicht vertreten werden konnte und seine Noten nicht abgegeben hatte. Erst nach vielen Telefonaten auf sein Privattelefon kam ich an die Zeugnisnoten.

    Ansonsten hätte jeder Schüler eine zwei bekommen.

    Ähm, nein. "Ansonsten hätte jede/r Schüler*in ein "Kann nicht beurteilt werden" bekommen", sollte es heißen. Solche Fälle hatten wir auch schon bei KuK, die krankheitsbedingt längere Zeit ausgefallen waren und von denen uns keine Noten vorlagen.

    Du, das Ganze ist aber mein Problem, ich brauche dringend Infos, um wichtige Klausuren erstellen zu können und die Infos kann nur der kranke Kollege geben (wer soll sonst wissen, wie weit er mit seinem Unterricht war?). Die Schulleitung kümmert sich generell wenig, kann man sich jetzt drüber aufregen, ärgern, etc. Ändert aber auch nichts daran, dass ich die Infos brauche...

    Langsam wird's echt lächerlich! Schau' doch einfach ins Klassenbuch oder in die Unterlagen der SuS und frage die. Sie werden dich schon nicht anlügen

    Letztes Jahr ist ein Kollege von uns überraschend verstorben. Guess what: Da sind wir auch irgendwie klargekommen, obwohl uns von ihm Noten fehlten und einige SuS Klassenarbeiten und Praktikumsmappen, die er noch zuhause gehabt hatte, nie zurückbekommen haben.

    "Unfassbar, da ist dieser Beamtenkollege jetzt über 8 Wochen krank, kriegt dafür auch noch die volle Kohle und es gibt sogar noch Kollegen, die Haubsi davon abraten, ihn anzuschreiben. Der Knaller - gut, in der Schule scheinen Leute mit diesem Mindset zu überleben, gäbe es "draußen" gar nicht. Ach Haubsi, mach das jetzt noch ein paar Jahre, bis dein Sohn aus dem Gröbsten raus ist und dann komm zurück in die Wirtschaft.."

    Ja, bitte geh' alsbald zurück in die ach so tolle freie Wirtschaft zu diesen unsympathischen BWLern. Denn wenn ich so etwas lese:

    Ich passe wohl wirklich nicht mit meinem "Mindset" in die Schule - in den Schulalltag. Und auch in die Denke vieler Kollegen. Ich will das gar nicht abwerten, wie hier viele denken. Menschen sind verschieden. Vieles, von dem, was ihr schreibt, kann ich aber wirklich weder teilen noch nachvollziehen ("Man schreibt auf gar keinen Fall einen Kollegen an, der länger krank war - auch wenn es um wichtige Infos geht."), noch für gut heißen.

    glaube ich auch, dass du dort besser aufgehoben bist. Mich macht deine Denkweise hinsichtlich des erkrankten Kollegen einfach traurig und ich hoffe sehr für dich, dass nicht du irgendwann in einer ähnlichen Lage bist und deine SL und KuK dich mit beruflichen Dingen belasten, obwohl du krank bist.

    Ah, das hieß bei uns Handelsschule

    "Handelsschule" war bei uns gaaanz früher mal die einjährige BFS für SuS mit Hauptschulabschluss ^^ .

    Aber vielleicht wäre es eine Idee auch das etwas einheitlicher zu gestalten...

    Joa, wäre eine Idee. Aber wenn ich mir schon die verschiedenen Schulformen der weiterführenden Schulen und damit einhergehend die verschiedenen Schulabschlüsse, die die SuS in den allgemeinbildenden Schulen erreichen können, in den einzelnen BL anschaue, und dann die unterschiedliche Gestaltung der beruflichen Schulen, glaube ich ziemlich sicher: Das wird nix!

    Zumindest so häufige Schwerpunkte wie Höhere Handelsschule, Gesundheit/Soziales,.... könnten ja im Schwerpunktfach oder Deutsch/ Mathe/ Englisch die gleiche Klausur schreiben.

    Und die Deutsch/ Englischklausuren in technischen Schwerpunkten dürften auch recht gleich sein.

    Für ein- und dasselbe Bundesland würde ich dir da zustimmen. Das würde den KuK mMn die Arbeit erleichern, wenn es "Zentralprüfungen" gäbe, statt dass jede Schule ihre eigenen Abschlussprüfungen erstellen muss. Bundesweit ist das - wie gesagt - aufgrund der unterschiedlichen Bildungssgänge m. E. nicht möglich (es sei denn, man vereinheitlich die). Das fängt ja schon bei der "Höheren Handelsschule" an, die es in NDS gar nicht gibt. Bis 2009 hatten wir auch eine "Höhere Handelsschule", aber das war eine einjährige Berufsfachschule für Realschulabsolvent*innen, wo man nur den "erweiterten Sek. I-Abschluss" erreichen konnte und keine FHR.

    Aber ich weigere mich diese Aufgaben von den Kollegen zu übernehmen. Der Satz: „Das kann ich nicht, mach du mal“, ist eine sehr einfache Möglichkeit sich bequem der ganzen Arbeit zu entledigen.

    Ihr habt echt komische Kolleg*innen. Diesen Satz habe ich in unserem Kollegium noch nie gehört. Allenfalls bittet jemand mal um Hilfe, aber dann lautet der Satz bzw. die Sätze "Das kann ich nicht/habe ich noch nie gemacht. Weißt du da besser Bescheid und kannst mir zeigen, wie das geht?" (und das habe ich logischerweise auch selber schon mal geäußert).

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