Damit der Kollege, der die eine Randstunde unterrichtet, dann Minusstunden auf seinem Arbeitszeitkonto hat und in Zukunft noch mehr vertreten darf? Das kann es auch nicht sein!
Ich kenne das von unserer Schule auch so, daß bei entsprechend umfangreichem Stundenausfall die Azubis in die Betriebe geschickt werden. Ist man jetzt der Kollege, der in der einen Klasse sechs Stunden täglich hat, ist das kein Problem, schließlich fällt sein Unterricht nie aus. Ist man aber der Kollege, der mit zwei Nebenfächern bei 25,5 Stunden Deputat durch 16 Klassen gejagt wird, ist man laufend von abbestellten Klassen betroffen, hat massive Probleme seine Klausurtermine und die Nachschreibtermine überhaupt durchzubekommen und bekommt als Dank noch die ausgefallenen Stunden als Malusstunden abgezogen, wenn man bezahlte Mehrarbeit macht, um den Laden am Laufen zu halten.
Wenn schon, dann gleiches Recht für alle KuK, dann muß die Klasse auch entsprechend abbestellt werden, wenn der Nebenfachlehrer ausfällt, auf das der Hauptfachlehrer auch mal Malusstunden kassiert.
Übertreibst du da jetzt nicht ein wenig? Ist es an deiner Schule wirklich so, dass - wie du schreibst - "laufend" Klassen abbestellt werden und es ausgerechnet andauernd dich trifft, dessen Stunden ausfallen? Und unterrichtest du ausschließlich in Berufsschulklassen, wo die Azubis dauernd in den Betrieb geschickt werden? Denn in Vollzeitklassen wäre der Vorschlag von Maylin85 ja durchaus umsetzbar.
Bei uns werden auch manchmal Klassen für einen kompletten Schultag "abbestellt", wenn der Großteil ihrer oder alle ihre Stunden durch Abwesenheit von KuK (sei es durch Krankheit oder durch Fortbildung, Mitarbeit im Prüfungsausschuss der Kammern, Abnahme mündlicher Prüfungen in unserem Hause o. ä.) betroffen ist und nicht vertreten werden kann, aber - wie gesagt - das kommt nur ab und zu vor und wenn es mich dann mal betrifft und ich dadurch Minusstunden "kassiere", bekomme ich selbige locker durch Vertretungsunterricht wieder 'rein.