Beiträge von Humblebee

    hier auf dem halben Land in NRW habe ich schon öfters bei Besuchen von Betrieben (Schulpraktika 9. Klasse) gehört, dass es zwar ein Ausbildungsberuf nach mittlerer Reife sei (Bankkaufmann, Versicherung, usw..), sie aber lieber Volljährige mit Führerschein nehmen. Also Abiturient*innen.
    Grund: zuviele ohne Führerschein hätten die Ausbildung abgebrochen, weil die Busse nicht fahren, oder der/die Azubi keine Lust mehr habe, so lange zu fahren... usw. (also es waren hauptsächlich Ausbildungen, wo man mehrere Stationen macht)

    Das ist dann natürlich verständlich aus Sicht der Betriebe, dass sie zumindest Azubis mit Führerschein haben möchten.

    Das hat mich gerade auch im letzten Schuljahr gehalten an der Schule, als es so bitter war durch das Mobbing für mich. Seit der federführende Kollege nicht mehr an der Schule ist, hat sich das aber komplett verändert, so dass ich mich auch insgesamt im Kollegium immer wohler fühle und nicht nur in Teilgruppen.

    Das freut mich sehr für dich, dass du dich nun wieder wohler an deiner Schule fühlst!

    Um zum Ausgangsthema zurückzukommen:

    Gut gefallen mir an meiner Schule

    - der Rückhalt durch die SL (bis auf eine Person ist unsere erweiterte SL wirklich toll)

    - die Stundenpläne bzw. Stundenplanung

    - die Zusammenarbeit mit den schulischen Mitarbeiter*innen (Schulsozialarbeit, Schulassistent, Sekretariat, Raumpflegerinnen und meistens auch die Hausmeister)

    - die Ausstattung

    - das Kollegium (wobei ich natürlich gar nicht alle von unseren 140 KuK genauer kenne; aber diejenigen, mit denen ich zusammenarbeite und die in meinen Teams sind, sind super) und die meist dort herrschende gute Stimmung und Motivation

    - ... (ich schätze, ich habe noch irgendwas vergessen, was mir jetzt gerade nicht einfällt)

    Dass das SuS-Klientel an einer BBS, wo vom niedrigsten (bei uns BES) bis zum höchsten Niveau (bei uns BG und diverse Fachschulen) alles zusammenkommt, schwierig ist, ist m. E. nicht ungewöhnlich. Im gewissen Sinne macht das für mich auch den Reiz einer BBS als Schulform aus.

    Ich habe - wie ich bereits in einem anderen Thread schrieb - momentan aber auch den Eindruck, dass doch viele SuS, die in diesem Schuljahr zu uns kamen, "Corona-geschädigt" sind. Da hoffe ich einfach wieder auf bessere Zeiten.

    Ebenfalls anekdotisch, weil ich mich gerade vor einigen Wochen mit dem "Betroffenen" darüber unterhalten habe ;) : Der Sohn einer Freundin macht ebenfalls - derzeit im zweiten Ausbildungsjahr - eine Ausbildung zum "Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung". In seiner Berufsschulklasse (nicht an meiner BBS (wir haben keine Azubis aus diesem Bereich), sondern an einer BBS im ländlichen Raum im Nachbarlandkreis) ist er der einzige mit Hauptschulabschluss. In seiner Klasse sind laut seiner Aussage zwei junge Leute mit AHR und vier mit FHR. Alle anderen haben einen Realschulabschluss oder den erweiterten Sek. I-Abschluss.

    @golum : Stimmt, solche SuS wechseln dann bei uns des Öfteren nach der 10. Klasse vom allgemeinbildenden auf ein berufliches Gymnasium.

    (Dass jemand den von dir beschriebenen Weg über eine zweijährige berufsqualifizierende BFS ins BG gegangen ist, habe ich bei uns allerdings bisher nur ganz selten gesehen. Diese SuS gehen anschleßend an die zweijährige BFS häufig in die FOS Kl. 12 oder - den Bereich "Sozialassistenz" betreffend - in die Fachschule (in dem Fall die Fachschule "Sozialpädagogik") und erwerben die FHR).

    An die meisten besseren "Büroausbildungen" kommt man fast nur noch mit Abitur überhaupt ran.

    Was verstehst du denn unter "bessere Büroausbildungen"?

    Mag sein, dass das so ein "Stadt- vs. Land"-Unterschied ist oder von BL zu BL unterschiedlich, aber ich weiß definitiv, dass mind. die Hälfte unserer Azubis der Verwaltungsfachangestellten und der Industriekaufleute (was ich schon als "gute Büroausbildung" bezeichnen würde) keine AHR und auch keine FHR hat.

    Aber dann weiß ich doch noch gar nicht, wie weit ich genau komme 🤔

    Doch, das habe ich ja zum einen schon geplant, zum anderen mache ich in allen Klassen/Kursen in der Doppelstunde vor den Klausuren/Klassenarbeiten eine "Wiederholungsstunde". Im Übrigen habe ich die meisten meiner Klassen/Kurse nur ein- bis max. zweimal pro Woche in Englisch oder im betreffenden Lernfeld. Da weiß ich also ein oder zwei Wochen im Voraus schon genau, wie weit ich im "Stoff" gekommen bin und welche Themen ich in der Klausur dran nehme (also kann ich auch die Klausur schon eine Zeitlang vor dem Termin vorbereiten).

    Humblebee ich glaube, was das Arbeitsverhalten angeht, finden wir beide keinen Konsens :D

    Macht doch nichts! Wie ich schon so oft sagte: Jeder Jeck ist anders! Und wenn wir beide mit unseren Arbeitsweisen gut "fahren", ist doch alles tutti 8).

    Klausuren meistens erst in der Nacht vorm Klausurtermin fertigbastelt

    Mal abgesehen davon, dass ich nachts nicht arbeite/arbeiten kann (spätestens gegen 18/19 Uhr ist bei mir "Schicht im Schacht"), versuche ich Klausuren ein bis zwei Wochen, bevor ich sie schreiben lasse, fertig zu haben. Dann kann ich sie schon vor dem Klausurtermin kopieren und bis zum Termin in meinem (abschließbaren) Fach in der Schule lagern und habe dadurch am Klausurtag etwas weniger Stress. Und wir schreiben bspw. im BG oder in der FOS 12 in den Klassen/Kursen dieselben Klausuren; von daher müssen wir als "parrallel arbeitende" KuK die Klausuren rechtzeitig fertig haben. Mit dieser Arbeitsweise komme ich - als "Vorausplanerin" - sehr gut klar.

    Aber das nur als OT, da es ja mit dem Ausgangsproblem nichts zu tun hat.

    Dazu kann ich dir nichts Genaues sagen, da ich nicht auf dem Schirm habe, wo genau - also an welchem Ort in welcher Entfernung von ihren Wohnorten - denn die zukünftigen Bäckereifachverkäufer*innen ihre Ausbildungen machen (wir haben diesen Ausbildungsberuf nämlich nicht bei uns in der Berufsschule).

    Allerdings weiß ich, dass recht viele Azubis im Einzelhandel ihre Ausbildungen auch in Betrieben in ihrem Wohnort machen. Von daher gilt diese Aussage

    Intuitiv würde ich sgen, dass das ein Beruf ist, bei dem Einsatzstelle und Wohnort meist nah beieinander liegen und daher keine langen Fahrtwege nötig sind, was ja nicht jeder von sich behaupten kann.

    zumindest auch für viele unserer Azubis/Berufsschüler*innen im Einzelhandel.

    Ich würde mal behaupten, dass es bei den Bäckereifachverkäufer*innen ähnlich sein könnte.

    Einerseits hoffe ich es, andererseits weiß ich, dass der Beruf "Bäckereifachverkäuferin" aufgrund der Arbeitszeiten und Gehaltsaussichten nur bei wenigen Schulabsolventen auf der Wunschberufsliste ganz oben steht.

    Nichtsdestotrotz gibt es - zumindest an meiner Schule - weiterhin einige SuS, die nach dem Besuch der BFS oder der BES eine Ausbildung in diesem Bereich machen. Oftmals sind dies SuS, die ansonsten im Einzelhandel keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

    Danke für die Erläuterungen @golum . Hier in NDS gibt es zwar auch zweijährige berufsqualifizierende Berufsfachschulen, die zu einem Berufsabschluss führen (z. B. die zweijährige BFS Sozialpädagogische/r Assistent/in) und die als Aufnahmevoraussetzung den Realschulabschluss haben, aber diese führen nicht zur Fachhochschulreife. Um die FHR zu erlangen müssen die jungen Leute anschließend noch die o. g. FOS Klasse 12 besuchen. Praktische Prüfungen gibt es in der FOS 12 aber hier nicht.

    Im BBS-Bereich muss in der HBF das Projekt tatsächlich in einem Kolloquium + Präsentation verteidigt werden.

    Ich weiß leider nicht, was die "HBF" ist. An meiner BBS schreiben z. B. die SuS der Fachoberschulen in der 12. Klasse eine Facharbeit, aber diese muss nicht präsentiert werden (und es gibt dazu auch kein Kolloquium). Diese fließt wie eine Klausur als schriftlicher Leistungsnachweis in die Abschlussnote ein.

    nope noch nie. Mittlerweile bin ich nur noch in der Fachschule.

    Ah, ok. Dass wir in den Fachschulen schon mal OMK hatten, wüsste ich auch nicht.

    Wir haben die häufigsten dieser Konferenzen in den Vollzeitklassen, durch Schulversäumnisse, teilweise sind sie zu blöd fristgerecht (laut Schulvertrag) ein Attest einzureichen. Manche erscheinen natürlich auch aus diversen anderen Gründen nicht.

    Für SuS, die durch Abwesenheit/unentschuldigtes Fehlen "glänzen", brauchen wir zum Glück in NDS keine OMK einzuberufen. Diese SuS setzen wir ins Mahnverfahren und wenn zu viele unentschuldigte Fehltage aufgelaufen sind ("Fehlminuten" werden hier nicht gezählt), werden nicht mehr schulpflichtige SuS von der SL ausgeschult und die Schulversäumnisse der noch schulpflichtigen SuS werden an den Landkreis bzw. ans Schulamt gemeldet. Die übernehmen dann erstmal alles Weitere (Erziehungsberechtigte einmal mehr kontaktieren, ggf. Bußgeld oder Sozialstunden verhängen).

    Wie bei Quittengelee mussten UBs und deren Entwürfe min 3 Tage vorher eingereicht werden, die ExamensUBs noch deutlich früher eingereicht werden.

    Bei mir waren es - wenn ich mich nicht irre - bei einem "kleinen" UB zwei, bei einem "großen" UB vier Tage (zur Erläuterung: "kleiner" UB: Unterrichtsbesuch in einem Unterrichtsfach oder der beruflichen Fachrichtung, wo nur der/die entsprechende Fachleiter/in in den Unterricht kam und evtl. der/die Mentor/in anwesend war; "großer" UB: Teilnahme des/der entsprechenden Fachleiters/leiterin, des Leiters/der Leiterin des Pädagogik-Seminars, eines Mitglieds der SL und evtl. des/der Mentors/Mentorin).

    Die Unterrichtsentwürfe für die Examens-UB mussten wir mind. eine Woche vor den Prüfungen einreichen.

    In Hessen hat man nach 3 Monaten Hospitationsphase ausschließlich eigenen Unterricht

    In NDS sind es an den BBS acht Unterrichtsstunden (i. d. R. vier Doppelstunden) "eigenverantwortlicher Unterricht" und mind. vier Stunden "betreuter Unterricht".

    In welchem Bundesland machst du eigentlich dein Ref Himmel96 ? Habe ich das überlesen?

    Ein solches Ref mit UB 3 Tage vorher einreichen hätte ich nicht geschafft. Ich habe mit Glück 3 Tage vorher eine grobe Themenidee gehabt. So funktioniere ich nicht und bin froh, dass es in NRW nicht so läuft.

    So ist mal wieder jeder Jeck anders (oh, 11:11 Uhr verpasst, fällt mir da auf...). Meine Art zu arbeiten ist es recht weit im Voraus zu planen, also zumindest die Grobplanung Wochen im Voraus "stehen" zu haben Das mache ich auch heute noch so. Von daher fiel es mir als Refi überhaupt nicht schwer, meine Unterrichtsentwürfe Tage vorher fertig zu haben und bei den Fachleiter*innen einzureichen. Im Gegenteil: Ich wäre durchgedreht, wenn ich ein bis zwei Tage vor einem UB noch nicht genau gewusst hätte, wie die Unterrichtsstunde ablaufen soll...

    Na ja, wie gesagt: Zumindest an meiner Schule kommen nur sehr wenige KuK in den Genuss dieser Stundenreduktion (wobei eine Stunde ja nun auch nicht gerade viel ist), da die meisten eben nicht mit dem Großteil ihrer Stunden im BG eingesetzt sind. Ich würde meinen, es betrifft bei uns max. sechs von ca. 140 KuK.

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